Am Freitag baute ich nach dem Frühstück noch ein paar Regale auseinander (Ich bin verliebt in den Akkuschrauber! Was ein tolles Teil!) und fuhr dann zurück ins Allgäu. Beim Auseinanderbauen der ersten Schranktür habe ich ein wenig Lehrgeld bezahlt, denn da ist das Holz der Tür an einer Stelle kaputt gegangen. Ich vertraue darauf, dass der beste Allgäuer das bei einem eventuellen Zusammenbau irgendwie repariert bekommt :-) Sonst gibt das halt ein halb-Schrank-halb-Regal.
Daheim schleppte ich meinen neuen Kleiderschrank ins Schlafzimmer und baute ihn da auf. Das Ausrichten an der Wand war Maßarbeit, aber damit habe ich jetzt hoffentlich genügend Platz für alle meine Klamotten. Alles, was ich sonst dabei hatte, konnte ich problemlos in vorhandenem (frisch freigeräumten) Stauraum unterbringen. Am Nachmittag brachte ich dann noch die alte Elektronik und ein bisserl Müll zum Wertstoffhof.
Mein Arbeitsvertrag war angekommen. Ich las ihn gründlich durch und schickte ihn dann unterschrieben zurück. So, alles gut! Lustigerweise kam parallel dazu eine Einladung von der Kemptener Agentur für Arbeit. Ab Oktober wäre ich ja offiziell arbeitslos gewesen und die wollten schon mal mit mir sprechen.
Der Brief kam mir ja schon ein bisserl aus der Zeit gefallen vor: Auf diesem sehr grauen Recyclingpapier in dieser typischen Ämter-Schriftart (fast noch wie von einem Nadeldrucker) gedruckt und so sehr formalisiert, dass meine Betreuerin den Satz mit dem persönlichen Erscheinen, Raumnummer und so hatte ausstreichen müssen und dafür mit der Hand hatte ‘als Telefonat’ dazu schreiben müssen. Nach anderthalb Jahren Pandemie! Und ich musste die Begründung der Absage tatsächlich als Papier zurückschicken.
Danach hatten wir noch Zeit, um ein wenig auf der Terrasse in der Sonne zu liegen und dann war schon Abend. Wegen der Sonne am Nachmittag hatten wir uns dazu hinreißen lassen, endlich die Grill-Saison einzuläuten, aber das war vielleicht etwas vorwitzig gewesen. Es war zwar schön, aber windig und so kühl, dass wir froh waren, als wir fertig waren und wieder rein konnten. Aber gut geschmeckt hat es!
Die zwei Tage München hatten mich echt gestresst. Ich hatte abends richtig Kopfweh (dabei habe ich so gut wie nie Kopfweh!). Und ich hatte ordentlich Muskelkater in den Armen und Schultern (was vielleicht auch zum Muskelkater beitrug), aber ich durfte nicht jammern, weil der beste Allgäuer fand, so schlimm könne das doch nicht sein. Pfffff!