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30/25 Code Signing, Stammtisch, Open Air

Sonntag, Juli 27, 2025

Interessante Dinge in der Arbeit, darunter das erste PM-Meeting mit dem Chef und eine sehr kurzfristige Aufgabe, bei der ich mich um das ungelöste Problem kümmern durfte, dass unser neues Code-Signing-Zertifikat zwingend ein Token am Rechner und die manuelle Eingabe einer PIN erfordert. Nach viel Recherche und allerlei Lösungsversuchen hatte ich am Ende der Woche einen praktikablen Vorschlag (und auch schon eine halbe Lösung), mit dem wieder alle, die das müssen, unseren Code signieren können.

Dienstag war das Wetter ganz OK, deswegen machten wir abends eine Runde über den Blender, was einfach mehr Spaß macht, als oben auf dem Trainer zu laufen. Tat ich dann am Donnerstag trotzdem.

Mittwoch war mal wieder Firmen-Stammtisch. Diesmal waren erfreulich viele Leute dabei, dafür war das Essen nix. Der Chickenburger taugt mir nicht und anstelle des White Chocolate Cheesecake gab es nur noch einen Apple Pie, der ganz einfach nur langweilig war. Pffff!

Freitagnachmittag bereiteten wir uns auf den aufregenden Samstag vor, an dem wir mit dem Bruder des besten Allgäuers bei Regen und Gewittern auf ein Open Air in Stuttgart gehen würden. Es dauerte eine Weile, bis ich mein Fahrrad-Regencape gefunden hatte und eine kleine Tasche (maximal A4 war laut Website erlaubt) auftreiben konnte.

Am Samstag starten wir dann mit dem Clio bei Schnürlregen nach Stuttgart. Der Regen hörte irgendwo vor Ulm auf, dafür begannen die Staus (Zugfahren war keine Option gewesen, weil der letzte Zug ins Allgäu arg knapp gewesen wäre). Ich hatte die zwar eingeplant, aber man wird natürlich trotzdem nervös, ob der Zeitplan klappt, denn das mit dem Parken hatte ich vorab auch nicht gut abschätzen können.

Es klappte aber alles prima. Wir waren rechtzeitig in der Gegend, verfuhren uns nur einmal kurz und landeten dann in genau dem Parkhaus, das ich ausgesucht hatte (war das zweite in der Kette von 10 möglichen Parkplätzen, die ich rausgesucht hatte). Das erste Parkhaus in meiner Kette wäre noch näher am Open-Air-Gelände gelegen gewesen, aber dafür hätten wir an dem zweiten Parkhaus vorbeifahren müssen und da war ganz offensichtlich noch Platz, deswegen nahmen wir das. Der längere Weg zum Gelände war nach der langen Fahrt dann gar nicht so schlecht ;-)

Das Open-Air war dann ganz gut. Ich bin da ja eigentlich vor allem mit, damit Mann und Schwager problemlos hin und zurückkommen. Iron Maiden kenne ich natürlich grundsätzlich, aber nicht so gut, dass ich Songs identifizieren könnte, und von der Vorband Avatar hatte ich noch nie gehört. Aber Avatar gefiel mir dann meistens gut und Iron Maiden sowieso. Die hatten auch eine echt coole Show, wo Eddie zu den jeweiligen Songs auf den riesigen Bildschirmen irgendwas Passendes machte.

Der beste Allgäuer war allerdings vom Sound recht enttäuscht. Vielleicht hätte man für guten Sound ins Gedränge vor der Kontrollstation gemusst (da hätte man sicherlich auch besser gesehen), wo die Anlage der Band für den Sound sorgte. Wir standen aber weiter hinten, wo der Sound aus riesigen Boxentürmen kam (und da war es eh schon arg dicht).

Das Wetter zeigte sich gnädig. Es war bedeckt und deswegen nicht allzu heiß und es gab nur einmal ein Gewitter, kurz bevor die Vorband auftrat. Die Regencapes waren da echt prima, wir wurden nur etwas nass.

Insgesamt ging es auf dem Gelände sehr friedlich zu (was ich auch erwartet hatte, wilde Heavy-Metal-Verkleidungen und Gesten und Alles hin oder her), allerdings wurden einzelne Besucher mit fortschreitender Zeit immer betrunkener und sehr nervig. Einmal hätte es deswegen beinahe eine Schlägerei gegeben, aber die jeweiligen Begleiter der beiden Männer griffen blitzschnell ein und alles blieb fein. Ich war sehr beeindruckt, wie fix die waren (vermutlich kannten sie ihre Pappenheimer).

Erstaunlicherweise gab es viele Kinder auf dem Open-Air (alle, die ich sah, hatten Lärmschutz-Kopfhörer auf, wir hatten auch Stöpsel). Ich hätte eigentlich erwartet, dass die mit der Zeit sehr gelangweilt werden würden, aber vermutlich war das alles so aufregend, dass es auch wurscht war, dass die Kleinen alle so gut wie nichts sehen konnten.

Nach dem Ende schoben wir uns langsam mit den Massen (65.000 sagte irgendwer) vom Gelände, was zwar etwas anstrengend, aber völlig OK war, wir konnten ja keinen Zug verpassen. Nachdem wir aus dem Parkhaus raus waren, verteilte sich der Verkehr sehr schnell und wir kamen nahezu problemlos nach Hause. Nur bei der Durchfahrt durch Ulm war ich irgendwo etwas zu schnell und es blitzte. Naja, passiert. Daheim regnete es natürlich.

Am Sonntag fuhr der beste Allgäuer seinen Bruder zurück nach Hause und kam mit einem kaputten Auto zurück. Und zwar genau so, dass er es bis vor die Garage schaffte und dann ging das Auto nicht mehr an. Der Kangoo motzte irgendwas mit Einspritzung und das Auto stank nach Diesel wie Teufel. Wie gut, dass wir den nicht für die Fahrt nach Stuttgart genommen hatten!


Auf dem Weg aufs Gelände


Gewitter


Vorband


Hauptband


Langsam wird es dunkel


Viele Scheinwerfer


Eddie verabschiedet sich

Von engel am 27.07.2025 23:00 • diary
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