Ich schlief prima und wachte 10 Minuten vor dem Wecker um 4 auf. Ich konnte mich also aus dem Bett schleichen, ohne den besten Allgäuer stören zu müssen. Die Fahrt nach München war ereignislos.
Meine Wohnung war kalt. Anfang September war es ja noch sehr, sehr warm gewesen und ich hatte das kleine Fenster im Schlafzimmer offen gelassen. Die Türen habe ich hier ja eh immer offen (außer nachts im Winter) und so war die ganze Wohnung echt kühl. Heizen lohnt für anderthalb Tage aber auch nicht. Das mache ich, wenn es die nächsten beiden Wochen auch kalt ist, da muss ich ja noch mal für je 3 Tage her.
Ich hatte in der Früh Zeit für Kaffee und Cornflakes und musste dann los, um den Termin zum Lungen-Röntgen zu schaffen. Da wollen die Docs ja noch immer Kontrolle haben. Ich hatte Glück und kam komplett trocken bis zur Münchner Freiheit.
Ich war später unterwegs, als ich an einem normalen Arbeitstag gewesen wäre, und fuhr auch viel befahrenere Straßen entlang als sonst (ins Büro fuhr ich ja immer eher ‘außen rum’), aber die Menge an Verkehr und Stau war schon beeindruckend. Klar, wegen des MVV-Streiks (keine U-Bahnen und auch sonst alles eingeschränkt), aber halt auch, weil es daheim so viel weniger Verkehr hat. Man ist das mit der Zeit gar nicht mehr gewöhnt.
Im Tower war es echt nett, viele der Kollegen noch mal zu sehen. Leider haben Chef und Lieblingskollege die nächsten beiden Wochen nicht mehr Train-Seminar mit mir zusammen. Chef fängt ab Donnerstag bei seinem neuen Job an, wo der extra-lange Titel darauf hindeutet, dass er da genau das Richtige machen kann, und der Kollege ist in einen anderen Slot gewechselt. Chefs neue Mitarbeiter können sich glücklich schätzen, er war ein toller Chef. Hab ich dann zum Abschluss auch noch gesagt, weil man sagt sowas ja viel zu selten.
Sonst habe ich meinen Schrank ausgeräumt, bin mit Chef die Austrittscheckliste durchgegangen, habe ein paar letzte Dokumente ausgedruckt und mit den Inventar-Leuten die Übergabe meiner Notebooks vereinbart. Meine Firmenkarte und das funktionierende Notebook darf ich noch bis Mittwoch behalten, wo ich zum letzten Mal in den Tower fahre, um meinen Kram zu holen und die letzte Telko mitzumachen. Dann gebe ich die Karte ab und melde mein Firmenkonto ab. Und dann ist Schluss. Der Gedanke sticht aber schon ein klitzekleines bisserl trotz der langen Gewöhnungsphase. Schaumermal wie das morgen dann ist.
Mittags traf ich mich mit dem dem Ex-Kollegen zum Italienisch-Essen. Er bestand schon wieder drauf, mich einzuladen und wenn ihm das so ein Bedürfnis ist, dann will ich mich nicht wehren. Sonst war das sehr nett, sehr gut und unterhaltsam.
Danach hatte ich vage vor, zum Zoo zu radeln. Aber es war schon relativ spät, ich hätte da nicht wirklich viel Zeit gehabt im Zoo und der ist ja auch nicht grad billig. Ich muss den Besuch auf - Hmm, irgendwann Mal - verschieben. Ich radelte also heim, holte beim Penny Abendessen und Frühstück und beschäftigte mich dann dort.
Internet-Lesen und -Recherche, Lucifer-Gucken, minimal weiter aufräumen, allerdings gibts da nicht viel mehr viel zu tun. Insgesamt ein netter Abend, wenn auch zugegeben ein wenig kühl ;-)