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Gscheideggkogel

Mittwoch, Januar 14, 2009

Und weiter geht es im Gesäuse: An Neujahr schliefen wir ein bisserl länger. Trotzdem waren wir die ersten beim Frühstück und immer noch allein als wir so gegen 10 Uhr die Ski mitnahmen und zur Ebner Alm aufstiegen. Das Wetter war nicht mehr so schön wie die letzten Tage und die prominenten Berge im Osten streckten ihre Gipfel in eine dicke Wolkenschicht. Kalt war es trotzdem.

Als wir an der Alm ankamen, waren die gestrigen Irrläufer bereits wieder unterwegs, wie wollten nochmal die Gsuchmauer suchen. Wir hatten uns eh ‘nur’ den Gscheideggkogel vorgenommen, so dass das kein Problem war. Hasei und Dea waren noch nicht schlüssig, wo sie hin wollten, so dass wir drauf und dran waren, wieder allein loszuziehen, als Yak mit Melli und Claudine im Auto auftauchte. Claudine mit ihren Krücken wollte natürlich nur auf der Alm bleiben, aber Melli hattw ihr Snowboard und Schneeschuhe dabei und war ganz heiss drauf, die allererste Tour ihres Lebens zu unternehmen. Auf den Gscheideggkogel.


Gemischte Truppe

Wir zogen also zu viert los zum Gscheideggkogel. Yak hatte für Melli zwar Lawinenzeugs organisiert, es aber versäumt, an Stöcke zu denken, so dass sich Melli ziemlich schwer tat. Anfangs führte der Weg zum Gscheideggkogel über einen bewaldeten Rücken, dann entlang einer Forststrasse bevor wir schliesslich an den Gipfelhang kamen, der von einem sehr lichten Wald bestanden war.


Kurz vor dem Gipfel

Hasei und Dea zogen im oberen Teil des bewaldeten Rückens in flottem Tempo an uns vorbei, wir anderen spazierten gemütlich weiter. Ab dem Gipfelhang fiel Melli der Aufstieg ohne Stock-Unterstützung sehr schwer, so dass Yak schliesslich seine Stöcke abgab.


Am GScheideggkogel

Am Gipfel trafen wir uns alle wieder, Melli übersprudelnd vor Freude über ihre erste Tour. Der beste Allgäuer von Allen versenkte sein LVS im Behälter für das Gipfelbuch, um Melli danach suchen zu lassen und erschreckte mich damit zunächst ziemlich, denn die ganzen modernen Piepse konnten sein altes Ortovox F1 kaum orten. Hasei tippte zunächst darauf, dass sich die Frequenz verstellt hätte und dass man das neu einstellen müsse, doch schliesslich kamen wir drauf, dass der metallene Gipfelbuch-Behälter daran schuld war, dass das Gerät so schlecht zu orten war. Hätten wir uns eigentlich denken können.

Die Abfahrt durch den lichten Wald des Gipfelhanges, in dem sich noch viel halbwegs unzerfahrener lockerer Pulverschnee befand, war prima. Melli fand das so Klasse, dass sie gleich zu weit abfuhr und erst mal wieder zu uns aufsteigen musste. Weiter unten war es dann eher eine Crossstrecke durch den Wald, wobei Melli an einer Flachstelle das Ralle-Ski-Taxi nahm, um nicht allzu weit laufen zu müssen.


Ski-Taxi

Zurück an der Alm sassen wir gemütlich bei Würstel, Radler und Kaffee beisammen und überlegten, ob die Gsuchmauer-Sucher heute denn fündig geworden waren. Waren sie. Die Anderen trafen kurz vor dem Dunkelwerden ein und berichteten vom erreichten Gipfel und scheusslichem Schnee in irgendwelchen Rinnen.

Ralle und ich machten uns auf den Weg zum Hof und zu den Duschen, bevor es ganz dunkel wurde. Es hatte nicht mehr viele Schlitten auf der Alm, daher beschlossen wir, uns vorsichtshalber einen Schlitten vom Hof mit nach oben zu nehmen. Das brachte mich fast um. Der schwere Holzschlitten war wie ein Treib-Anker und ich schaffte es kaum, damit die steile Klamm hinauf zu kommen. Der Ralle nahm mir den Schlitten dann ab und schleppte beide hinauf. Als er so belastet war, waren wir dann ungefähr gleich schnell, die Erkältung forderte inzwischen ganz deutlichen Tribut.


Aufstieg mit Schlitten

Von engel am 14.01.2009 17:20 • outdoorski
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