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Wir planten nochmal eine interessante Tour im Lechtal und standen früh auf, um früh in Boden zu sein. Waren wir auch, aber da war es zu unserem Erstaunen schon ganz schön voll. Erstaunlich viele Leute gingen wie wir links hinauf statt geradeaus, wie wir eigentlich erwartet hatten.

Natürlich war alles hart gefroren, aber die minimale Neuschneeauflage (auch gefroren) der letzten Tage hielt gut. Wir stiegen bis zu den ersten Häusern von Pfafflar auf und gingen dann etwa auf dem Sommerweg ins Fundeistal hinein. Andere bogen ein Stück früher ab und querten unten in den Wald rein (ich überlegte, ob die was wussten, was wir nicht wussten), aber die kamen dann oberhalb des sandigen Abbruchs wo das Wanderschild steht auf auf unseren Weg. Der Schnee war relativ hart, also zogen wir bald Harscheisen an, da waren wir aber in der Minderheit, die meisten liefen ohne.

Weiter vorn teilten sich Skitourengeher und Spuren auf. Die einen gingen noch weiter hoch, andere folgten dem Sommerweg abfallend in den Talgrund hinein. Wir nahmen den unteren Weg, weil im Führer stand man solle eher früher als später in den Talgrund abfahren.

Wir querten noch über den Abbruch drüber, dann war der beste Allgäuer von Allen genervt vom Quergehen, weil das weder den Druckstellen der Skistiefel noch dem Kreuz gut tat und stellte auf Steigeisen um. Ich fand das keine schlechte Idee und nahm die auch. Allerdings brach ich dann andauernd ein (ich bin halt schwerer) und als ich dann noch dazu mit den Eisen in einer Latsche stecken blieb, beschloss ich wieder auf Ski umzustellen. Der beste Allgäuer von Allen ging schon mal weiter.

Ich stand recht ungeschickt und musste erst mal Leute vorbei lassen. Dann packte ich die Steigeisen weg und zog wieder Ski an. Unterdessen kam der beste Allgäuer von Allen zurück und meinte, da vorn ging es wieder steil bergauf, wir hätten mal besser die andere Spur genommen. Und überhaupt sei das hier alles total doof, weil abartig steil. Wir gerieten in einen kleinen Streit (unterdessen gingen weitere Leute an uns vorbei, es waren wirklich erstaunlich viele hier unterwegs) und hatten dann keine Lust mehr auf die Tour und gingen erst mal zurück in die Sonne in Pfafflar.

Dann war natürlich die Luft raus.

Wir taten das, was wir in derselben Situation (ohne den Streit) schon mal gemacht hatten: wir gingen weiter ins Scharnitzkar. Weil im Bach diesmal wirklich beeindruckend große (und dreckige!) Lawinen lagen, gingen wir direkt rechts rauf und fanden so auch gleich einen viel schöneren Weg ins Scharnitzkar, von dem aus man anscheinend allerlei sehr interessante Dinge machen kann, denn da hatte es eine Spur, die die Nordwand des Muttekopfs hinauf führte, in ein Gelände, in dem ich wirklich keine Skispuren erwartet hätte.

Es zogen Wolken rein und die Ski stollten in dem kupierten Gelände (mal Sonne mit sehr nassem Schnee, mal fast Schatten mit eiskaltem Pulver) bald unerträglich und wir beschlossen, Pause zu machen und aufzuhören. Einen Gipfel würden wir ja eh nicht mehr erreichen.

Das war interessant, denn so konnten wir den beiden Muttekopf-Nordseite-Besteigern bei der Abfahrt zuschauen. Die fuhren nämlich nicht da ab, wo sie aufgestiegen waren sondern fuhren über 2 Rinnen und eine Querung ab, bei denen ich von unserem Standpunkt aus nie und nimmer einen Durchlass erwartet hätte. Cool, echt!

Die Abfahrt war ... sehr gemischt. Die schönsten Stellen hatten eine dünne Pulverauflage auf harter Unterlage (mit gelegentlichen, natürlich unsichtbaren, Spuren drin), sonst hatte es bremsenden nassen Neuschnee, fast Firn und Eis. Alles wechselte lustig durcheinander und man konnte sich nicht wirklich auf irgendwas einstellen. Am schönsten war die Abfahrt unterhalb von Pfafflar, wo es ‘richtigen’ Firn hatte.

So war das halt ein netter Skispaziergang statt einer fordernden Skitour. Und das Scharnitzkar ist sehr schön und ich glaube, da müssen wir wirklich mal als eigenes Ziel hin.


Wir starten nicht allein


Auf dem Weg ins Fundeistal


Zu Fuß mit Skiern am Rucksack


Immer wieder nett: Im Winter auf alter Motorradstrecke


Allein unterwegs


Netter Anstieg ...


... in ein wunderschönes Kar


Abfahrt

Von engel am 10.04.2019 21:22 • outdoorski(0) Kommentare

Samstag, 30.03.2019: Joch statt Gipfel

Dienstag, April 02, 2019

Schon wieder sollte es ein Super-Wochenende mit tollstem Wetter werden. Und warm! Wir standen noch eine halbe Stunde früher auf als letztes Wochenende und fuhren geradewegs ins Lechtal. Diesmal war wirklich wenig los auf den Straßen, aber in Gramais bekamen wir gerade noch so den vorletzten Platz auf dem oberen Parkplatz!

Wir marschierten diesmal direkt das Tal hinter. Das ist wirklich flach, ich hatte Sorge, da den ganzen Weg im Schlittschuhschritt zurück laufen zu müssen (Aua.) und merkte mir relevante Punkte, an denen man vielleicht wieder auffellen sollte. Der letzte war ‘Bödma’ (aus dem natürlich jemand ‘Blödman’ gemacht hatte). Danach war es immer noch flach, aber ich hatte zumindest das Gefühl, das könne man weitgehend abfahren.

Wir waren nicht direkt allein unterwegs, aber es hatte doch ein paar Leute. 4 davon bogen bald nach Bödma rechts zur Landschaftsspitze ab. Der Aufstieg durch den schmalen Schlauch sah anspruchsvoll aus. Unser Anstieg war dann auch gleich anspruchsvoll, aber weniger weil es so sehr bergauf ging, sondern weil wir immer wieder am steilen Bachufer queren mussten und es war - ehklar - alles hart gefroren und eisig. Naja, wozu hat man Harscheisen.

Wo es dann ins Sacktal hinauf ging, waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir einer Spur direkt im Bach folgen sollten oder wie der Führer beschrieb, direkt den steilen Latschenhang hinauf gehen sollten. Wir entschieden uns für den Latschenhang und das war dann erst mal einigermaßen schwierig, Harscheisen hin oder. Einer unserer Nachgeher war hochgradig faszinierend, denn der marschierte den eisigen Steilhang hinauf, als sei nichts, während wir bei jedem dritten Schritt nachtreten mussten oder rutschten.

Glücklicherweise kamen wir bald in die Sonne und der Schnee ging schnell auf, das machte das Laufen einfacher. Der Hang war aber noch eine Weile sakrisch steil!

Oberhalb des Steilhangs machten wir eine kurze Pause und folgten dann der Spur das lange, nicht enden wollende Sacktal hinauf. Weiter oben sahen wir, dass anscheinend alle unsere Vorgänger einen schönen Schattenhang auf der linken Seite (nachher auf dem GPS nachgeschaut: unter der Kleinen Leiterspitze) hinaufstiegen, unsere Erinnerung und die Beschreibung im Führer sagten aber, man müsse bis ins Albitjöchl aufsteigen. Also machten wir das, obwohl da nur wenige hingegangen waren.

Im Albitjöchl sahen wir dann auch warum, denn die andere Seite des Jöchls war komplett aper. Da wo wir vor Jahren mit wenig Höhenverlust hatten nach links rausqueren können, war ein fetter Felsriegel, kein Schnee weit und breit. Wir hätten erst mal ein ganzes Stück auf der anderen Seite absteigen (ja, steigen, mit Skistiefeln auf Gras) müssen, bevor wir dann zur Leiterscharte hätten aufsteigen können. Da gab es genau 2 Spuren, denn alle anderen, das sahen wir jetzt, waren aus der Scharte unter der Kleinen Leiterspitze rüber gequert. Wieder was gelernt, dass das geht, wussten wir gar nicht.

Nun erklärte sich auch die seltsame Spur auf der rechten Seite des Aufstiegs, über die wir uns gewundert hatten ... da hatten schon mal welche umgedreht. Das machten auch wir und stiegen dann in den Nordosthang mit den vielen Spitzkehren ein. Auch hier hätte ich mir zwischen den Kehren ein bisserl mehr Steigung gewünscht, aber die Spur war sonst gut zu gehen und die Kehren gingen nicht gar so steil raus, so dass das mein Knie nur aushaltbar stresste.

Im Joch unter der Kleinen Leiterspitze brachen wir dann ab, wie wir das am Albitjöchl schon beschlossen hatten. Es war schon einigermaßen spät und vor allem: Noch war der Schnee im Nordosthang super, wenn da die 20+ Leute, die wir an der Leiterspitze sahen, abgefahren waren, wäre nicht mehr viel Pulverschnee übrig gewesen. Und weder Aufstieg noch Abfahrt durch die Leiterscharte sahen toll aus.

So war die Abfahrt aber ein Traum! Vom Joch bis fast runter zum Tobeleinschnitt vom Sackbach blieben wir auf der schattigen, steilen Nordostseite und hatten schönen Pulver (mit ein paar Spuren drin, aber das stört ja nicht). Dann wechselten wir in die Sonne, nun voll ostseitig und da war dann echt feiner Firn. Der steile Aufstieg über die Latschen war inzwischen natürlich auch aufgegangen und liess sich bestens fahren.

Unten im Tal war der Schnee natürlich total nass und bremste. Wir halfen mit ein wenig Flüssigwax nach, was vor allem beim besten Allgäuer von Allen was brachte. Meine Ski waren frischer gewaxt, da war das kaum ein Unterschied. Bis Bödma musste man nur einmal wirklich aufsteigen, sonst ging alles abzufahren.

Am Bänkle an/in Bödma, machten wir nochmal Pause, bevor wir eigentlich auffellen wollten. Dabei sahen wir aber anderen zu, die danach mit nur wenig Anstrengung weiterkamen und ließen das Auffellen erst mal bleiben. Und dann überhaupt bleiben, dann man musste zwar schon immer wieder mal schieben und skaten, aber alles in allem kamen wir mit moderater Anstrengung zurück nach Gramais. Das ging viel besser als erwartet :-)

Zum wohlverdienten Abschluss gab es guten Kuchen und alkfreien Weizen in der Alpenrose. Wir hatten zu viel Durst für Kaffee ...


Start auf der hart gefrorenen Loipe


Fast im Talschluß


Aufstieg ins Sacktal


Tiefblick


Rückblick vom Albitjöchl


Blick zur Scharte mit Ziel. Die andere Seite vom Jöchl is aper.


Auf dem Weg zum Nordosthang


Am (neuen) Ziel.


Abfahrt. Unten sieht man den tollen Schnee ...


... traumhaft zu fahren!


Abfahrt über den Latschenhang


Rückblick


Die letzten Meter auf der Loipe sind bequem

Von engel am 02.04.2019 20:49 • outdoorski(0) Kommentare

Samstag, 23.03.2019: Abgebrochen

Freitag, März 29, 2019

Endlich mal schönes Wetter für Skitouren! Allerdings sollte es arg warm werden, nämlich 17 Grad in Oberstdorf. Wir hatten beide dieselbe Idee für die Samstagsskitour gehabt und freuten uns drauf. Nach einem kurzen frühen Frühstück kamen wir mit moderatem Verkehr durch den Grenztunnel, ohne uns stauen zu müssen (immer eine Sorge, weil die Tiroler ja immer mal wieder Blockabfertigung spielen) und parkten in Gramais.

Zum Tourstart muss man erst mal runter zum Bach, daher hatten wir daheim nicht aufgefellt. Wir wussten nicht, ob wir das würden abfahren können. Abfahren wäre vielleicht schon gegangen, das das sah eher unangenehm aus, also gingen wir zu Fuß runter zum Bach und fellten dann halt da auf (und für das nächste Mal: auf der anderen Seite auf der Langlaufloipe abfahren!).

Nach dem Bach geht es erst ein Stück bergauf, wobei man ein paar Mal die Loipe quert, die auf einem Forstweg verläuft, und dann auf dem Sommerweg im Wald ins Tal hinein. Der Schnee war natürlich zunächst hart gefroren, ging in der Sonne aber bald auf. Wo der Sommerweg eigentlich auf der anderen Seite vom Bach verläuft (danach erst festgestellt), muss man am steilen Bachufer an einem sandigen Abbruch vorbei. Wir querten das lieber zu Fuß. Unsere 3 Nachgänger holten uns genau dort ein und stiefelten mit den Skiern über den Dreck. Von den 3en abgesehen, hatten wir 3 oder 4 Vorgänger, es war also nicht viel los :-)

Danach geht man mehr oder weniger immer im Bachbett. Von rechts (reine Südseite) liegen mehr oder weniger große (also teilweise echt große!) Lawinen im Bachnett, über die man drüber gehen muss, von links hat es kleine Lockerschneerutsche.

Der Winterweg geht mitten durch die steile Wand mit den Wasserfällen. Dazu geht man zuerst direkt auf die Wand zu, umgeht die erste Stufe auf der rechten Seite, quert die gesamte Wand zwischen den beiden Stufen und umgeht dann die zweite Stufe auf der linken Seite.

Die erste Stufe auf der rechten Seite steigt man derzeit komplett auf den alten Lawinen hinauf, was im Nachhinein nicht sehr schlau ist, denn am Nachmittag lagen da haufenweise frische Lawinen drin. Wir sahen eine Spur, die links über dem letzten Wasserfall in den Hang daneben querte. Da wollten wir später abfahren. Erst mal mussten wir aber über die ganzen hart gefrorenen Lawinenbollen aufsteigen und das war nicht einfach. Als wir das Stück hinter uns hatten, war ich echt froh.

Der Weiterweg, links rüber, ein wenig aufsteigen, nach rechts über die zweite Wasserfallstufe queren und nochmal kurz steil hinauf, war dann einfacher. Dann waren wir im Rosskar, das total unübersichtlich ist, weil es aus lauter Hügeln und Mulden besteht, durch die durchzufinden ohne wieder an Höhe zu verlieren, nicht einfach ist. Der Spur, der wir inzwischen folgten, gelang das auch nicht wirklich, aber wir kamen doch mit relativ wenig Höhenverlust bis zum See.

Den Gipfelhang konnten wir schon ein Stück vorher sehen und da hatten wir beide denselben Gedanken: “Was ist denn das für eine Sch…-Spur?” Die Spur führte mit kaum Steigung in unendliche vielen Kehren die (zugegeben oben recht steile) Flanke zum Gipfel hinauf. Spitzkehre an Spitzkehre mit kaum Höhengewinn dazwischen! Na, das konnte ja was werden!

Unsere Vorgänger schienen etwas langsam im Anstieg, das deutete noch dazu auf schlechte Bedingungen hin. Naja, wir gingen erst mal hin. Schon die langen Schläge unten im breiten Hang waren doof, weil sie nahezu keine Steigung hatten (ich stellte zwischenzeitlich sogar die Steigstufe der Bindung runter, aber das war dann auch nix), weiter oben wurde das dann noch doofer, weil man kaum mehr geradeaus gehen konnte und nur noch am Spitzkehren machen war.

Noch dazu waren das Deppenspitzkehren - gerade hin, steil weg - bei denen man immer einen großen Schritt nach oben machen musste. Ich überlegte ernsthaft, eine eigene Spur zu machen, aber bis ich auf diese Idee kam, war ich schon relativ weit oben und der Hang war so eng und schon so zerspurt, dann man kaum mehr Platz dafür hatte (das hatte auch schon jemand vor uns versucht und wieder aufgegeben).
Beim nächsten Mal: Die Kehren weiter austreten, um wenigstens flach umdrehen zu können. Oder mit Ski am Rucksack geradeaus hoch.

Die Spitzkehren fingen bald an, im Knie zu stechen. Nach etwa 2/3 des Gipfelhanges war mir dann klar, dass ich so niemals bis ganz oben kommen würde. Und wenn, dann nicht mehr runter. Ich sagte dem besten Allgäuer von Allen also, dass ich das nicht machen könne und schlug ihm vor, allein bis zum Gipfel zu gehen. Ich würde unten in der Sonne warten. Das wollte er aber nicht, weil allein gehen immer doof ist, für alle Beteiligten. Somit war also, bei 2/3 vom Gipfelhang und etwa 150m unter dem Ziel Schluss.

Wir fellten ab und fuhren ab. Der Schnee im steilen schattigen Nordhang war oben solala, dann aber richtig toll, vor allem als wir nach rechts fuhren, wo keine Lawinenbollen unten drunter waren. In der Sonne suchten wir uns einen Hügel und machten erst mal lang und gemütlich Pause. Dann fuhren wir ab und folgten den Spuren von 3 Leuten, die zunächst dem Sommerweg zu folgen schienen. Wir dachten, die kennen sich aus.

Süd- und ostseitig war der Schnee nass und pappig, westseitig war Bruchharsch, aber nordseitig fand sich noch schönster Pulver :-) Wir bekamen alles und man sah nicht immer gleich, was einen erwartete, aber die Abfahrt im Rosskar war trotzdem toll.

Unsere Vorfahrer hatten sich dann doch nicht so gut ausgekannt, wie gehofft (der Sommerweg geht dann eh ganz woanders lang, stellte ich fest) und wir landeten kurz vor der Wand mit dem Wasserfall in einem Abbruch, denn die Vorfahrer eher ungeschickt gemeistert hatten. Da zahlte es sich dann aus, dass ich mir im Aufstieg die Gegend immer schon genau anschaue, denn ich erinnerte mich an eine steile Rinne weiter vorn, zu der wir dann auch problemlos fanden.

Und dann waren wir in der Wand mit den Wasserfällen. Wir fuhren links der zweiten Stufe ab und tasteten uns oberhalb der ersten Stufe nach rechts, um auf die Querung zu kommen. Unten sahen wir einige Spuren rauskommen, die Querung selbst war aber so steil, dass man erst im letzten Moment wirklich sehen konnte, wo man entlang fahren konnte. Das war dann eine Rutsch-Querung sehr steil und recht knapp oberhalb des Wasserfalls, wo unten auch schon einige Eisplatten rausschauten.

Wir kamen gut rüber und schauten zurück. Ich hatte das Ganze ganz OK gefunden, des beste Allgäuer von Allen aber fand die Aktion, besonders im Rückblick, wo man gut sah, wo und wie tief man hätte fallen können, wenn man auf dem Eis ausgerutscht wäre, ziemlich bescheuert. Das wäre wirklich nicht gut ausgegangen, aber wir waren ja nun schon durch und auf der anderen Seite (dem Aufstiegsweg) lagen inzwischen frische Nassschneelawinen, das wäre auch nicht toll gewesen ...

Auf der Nordseite des Tals fanden wir bis zum Bach runter noch ein wenig schönen Firn, aber dann war (wie erwartet) Schluss mit nettem Schnee. Überall wo Sonne war, also quasi überall, war der Schnee so nass dass er bremste.

Wir fuhren bis zum Dreckabhang und zogen zum Drübergehen die Ski aus. Unsere Vorfahrer waren einfach über die Steine gefahren, mögen die ihre Ski nicht? Dann gab es noch eine kurze Abfahrt und wir mussten uns entscheiden, ob wir zum Sommerweg hinauf steigen oder im Bachbett bleiben wollten.

Alle Spuren führten ins Bachbett also fuhren wir denen nach, vielleicht käme man da ja durch? Kommt man nicht. Direkt ums Eck kommt ein Tobel und obwohl da einige reingefahren waren, sah das einfach Sch… aus.

Wir stiegen (teils zu Fuß, teils mit Ski) zum Sommerweg auf und noch ein Stück und weiter, wo wir - oh Wunder! - eine Forststraße vorfanden, die in meiner Karte nicht existiert. Das war prima, denn die führte uns direkt bis zur Loipe, von wo wir bis zur Brücke abfahren konnten.
Zum Merken: nächstes Mal da aufsteigen, das ist viel besser als der Sommerweg!

Als letztes Hürde kam dann noch der Wiederaufstieg vom Bach zum Auto (und auch da: das wäre über die Loipe besser gegangen). Das war nochmal echt anstrengend, weil es so warm war. Oben erzählten wir zwei Leuten noch von den Bedingungen, dann kehrten wir in der Alpenrose auf Kaffee und Kuchen ein. Das war sehr gut.


Abstieg zum Bach


Rückblick auf Gramais


Auf dem Sommerweg im Wald


Querung des Dreckabhangs


Auf dem Weg in den Talschluß


Mühsamer Aufstieg über Lawinenbollen


Der obere Teil vom Wasserfall


Im Roßkar


Der erste Blick auf den Gipfelhang. Weia, denn ...


... das sind echt viele Spitzkehren!


Im Gipfelhang


Spitzkehren, Spitzkehren, Spitzkehren


Abfahrt ...


... mit echt gutem Schnee


Weiter unten wird der Schnee auch nochmal gut ...


... und wir ziehen fast einsame Kurven.


Rückblick. Wir sind links knapp über dem Wasserfall gequert.


Tiefblick mit (noch) schönem Firn.


Belohnung

Von engel am 29.03.2019 19:03 • outdoorski(0) Kommentare

Freitag, 15.03.2019: Schnee, Schnee, Schnee

Donnerstag, März 28, 2019

Es hatte wie angekündigt die ganze Nacht über geschneit. Der Kangoo war in der Früh nicht mehr zu erkennen, er war einfach nur unter einem riesigen Schneehaufen begraben. Und es schneite weiter. Heftig.

Der Lawinenlage hatte das natürlich nicht gut getan. Wir schauten uns wieder die Hangneigungskarten genau an, und beschlossen dann, einfach so weit auf dem Bergwerkweg zur Rötalm zu gehen, wie uns das sicher erschien, denn die südseitigen Hänge sind erst mal sehr steil. Oben wird das Gelände dann zwar schön flach (man bleibt also wahrscheinlich bei der Abfahrt stecken), aber mit wenig Sicht und Null Ortskenntnis war uns das trotzdem zu heikel. Den Bergwerkweg kennen wir wenigstens und er ist schön.

Wir ließen uns nach dem Frühstück wieder viel Zeit und waren wieder so gut wie die Letzten, als wir unser Zeug aus dem Skiraum holten. Dann gingen wir runter zur Brücke.

Da fand sich dann leider eine Spur und wie erwartet führte die in den Wald auf den Bergwerkweg. Das war ein bisserl schade, denn noch so ein Tag mit ganz allein und gar keine Spur hätte mir schon gefallen. Andererseits war der Schnee ganz schön tief und schwer und da ist so eine Spur schon ganz nett. Es waren eh nur zwei Leute vor uns.

Die Spur führte erst ganz richtig auf dem Sommerweg durch den Wald, bog dann aber in den Bach ab. Wir dachten, da würden wir vielleicht was lernen und folgten der Spur, aber das war eher nicht so gut, die beiden hatten sich da nämlich verlaufen. Als sie das gemerkt hatten, waren sie mitten durch den Wald zum Sommerweg zurück gekehrt und das beinhaltete auch eine 10-Meter-Abfahrt zwischen ein paar Bäumen hindurch. Ich war vorn dran und rutschte vorsichtig runter. Das war aber nicht vorsichtig genug, denn ich blieb an einem dicken Ast unter dem Schnee hängen und kippte um.

Ich war so langsam, dass nichts passierte, aber sich wieder unter diesem Ast (eigentlich eher ein halber Baum) raus zu wurschteln, das war schon anspruchsvoll (und dauerte, der Ralle fing schon an zu frieren, weil wir beide ziemlich feucht vom konstanten Schneefall waren).

Kurz drauf waren wir wieder auf dem Sommerweg und konnten der Spur weiter bis zum breiten Hang vor dem Start in den Tobel folgen. Dort sahen wir dann auch unsere Vorgänger, die nur bis zu eben diesem Hang gegangen waren und sich eben auf etwa halber Höhe (da wird es dann steiler) anschickten, abzufahren. Wir gingen noch ein Stück in der Spur und bogen dann ab.

Und hui! Diesmal war der Schnee aber deutlich kompakter, tiefer und schwerer als die letzten Tage. Das Spuren artete umgehend zu echter Arbeit aus. Erst war ich vorn, dann spurte der Ralle.

Als wir zum dem Kessel mit den beeindruckenden Felsen kamen, entschlossen wir uns wieder, links hinauf zu spuren, statt durch den (zwar kleinen aber sehr steilwandigen) Kessel zu gehen. Als wir links oben auf dem Absatz waren, war dann aber Schluss, denn für den Weiterweg hätten wir doch an der steilen Kesselwand entlang müssen. Da war uns die Gefahr, mitsamt einem Schneebrett in den Kessel zu rutschen und dort begraben zu werden, doch zu hoch.

Viel Platz war nicht da oben auf der kleinen Plattform. Wir mussten also jeder quasi auf einem Bein stehend abfellen. So langsam haben wir aber Übung mit Umdrehen an mehr oder weniger jeder Stelle, da ging dann schon.

Die Abfahrt war insgesamt trotz Neuschnee nur solala. Es hatte nämlich so viel Neuschnee, dass man in den flacheren Stücken (und genau da waren wir ja extra), kaum Kurven fahren konnte, weil man im Schnee stecken blieb. Und der Schnee wurde immer schwerer, weil es wärmer wurde. Wir kamen dennoch mit nur wenig Schieben und Laufen unten an.

Zurück im Hotel war es gerade mal kurz nach Mittag. Wir tranken erst Kaffee und sahen Biathlon im Fernsehen. Dann aßen wir unten Gulaschsuppe und schließlich gingen wir noch gemütlich in die Sauna. Mit einem netten Hotel hält man auch schlechtes Wetter aus.

Am Abend ging der Schnee dann in Regen über.


Start mit Skieren noch vor dem Brückle


Wir biegen wieder von der Loipe auf den Bergwerkweg ab


Auf der falschen Spur, es geht zurück in den Wald


Endlich von dem großen Ast befreit, links hat es ein paar Zweige, der Ast selbst ist unterm Schnee


Es schneit ...


... und wir müssen spuren


Kurz vor dem kleinen Kessel ...


... wir gehen auf der linken Seite hoch ...


... schauen uns die Sache gut an und ...


... fahren da dann auch wieder ab

Von engel am 28.03.2019 21:49 • outdoorski(0) Kommentare

Donnerstag, 14.03.2019: Talwanderung

Dienstag, März 26, 2019

Die Nacht über hatte es geschneit (der LLB sprach von 20-30cm), die Lawinenlage hatte sich etwas verschärft und die Wetter-Aussichten waren eher mäßig. Noch schneite es, aber mit etwas Glück würde es ab Vormittag ein Wetterfenster geben, wo es wenigstens aufhören sollte zu schneien.

Am Vortag hatte einer der Schweizer Bergführer (nicht von der 20er-Gruppe sondern von einer kleineren Gruppe) in der Sauna von den katastrophal schlechten Bedingungen auf der Südseite erzählt (übler Bruchharsch bis über 2500 Meter hinauf), deswegen wollten wir da nicht hin. Nordseitig ist aber fast alles ganz schön steil. Nachdem wir uns die Hangneigungskarte gut angeschaut hatten, beschlossen wir über das Windtal ins Lenkjöchl zu gehen. Das sah bei vernünftiger Spurlage ganz OK aus (wenn auch ziemlich ‘hatschig’).

Wir ließen uns viel Zeit zum Losgehen und dem Füllungsgrad des Skiraums zufolge waren wir so gut wie die Letzten, aber als wir auf der Loipe Richtung Heiliggeist-Kirchlein liefen, schien außer uns keiner unterwegs zu sein. Es gab danach auch keine Spuren im frischen Schnee, also hatten wir wieder die Ehre, selbst spuren zu dürfen :-)

Vom Kirchlein geht es erst mal noch ein Stück ins Tal hinein zu ein paar Almhütten unter der Achsel. Dort biegt man dann ins Windtal ab. das lag dann vor uns, weit und lang und total unberührt. Inzwischen war auch das Wetterfenster angekommen und die Gegend sah super aus mit Sonne und Wolken und unberührtem strahlend weißem Schnee. Nochmal ein Geschenk :-)

Wir spurten abwechselnd ins Tal hinein, immer auf der rechten Seite. Das Tal ist zwar nicht ganz so lang und flach wie das Röttal, aber auch da geht es erst mal weit hinter. Auf einem der hinteren Hügel konnten wir dann den Weg ins Lenkjöchl sehen.

Aller Wahrscheinlichkeit nach muss man auf dem Weg dorthin erst mal ein wenig runter, um nicht zu nah an die steilen Flanken der rechten Talseite zu kommen (was natürlich beim Rückweg bedeutet, dass man da wieder ein Stück rauf muss), um dann erst rechts ins Joch aufzusteigen. Das gefiel uns nicht, auch nicht die schon vorhandenen Lockerschneelawinen in den steilen Flanken. Und hinter uns, auf der Südseite, verschwanden schon die ersten Gipfel in Wolken. Das Wetterloch neigte sich dem Ende zu.

Wir erklärten einen Felsen knapp über uns zum Tagesziel und machten dort Pause. Wenn wir jetzt abfuhren, hätten wir wenigstens noch Sicht. Nullsicht und Whiteout hatten wir ja schon gehabt und der Reiz davon ist doch eher überschaubar ;-)

Die Abfahrt ium flachen Windtal war ganz nett, aber der richtige Abfahrtsspaß des Tages war, von den Almhütten unter der Achsel zum Bach abzufahren. Das waren erst eher flache und dann eher steile Hänge, weit und total unberührt und super zu fahren. Und unten auf dem Winterweg hatte es viele Leute, die stehen bleiben und uns zuschauten :-)

Von den Almhütten aus sahen wir auf den gegenüber liegenden Talseite eine Riesengruppe aufsteigen, geschätzt um die 30 Leute (!!!), und wir beglückwünschten uns dazu, da zu sein, wo wir waren. Die zu treffen wäre wirklich höchst lästig gewesen.

Der Plan war eigentlich gewesen, zur Jägerhütte abzufahren und da einzukehren, weil das am ersten Tag ja so nett gewesen war. Da hätten wir allerdings noch oberhalb der Almhütten auf die andere Seite eines Seitenbaches wechseln müssen, was wir da oben aber nicht gemerkt hatten. Aber es hat ja noch mehr Hütten am Winterweg und so kehrten wir in der Talschlußhütte ein.

Und das war eine super Idee, denn da gab es auch prima Kaffee (naja, Italien, da erwartet man das ja) und zusätzlich gab es wunderbaren Erdbeerkuchen (Ralle) und Marillenknödel (ich).

Das schlechte Wetter ließ sich viel Zeit, bis es tatsächlich kam, aber als es kam, da legte es dann ordentlich los. Abend konnte man den Kangoo schon kaum mehr erkennen und es sollte die Nacht über und den ganzen nächsten Tag weiter schneien. Und dann war Regen angesagt!

Beim Abendessen traf uns dann fast der Schlag, denn die Riesengruppe vom Nachmittag residierte in unserem Hotel und zwar zu einem guten Teil in unserem Nebenraum. Die hatten alle schon gut gebechert, verstopften das Salatbuffet und machten einen Höllenlärm, weil sich natürlich alle gegenseitig mit ihren tollen Stories überbrüllen wollten. Naja, fairerweise: nicht alle waren so, aber leider die bei uns im Speiseraum. Ich bin jetzt endgültig alt, fürchte ich, denn bei sowas will ich nicht mitmachen sondern flüchten.

Das Essen war aber gut wie immer.


Start in Kasern


Blick zur Sattelspitze. Irgendwo da oben in dem weiten Kar haben wir abgebrochen.


Das Heiliggeistkirchlein


Keine Spuren weit und breit :-)


Das Schönwetter-Fenster holt auf :-)


Auf dem Weg zum Endpunkt (der kleine schneebedeckte Felsen)


Abfahrtsfreuden oben ...


... und unten.


Gegenüber. Sieht aus wie 3 Gruppen, ist aber eine.


Erdbeerrolle :-)


Marillenknödel :-)


Schneefall. Der zweite Hügel unterm Baum ist der Kangoo.

Von engel am 26.03.2019 20:37 • outdoorski(0) Kommentare

Der Tag begann bedeckt und die Aussichten waren trüb. Bald sollten wieder Wolken und Schneefall kommen.

Wir hatten uns für das Merbjoch entschieden, zu dem man eigentlich in Prettau startet, etwa 3 Kilometer die Straße runter. Ich hatte auf der Karte den Wanderweg zur Malga Brugger gefunden und überlegt, ob man vielleicht direkt von Kasern aus zur Malga gelangen könnte, aber nachdem wir uns die felsigen Abbrüche zwischen dem Röttal und dem Hochtal zum Merbjoch nochmal genauer angeschaut hatten, beschlossen wir doch, von Prettau aus zu starten. Wir waren an dem Übergang ja schon mal gescheitert und wo man zu Fuß hoch kommt, kann man nicht zwangsläufig mit Skiern gehen. Mich stimmte auch nachdenklich, dass ein Zugang von Kasern ins Merbtal nicht ein einziges Mal in irgendeiner Beschreibung als Variante auftaucht.

Als wir den Kangoo an der Kirche in Prettau abstellten, sahen wir da die beiden Graubündener Busse der großen Schweizer Truppe, die auch in unserem Hotel waren. Ich hoffte sehr, dass die sich woanders hin orientiert hatten, hatte aber wenig Zuversicht. Und die starb dann auch gleich, als wir hinter der Brücke losgingen, denn neben der Spur waren sehr viele Stockabdrücke. Tja.

Zunächst erwies es sich aber als gar nicht schlecht, dass da schon viele Skier eine Spur getreten hatten, denn man kann da entweder den sehr steilen und immer eisigen Hang aus dem Tobel aufsteigen oder zu Fuß die Straße hochlaufen. Da ist eine Spur im Tobel doch vorzuziehen.

Wo am Vortag die Sonne reingekommen war, war es hart, aber es lag immerhin eine dünne Neuschneeschicht oben drauf, so dass wir ganz gut gehen konnten. Die Harscheisen waren aber nicht nur im Tobel brauchbar.

Wer immer die Schweizer führte, kannte sich gut aus und hatte eine sehr schöne Spur durch die Steilstufe im Wald gezogen. Wir kamen am Bach und genau von der anderen Seite zu der Ebene mit der Merbalm als beim letzten Mal. Was da jetzt die bessere Variante ist, mag ich nicht beurteilen, der Aufstieg war jedenfalls bequem.

Im Wald hatte noch gelegentlich ein wenig Sonne durch die Wolken und die Bäume geschaut, als wir an der Ebene ins ‘Freie’ traten, war der Himmel aber bedeckt. Immerhin konnte man aber noch zum Merbjoch schauen, das wir dann endlich auch mal sahen ;-)

Die Spur führte weiter zum Merbjoch, immer schön das Gelände ausnutzend und prima angelegt. Es zog weiter zu und begann bald zu schneien. Als wir immer wieder in die Wolken kamen ließ die Sicht arg zu wünschen übrig, man konnte aber noch die nähere Umgebung erkennen und wir hatten ja die Spur. Anfangs hatten wir gedacht, 8 Leute vor uns zu haben, später sahen wir einmal kurz die ganze Gruppe und das waren dann 20. Oh weh!

Die Gruppe schien den letzten Aufstieg ins Joch zu Fuß zu machen und als wir näher kamen (da fuhren gerade alle wieder ab), sahen wir auch warum: da war eine harte steile Wechte. Zu Fuß hatte die Gruppe eine tiefe Spur eingegraben, die inzwischen bis runter an das abwärts geschichtete Gestein ging, auf dem die meisten im Abstieg abgerutscht waren. Ich hatte ein wenig Angst davor, da rauf und runter zu gehen, das sah nach einer prima Gelegenheit aus, sich das Knie zu verbiegen.

Der beste Allgäuer von Allen besah sich die Wechte und die Spur von der Nähe und meinte dann, das lohne sich nicht wirklich. Ich war sehr froh drum. Wir drehten also am Skidepot um.

Die Abfahrt war ein wenig anspruchsvoll, weil man echt wenig sah. Die Sicht war zwar besser als im Whiteout an der Sattelspitze, aber weiter als 10 bis 15 Meter konnte man trotzdem nicht schauen. Die Aufstiegspur und die Abfahrtsspuren der Gruppe waren jedenfalls hilfreich.

Trotzdem waren natürlich Hügel, Mulden und Geländekanten nicht zu gut zu erkennen. Ich versuchte immer im unbefahrenen Schnee zwischen der Aufstiegspur und den Abfahrtsspuren zu fahren, denn der Schnee an sich war echt gut. Das war aber nur eine mäßig gute Idee, denn die kleine 2-Meter-Wechte an einer Geländekante sah ich nicht und fiel dann gleich mal auf der Abbruchseite runter. Da verbog ich mir natürlich das Knie ordentlich, was wirklich weh tat. Glücklicherweise legte sich das nach einer Weile wieder und ich konnte weiter fahren. Glück gehabt!

Unten im Wald waren wir aus den Wolken raus und hatten sowohl Sicht als auch - weiter oben jedenfalls - guten Schnee und das war dann nochmal sehr vergnüglich.

Wir kamen gerade richtig zurück zum Hotel, um erst mal noch Kaffee trinken und dann gemütlich in die Saune gehen zu können, bevor wir uns am Salatbüffet und beim Abendessen den Bauch voll schlugen :-)


Start in Prettau


Anstieg durch den Tobel


Sonne im lichten Wald


Sicht aufs Merbjoch (in Mitte zwischen den Bäumen) von der Merbalm aus


Es schneit und die Sicht lässt nach


Die letzten Meter ins Joch (oben die 20 Schweizer, kaum zu erkennen)


Kurz vorm Skidepot


Abfahrt mit wenig Sicht ...


... echt wenig


Abstieg in den Tobel

Von engel am 24.03.2019 17:24 • outdoorski(0) Kommentare

Dienstag, 12.03.2019: Riesentour

Donnerstag, März 21, 2019

Seit dem vorigen Nachmittag hatte es geschneit und es schneite auch noch in der Früh. Und es war kalt (-8 Grad). Der Wetterbericht versprach strahlendes Wetter für später, es sollte allerdings weiterhin kalt bleiben.

Wir starteten gut verpackt bei Schneefall zum Brückle runter, um zum Bergwerkweg zu gelangen. Wir hatten aber trotz Kälte und Schneefall alle beide schon nach wenigen Metern zu heiß (Nachwirkungen der Sauna vom Vortag?) und mussten erst mal eine Lage ablegen.

Es hatte knapp 20 cm Neuschnee und wir waren die ersten (die einzigen), die auf diesem Weg losgingen. Spuren war aber nicht sehr beschwerlich, denn der Schnee war kalt und locker. Wir navigierten anhand des GPS Tracks durch den Wald und später unserer Erinnerung folgend dem Weg durch den Bach zur Rötalm. Anfangs schneite es noch heftig, später ließ der Schneefall nach und das schöne Wetter rückte an. An der Rötalm machten wir Pause in großartiger Landschaft bei strahlend blauem Himmel :-)

Wir waren total allein, das war ein großes Geschenk, auch wenn das natürlich Spuren bedeutet und das mit der Zeit dann doch anstrengend wurde. Zumal der Weg durch das Röttal zum Lenkjöchl wirklich, wirklich lang ist. Und flach! Wir versuchten die Spur so anzulegen, dass wir auf dem Rückweg meistens in der Spur würden abfahren können, aber wir waren ziemlich sicher, dass wir ab dem Abzweig zur Löffelspitze würden laufen und eventuell sogar nochmal auffellen müssten. Aber der Rückweg war später, jetzt ging es erst mal um den Hinweg!

Wir wechselten uns mit Spuren ab. Als wir weiter ins Röttal rein kamen, tauchte langsam unser Ziel auf, die Untere Rötspitze, die eigentlich nur die linke Schulter der Rötspitze, der Skigipfel sozusagen, ist. Ganz schön weit weg noch!

Nachdem wir um den Knick des Röttals gegangen waren, sahen wir ein paar Leute im Aufstieg zur Unteren Rötspitze. Die waren dann wohl über das Windtal und das Lenkjöchl gekommen. Das war gar nicht so schlecht, denn dann würden wir wenigstens im oberen Teil eine Spur vorfinden. Wir zählten 9 Leute.

Erst mal mussten wir aber hinkommen zu dieser Spur und das erwies sich im letzten Teil, wo einerseits der Schnee langsam tiefer und der Sonne wegen auch schwerer wurde und andererseits das Gelände deutlich aufsteilte, als ordentlich anstrengend. Nachdem wir die Spur erreicht hatten und das erste Steilstück hinter uns gelassen hatten, gab es nochmal eine Pause, dann gingen wir weiter. Eigentlich sah es gar nicht mehr weit aus, als ich aber auf das Navi schaute, musste ich feststellen, dass wir noch knapp 800 Höhenmeter vor uns hatten. Boah, 800!

Zudem waren wir inzwischen schon ziemlich hoch und Höhe und ich, wir haben ja eine etwas schwierige Beziehung. Ich brauche immer erst eine Weile, bis ich mich da dran gewöhnt habe. Der Aufstieg wurde also trotz Spur immer anstrengender. Bald war der beste Allgäuer von Allen immer ein Stück voraus und musste warten, was wegen des Windes und der Kälte nicht immer angenehm war (zwischendurch gab es aber auch windstille Fleckchen, da war es dann umgehend regelrecht heiß).

Wir sahen erst 2 Leute und dann 7 Leute abfahren und der Schnee sah echt gut aus. Die beiden ersten waren die, die wir schon an der Sattelspitze gesehen hatten und die 7 Leute waren unsere österreichischen Tischnachbarn vom Hotel, eine geführte Gruppe. Die fragten uns nach der Abfahrt durchs Röttal und da war dann leider klar, dass wir unser Tal dann nicht mehr allein haben würden. Dafür würde aber die Spur im Flachen gut ausgefahren werden und wir würden weniger schieben müssen und 7 Leute können breite Hänge ja nicht wirklich komplett zerfahren. Schade war es trotzdem.

Erst mal mussten wir aber noch die letzten 100 Höhenmeter bis zum Skidepot schaffen! Diese letzten gut 100 Höhenmeter waren dann auch die anstrengendsten. Der Schnee war teilweise windgepresst und trotz Spur blöd zu gehen und teilweise OK. Und es war fast immer kalt und windig und unangenehm, tolle Sonne hin oder her.

Der beste Allgäuer von Allen erreichte das Skidepot als erster und packte sich erst mal dicht ein. Als ich kam, diskutierten wir kurz, ob wir noch auf die Schulter selbst steigen sollten oder nicht. Ich hatte keine rechte Lust drauf und es war eh schon spät. 16:00h hatten wir überlegt, sollten wir spätestens umdrehen, um nicht in die Dunkelheit zu kommen, und das war es gerade eben. Auch der Ralle hatte keine rechte Lust noch in den Sturm auf der Schulter zu hinauf zu steigen und so erklärten wir das Skidepot zum Ziel.

De Abfahrt war dann großartig! Und sowas von verdient, denn von den insgesamt 1650 Höhenmetern und 10 Kilometern Hinweg hatten wir etwa 900 Höhenmeter und 9 Kilometer selbst gespurt! Dass da 7 Leute vor uns abgefahren waren, tat dem Gesamtvergnügen überhaupt keinen Abbruch, denn es war wirklich viel Platz für die Abfahrt. Nur die ersten 10 Meter ganz oben, die waren nicht so toll, weil hart und verblasen.

Wir nahmen den Weg über den Gletscher und sparten uns damit einen kleinen Gegenanstieg. Im langen Röttal hatten die 7 ganze Arbeit geleistet und uns die Spur sauber ausgefahren. Wir kamen problemlos bis auf die Hälfte der großen Ebene vor der Rötalm und mussten dann nur noch etwa einen halben Kilometer laufen und schieben. Da lohnte sich Anfellen nicht mal.

Auf dem Bergwerkweg fand sich sogar noch ein schönes windstilles Plätzchen, an dem wir den letzten Tee genießen konnten. Im Bach selbst und im Wald unten war natürlich alles zerfahren, aber das ist eh so eine Art Skicross, da spielt eine Spur keine so große Rolle. Auf dem Hang in der Mitte war jedenfalls noch reichlich Platz.

Wir kamen wie berechnet eine Stunde vor dem Abendessen am Hotel an. Da waren wir wohl die letzten, denn der Skiraum war knackvoll und es hatte keinen Platz mehr für die Skistiefel am Trockenregal. War uns egal, wir nahmen sie mit nach oben und trockneten sie halt da. Dann war gerade noch genug Zeit für eine ausführliche Dusche bevor wir zum Essen gingen.

Supertag, Supertour! Und wir haben sie trotz der schrecklichen Erkältung und 4 Wochen Nixtun geschafft. Yay!


Start bei leichtem Schneefall.


Bald geht es von der Loipe in den Wald.


Keine Spuren weit und breit ... aber der Himmel wird blau :-)


Am Anfang vom Bergwerkweg.


Wir haben vorsichtshalber den seitlichen Weg genommen.


Der Weg zur Sonne :-)


Am Anfang des Röttals, unser Ziel ist ganz links hinten noch nicht zu sehen.


Rückblick. Das ist ist echt lang, das Röttal!


Das Ziel im Blick, aber noch keine Spur in Sicht.


Die letzten ‘eigenen’ Meter.


Wir nähern uns dem Ziel, aber es ist noch weiter als es aussieht!


Geschafft!


Und dann: Abfahrt ...


... und Abfahrt ...


... und Abfahrt ...


... und Abfahrt ...


... und am Ende dann doch ein wenig laufen.


Abfahrt durch den Tobel.

Von engel am 21.03.2019 22:01 • outdoorski

Montag, 11.03.2019: Whiteout

Dienstag, März 19, 2019

In der Nacht hatte es gefroren und ein wenig geschneit, aber schon beim Frühstück war blauer Himmel zu sehen. Das würde allerdings ein kurzes Vergnügen sein, denn schon für den frühen Nachmittag war wieder schlechtes Wetter und Schneefall angekündigt.

Wir wollten auf die Sattelspitze, den spitzen Berg direkt gegenüber vom Hotel, auch wenn fast klar war, dass wir es wohl nicht bis zum Gipfel schaffen würden. Aber erst mal losgehen, dann würde sich schon zeigen, wie weit wir kommen.

Wir gingen zum Brückle über den Bach und bogen am E-Werk in den Wald ab. Der Schnee war hart gefroren und hatte eine minimale Neuschneeauflage. Das war im Flachen gut zu gehen, im Steilen brauchten wir aber bald Harscheisen.

Der Einstieg zum schmalen Weg durch den Wald wäre ohne Navi wohl schwerer zu finden gewesen, so aber waren wir bald auf einer Skispur. Die führte erst quer über ein kurzes Steilstück im Wald und dann sehr schön und mäßig steil durch lichten Lärchenwald. Ich finde Lärchenwald toll, wahrscheinlich, weil es das bei uns nicht gibt :-)

An der nächsten Steilstufe bog die Spur nach rechts ab. Mein Navitrack ging da geradeaus nach oben, aber das war ein anhand der Höhenlinien auf der Karte ‘geratener’ Track, keiner, den irgendwer tatsächlich aufgezeichnet hatte, da waren Abstecher nach beiden Seiten zu erwarten.

Die Spur führte dann aber leider sehr weit weg von der gedachten Route und sie führte vor allem in sehr steiles Gelände, das auch mit Harscheisen nicht einfach zu gehen war (im Nachhinein: wer immer die Spur angelegt hatte, hatte sich auch nicht ausgekannt). Umdrehen oder eine eigene Spur anlegen war bei den Bedingungen im Steilgelände aber auch keine gute Option, also folgten wir der Spur weiter. Der beste Allgäuer von Allen schnallte zwischendurch sogar mal ab, aber ich habe vor Steilgelände ohne Ski mehr Angst als mit, ich kämpfte mich Skiern weiter. Am Ende führte die Spur dann aber tatsächlich dorthin, wo wir hin wollten.

In nun wieder flacherem Gelände und mit mehr Neuschnee als unten war die alte Spur bald nicht mehr zu erkennen und wir machten uns unsere eigene Spur, immer in der Nähe des gedachten Anstiegs und das klappte gut.

Der Himmel war inzwischen zugezogen, aber die Sicht war noch gut. Wir ließen den Lärchenwald hinter uns und stiegen nach links in ein weites mäßig steiles Kar ein, dort stiegen wir auf der rechten Seite über viele Mulden und Hügel weiter auf. Irgendwo vor uns waren Leute, aber deren Spur sahen wir nicht. Es hatte im Kar um die 10 Zentimeter Neuschnee, da war das Gehen nicht sonderlich beschwerlich.

Nach etwa einem Drittel des Anstiegs im Kar fing es leicht an zu schneien und die Sicht wurde schlechter. Aber weil das Gelände freundlich war, wollten wir noch ein Stück weiter aufsteigen, auch wenn sehr klar war, dass wir den Gipfel nicht erreichen würden. Unsere Vorgeher sahen wir auf einem Hügel umdrehen.

Das Wetter wurde kurzzeitig schlechter und wir waren schon fast dran, auch umzudrehen, da klarte es wieder auf und es kam sogar fast sowas wie Sonne. Wir stiegen erfreut weiter auf.

Kurz darauf kam Wind auf und die Wolken mit Schneefall, die wir schon eine Weile auf der anderen Talseite gesehen hatten, hüllten uns ein. Innerhalb weniger Minuten standen wir in einem ordentlichen Schneesturm mitten in den Wolken mit Nullsicht. Die Temperatur fiel (gefühlt zumindest) um 10 Grad. Der Hügel, auf den wir zugesteuert hatten und der etwa noch 20-30 Meter entfernt gewesen war, war nicht mehr zu sehen.

Wir blieben stehen wo wir waren und rüsteten zur Abfahrt auf. Die war dann ... anspruchsvoll. Es waren absolut keine Konturen mehr zu erkennen oder festzustellen, wo wir uns im Kar befanden, denn die Wände rumrum waren weg. Ich fuhr voraus, langsam und vorsichtig mit Stemmbogen immer etwa 5-10 Meter nach unten, dann checkte ich auf dem GPS, ob wir uns noch in der Nähe der Aufstiegspur befanden. Der beste Allgäuer von Allen folgte und wir ließen uns nie aus den Augen.

Auf diese Weise arbeiteten wir uns langsam nach unten, fuhren gelegentlich gegen einen Hügel oder sackten in eine Mulde, kamen aber gut bis ans untere Ende des Kars, wo sich die Sicht langsam besserte. Zwischen den Lärchen hatte es inzwischen fast schon 10 Zentimeter Neuschnee und da ließ es sich dann schön fahren.

Den Bogen durch den Steilwald, wo der Aufstieg so doof gewesen war, ließen wir aus und fuhren stattdessen - laut GPS war das möglich und es hatte auch einige Spuren - direkt nach unten ab. Das klappte gut und wir fanden weiter unten zurück auf die Aufstiegspur. Auch hier war das GPS hilfreich, denn die Aufstiegspur befand sich unten 5 Baumreihen weiter links und ob wir das so schnell erkannt hätten, kann man nachträglich nicht gut sagen. Geradeaus runter sah es nämlich auch ganz gut fahrbar aus, aber die ganze Gegend ist knapp über dem Talgrund extrem steil und hat allerlei Abbrüche.

Wir fanden jedenfalls gut hinab. Trotz aller Widrigkeiten war das eine echt coole Tour. Ich bin aber auch jetzt noch froh, dass wir mein GPS hatten und mit Ralles GPS auch noch eines als Backup. Ohne die Technik hätten wir definitiv früher umkehren müssen.


Wir starten bei bestem Wetter


Aufstieg durch lichten Lärchenwald ...


... und arg steilen Bergwald


Im Einstieg ins Kar rückt das schlechte Wetter an ...


... und es beginnt zu schneien


Ganz kurz sieht es so aus, als würde es aufklaren ...


... aber das täuschte


Abfahrt in Stemmbogen ...


... bei echt wenig Sicht

Von engel am 19.03.2019 21:16 • outdoorski

Sonntag, 03.03.2019: Skispaziergang

Mittwoch, März 06, 2019

Auch am Sonntag mussten wir die etwas ambitionierteren Pläne kippen. Nach Ausschlafen und einem gemütlichen Frühstück war das Wetter aber so schön, das wir doch einen kleinen Skispaziergang wagen wollten. Ich hatte eben auch die neuen Skistiefel bekommen, die wollte ich eh gern einlaufen. Ohne Ski spazieren gehen wäre ja eh nur direkt vor der Haustür gegangen, selbst am Blender lag dafür zuviel Schnee. Da waren wir ja vor einer Woche schon abgesackt.

Wir packten also unseren Kram zusammen und fuhren ins gute alte Ostertal. Das ist nicht weit weg und die Touren kann man so kurz oder lang gestalten, wie man lustig ist. Unser vornehmlichstes Ziel war Sonne, deswegen wandten wir uns am Parkplatz nach rechts.

Da war tatsächlich Sonne, aber der Schnee war zunächst noch ganz schön gefroren, obwohl es nicht mehr allzu früh war. Im Aufstieg durch den Wald weichte der Schnee aber bald auf. Es gab eine blöde Stelle in der Spur (nächstes Mal weiß ich besser, wie man die vermeidet) und wir liefen einen unnötigen Bogen (dito), aber das Ziel war ja nur gewesen, rauszugehen und Sonne zu haben, Rekorde wollten wir ja eh nicht brechen.

Die neuen Stiefel passen prima (also keine Druckstellen und keine Blasen - kein Wunder das sind ja fast dieselben wie die, die ich eh schon habe), aber sie sind noch nicht eingelaufen genug, um da drin die Einlagsohlen tragen zu können. Ich brauchte deswegen eine Pause wegen Fußweh. In der Sonne ohne Wind, das war ganz nett.

Es war nicht viel los und wir konnten schon von Weitem sehen, dass es im Gipfelhang noch völlig unverspurte Bereiche hatte. Und der Schnee wurde kälter und lockerer, wir kamen so langsam auf die Idee, dass die Abfahrt vielleicht sogar nett werden könnte. Und sie wurde! Jedenfalls da, wo nicht viel Sonne rein gekommen war :-)

Unten war der Schnee natürlich patschnass. So nass, dass die Ski mal wieder kleben blieben und noch weiter unten so weich, dass das Fahren echt anstrengend wurde. Aber alles in allem war es super. Sonne, fast nix los, und sogar ein bisserl feinen Schnee in der Abfahrt :-)


Start im Ostertal


Schneebrücke überm Bach. Man sieht das nicht gut, aber das Loch ist gut anderhalb Meter tief. Und neue Stiefel!


Das Ziel im Blick


Die letzten Meter


Unerwartete Abfahrtsfreuden


Man beachte die beiden schönen Spuren :-)


Unten ist dann Sulz

Von engel am 06.03.2019 20:55 • outdoorski

Sonntag, 03.02.2019: Geburtstagstour

Dienstag, Februar 05, 2019

Als ich am Sonntag in der Früh aufstand, war noch nichts von dem angekündigten Schneechaos zu sehen. Da flogen ein paar einzelne Flöckchen durch die Gegend, sonst war nichts. Nicht mal der Weg vor dem Haus war weiß. Noch während ich Frühstück machte (Ja, auch am Geburtstag mache ich Frühstück. Ich bin in der Früh eh wach :-)), wurden es mehr Flöckchen und als ich den besten Allgäuer von Allen weckte, lag schon 1cm Schnee auf dem Weg. Ein sehr nasser Zentimeter, zugegeben.

Nach einem gemütlichen Frühstück musste dann sogar geräumt werden, bevor wir zur Geburtstagsskitour starteten. Ins wohlbewährten Gunzesrieder Tal, weil das Wetter ja alles andere als toll sein sollte. Den Unfall auf der B19 mit dem zugehörigen Stau konnten wir prima umfahren, weil der Stau gerade bis an die Ausfahrt Herzmanns reichte, wo wir direkt runter fuhren. Auf der Nebenstraße lag ordentlich Schnee.

Nach Gunzesried rauf war es wie erwartet glatt und an der Abzweigung ins Ostertal mussten wir erst mal jemanden abwarten, der da rückwärts wieder runter rollte, weil er nicht hoch gekommen war. Der Kangoo schaffte die Abzweigung problemlos :-)

Wir hatten eigentlich nur den Abstecher zum Rangiswanger vorgehabt, aber es sah so nett aus mit dem Neuschnee und es hatte ja nicht mal Sturm, also marschierten wir hinter zum Ochsenkopf. Es schneite beständig, mit leichtem Wind mal von hier, mal von da. Unten war der Schnee noch recht feucht, weiter oben wurde er kälter und trockener.

Meine Ski stollten ein wenig und beim zweiten Abklopfen schnitt ich mir mit der Skikante ein Stück Haut vom Daumen. Das fiel mir erst nicht gar nicht auf, aber nach ein paar Metern begann der Daumen zu bluten. Und zwar ordentlich! Blut im Schnee ist toll, da sehen selbst geringste Mengen so aus, als hätte man da eben ein Schwein geschlachtet ;-) Der Daumen wurde verpflastert.

Am Gipfel war dann doch Wind und es war ungemütlich, deswegen fuhren wir schnell wieder ab. Ganz oben war die Abfahrt nicht toll, weil es wenig Sicht und total verblasenen Schnee hatte. Aber dann!!! Lockerer knietiefer Pulverschnee, ein Traum! Die Westabfahrt im Waldeinschnitt war sogar oberschenkeltief und komplett unverspurt :-)

Auf dem Weg zum Rangiswanger machten wir Pause im Wald und kamen danach komplett allein (diesmal wirklich!) am Gipfel an. Erst als wir schon fertig zur Abfahrt waren, kamen erst ein Hund und dann ein Mann.

Natürlich war diese Abfahrt nicht unverspurt, aber es hatte nicht viele Spuren und vor allem das Mittelstück war ein Traum zu fahren. Der beste Allgäuer von Allen, vermutlich beschwingt vom zuvielen Rum im Pausentee (mein Fehler), wedelte so begeistert das Mittelstück runter, dass ich nicht folgen konnte. Ich brauchte erst mal eine Pause, bevor ich hinterher wedeln konnte! Es war super!

Ganz unten war die Auflage auf dem nassen Schnee vom Samstag ein wenig dünn, dann kam man immer wieder mal durch und ratschte durch den schweren Schnee in der Tiefe. Wir haben aber beide freundliche Ski, die da nicht beissen und so war auch der untere Teil gut zu fahren. Da war dann aber schon mehr Krafteinsatz nötig und der letzte Hang (und nur der, der Superschnee sonst überall war problemlos) stresste das Knie dann ziemlich.

Am Abend war die Geburtstags-Abendessen-Einladung vom Schwiegervater mit Freundin, die wir wie fast schon traditionell beim Lieblings-Chinesen abhielten. Das Essen war wieder ausgezeichnet :-) Mein Glückskeks versprach am Ende: “You will be very lucky”. Ich freute mich sehr, Ermutigung kann ich grad gut brauchen.


Start am Parkplatz. Es ist Winter :-)


Im letzten Anstieg zum ersten Gipfel


Geburtstagsgipfel. So soll das sein :-)


Traumschnee :-)


Traumschnee :-)


Immer wieder toll: der Grat


Und noch ein Geburtstagsgipfel :-) Diesmal allein.

Von engel am 05.02.2019 22:09 • outdoorski
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