Ich nahm am Montag das Auto, um die Zwetschgen für die Kollegin ins Büro bringen zu können. Eigentlich war das Wetter sehr OK, deswegen tat mir das richtig leid, aber mit dem Rad einen Rucksack voll doch relativ weicher Zwetschgen ins Büro zu transportieren, wäre definitiv schiefgegangen. Die Kollegin freute sich sehr.
Abends schüttelten wir wieder den Baum und hatten sofort 2 Riesenschüsseln Zwetschgen vor uns. Ich setzte mich direkt zum Entsteinen hin und bot der Familie Zwetschgen an. Die beste Mama kam umgehend und bekam auch ein paar Tomaten mit. Der beste Allgäuer fragte unterdessen einen Ex-Kollegen, ob der welche haben wolle. Er wollte und kam mit seiner Frau.
Der Baum wurde noch mal geschüttelt und warf wieder viele Zwetschgen ab und auch der S. und seine Frau bekamen eine große Schüssel mit. Denen zeigten wir auch das Haus und sie waren (wie alle) ordentlich beeindruckt :-) Ich packte die entsteinten Zwetschgen in den Tiefkühler und musste ganz schön stapeln und umschichten, um alles reinzubekommen.
Am Mittwoch kam dann noch der P. und nahm ebenfalls eine große Schüssel mit. Der Baum entlud inzwischen beim Schütteln nicht mehr ganz so viele Früchte und beim Hochschauen schienen die Äste langsam leerer zu werden. (Endlich. Ich will mich wirklich nicht beschweren, aber ganz so viel hätte es nicht sein müssen ;-)). Am Donnerstag sammelten wir ein letztes Mal und überließen den Rest den Vögeln, Wespen und wer auch sonst sich bedienen wollte. Alle Tiefkühlmöglichkeiten waren proppenvoll.
In der Arbeit war es sehr stressig, weil ich des Wetters wegen, das genau 3 Tage vor dem eigentlichen Urlaub in der nächsten Woche strahlend schön werden sollte und dann eher nicht mehr so sehr, den Freitag freinehmen durfte. Ich schaffte es mit viel Mühe, alles fertigzustellen und abzuschicken, aber die neuen Probleme bei den beiden aktuellen Projekten mussten leider liegenbleiben. Das wird mich nach dem Urlaub beißen, nehme ich an.
Und dann war er da, der Urlaub. Wir packten noch am Donnerstag die Räder ins Auto und richteten alles her, denn ich wollte ins Lechtal. Der Tunnel war kein Problem und die Tour fing wunderschön an, aber dann war das Steiglein erst von Windbruchverhau versperrt, und als wir es wiederfanden, stimmten Karte und Weg und Realität nicht überein, was am Ende zu keinem Gipfel führte. Aber egal, da war es so schön, dass überhaupt kein Gipfel nötig war :-)
Sonntag trieben uns verschiedene Sperrungen und Staus wegen Viehscheid ganz woanders hin als geplant und wir machten eine lange Tour über die Hohen Gänge, für die ich eigentlich erst noch fitter hätte werden wollen und für die ich schon gar nicht die nigelnagelneuen Schuhe genommen hätte. Aber Knie und Knöchel und Schuhe schlugen sich super, das war prima :-)
Sonntag waren wir dafür dann kaputt, und weil das Wetter inzwischen eh nur so halb gut werden sollte, nahmen wir uns einen Heimtag im Garten. Muss man ja auch genießen, wenn man schon einen so tollen Garten hat. Vorn stellten wir fest, dass die guten Edel-Haselnüsse reif wurden, und fingen an, dort zu sammeln. Die Nüsse müssen aber nur in einen Korb zum Trocknen und nicht in die Gefriere ;-) Abends grillten wir, das war ein guter Vor-Urlaubstag.

