Die Woche nach dem Urlaub begann mit vielen Mails, die meisten zum Italien-Projekt, wo nicht alles so glattgelaufen war, wie wir erhofft hatten. Die Telemetrie- und Hardware-Jungs hatten aber super Arbeit geleistet und die Italiener zumindest arbeitsfähig gebracht. Puh!
Radeln war die Woche trotz kühlem Wetter und Regen- und Gewitterneigung ausgesprochen cool. Auf dem Weg ins Büro hatte es immer wieder andere und wirklich toll aussehende Wolkenformationen. Ich liebe den Weg ins Büro, da fängt jeder Tag mit irgendwas Tollem an. Am Rückweg habe ich nur kurz Bergblick, das ist auch schön, aber selten so großartig.
Die vielen Gewitter in der Woche zeigten auf, wo die Regenrinnen und Abläufe am Haus überall beeinträchtigt waren. Der beste Allgäuer spülte und schaufelte und kratzte an immer neuen Stellen Verhau aus den Regenrinnen. Am Ende der Woche hatte er dann alles frei, seitdem läuft auch bei wüsten Gewittern alles ordentlich ab. Das ist super!
Am Freitag nahm ich mir vormittags kurz frei, um einen neuen Ausweis zu beantragen (höchste Zeit!). Kempten ist inzwischen schon ziemlich digitalisiert und es funktioniert auch weitgehend gut. Termine beantragt man online und checkt dann vor Ort noch mal ein und bekommt einen Code zugewiesen, über den dann die Aufrufe laufen.
Weil ich angegeben hatte, kein Passbild mitzubringen, bekam ich als Erstes eine Foto-Station zugewiesen, an der ich das Passfoto machen konnte. Der Automat machte sogar ein ganz passables Foto von mir. Dann ging ich rein und wartete darauf, dass mein Code erschien. Tat er aber nicht. Weil ich ungeduldig bin, ging ich nachfragen und das war auch gut so, denn so ganz rund läuft das System anscheinend doch noch nicht: mein Code war im System verschwunden. Ich kam dann trotzdem dran.
Am heißen und schwülen Samstag stiegen wir seit langem mal wieder über den Aurikelgrat aufs Hörnle, was viel Spaß machte, aber für uns beide unerwartet anstrengend war. Das wunderte uns sehr, schließlich ist das ja auch nicht so besonders viel, aber nachdem wir beide am Seichenberg echt kaputt waren, entschieden wir, direkt zum Grüntenhaus zu gehen, wo es gutes Bier und guten Kaffee gab.
Sonntag buk ich Kuchen mit Schwarzen Johannisbeeren (was irgendwie misslang, denn der Kuchen fiel nach dem Back zusammen und wurde matschig – immerhin schmeckt er aber gut), dann radelten wir an den Bachtel (wo es unerwartet leer war) und wurschtelten danach noch ein bisserl im Garten rum.