Nach der superkurzen letzten Woche gab es noch eine lange Woche und dann kam Urlaub. Wir hatten schon öfter drüber gesprochen, ob Urlaub jetzt sinnvoll sei oder nicht, und weil wir für den Urlaub ganz einfach nur hätten losfahren müssen (Planung stand, Buchungen waren nicht nötig), hatten wir die endgültige Entscheidung auf diese Woche geschoben.
Jetzt stand fest: da die Handwerker am Freitag noch mal kommen würden, war es uns einfach zu stressig, direkt danach in den Urlaub zu fahren. Möglicherweise war am Samstag noch mal was zu tun, was den Urlaubsstart noch mal verschoben hätte und dann würde der Urlaub schon recht kurz werden. Deswegen: Allgäu-Urlaub, hier ists ja auch schön :-)
In der Arbeit wurde die Woche noch mal recht anstrengend. Einerseits, weil ich allerlei Dinge bis zum Urlaub fertig haben wollte und andererseits, weil man mich fragte, ob ich stellvertretend für einen Kollegen, der kurzfristig keine Zeit hatte, bei der Hochschulmesse mitmachen wolle. Standdienst, mit Leuten reden und so. Ich musste erst mal nachdenken und sagte dann zu.
Die Messe war am Mittwoch und ich muss sagen, die Hochschule hat sich seit meinen Tagen dort (*hust* 1985-1991) echt gemausert. Die Messe war gut aufgebaut und (unten jedenfalls) total voll und das Wetter spielte auch mit. Unser Stand im ersten Stock allerdings – durchaus sinnvoll im Bereich Elektrotechnik – war leider nicht gut zu finden. Vormittags hatten wir 2 Gespräche mit Professoren (die kennen uns aber eh) und sonst nur wenige Interessenten. Mittags fragte mich die HR-Dame, ob ich mit unserer Marketing-Lady (die kurz vorbeischaute) zurückfahren wolle und da nahm ich gern an (zumal mein Knie und meine Füße das viele Stehen nicht gern mochten). War aber trotzdem ganz gut und ich habe zugesagt, das auch noch mal zu machen, wenn sich sonst keiner findet (dann will ich aber einen Hocker oder sowas).
Ich schaffte es dafür dann, die Software-Spezifikation für die Kollegen noch vor dem Urlaub zum Review fertig zu stellen. Das war auf jeden Fall sehr gut.
Am Freitag kamen mittags die Handwerker zum (vorerst letzten) Mal und stellten die Einfahrt fertig. Das sieht jetzt sehr gut aus, und aktuell wundern wir uns noch ein wenig, dass es bei der Einfahrt in die und Ausfahrt aus der Garage nicht mehr rumpelt ;-) Am Abend gab es das traditionelle Spargelessen bei der besten Mama zu dem ich den Nachtisch beisteuern sollte.Ich erntete noch mal Rhbarber und machte Kompott, das es dann mit Vanilleeis gab. Das war gut, aber ich hatte danach fast 2 Tage lang raue Zähne.
Die Blüten der großen Rhabarber-Pflanzen waren über die Woche in die Höhe geschossen und sahen nun so aus, wie in den Videos und Beschreibungen, wo man sie entfernen sollte. ‘Mit beiden Händen unten gut greifen und mit leichtem Zug herausdrehen.’ war die Anweisung. Ich versuchte es, aber beim gut Greifen splitterte gleich mal der hohle Blütenstamm und Rausdrehen klappte überhaupt nicht. Mir war allerdings auch erst hinterher klar, dass man die Stiele von ganz unten rausdrehen soll.
Der beste Allgäuer versuchte es auch und auch bei ihm brach der Stamm lediglich ab und es drehte sich überhaupt nichts raus. Ich hoffe, wir haben die beiden großen Pflanzen nicht gekillt. Auf den YouTube-Videos klappt das übrigens auch nicht. Wir beschlossen, die anderen Blüten einfach wachsen zu lassen. Gibt’s halt weniger Stängel/Blätter, dafür überleben die Pflanzen!
Den Urlaub starteten wir mit einer kleinen Runde, die am Ende viel anstrengender war, als wir erwartet hatten (Null Training, Yay!) und einer Bike&Hike-Tour, wo es am Ende der Bike-Strecke nur bei uns Regen und Graupel hatte und überall sonst Sonne. Da brachen wir ab und legten uns daheim auf der Terrasse in die Sonne.