Details und Bilder dauern noch ein bisserl (das Wetter ist viel zu schön für vorm Computer sitzen), aber eine kleine Rückmeldung will ich doch schon mal geben.
Wettermäßig hätten wir es einfach nicht besser erwischen können. Alle 7 Tage hatten wir allerbestes Frühlingswetter mit tiefblauestem Himmel. Am ‘schlechtesten’ Tag gab es eine dünne Dunstschicht weit oben, so dass der Himmel hell- statt dunkelblau war. Besser kann man es wirklich nicht erwischen - im April. Für März war es deutlich zu warm, was südseitig ein echtes Problem war.
Bevor wir kamen, hatte es schon eine Woche nicht mehr geschneit und wenigstens 3 Tage Fönsturm gehabt. Zusammen mit den zu warmen Temperaturen erforderte das eine sehr sorgfältige Tourenwahl, um vernünftige Schneebedingungen vorzufinden. Wir haben uns am Anfang dumm angestellt und sind einen abgeblasenen Rücken raufmarschiert. Am nächsten Tag sind wir dann unten im Sulz abgesoffen, weil wir die Temperaturen und Bedingungen südseitig komplett falsch eingeschätzt hatten. Danach hätten wir die südwestseitigen Bedingungen eigentlich einschätzen können sollen, aber die Hoffnung stirbt ja immer zuletzt, deswegen brachen wir eine Südwestseiten-Tour 2 Tage später auf der Hälfte ab (und versanken an einem Sulzhang trotzdem). Auf den Nordseiten-Touren fanden wir durchwegs zerfahrene Hänge vor, konnten aber überall ein wenig abseits trotzdem noch schöne Pulverrinnen abfahren. Teils sogar völlig unverspurt :-)
Das Hotel war sehr gut, total hübsch, mit netten Leuten, schönen Zimmern, prima Sauna und Wellness und jeden Tag netten Kleinigkeiten auf dem Zimmer und im Speisesaal. Laut der beiden schweiz-deutschen und schweiz-französischen Skitourengruppen, war das Essen richtig Klasse, hübsch angerichtete und italienisch angehauchte 4-Sterne-Küche mit seltsamen Gerichte-Kompositionen. Unseren Gaumen, die deftige und bodenständige Südtiroler Kost (Knödel! Spätzle! Pasta!) erwartet hatten, taugte dieser Ausflug in die Haute Cuisine (wenn es das denn war) nicht allzu sehr. Das war ungemein schade, denn das Hotel selbst wäre einen erneuten Besuch durchaus wert.
In Bezug auf Fitness stand leider auch nicht alles zum Besten bei uns, so dass wir die Hammertouren (Weisskugel, Bärenbartkogel) gar nicht erst in Betracht zogen. Reine Spaziergänge, wie im Vorfeld befürchtet, wurden es dann aber auch nicht. Für die vorhandenen Randbedingungen ist uns am Ende doch eine ganz gute Mischung an Touren gelungen :-)

Am Glockhauser - mit neuer Softshell und SAN-Aufnäher