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Blutabnehmen

Dienstag, Dezember 03, 2019

Ich arbeitete zunächst von zuhause aus, weil ich mal wieder Blutwerte checken lassen musste. Das war auch eine gute Gelegenheit, den Hausmeister die nicht-funktionierende Klingel checken zu lassen. Ich hatte ihn deswegen am Montag angerufen und ihm dann per WhatApp (Boah, voll modern!) noch eine Erinnerung geschickt.

Punkt 7 klingelte es von unten und der Hausmeister kam. Das funktionierte also schon mal. Oben klingelte allerdings zunächst nichts. Dann aber doch und des Rätsels Lösung ist: Wenn mal jemand geklingelt hat, muss man den Hörer der Gegensprechanlage einmal abnehmen, sonst klingelt es nie wieder. Das sei bei ein paar Wohnungen so und habe möglicherweise damit zu tun, dass die Klingelanlage des Hauses moderner sei als die Gegensprechteile in der Wohnung (oder anders herum, ist ja egal) und die Teile irgendwie nicht vollständig kompatibel seien, meinte der Hausmeister.

Das heisst also, dass ich, wenn ich mal Besuch erwarte, vorsichthalber einmal den Hörer abnehmen muss, denn ob zwischenzeitlich jemand bei mir geklingelt hat, kann ich ja nicht wissen. Ich bin gespannt, wie lang ich mich daran erinnere. Aber so oft wie ich Besuch bekomme, lohnt es sich nicht, deswegen einen Aufstand zu machen. Das kann dann meine Wohnungsnachfolgerin machen.

Gegen 8 ging ich zum Blutabnehmen. Das war bislang immer eine Pipifax-Prozedur, aber seitdem im näheren Bekanntenkreis eine mit einer Prothese einen Bakterienbefall da drauf bekommen hat, von dem nicht klar ist, wo er her kommt, fühlte sich sich das plötzlich invasiv und gefährlich an. Dabei war die Arzthelferin so sorgfältig wie sonst auch.

Bei der Therapie massierte die C. wieder an den Sehnen herum und machte etwas Streckung (das geht inzwischen wirklich gut und ich hoffe sogar auf etwas Überstreckung mit der Zeit, so wie das andere Bein halt) und ging dann wieder zur Beugung über. Die C. ist da zwar zufrieden, aber ich nicht. Hinten zwickt es immer noch irgendwo (ich sehe vor meinem inneren Auge, wie ein Muskel zwischen die beiden Teile der Prothese kommt und hoffe, dass das nicht sein kann) und die starke Beugung schmerzt irgendwo mitten im Knie, dabei kann da wirklich nur Metall sein. Sonst zerrt das halt an allen Muskeln, die sich seit Jahren nicht mehr in dieser Richtung bewegen mussten und heftig protestieren. Nach der Therapie war das Knie recht motzig.

Am späten Nachmittag sah ich Official Secrets, den Film über die Whistleblowerin Katharine Gün, über die ich vor Kurzem zufällig gelesen hatte. Nicht dass man wirklich nochmal darauf hingewiesen werden müsste, dass man von der Politik ständig belogen und betrogen wird, aber das bringt der Film schon sehr gut rüber. Und Disclaimer: Ich glaube nicht, dass alle Politiker lügen und betrügen (ich glaube nicht mal, dass das die meisten tun, sondern dass die meisten versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln), aber die, die es tun, versauen die Welt massiv. Sehr spannend, sehr sehenswert.

Danach ging es dem Knie wieder besser und ich radelte ins Studio. Ich nahm mich allerdings etwas zurück und lief nur 20+5 Minuten auf dem Crosstrainer, wo ich sehr auf Streckung am Schrittende achtete (ging sehr gut) und ließ die Beinpresse aus. Beugung mit Belastung mochte das Bein nicht. Dafür konnte ich aber die vorderen und hinteren Oberschenkelmuskeln wirklich gut trainieren. Am besten war, dass ich den VMO dabei wirklich spüren konnte :-)

Daheim machte ich dann den Schneebericht (Hach! Diese Bilder!) fertig und sah noch ein wenig Lucifer :-)

Von engel am 03.12.2019 23:00 • diary

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