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Freitag, 17.12.2021: Skispaziergang

Freitag, Januar 07, 2022

Nachdem wir inzwischen wussten, dass es weder im Tannheimer noch im Kleinwalsertal so wirklich brauchbaren Schnee hatte, beschlossen wir, am letzten Tag unter der Woche nochmal in die Vorberge zu gehen. Ein Spaziergang mit Skiern halt.

Der Ostertalparkplatz war erfreulich leer. Wir entschieden uns in letzter Sekunde um und beschlossen ‘hinten’ zu starten, um nicht am Ende so ewig zurücklaufen zu müssen. Das bedeutete natürlich, dass wir dann halt am Anfang laufen mussten, nämlich vom Parkplatz bis zur Dreiangelhütte.

Man vergisst das gern, aber das ist echt weit, vor allem wenn man mit Skistiefeln laufen muss. Ich nahm bald die Ski, aber auf der vereisten Straße hielten die nicht sehr gut, das war auch anstrengend. Mein ‘gutes’ Knie, das schon die ganze Woche über immer wieder mal gezickt hatte, fand das alles gar nicht gut. Und natürlich kommt um diese Jahreszeit nur ein einziger Sonnenstrahl bis auf den Talboden.

Wir waren froh, als wir endlich an der Gräfenalpe waren und kurz drauf am langen Hang tatsächlich in die Sonne kamen. Die Sonne begleitete uns bis zur Ebene und verschwand dann hinter dem Grauenstein. Bis dahin hatte es einige Spuren gehabt, als wir zum Dreifahnenkopf rüber gingen, gab es nur noch 2 und eine schmale Spur zum Gipfel.

Oben war Sonne und es war angenehm warm. Wir machten lang Pause und fuhren dann ab. Ganz oben war der Schnee nass und schwer, im Schatten war dann wieder ein Deckel drauf. In den Steilstellen ging es ganz gut zu fahren, je flacher es wurde, umso härter wurde der Deckel und umso schwerer waren Kurven. Unten in der Ebene ging eigentlich nur noch geradeausfahren ;-)

Wir fellten auf und gingen zum Ochsenkopf. Der letzte Teil des Anstiegs war dann sehr nett, weil wir in die Sonne kamen :-) Oben gab es die nächste Pause. Und wir stellten fest, dass es doch schon ganz schön spät war und dass wir besser das Rangiswanger Horn auslassen, um nicht im Dunklen abfahren zu müssen.

Die Abfahrt war dann oben sogar noch ganz OK, der untere Teil besteht ja eh vor allem aus Forstwegrutschen. Den Steilhang ließen wir wieder aus.


Start mit Ski auf der (teils) eisgen Straße


Der beste Allgäuer geht lieber zu Fuß


Endlich Sonne!


Anstieg zur Printschenhütte


Sonne auf der Ebene


Auf dem Weg zum Dreifahnenkopf


Weitblick


Pause


Abfahrt


Abfahrt


Wir gehen weiter


Sonne vorm Ochsenkopf


Der zweite Gipfel


Bereit zur Abfahrt


Auf den letzten Metern

Von engel am 07.01.2022 11:52 • outdoorski(2) Kommentare

Donnerstag, 16.12.2021: Problemschnee

Freitag, Januar 07, 2022

Nachdem wir am Vortag den Schnee im Tannheimer Tal begutachtet hatten, wollten wir auch mal ins Kleine Walsertal schauen. Und wir wollten endlich mal Sonne, das hatten wir ja am Vortag echt prima hinbekommen ;-)

In Baad waren wir nicht das erste Auto, aber viele Autos standen nicht herum. 10 vielleicht auf allen Parkplätzen zusammengenommen. Der Schnee unten im tief-schattigen Baad war natürlich kalt, hatte einen Hatschdeckel und eine dicke, klingelnde Frostschicht oben drauf.

Auf dem Forstweg kamen wir aber wie gewünscht bald in die Sonne :-) Wir entschieden uns für den ‘Normalweg’ zum Grünhorn, um die steile Engstelle vor der Abfahrt immerhin schon mal gesehen zu haben. Die Stelle war dann sogar erstaunlich gut zu gehen, aber es war schon absehbar, dass die Abfahrt hier nicht schön werden würde. Der Schnee war oberflächlich hart gefroren und würde mit Sonne dann sicherlich weich und nass werden. Abseits der harten Spuren war der Schnee noch immer ziemlich bodenlos, deswegen war der Aufstieg durch den Steilwald zum Rücken einigermaßen anspruchsvoll.

Im Gipfelhang vom Grünhorn sahen wir ein breites Schneemaul, das wir recht unterschiedlich einschätzten. Es passiert ja nicht oft, aber über dieses Schneemaul gerieten wir dann völlig unnötig in Streit :-( Wir fuhren dann vom Rücken zur Starzelalpe ab und stiegen von dort zum Gipfel auf, um nicht direkt unterhalb des Mauls queren zu müssen.

Am Gipfel gab es schöne sonnige Pause, dann fuhren wir ab. Wie erwartet war das Fahren nur stellenweise OK und meistens eher schwierig, aber mit Stemmbogen kommt man ja überall runter ;-) Vor der Starzelalpe war dann ein richtig fetter Deckel drauf und da musste ich im Flachen dann wie mit Langlaufskiern um die Kurve treppeln, weil ich die Kraft für eine gefahrene Kurve auf keinen Fall auf das Knie bringen wollte. Ach, egal, dafür war es sonnig und leer (6 Leute außer uns).

Wir stiegen zurück zum Rücken und begannen den Rest der Abfahrt. Der Rücken war noch ganz OK zu fahren, dann wurde es echt schwierig. Die Sonne hatte den ganzen Tag über den Schnee in der Engstelle und dem steilen Hang drüber aufgewärmt, war aber schon eine Weile wieder weg. Der Schnee war teilweise noch weich und teilweise schon hart gefroren. Man wusste nie, wo man einbrach.

Das einfachste Rezept für den Schnee war Stemmbogen und Querrutschen und ich kam damit ganz gut runter. Der beste Allgäuer versuchte zu fahren, gab dann aber irgendwann doch auf. Die Engstelle rutschte und treppelte ich runter, an Kurven war da nicht zu denken. Der beste Allgäuer schnallte ab und ging ein Stück zu Fuß, aber das war keine allzu gute Idee. Er brach immer wieder bis zum Hintern ein und schnallte nach einem Wutanfall die Ski doch wieder an und kämpfte sich runter. Der Rest war dann wieder gut machbar.

Natürlich war das kein schönes Tourenskifahren, aber es war trotzdem eine schöne Tour :-) Viel Sonne, wenige Leute und tolle Gegend :-)


Kühler Start in Baad


Sonne in der Engstelle


Nach der Starzelalpe spuren wir


Anstieg vor großartiger Kulisse :-)


Das Schneemaul


Gipfelrast


Elegante Abfahrt ;-)


Mit mehr Kraft sieht es besser aus


Gegenanstieg


Abstieg zu Fuß


Talnebel

Von engel am 07.01.2022 08:37 • outdoorski(0) Kommentare

Mittwoch, 15.12.2021: Abgebrochen

Freitag, Januar 07, 2022

Nach dem eher mauen Dienstag sollte es am Mittwoch wieder schön werden. Wir entschieden uns für eine Tour im Tannheimer Tal, um dort mal nach dem Schnee zu schauen und die Gelegenheit gleich zum Tanken zu nützen. Dass der Schnee qualitativ kaum was zu bieten haben würde (unten eisig, überall ein Harschdeckel), war schon klar, aber man muss ja auch mal schauen, wie viel von dem Zeug wo rumliegt.

Wir parkten als allererstes Auto am kältesten Fleck des Tals am Haldensee. Der Parkplatz war wie erwartet super-eisig. Die Spur den Forstweg hinauf war auch eisig und vor allem viel weniger ausgetreten und breit gefahren, als wir erwartet hatten. Das würde das ‘Runterrutschen’ dort nicht gerade erleichtern, das war da schon absehbar. Sonst war es aber gut zu gehen.

An der Abzweigung entschieden wir spontan, geradeaus zu gehen. Wenn man so allein unterwegs ist, kann man ja auch mal eine sonst eher viel begangene Tour gehen. Was wir da aber nicht bedacht hatten, ist dass die Sonne um diese Jahreszeit so tief steht, dass das Tal den ganzen Tag über Schatten hat. So war über und rechts von uns wunderbarster Sonnenschein, aber wir blieben beharrlich im Schatten.

Und der Weg da hinter ist echt lang! Wenn man endlich den Talschluss erreicht hat und meint, jetzt geht es dann aber endlich bergauf, stimmt das zwar, aber die Steigung ist sehr überschaubar und die Hatscherei ist noch lang nicht vorbei. Noch dazu machte der Schnee keinerlei Anstalten, irgendwann mal besser zu werden. Der Harschdeckel hielt sich beharrlich (naja, das hatten wir ja eh vermutet).

Als wir endlich die Strindenscharte und damit Sonne erreichten, machten wir erst mal Pause. Dabei schauten wir uns den supersteilen Hang hinter uns an und fanden die rauschauenden Felsen und die runtergekullerten Schneekugeln entschieden unerfreulich. Wir machten uns auf den Weg zum Sommerweg, aber da lag eine Lawine drüber und wir konnten nicht sehen, ob der voll in der Sonne liegende Hang drüber schon entladen war. Wir machten noch einen kurzen Versuch, im nicht ganz so steilen Teil in der Mitte hoch zu kommen, aber da war der Schnee so weich und nass, dass wir das gleich wieder bleiben ließen.

Wir kehrten zur Scharte zurück, schauten uns nochmal den Normalanstieg an und machten dann lang Pause in der Sonne. Ja mei, die Tour-Auswahl war dann halt nicht so besonders schlau gewesen. Immerhin waren wir komplett und ganz gar allein, das ist doch auch mal was :-)

Die Abfahrt war ... anstrengend. Überall war ein Harschdeckel auf mehr oder weniger lockerem Pulverschnee. Wo der Pulver unter dem Deckel relativ locker war, konnte man hin und wieder sowas wie Schwünge machen. Aber der Schnee war drunter abwechselnd halbwegs locker oder windgepresst und der Deckel war mal mehr, mal weniger fest, man konnte sich also nie auf irgendwas verlassen und musste immer voll angespannt auf den Skiern stehen. Und wenn man sich dann mal in den Schnee warf (nicht ich diesmal), dann war es ausgesprochen schwierig aus dem Zeug wieder in die Senkrechte zu kommen.

Der Forstweg unten war dann wie befürchtet ziemlich übel zu fahren, weil Schwünge kaum möglich waren und Pflug fahren zum Bremsen echt schwierig war. Wir hatten schon schönere Touren ;-)
(Aber wie immer: Schnee, Sonne (wenn auch nicht viel), draußen - ich mochte den Tag :-))


Start am Haldensee


Auf dem Forstweg


Wir gehen geradeaus


Unter dem Wasserfall (schon weit hinten)


Blick aufs Ziel


Im Schatten vor dem Litnisschrofen


Gleich: Sonne!


Pause


Auf der Suche nach dem Aufstieg


Mehr Pause


Abfahrt

Von engel am 07.01.2022 08:30 • outdoorski(0) Kommentare

Montag, 13,12.2021: Waschküche

Montag, Januar 03, 2022

Das Wetter am Montag sollte nur solala sein und es sollte kurz sehr, sehr warm werden, bevor dann wieder kältere Luft ins Allgäu kommen würde. Dass die Wärme dem Schnee übel zusetzen würde, war schon klar, aber das war die letzte Gelegenheit, nochmal halbwegs weichen Schnee zu bekommen, bevor es überall einen dicken Deckel geben würde.

Immerhin war es jetzt aber unter der Woche und wir hatten deswegen keine Eile. Wir schauten uns den Hang bei Hinang an und fuhren dann ein Stück zur Sonneklause hoch. Für die buckelige Kuhwiese da unten hatte es einfach nicht genug Schnee. Weiter oben reichte der Schnee dann gut.

Es war warm und der Schnee war weich, tief und matschig. Na, immerhin weich und wir hatten ja die (relativ) breiten Latten dabei. Wir starteten bei Wolken, dann schien es so, als wolle gleich die versprochene Sonne rauskommen. Stattdessen stieg aber der Talnebel weiter auf und wir stiegen in einer Art Waschküche mit kaum Sicht, dafür aber unendlich viel Feuchtigkeit auf. Wir schwitzten Bäche, allerdings weniger, weil es so unerträglich heiß gewesen wäre (warm war es aber schon), sondern weil die Feuchtigkeit auf uns kondensierte und alle Poren, auch die der Kleidung, verstopfte. Ich fühle mich wie in einem Dampfbad.

An der Steilstelle nahmen wir den Weg durch den Wald (der Schnee reichte gerade so dafür). Kurz über dem Hüttchen machten die Wolken dann auf und es war tatsächlich schönes Wetter über uns. Und wir konnten endlich ein wenig abtrocknen :-) Oben machten wir lang Pause in der Sonne und schauten dem wabernden Nebel unter uns zu.

Die Abfahrt war dann besser als befürchtet. Die breiten Ski schwammen ganz gut auf dem Schnee auf und ließen sich von den vielen Spuren nicht sehr beeindrucken. Unten war der Schnee dann allerdings so schwer, dass Kurven kaum mehr möglich waren. Das war dann aber schon kurz vorm Auto und da ist es eh flach. Alles in Allem hatten wir da echt noch okayen Schnee erwischt :-)


Am Anfang sieht es fast so aus als käme gleich die Sonne raus


Seltsame Wolken


Dann: Waschküche


Oben Strahlewetter :-)


Gipfelbild


Traumlandschaft (Rotspitze, beide Daumen) :-)


Abfahrt


Abfahrt


Kurz vorm Auto wieder Waschküche

Von engel am 03.01.2022 20:57 • outdoorski(0) Kommentare

Sonntag, 12.12.2021: Bodenlos

Montag, Januar 03, 2022

Sonntag war dann endlich schönes Wetter angesagt und es hatte auch haufenweise frischen Schnee. So viel davon, dass wir der Lawinenlage wegen (3, am Vortag noch 4) und überhaupt wegen Saison-Anfang doch lieber erst mal ins gute alte Gunzesrieder Tal wollten. Die Skigebiete waren noch geschlossen und Ferien waren auch nicht, deswegen ließen wir es in der Früh recht gemütlich angehen. Uns war schon klar, dass es voll werden würde, schließlich bin nicht nur ich auf Schnee versessen, aber dass wir am Ostertal-Parkplatz tatsächlich den allerletzten ‘richtigen’ Platz bekamen, das erstaunte uns dann doch.

Der Hang zum Rangiswanger Horn war entsprechend voll und zerfahren, auf dem Weg ins Tal hinter war dann aber doch deutlich weniger los, auch wenn die Spur schon ganz schön breit war. Es war kalt und der Jahreszeit entsprechend (die Sonne steht tief) ganz schön schattig. Wir sahen auf dem Weg bis zur Biegung genau einmal Sonne und dann bis zum Gipfel gar nicht mehr. Der Schnee war kalt und pulvrig, aber er wurde bald ziemlich bodenlos. Wenn man die Stöcke zu hart einsetzte, sackten die gelegentlich einen Meter ab, das machte den Aufstieg manchmal ein wenig anstrengend.

Am Ochsenkopf kamen wir endlich in die Sonne, allerdings war sie da schon knapp am Verschwinden und leichter Wind kam auf, deswegen war die Pause nicht ganz so angenehm wie erhofft. Aber schön war sie :-)  Der Schnee war so weich, dass man nach dem Absteigen von den Skiern, bis über die Knie absackte. Da wir uns beim Abfellen ein wenig ungeschickt einen Meter auseinander gestellt hatten und dann beide ein schönes Loch getreten hatten, in dem wir stehen und arbeiten konnten, machten wir entsprechend weit auseinander Pause, das war ein bisserl seltsam ;-)

Wir machten uns erst mal vorsichtig an die Abfahrt. Die erste Abfahrt des Jahres und dann auch noch viel Schnee, da weiß man noch nicht so Recht, wie es läuft.Es lief gut, ich fühlte mich gleich wohl. Was dann wohl auch der Grund war, dass ich in der oberen Steilstelle nicht ganz so vorsichtig anhielt. Und dann mit dem unten Ski irgendwie durchbrach, nach unten umkippte und wie ein Käfer auf dem Rücken mit dem Kopf talseitig auf dem Rucksack im Tiefschnee landete.

Aus dieser Lage wieder hochkommen war eine echte Herausforderung, denn Abstützen ging nicht, Stöcke, Hände, Ellenbogen, alles versank sofort widerstandslos im Tiefschnee. Am Ende musste ich mich auf dem Rucksack so drehen, dass die Ski talwärts zeigten, beide Bindungen aufmachen, bis zur Hüfte im Tiefschnee stehen und dann irgendwie wieder auf die Ski klettern. Puh!

Danach schwang ich nicht mehr so locker und das war auch gut so, denn es hatte festeren Pulver über lockererem Pulver und das erforderte die volle Aufmerksamkeit. Dass es schon viele Spuren hatte, half auch nicht, denn da traf man wunderbar unten rein. Wir schauten uns die steile Waldschneise an und ließen sie dann bleiben.

In der Senke schnallten wir ab und gingen rüber zum Rangiswanger Horn. Ich fand dabei nochmal eine Gelegenheit, mich ganz toll beim Abfahren mit den Fellen in den Tiefschnee zu schmeißen und hatte wieder Probleme mit Aufstehen.

Inzwischen waren die angekündigten Wolken reingezogen und die Sicht wurde schlechter, deswegen kamen die riesigen Wechten am Grat zum Horn auch nicht ganz so toll rüber wie sonst. Am Rangiswanger sassen auf der windgeschützten Seite ungefähr 200 Leute. Wir fellten lieber direkt ab und fuhren ab. Pause machten wir irgendwo in der Mitte unter einem Baum, da war weniger los.

Die Abfahrt war oben sogar noch recht schön, unten dann eher nicht mehr so. Trotzdem, das war schon eine würdige erste Skitour und ein schöner Einstieg in den Urlaub :-)


Start an der Straße


Der lange Weg zum Ziel (gaaanz hinten)


Die einzige sonnige Passage auf dem Weg


Tiefer Schnee im Anstieg zum Ochsenkopf


Kurz vorm Gipfel: Sonne!


Wir sind natürlich nicht allein :-)


Abfahrt (kurz vorm Umfallen)


Anstieg zum Rangiswanger Horn


Wie immer: mächtige Wechten


Den zweiten Gipfel gab es ohne Sonne

Von engel am 03.01.2022 20:52 • outdoorski(0) Kommentare

Sonntag, 30.05.20210: Skifoan!

Sonntag, Juni 06, 2021

Nach dem nicht so schönen Samstag (den wir für Platz schaffen im Dachboden nutzten), war für Sonntag endlich mal schönes Wetter angesagt. Wir hatten uns am Mittwoch den Iseler und die Pistenreste angeschaut und festgestellt, dass dieses Wochenende wohl das Letzte sein würde, an dem man sinnvollerweise noch mit Minis abfahren können würde. Also nix wie hin!

Es war ganz schön kühl beim Losgehen, aber mit Minis dran sind die Rucksäcke ja doch relativ schwer, da wurde uns bald warm. Der Anstieg bis zum Grat mit dem netten Grenzer-Hüttchen war fast einsam, wir überholten nur 2 Leute. Und auch am Grat war zunächst nicht allzu viel los. An der Kühgrundspitze sassen dann aber doch schon einige Leute und auch über den Grat kamen uns ständig Menschen entgegen, was ich erstaunlich fand.

Oben hatte es insgesamt viel mehr Schnee, als ich erwartet hatte und es wehte dazu ein reichlich kühler Wind. Da sich auch die Sonne weitgehend hinter dicken Wolken versteckte, war die Pause in einer windgeschützten Mulde vor dem Kühgrundkopf eher kühl. Immerhin war es bequem :-)

Zum Iseler rüber dauerte es dann nicht mehr lang, der letzte Anstieg über das steile Schneefeld war aber anstrengend. Die vielen Leute, die uns entgegen kamen, schauten uns alle ein wenig komisch an. Warum nur?

Wir streiften den Gipfel nur und machten Pause an ‘Vadders Bänkle’ kurz vor der Abzweigung, um uns auf die Abfahrt vorzubereiten (Schuhe fest schnüren, Hose wieder über die Waden ziehen, irgendwas Langärmeliges anziehen, Handschuhe rauskramen). Dann gingen wir zum Schnee und stellten fest, dass wir tatsächlich schon oben losfahren konnten.

Nach einer kleinen Pause, weil der beste Allgäuer seine Fangriemen vergessen hatte und wir Ersatz basteln mussten, ging es los. Die ersten Meter waren natürlich wackelig (Querrutschen auf dem Weg bis in den Hang) und dann wurde es sehr sehr steil. Ich hab da mit den diversen Vorgänger-Minis ja schon ein paar Mal abgeschnallt, aber mit den Neuen traute ich mich und das ging erstaunlich gut, sogar über tiefe Schneeschuhtritte drüber, wenn auch ganz sicher nicht elegant ;-)

Nachdem wir den steilsten Teil hinter uns gebracht hatten, wechselten wir nach rechts in die Rinne und da kam sogar Fahrfreude auf :-) Wir kamen mit einmal über Gras treppeln bis zur Gipfelstation und mussten da kurz abschnallen. Danach wedelten wir auf der Piste bis zum Ende des Schnees runter. Das ging wirklich super und machte richtig Spaß :-) Wir konnten tatsächlich bis auf letzte Viertel des Abstiegs abfahren!

Danach kamen zwar noch zwei Schneeflecken, aber mit dem umständlichen Einstieg in die alten Bindungen (die muss man mit den Händen zumachen und dann die Fangriemen einhängen), war uns das zu umständlich. Wir stiegen zu Fuß zum Auto ab.

Ha, Skifahren! Ende Mai im Allgäu :-)


Aufgerödelt :-)


Erste Schneeberührung (hinten der Iseler)


Runsenquerung


Kugelblumen


Soldanellen und Krokusse


Das Tannheimer Tal


Anstieg zur Kühgrundspitze


Der erste Gipfel


Am Grat


Am zweiten Gipfel


Die erste Kurve im Steilhang


Runterwedeln


Rasante Kurven


Abstieg zu Fuß

Von engel am 06.06.2021 17:01 • outdoorbergski

Abgesoffen

Montag, Mai 03, 2021

Nachdem ich mir die Woche vorher die Ifenmauer so gründlich angeschaut hatte, war mir der Durchstieg zum Ifen nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Erst plante ich nur hinzugehen und mir den Durchstieg mal genauer anzuschauen, dann aber kam mir das albern vor, weil wenn man schon da ist, warum dann nicht gleich hochsteigen? Aber allein? Ich fragte die S., ob sie mitkommen wolle. Die S. hatte letzte Woche ein ‘Skitouren-Ende-Symbolbild’ geschickt, sagte aber sofort zu :-)

Wir trafen uns in Waltenhofen und fuhren zur Auenhütte. Wegen des Schneefalls vom Wochenende sah die Gegend wunderbar winterlich aus und nachdem es auf Höhe Sonthofen erst mal geregnet und nach Sauwetter ausgesehen hatte, war da hinten blauester Himmel über blitzblank sauberen Pisten mit vielleicht 5 Zentimeter Neuschnee oben drauf. Sah kaum anders aus als am Donnerstag, nur schöner.

Wir stiegen über die rote Piste auf. Da muss man zwar 2 Mal abschnallen, aber es ist nicht ganz so steil. Oder es wäre nicht ganz so steil, wenn man nicht direkt geradeaus hochginge. Das war ganz schön anstrengend, aber wir waren (gefühlt zumindest) sehr schnell vor dem Einschnitt an der Ifenmauer.

Da gab es dann noch nicht mal eine Spur! Wir gingen also in allerschönster Einsamkeit das kleine Tal hoch bis zu den 3 großen Steinen unter dem Durchstieg. Dabei konnten wir 2 Leuten zusehen, wie sie sich zu dem Felsvorsprung hochkämpften, der der Punkt zum Umstellen auf Skier-am-Rucksack zu sein scheint. Die beiden brauchten lang, um dort hinauf zu kommen und blieben dann sehr lang an dem Felsen. Als wir in den steilen Hang einbogen, begannen sie zum Hahnenköpfle rüber zu queren.

Den Anstieg zum Felsvorsprung wurde gegen Ende immer steiler, war aber insgesamt ganz gut zu gehen. Was aber auffiel: im Anstieg versanken die Stöcke bei Belastung umso öfter, je höher wir kamen. Das deutete schon drauf hin, weshalb die beiden Vorgänger umgedreht waren.

Vor dem Felsvorsprung war der Schnee ordentlich umgetreten und es führte keine Spur nach oben. Nach dem Felsen wurde es sehr schnell ganz deutlich steiler. Die S. überlegte, mit Skiern weiter zu gehen, hatte dann aber Bedenken, ob sie beim Spuren in dem steilen Gelände überhaupt noch Spitzkehren hinkriegen würde. Mir war eh schon klar, dass ich da Riesenprobleme bekommen würde (Spitzkehren sind ja eh nicht meine Kernkompetenz, vorher schon nicht und seit der OP noch weniger).

Dann also zu Fuß. Wir stellten die Ski ab und versuchten (erst mal ohne Ski) ein Stück aufzusteigen. Für mich war das schlicht und einfach unmöglich. Sobald ich den festgetretenen Schnee verließ, soff ich bis zu den Oberschenkeln ab und konnte dann bestenfalls queren, aber kein Stück aufsteigen, weil ich nicht mal das linke Bein so weit hoch brachte, dass ich in dem Steilgelände eine Stufe hätte treten können. Rechts ginge das ja eh nicht. Der S. ging es weiter oben nicht viel anders.

Na gut, dann also nicht.
Immerhin hatten wir den Durchstieg jetzt mal aus der Nähe gesehen und waren uns einig, dass der gar nicht soooo schlimm aussah, wie wir befürchtet hatten.

Wir querten zum Hahnenköpfle rüber. Oben war es eher kühl und windig (und relativ voll), deswegen fuhren wir bald wieder ab. Dort oben lagen etwa 10 Zentimeter Neuschnee auf festem Altschnee und das war tatsächlich schön zu fahren. Wir wollten auf halber Strecke sogar in einen Bacheinschnitt abbiegen, aber da wurde der Schnee schon weich und weil wir uns nicht sicher waren, ob wir da unten wieder raus kommen (Im Nachhinein auf der Karte angeschaut: Ja.), ließen wir das dann doch lieber bleiben und stiegen wieder ein paar Meter zur Piste auf.

Kurz drauf wurde der Neuschnee zu Bremsschnee und der Altschnee wurde weich. Das war dann seeeehr anstrengend. Die Pause an der Mittelstation war leider nicht so warm wie gewünscht und fiel eher kurz aus.

Trotzdem, ich fand das eine spannende Tour und mit Frischschnee-Optik kriegt man mich ja immer ;-) Die S. hat jetzt aber endgültig fertig mit Skitouren - ich bin da noch nicht so sicher ;-)

Den Nachmittag verbrachte ich mit Lernen. Als der beste Allgäuer heimkam, gab es sogar noch eine Gelegenheit, auf der Terrasse in der Sonne zu sitzen, das war sehr nett.


Winterlich :-)


Im Anstieg (S.)


Rückblick über die Mittelstation


Einsam spuren :-) (S.)


Anstieg zum Durchstieg


Am Felsen


Kein Vorankommen (S.)


Querung zum Hahnenköpfle


Gipfel


Rückaufstieg

Von engel am 03.05.2021 23:00 • outdoorski

Musik-Tour

Mittwoch, April 28, 2021

Der Tag mit dem Vor-Ort-Interview war wohl echt anstrengend. Nachdem der beste Allgäuer aufgestanden war, schlief ich tatsächlich noch mal ein und wurde erst eine knappe Stunde später wach. Also das passiert wirklich selten, normalerweise bin ich wach, wenn ich wach bin.

Meine geplante Skitour verschob sich deswegen etwas, denn Kaffee und Frühstück müssen sein und die Jobsuche kann ich ja noch nicht bleiben lassen. Der lokale Recruiter hatte mir was Interessantes zugeschickt und das wollte gründlich und durchdacht beantwortet werden.

Dann packte ich meinen Kram und fuhr ins Kleine Walsertal, diesmal hinten nach rechts zur Auenhütte. Vorn stand zwar noch immer ‘Parkplatz gesperrt’, aber die Straße war nicht mehr verbarrikadiert und ich konnte hinten ganz normal (wenn auch teuer: 9€) parken.

Ich ging links den steilen Hang hinauf, weil rechts die Straße geräumt war und ich nicht sicher war, ob man da abschnallen müssen würde (im Nachhinein: vermutlich nicht, da kamen andere hoch und runter). Der Hang hat zwar Kunstschnee (der verträgt Aufweichen besser), aber ich war ja recht spät dran und das merkte ich gleich am Schnee: sehr musig und gab manchmal nach. Es war in den steileren Stücken ein wenig anstrengend.

Normalerweise höre ich ja gern Podcasts oder Hörbücher beim Tourengehen (derzeit eher Podcasts zu technischen Themen, damit ich wenigstens das Gefühl habe, etwas zu ‘tun’), aber mein Kopf kreiste andauern um das Interview vom Vortag und was ich alles falsch oder ungeschickt gemacht haben könnte, deswegen stellte ich auf Musik um und hatte Gary Moore im Ohr, erst Hard Rock, dann Blues, das war sehr schön.

Nachdem ich das obere Flachstück mit der Pistenkreuzung erreicht hatte, hatte ich die Wahl, links unter der Ifenmauer ohne Kunstschnee oder halt rechts über die vielen Hügel mit Kunstschnee zu gehen. Ich entschied mich für die Hügel auf der rechten Seite, weil ich befürchtete, links eher einzubrechen. Was prinzipiell vermutlich stimmte, den rechts ließ es sich sehr gut gehen, aber da erwischte mich ein sehr kalter Wind und ich musste von T-Shirt auf Jacke mit Handschuhen umstellen und bekam kalte Ohren.

Ich überlegte ernsthaft abzubrechen, aber das wäre ja auch doof gewesen, also ging ich weiter. In der Nähe der Gipfelstation ließ der Wind netterweise ein wenig nach, was auch deswegen prima war, weil Herr Moore mir da gerade ein Blues-Live-Album ins Ohr blies :-) Ich kam mit ‘Still got the Blues’ am Hahnenköpfle an :-))))

Ich blieb nicht lang oben, weil es nicht allzu gemütlich war. Immerhin war ich total allein da oben, das war schon toll. Für die Abfahrt stöpsle ich mich immer aus, da will ich gern was von extern hören. Die Abfahrt war dann leider nicht ganz so nett, wie gehofft, weil ich für Firn einfach ein wenig spät war. Immerhin trug der Kunstschnee einigermaßen und ich soff nirgends ab.

Am Nachmittag reichte dann noch für etwas Sonne auf der Terrasse, bevor dann doch die Wolken anrückten. Als beste Allgäuer heimkam, war leider nicht mehr allzu viel Sonne, aber immerhin war es warm.


Start an der Auenhütte


Die Ifenmauer


Ganz allein am Gipfel


Nochmal Ifen


Vor dem letzten Hang

Von engel am 28.04.2021 23:00 • outdoorski

Samstag, 24.04.2021: Mini-Safari

Mittwoch, April 28, 2021

Nach dem schönen frühlingshaften Wochenendbeginn mit Pfannkuchen auf der Terrasse starteten wir relativ früh ins Ostertal, wo erstaunlicherweise schon allerlei Autos auf dem Parkplatz standen (kein Vergleich zu Schneetagen natürlich). Es war noch ganz schön kühl mit Frost auf der Wiese, als wir schwer beladen mit den Minis am Rucksack die Forststraße hochgingen.

Am Hang zum Rangiswanger bogen wir ab und stiegen auf der Kuhwiese mit 3 Schneeflecken hoch. Erst mal kommt man sich da schon ein bisserl doof vor, aber wie erwartet begann der Schnee bald nach dem ersten flacheren Stück und wir konnten auf dem noch gefrorenen Schnee aufsteigen.

Im Steilstück nach der Querung war der abgerutschte Altschnee noch ordentlich gefroren und das hatte dann schon was von Nordwand-Feeling. Ich wünschte mir stellenweise fast schon Steigeisen, auch wenn der beste Allgäuer überall gute Tritte schlug. Oben brach man dafür dann gelegentlich ein, irgendwas ist immer. Wir stiegen zu Fuß bis zum Rangiswanger Horn auf, weil die Minis zwar Felle, aber keine Harscheisen haben.

Nach einer kurzen Pause ging der Spaß dann los: Mini-fahren! Erst mal auf dem Grat (was trotz noch immer beeindruckender Wechten wegen der vielen freien Stellen nicht mehr allzu gut ging) und dann auf dem schönen Flachstück zum Forstweg rüber. Da war der Schnee genau richtig aufgegangen und es hatte feinsten Firn :-)

Und weil es so schön war, nahmen wir nach dem Waldstück (wo wir natürlich abschnallen mussten) gleich noch den schönen Hang mit, den auch die beste Mama so toll gefunden hatte, anstatt direkt zur Alpe rüber zu fahren. Das war super!

Den Aufstieg zum Großen Ochsenkopf fand ich dann ziemlich anstrengend (auch, weil es so warm war) und wir legten vor der Querung eine Pause ein. Das war gut für eine junge Frau, die uns fragte, ob wir von Bolsterlang gekommen seien. Wir schickten sie ein Stück zurück, damit sie ins richtige Tal absteigen konnte.

Am Ochsenkopf war es relativ voll, was aber nicht verwunderlich war, denn allüberall waren Leute unterwegs, die meisten kamen sicherlich von Grasgehren. Wir machten nochmal kurz Pause und fuhren dann zur Prinschenhütte ab. Da war es natürlich total leer :-)

Inzwischen war es (trotz eines kühlen Windes) schon sehr warm geworden und der Hang zum Dreifahnenkopf war entsprechend aufgeweicht und musig. Das stresste nicht nur uns, sondern auch die (schlechten) Adhästionsfelle des besten Allgäuers (keine Geckos, übrigens), die zwischendrin einfach abgingen. Für den Rest-Aufstieg hielten sie dann aber.

Oben war es gar nicht gemütlich, wie wir gehofft hatten, weil der kühle Wind blies. Wir blieben nicht lang.

Die Abfahrt war dann ... stressig. Inzwischen war der Schnee doch seeehr weich geworden und man sank tief ein, mit den Minis sicherlich noch mehr als mit ‘normalen’ Skiern, und die Kontrolle über die Ski ist mit den Bergstiefeln halt auch nur eher solala. Der beste Allgäuer kam gut zurecht und fuhr mit schönen Bögen ab. Ich hatte Bammel, warf mich erst mal in den Sulz und kam generell eher nicht mit dem Sulz klar. Naja. Aber wie immer: besser eine schlechte Abfahrt als Abstieg und weiter unten im Flachen wurde es dann besser.

Wir kamen neben der Straße sogar bis fast runter zur Brücke (also ich, der beste Allgäuer lief am Ende lieber statt anzuschieben), das halbierte den Rückweg auf der Straße :-) Es war dann aber am Ende schon noch ganz anstrengend, mit den harten Stiefeln auf der Straße zu laufen und ganz besonders ich war froh, als wir endlich am Auto waren.

Aber das war total nett, ‘Nordwand’-Aufstieg, Firnwedeln, Einsamkeit, viel Sonne und am Ende eine Abfahrt :-)


Start mit ohne Schnee ;-)


So langsam kommt er, der Schnee


Steilstelle am Rangiswanger Horn


Für mich gibt es netterweise Stufen


Schattenriss


Der erste Gipfel


Die erste Abfahrt


Firnschwünge vor den nächsten Zielen


Firn :-)


Firn :-)


Der zweite Gipfel


Abfahrt ...


... in die leere Ebene vor der Pritschenhütte


Anstieg zum letzten Gipfel


Alpenblick


Seeeehr weiche Abfahrt


Patsch!


Unten fehlt manchmal der Schnee


Rückweg zum Parkplatz

Von engel am 28.04.2021 18:59 • outdoorbergski

Pistenskitour

Mittwoch, April 21, 2021

Die S. war nach dem Warmatsgundtal nicht sicher gewesen, ob sie nochmal eine Skitour machen wollte, aber weil halt derzeit sonst noch nicht viel geht und es zum Radeln derzeit eher kühl ist, hatte sie sich dann doch gemeldet und eine Tour Kanzelwand-Skigebiet vorgeschlagen. Aufstieg über die Piste und dann noch den ‘Kanzelwand Gipfel’, den ich ja eher als Warmatsgundkopf kenne (auf den Wanderschildern steht aber tatsächlich Kanzelwand Gipfel). Das passte prima zu den Pistenskitouren, die ich diese Woche eh schon gemacht hatte.

Wir trafen uns wieder in Waltenhofen, diesmal aber etwas später, um dem Schnee genügend Zeit zum Aufweichen zu geben. In Mittelberg parken ist teurer als in Baad (immerhin aber etwas günstiger als an dem unverschämten Fellhornparkplatz), aber das verstehe ich sogar, das ist ja der Dorfparkplatz.

Wir querten die Straße, gingen zur Talstation hoch und standen direkt an der Piste, die wirklich noch gut ist und sicherlich noch eine Weile halten wird. Noch war sie eisig und gefroren. Als wir an die Forststraße kamen, über die die Talabfahrt führt, war dann aber Schluss mit ‘gut’ und ‘noch eine Weile halten’. Die Straße ist geräumt (noch hat es aber Schnee auf der Straße, teils schon löchrig) und auch wenn es meistens rechts und links Platz und Piste hat, wird der Schnee dort nicht mehr lang liegen, wenn Sonne scheint oder es gar regnet.

Noch war das alles aber gut zu gehen und nachdem wir aus dem Waldstück gekommen waren und das Tal sich weitete, war die Gegend großartig. Rechts die Kuhgehrenspitze und vor uns die Walser Hammerspitze, das sah alles total super aus. Ich kam mir eh vor wie auf eine Hochtour (es wäre eh die rechte Zeit dafür :/), da geht man auch erst unten Pisten oder sowas hoch und kommt dann in die weiten Hochtäler und auf die Gletscher.

Wir spazierten die Piste bis oben hoch und wandten uns dann dem Warmatsgundkopf zu. Schlagartig wurde aus dem Skispaziergang eine ‘echte’ Skitour, und zwar keine leichte. Die Querung war hart, es gab eine sehr doofe Spitzkehre zu absolvieren (wo ich dann feststellte, dass ich vom Iseler einen Spitzkehren-Muskelkater hatte) und wir mussten auf dem Sommerweg eine arg unangenehme Stelle mit Absturzpotential meistern. Ging gut :-)

Den kurzen Weg aus dem Joch zum Gipfel gingen wir zu Fuß. Da war der Schnee zwar schon weich, aber da runter fahren hätte wenig Freude gemacht. Oben! Vom Gipfel hatten wir einen gutem Blick ins Warmatsgundtal und konnten sehen, bis wohin wir gekommen waren (Schon ein Stück!) und wie weit es noch in die diversen Scharten gewesen wäre (Ziemlich!).

Nach einer angemessenen Gipfelpause, in der wir 3 Leuten bei der Nordabfahrt der Walser Hammerspitze (einschließlich Wechtensprung) zusahen, stiegen wir zu den Skiern ab und machten uns an die Abfahrt. Das steile nordseitige Joch war natürlich blöd abzufahren. Danach querten wir rüber zur Piste, weil ich ja so Bammel vor schwerem Schnee, in den man einbrechen kann, habe. Ich fuhr dann auch einfach die Piste ab, die S. ging ins Gelände und wedelte dort runter. Ohne Einbrechen :-)

Die restliche Abfahrt, teils auf der Straße, teils auf der Piste daneben war dann einfach und schnell. Meine Beine jammerten erbärmlich, weil der Iseler mir tatsächlich einen Muskelkater geschenkt hatte. Echt, nach so vielen Touren!

Feine Tour und dank des Gipfelanstiegs sogar richtig ‘alpin’ :-)

Daheim wartete eine Einladung zum Erst-Interview bei der Firma, bei der ich mich am Dienstag beworben hatte. Der Termin sollte schon Donnerstag sein und ich sagte sofort zu. Den restlichen Nachmittag wartete ich dann vergeblich auf den versprochenen Meeting-Link. Der kam dann sehr spät am Abend, Homeoffice würfelt vermutlich mit den Arbeitszeiten.

Den Versuch, die Sonne auf der Terrasse auszunützen, musste ich dann leider abbrechen. Zu viele Wolken, zu viel Wind, es war ungemütlich. Parallel dazu testete ich neue Berghalbschuhe. Da nehme ich jetzt beide Paar Schuhe, die ich eigentlich zur Auswahl bestellt hatte. Beide passen gut, die einen sind schön leicht und die anderen haben eine ordentliche Sohle. Alle meine anderen leichten Berghalbschuhe fallen so langsam auseinander, das passt schon.


Start in Mittelberg


Forstweg, leider geräumt


Endlich Sonne (S.)


Walser Hammerspitze und Kuhgerhenspitze


Warmatsgundkopf


Pause an der Zweiländerbahn (S.)


Schneekanonenparade


Querung unter dem Warmatsgundkopf (S.)


In der Steilstelle


Gipfel :-)


Abstieg zu den Skiern


Abfahrt aus dem Joch


Abfahrt neben der Straße (S.)

Von engel am 21.04.2021 23:00 • outdoorski
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