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Wieder lernen

Dienstag, März 24, 2020

Diesen Heimarbeitstag verbachte ich mit einer weiteren Lerneinheit. Immer schön lernen und basteln abwechseln, dann wird es nicht langweilig ;-) Ich mache zwar immer neue Lektionen, aber irgendwas wiederholt sich immer. Das ist gar nicht schlecht, denn irgendwo bleibt immer was hängen. Und ich hab jetzt noch ein paar Code-Aufräum-Arbeiten auf der ToDo-Liste ...

Am späten Vormittag war wieder eine längere Bewegungseinheit fällig (deswegen fange ich ja so früh an, damit ich Mittags rum lang raus kann). Diesmal fuhr ich nach Ofterschwang, denn die lange Piste da hatte mich am Vortag vom Iseler angelacht. Total sonnig!

Ich hatte erst Mühe, den Beginn der Piste zu finden. Da ist so ein komischer Hügel im Weg, den ich rechts auf der Wiese umging. das war eine totale Sauerei, die Wiese ist nämlich weich und sumpfig. Dann war es so nett wie erhofft :-) Die Piste liegt einigermaßen windgeschützt, ich konnte also im Pulli und ohne Handschuhe gehen, und sie war teilweise schon gut aufgegangen. Auf weichem Schnee läuft es sich doch besser. Ich ging aus Zeitgründen nur bis zur mittleren Gipfelstation, ich hatte am Nachmittag noch was vor.

Nach einer weiteren Runde Arbeit daheim radelte ich in die Innenstadt, weil ich einen Termin mit den besten Eltern hatte. Das Radeln war kühler als die Skitour weil es einen so sakrisch kalten Wind hatte, der mir auf dem Hinweg auch noch entgegen wehte. Wie üblich war ich zu früh dran, aber das ist Familiensache, denn die besten Eltern waren auch zu früh dran ;-) Wir trafen genau gleichzeitig ein. Wir hielten brav Abstand, was irgendwie komisch war.

Der Rückweg war dann angenehmer als der Hinweg, weil der Wind meist von hinten kam :-)

Von engel am 24.03.2020 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Heimarbeit im Allgäu

Montag, März 23, 2020

Wegen Corona hatte ich mit meinem Chef ausgemacht, daheim im Allgäu zu arbeiten. Ich fing direkt um 5 mit der Arbeit an und sah dann, dass das nun eh die offizielle Firmen-Politik ist. Während des Urlaubs war tatsächlich das erste Mal seit Monaten mal wieder eine echte Arbeitsanfrage reingekommen. Ich lud uralte Archive ins Outlook und musste die Anfragenden dann erst mal vertrösten: Outlook brauchte Ewigkeiten, den alten Kram zu indizieren.

Unterdessen beschäftigte ich mich wieder mit meinem Projekt, verwarf die X. Karten-Library und kehrte zu der zurück, mit der ich angefangen hatte. Inzwischen hatte ich aber wieder was gelernt und verstand sie endlich. Naja, ich verstand die Benutzung ;-)

Um halb 10 gönnte ich mir dann eine ausgiebige Pause: 4 Stunden. Ich packte Skitourenkram ins Auto und fuhr zum Oberjoch. Der Plan war, auf der Piste bis zur Gipfelstation aufzusteigen und wieder abzufahren. Irgendwo muss ja auch bei Heimarbeit Bewegung her kommen ;-)

Ich war die ganze Zeit etwas unsicher, ob das nun die Ausgangsbeschränkung verletzt oder nicht. Eigentlich nicht, denn Sport draussen und allein ist ja erlaubt und wieviel alleiner als auf einer Skitour kann man denn sein? Trotzdem war es seltsam. Nahezu leergefegte Straßen, ein Schild ‘Schattwald gesperrt’ schon an der Autobahn und total leere Parkplätze am Oberjoch. Mein Auto war das einzige weit und breit. Das war echt seltsam.

Dann ging ich los. Es wehte ein extrem kalter Wind und der Kunstschnee war stellenweise fast eine Eisplatte. Immerhin hatte ich richtig gerechnet und die Sonne war schon da. In der Mitte, wo die Piste ziemlich steil wird, nahm ich Harscheisen und war wirklich froh drüber. Ein paar Mal rutschte ich trotzdem weg. Der einzige andere Tourengänger, der mich zu Beginn des Steilhangs überholt hatte, ging einfach geradeaus hoch, aber das traute ich meinen Fellen nicht zu. Ich ging brav Kehren.

An der Gipfelstation blieb ich nicht lang, es war zu kalt und windig. Abfellen, Einsteigen, Losfahren. Die Piste war natürlich überhaupt nicht aufgegangen, aber mei, Skifahren kann ich, auch mit labbrigen Tourenlatten. So richtig schön zu fahren war es nicht, aber es war eine schöne Übung für das Knie, das mit dem Geratter und dem Eis gut zurecht kam. Ich habe allerdings noch immer Probleme, den rechten Aussenski wirklich gut zu belasten, das Knie wird also noch immer etwas geschont.

Unten standen inzwischen noch 2 Autos, eins wohl vom Überholer und ein Weiteres, aus dem gerade eine Dame stieg. Ob man Harscheisen brauche? Ich empfahl sie wärmstens. Dann fuhr ich heim, um weiter zu arbeiten.

Als erstes suchte ich die wenigen Uralt-Infos zusammen, die ich finden konnte und verschickte sie. Dann bastelte ich die Karte ins Projekt und baute Zoomen und Verschieben ein. Das funktionierte prima, aber nun ist der Code wieder so ein Gewurschtel, dass ich da demnächst mal wieder aufräumen muss. Es geht voran :-)

Später kam der beste Allgäuer von Allen. Wir müssen uns erst noch ein wenig dran gewöhnen, wie man Arbeitsabende gemeinsam (und getrennt) gestaltet. Das ist ein gutes Training für die Zeit, wo dann hoffentlich wirklich im Allgäu arbeite :-)

Von engel am 23.03.2020 23:00 • outdoorski(0) Kommentare

Montag, 16.03.2020: Alternativen

Sonntag, März 22, 2020

Da nun die Grenzen wegen Corona geschlossen waren, waren Skitouren kaum mehr möglich, weil man bei ‘uns’ nur von Österreich aus hoch genug starten kann. Wir hatten nach einigem Überlegen als Alternative die Überschreitung mit Mini-Abfahrt ins Auge gefasst, die eigentlich jedes Jahr zu den Frühjahrs-Standard-Touren gehört. Üblicherweise allerdings etwas später im Jahr (meistens im Mai).

Wir parkten am Oberjoch und marschierten dann mit den Minis am Rucksack an vielen Bahn-Angestellten vorbei, die mit Pistenraupen und Schneemobilen das Skigebiet aufräumten (Pistenmarkierungen, Schneefangzäune, usw. abbauen). Das war ein wenig doof, aber wir konnten bald auf den Wanderweg abbiegen.

Die erste Runse queren war kein Problem und wir kamen auf der anderen Seite bald wieder auf die Piste, die wir oben auf dem Schmugglerweg nach links verließen.

Danach ist es nicht mehr weit zur zweiten Runse, die Große, Tiefe, Steile. Da konnten wir etwa bis zur Hälfte auf dem Schnee dem Sommerweg folgen und dann war ganz einfach Schluß. Mit Steigeisen und Pickel wäre man vielleicht auf dem harten Schnee weiter gekommen (hatten wir aber nicht), aber die abgerutschten Schneebretter zeigten schon, dass der Schnee auch nicht gut auf dem Kies der Runse hielt. Wir gingen am Rand der Runse ein Stück nach unten und dann ein Stück nach oben, aber der Abstieg und die Querung waren uns (ganz besonders mir) einfach zu gefährlich. Wir hätten ganz unten direkt zum Grenzwies gehen sollen und da über die Piste aufsteigen (nächstes Mal).

Der Alternativplan war dann, über die Wiedhag zur Iseler-Station zu gehen und da wenigstens mit den Minis abzufahren. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass das dann ein Tag ohne Sonne werden würde, weil die ganze Flanke nordwestseitig ausgerichtet ist (ursprünglich war der Plan ja, oben über den garantiert besonnten Grat zu gehen), aber wir hatten Glück. Die Sonne stand doch schon so hoch, dass sie es über den Grat schaffte und uns wärmte :-)

Die Schneestapferei bis zum Iseler war dann recht mühsam (ein Vorgeschmack auf den viel längeren Grat - wobei wir da vermutlich mehr Lust und Energie gehabt hätten). Wir kamen kurz über der Gipfelstation am Iseler-Anstieg an. Der beste Allgäuer wollte sogar noch auf den Gipfel, aber ich hatte Bammel vor der Abfahrt im freien Gelände. Da war nämlich noch alles gefroren und die Kontrolle, die man mit den Bergstiefeln über die Minis hat, ist doch sehr begrenzt.

Der beste Allgäuer zog dann direkt da oben schon die Ski an. Mir war das zu steil und zu hart, ich stieg zu Fuß zur Station ab (das übrigens ging sehr gut, ich konnte das rechte Bein genauso hart in den Schnee hauen wie das linke :-)). Das Abfahren da oben sah dann auch nicht ganz einfach aus. Wir machten erst mal Pause an der Station.

Die Abfahrt auf der eisharten Kunstschneepiste war dann eine Katastrophe. Das Knie machte das alles klaglos mit, aber ich fand mit den Minis auf dem Eis einfach keinen Halt (der Plan war ja auch gewesen, hier erst am Nachmittag anzukommen!) und rutschte fast hilflos von Schneehügel zu Schneehügel. Wir wichen auf den ‘echten’ Schnee auf einer wilden Piste aus, aber auch da war es sehr sehr hart.

Erst auf halbem Weg nach unten wurde der Schnee weicher und fahrbarer. Dafür war er unten etwas lückenhaft und wir mussten in der Mitte über Gras laufen. Irgendwas ist immer ;-)

Immerhin konnten wir bis zum Auto abfahren, das war nett. Auf dem Rückweg gingen wir noch zum Einkaufen, um Vorräte und für die nächsten 2 Tage das Abendessen einzukaufen. Das war das erste Mal, dass ich tatsächlich vor leeren Regalen stand. Kein Mehl, keine Milch, kein Klopapier. Menno!

Das Pfannkuchenessen auf der Terrasse danach war dann auch entsprechend mager, unser Mehl reichte nämlich nicht ganz. Aber egal, es war nett da draussen, so lang es noch Sonne hatte :-)


Start mit Skiern am Rucksack


Querung der ersten Runse


Auf dem Weg zur Piste


Auf dem Weg in die zweite Runse


Abbruch nach vergeblicher Suche nach einer Querung


Auf dem Weg zum Iseler


Auf dem Weg zum Iseler


Abfahrt zur Gipfelstation


Vorsichtige (ungelenke) Querung zur wilden Piste


Rückblick


Kurven im weichen Schnee

Von engel am 22.03.2020 12:04 • outdoorbergski(0) Kommentare

Eine Skitour noch hatte ich mir für den Urlaub gewünscht und wir hatten uns nach dem werkeligen Samstag eine für den Sonntag vorgenommen. Österreich hatte da schon Corona-Abschottung angekündigt, aber die generelle Liftschließung sollte erst am Montag kommen. Theoretisch müsste es also möglich sein, ins Tannheimer Tal fahren zu können, dachten wir uns.

Und so war es auch. Es war ernsthaft gespenstisch leer auf den Straßen, als wir Richtung Oberjoch fuhren. Auf dem Weg fiel uns auf: es hat brutal wenig Schnee. So wenig, dass wir schon über Alternativen nachdachten und bedauerten, keine Bergstiefel im Auto zu haben.

Wir parkten am Haldensee, wo uns statt vollem Parkplatz genau 3 Autos erwarteten. Seltsam! In dem kalten Eck da hinten lag zwar ein wenig Schnee, aber rundrum war es grün. Wir gingen erst mal zur Forststraße, um zu schauen, ob man losgehen konnte.

Man konnte, die Forststraße war unten komplett schneebedeckt. Dafür lagen gleich am Anfang schon mal Bäume über dem Weg. Und weiter oben, wo mehr Sonne rein kommt, war dann auch die Sache mit dem Schnee stellenweise problematisch. Es gab kleinere und größere Abschnitte der Forststraße, die komplett blank waren. Nach der Felswand waren wir dann aber glücklicherweise im Schnee angelangt und konnten weitgehend mit Skiern laufen.

Die Bachläufe auf dem Sommerweg waren das nächste Problem. Über die meisten konnten wir einfach drüber laufen, aber wir mussten doch einige Male abschnallen, damit die Felle nicht nass wurden.

Nach dem Brückle war dann aber endlich durchgehend Schnee. Dafür wehte ein ziemlich kühler Wind, bis wir endlich am Joch zur Gräner Edenalpe waren und dort in die Sonne kamen. Es wurde schlagartig 20 Grad wärmer! Der Schnee war in der Sonne schon feucht und im Schatten noch kalt, das führte zu wunderbaren Stollen unter meinen Skiern :/

In der Querung unterm Litnis gefiel mir überhaupt nicht, wie schnell der Schnee feucht wurde. Ich hatte Bedenken, dass der Schnee nicht nur oberflächlich sondern auch tiefer auftauen würde und ich dann nicht mehr fahren können würde. Wir verzichteten deswegen auf den Gipfelaufbau und fuhren nach einer kurzen Pause im Sattel direkt ab.

Meine Sorge war völlig umsonst gewesen, der Schnee war firnig und wunderbar zu fahren :-)

Nachdem wir letztes Mal doch zu früh abgefahren waren, fanden wir diesmal den richtigen Weg entlang der Nordseite rüber zum Latschenhang :-) Wir mussten nur wenige Meter aufsteigen, was mein Knie freute.

Die Nordseiten-Abfahrt war dann oben etwas schwierig, weil sich unter dem Neuschnee gefrorene Altspuren befanden, aber nachdem wir die ersten Meter hinter uns gebracht hatten, konnten wir nochmal sehr schön abfahren. Diesmal mit Pulver statt Firn :-)

Im oberen Teil der Rest-Abfahrt waren dann die Bachläufe nervig, weiter unten die freien Stücke der Forststraße (mit Skistiefeln bergab laufen geht noch nicht sehr gut). Aber insgesamt, da waren wir uns am Ende einig, war es schon schön, nochmal eine Skitour gemacht zu haben :-)


Start mit dem ersten Hindernis


Zwischendurch ist der Schnee weg


Noch ein Baum


Bachquerung


Ab hier ist endlich Schnee


In der Sonne ist es regelrecht heiss


Abfahrt in Firn


Abfahrt in Pulver


Abfahrt weit unten

Von engel am 21.03.2020 18:43 • outdoorski(2) Kommentare

Der Samstag sollte schön werden, es hatte in der Woche geschneit (oben zumindest) und ich wollte nochmal eine Skitour. Allerdings lieber eine eher Kleine, Leichte, denn die Skitour von letzten Samstag hatte ja doch deutliche Nachwirkungen gehabt. Aber alles Kleine, Leichte fängt halt weiter unten an und dass da kaum Schnee liegt, hatten wir nun ja schon feststellen müssen.

So entschieden wir uns dann doch für eine etwas längere Skitour, die nicht direkt leicht ist - dafür aber schön mit klettrigem Gipfel. Ich stellte mir alle Schwierigkeiten vor und hatte etwas Sorge ...

Wir standen mittelfrüh auf und kamen trotz etwas länglichem Frühstück problemlos übers Oberjoch und ins Tannheimer Tal. Am Parkplatz war schon einiges los.

Auf der Forststraße war genügend Schnee (naja, beinahe, hin und wieder schauten doch ein paar Steine raus) und er wurde mehr als wir höher kamen. Da wurde auch die Qualität besser und am Abzweig hatte es im Schatten tatsächlich Pulver :-) Viel Schnee war es aber trotzdem nicht, was wir eindrucksvoll am Brückle über den Bach sahen (die beiden letzten Jahre waren wir auf Höhe des Geländers gelaufen).

Die Spur wand sich in langen Schleifen um den Latschenbuckel unter der Nordrinne herum (mit viel Aussicht auf die komplett abgeblasene Krinnenspitze) und brachte uns schließlich zum Sattel vor der Gräner Edenalpe. Da mussten wir ganz kurz ein total vereistes abgeblasenes harschiges Stück queren und ich hatte schon Bedenken, ob die ganze Querung bis zum Litnis so sein würde. War aber nicht so.

Allerdings wurde der Schnee, da wir nun auf der Sonnenseite waren, bald feucht und schwer. Das machte mir Sorgen, denn da fahren würde das Knie bestimmt arg stressen. Als der beste Allgäuer von Allen vor der Latschenquerung seine Ferse tapen musste, war ich kurz davor, abzubrechen, aber dann wollte ich doch nicht.

Der Weg zum Einstieg zum Gipfelaufbau war dann vor allem wegen der Wärme recht anstrengend. Wir stellten die Ski relativ weit unten ab, weil wegen des wenigen Schnees allerlei Steine und Felsen raus schauten und stapften dann die Rinne hoch. Das ging sehr gut, vor allem, als ich den besten Allgäuer von Allen, der spurte, bat, die Schritte mit rechts kleiner zu machen. Auf der Querung zum Gipfel hatte es natürlich Eis. Da ging ich sehr vorsichtig, weil ich meiner Reaktion nicht traue.

Wir blieben nicht lang am Gipfel, denn da oben zog es und ich wollte gern den Gipfelabstieg hinter mir haben, bevor wir es uns gemütlich machten. Der Abstieg über den eisigen Grat war dann auch anspruchsvoll. Der Abstieg über die Schneerinne dagegen ging erstaunlich gut. Ein paar Tritte waren zu hoch für das Knie, da musste ich runter hüpfen, aber das war im weichen Schnee einfach.

Dann fuhren wir zum kleinen Sattel ab und machten da die ‘Gipfelpause’. Das war ganz nett da, denn es hatte kaum Wind.

Vor der Abfahrt über den Südhang hatte ich ja etwas Bammel gehabt, weil der Schnee da schwer und oberflächlich sogar nass war. Das ging aber ganz gut, auch weil ich im ganz schweren Schnee ganz einfach Stemmbogen machte ;-) Wo der Schnee kälter und noch pulvrig war, traute ich mich sogar voll reinfahren und das war super!

Vor der Nordabfahrt über den Latschenhang steht der kleine Zwischenaufstieg, bei dem sich Auffellen nicht lohnt. Hätte ich trotzdem machen sollen, denn das Rauftreppeln im Tiefschnee (immerhin schon etwas zusammen getreten) war schrecklich. Das Knie motzte bei jedem Schritt, rechtsrum mehr, linksrum weniger. Ich war echt froh, als wir die 30 Meter geschafft hatten.

Im Latschenhang war natürlich viel weniger Schnee als sonst, also musste man noch mehr Slalom fahren als sonst. Der Schnee war super, kalt und pulvrig, und das ging problemlos. Wenn ich weiß, was auf mich zukommt, schaffe ich auch schnelle kurze Schwünge, nur schnell reagieren klappt noch nicht so recht. Dass derzeit der beste Allgäuer hinter mir fährt, ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Normalerweise fahre ich als Letzte ab.

Auf der Abfahrt zur Forststraße warf ich mich dann noch in den Schnee, weil ich verkantete. War überhaupt kein Problem, obwohl ich im ersten Augenblick fürchterlich erschrak. Hab ich das jetzt also auch schon hinter mir. Es wird ;-)

Tolle Tour mit toller Abfahrt! Der Zeitpunkt, wo ich sage, die Reha ist jetzt rum, rückt näher :-)


Der schöne Start


Am Brückle sieht man wie wenig Schnee eigentlich liegt


Am Sattel


Anstieg zum Gipfel


Am eisigen Grat


Gipfelbild


Eisiger Abstieg


In der Rinne


Südabfahrt (man beachte die vielen Bollen)


Nordabfahrt (Steile Rinne? Kein Problem :-))


Ganz unten nochmal schöner Pulver

Von engel am 21.02.2020 17:41 • outdoorski

Samstag, 08.02.2020: Skitour-Skitour!!!

Donnerstag, Februar 13, 2020

Also, eine Skitour mit Abfahrt im freien Gelände und keine Skitour mit Abfahrt auf einer Piste. Und das ging erstaunlich gut :-) Auch wenn der Anfang alles andere als vielversprechend war.

Bei der Auswahl am Vorabend hatte ich mir sehr schwer getan, denn die Sache mit dem Schnee war ja alles andere als ideal. Am Ende fiel die Wahl dann doch aufs Gunzesrieder Tal, denn auf der Webcam der Gunzesrieder Bergbahn sah es so aus, als könne da genug Schnee liegen, um auch den unteren Hang im Tourengebiet fahren zu können. Grad so. Anderswo lag mehr Schnee, aber da waren die Touren auch allesamt lang und ob das alles so klappen würde wie erhofft, war ja nicht abzusehen.

Wir fuhren also durchs grüne Allgäu ins Gunzesrieder Tal, wo dann anfangs tatsächlich Schnee lag, aber das waren grad mal 2 Zentimeter oder so. Je weiter wir hinter kamen, umso mehr Schnee wurde es, aber Skitouren-tauglich sah das nicht aus. Es schaute Gras raus und bestenfalls in den Mulden lagen ein paar mehr Zentimeter. Selbst auf den Kuhwiesen weiter hinten, war da nicht wirklich an Abfahrt zu denken :-(

Aber nun waren wir schon da und sinnvolle Alternativen gab es ja auch nicht (naja, sich in den Stau nach Oberstdorf zu stellen, in Baad keinen Parkplatz zu finden und dann in einer Schlange irgendwo hoch laufen - wir waren viel zu pät dran für sowas :-() und irgendwie würden wir den unteren Hang schon runter kommen (Zu Fuß?) und oben würde es doch ganz bestimmt viel Schnee haben. Wir gingen los.

Beim Blick in die Umgebung kamen allerdings leichte Zweifel an der letzten Theorie auf. Der Regen der Vorwoche hatte dem Schnee überall den Garaus gemacht und auch wenn es momentan überall oberflächlich weiß war, sah man Grashalme, Büsche und Geländeformationen. Immerhin lag genug Schnee auf der Forststraße, dass wir da abfahren können würden. Die eventuelle Verlängerung übers Rangiswanger war aber schon vom Tisch, denn der Hang sah so weit das Auge reichte aus wie der untere: kaum mit Schnee bedeckt.

Wir liefen an der Alpe vorbei und hinten ums Eck rum, aber der Schnee wurde nicht wesentlich mehr. Erst nach dem kleinen Waldstück mit dem Bach sah dann doch so aus, als würde die Tour ein gutes Ende nehmen. Endlich lag Schnee. Nicht grad viel, aber genug zum Fahren.

Der Aufstieg zum Gipfel wurde dann ein bisserl anstrengend. Die Sache mit der Kondition hat auch noch Luft nach oben. Unterwegs und dann auch am Gipfel ließ jemand immer wieder eine Drohe steigen. Boah, nervig! Aber für einen Schneeball war das Ding zu weit weg (nicht, dass mein Zielvermögen für irgendwas in der Art reichen würde).

Nach einer langen sonnigen Pause am Gipfel kam die Abfahrt. Oben war der Schnee schon schwer geworden und meine Versuche, da ordentliche Kurven zu machen, waren eher unbeholfen. Wo es steil wurde, überlegte ich alle Kurven gut und hatte immer gute Gelegenheiten zum Drehen und Bremsen. Das war nicht flüssig oder schön, aber ging ganz gut, auch wenn die seitliche Belastung gerade im schwereren Schnee ein wenig schmerzte.

‘Unser’ steiler Hang im Wald war noch völlig unverspurt. Er lag im Schatten und die Sicht war nur so mittel, deswegen fuhr der beste Allgäuer von Allen als erster ab. So hatte ich mehr Übersicht über den Hang. Bei der ersten Kurve war ich noch etwas unsicher, aber der Schnee war locker und gleichmäßig, ich konnte fast unbeschwert abfahren :-) Die Kurven waren allerdings größer und weiter als sonst und am lockeren Schwingen muss ich noch arbeiten. Aber trotzdem: das lief super und tat fast gar nicht weh :-)

Den unteren Teil vom Hang fuhr ich vor, das war dann wegen der schlechten Sicht und einem Harschdeckel unter dem Pulver etwas schwieriger und unsicherer, aber auch das lief prima :-)

Wir stiegen dann noch ein Stück Richtung Rangiswanger Horn auf. Einerseits, um nicht nervig aus dem Bachloch raustreppeln zu müssen und andererseits, weil da nochmal ein netter Hang zu sein schien. ‘Schien’, denn da war dann teilweise schon die Sonne reingekommen und der Schnee war schwer oder hatte einen leichten Deckel. Nebendran war aber auch Pulver, das war also sehr gemischt.

Danach brauchten wir nur noch die Forststraße runter rutschen. Eigentlich hatten wir die bis zum Ende fahren wollen, aber genau am letzten Abfahrtshang kamen plötzlich Steine raus und wir fuhren doch den Hang runter. Das war dann so eine Art Grasbollen-Slalom, vor dem ich mich etwas gefürchtet hatte, aber das ging erstaunlich gut.

Also, eine Skitour :-) Ha!

Das Knie hatte am Ende bei den Rechtskurven, also ohne Last weil Innenski, ziemlich geschmerzt, bei den Linkskurven, also mit Last, nur minimal weh getan. Unten, im Auto, daheim und beim Abendessen bei der besten Mama hatte es gelegentlich wirklich weh getan und gelegentlich, auch beim Draufstehen, überhaupt nicht. Das war alles seltsam und ungewohnt. Ob das eine Überlastung werden würde, würde erst am nächsten Tag rauskommen.


Seeehr magere Schneedecke unten


.. und auf dem Weg wird es erst mal auch nicht viel besser


Bachquerung ...


... und dann tatsächlich sowas wie Schnee :-)


Gipfel


Abfahrt ...


... und die geht weitgehend echt gut :-)


Meistens jedenfalls ;-)


Weiter unten hat es einen Harschdeckel drunter


Im schwereren Schnee tu ich mich schwerer

Von engel am 13.02.2020 21:09 • outdoorski

An den beiden Tagen Ruhe mit Niederschlag hatte ich ständig nach den Webcams allüberall geschaut, um die Schneelage zu checken. Es hatte fast überall ordentlich geregnet, aber im Tannheimer Tal hatte es nach Schnee ausgesehen. Teilweise jedenfalls. Ich wollte nochmal mit Skiern raus. Und weil es dem Knie die letzten Tage so gut gegangen war, auch ohne Ibu, beschloß ich den Tag ohne Drogen zu versuchen.

Auf dem Weg nach Grän stellten wir dann fest, dass es viel weniger geschneit hatte, als wir gehofft hatten. Dafür wurde das Wetter viel schneller besser als die Vorhersage versprochen hatte.

In Grän war es eiskalt und alles war eisig. Wir eierten staksig mit den Skistiefeln zum Anfang des Sommerweges und bedauerten, keine Harscheisen mitgenommen zu haben. Aber der Anfang vom Sommerweg war zwar eisig und hart, aber es hatte eine dünne Graupel-Auflage, auf der man ganz gut gehen konnte. Im Wald war der Schnee dann wie befürchtet erst mal weg und wir mussten die Ski tragen.

Glücklicherweise war die Tragestrecke noch immer nicht sehr lang und je höher wir kamen, umso mehr Schnee, auch Neuschnee, hatte es. Der Schnee war allerdings etwas seltsam: da wo er kompakt war, war es sehr glatt. Und unter dem neuen Schnee hatte es den alten Schnee, der teilweise sehr nass gewesen war und nun eishart zusammen gefroren war. Das machte das Laufen etwas anspruchsvoll.

Der beste Allgäuer von Allen rutschte dann auch bei der Abfahrt von dem kleinen Hügel vor den Forststraßen auf Eis aus. Ich bekam das gar nicht mit, weil ich so mit mir selber beschäftigt war, um da unbeschadet runter zu kommen. Denn kein Ibu zu nehmen, war nicht die beste Idee gewesen. Das Knie war sehr empfindlich und ich traute ihm nicht so recht.

Ich kam den Hügel gut runter, aber ich wollte danach doch lieber die Kurven der Forststraße laufen statt den Sommerweg zu nehmen. Denn der ist steil und eng und der Schnee war so komisch und ich hatte Bedenken auszurutschen. Nur die letzte Kurve der Forststraße kürzten wir ab, weil da schön viel Platz im Wald war.

An der Alpe Gessenwang war es sonnig und warm ... und voll. Wir gingen ein paar Meter weiter und setzten uns vor einen Baum in die Sonne mit Blick auf die Spur. Angesichts der Schnee- und Wetterlage war es nicht verwunderlich, dass alle, die auf eine Skitour wollten, hier waren (wir ja auch), aber die Menge der Menschen war schon beeindruckend!

Wir gingen wieder bis zum Gamskopf, wo es - im krassen Gegensatz zu weiter unten - leichten Wind hatte und wirklich empfindlich kalt war. Wir blieben nicht allzu lang und fuhren dann auf der Piste ab. Die Piste hatte schon arg gelitten, besonders in der Mitte, wo es einen kurzen südseiten Abschnitt hat. Da gab es haufenweise blanke Flecken.

Die Abfahrt war ... anstrengend. Kein Ibuprofen haut mehr rein, als man sich mit Ibu vorstellen kann. Das Bein war stabil, ich konnte es belasten und das Knie machte alles mit. Aber halt nicht klaglos. Jede Belastung, die ein wenig aus der Beinachse heraus erfolgte, stach ein wenig. Nie schlimm, aber konstant, mal mehr, mal weniger. Und plötzlich fühlte ich mich schon nicht mehr so gesund. ‘Ein Jahr mindestens’, hiess es. Ist wohl so.

Trotzdem war das eine wunderschöne Tour bei großartigem Wetter. Und zur Standort-Bestimmung der Heilung (das wird noch dauern) war das auch ganz gut.


Wie die letzten Male: Start in Grän


Im Wald fehlt schon ordentlich Schnee


Es sieht schön winterlich aus


In der Querung


Pisten-Anstieg


Man beachte: das rechte Bein ist fast gestreckt :-)


Gipfel :-)


Sehr winterliche Aussicht :-)


Abfahrt, geht auch ohne Ibu lässig


Die Piste hat schon arg gelitten

Von engel am 10.01.2020 18:45 • outdoorski

Montag, 30.12.2019: Skitour mit Gipfel

Donnerstag, Januar 09, 2020

Trotz viel Recherche fand sich einfach keine Skitour mit Pistenabfahrt, wo man nicht vorher über die Piste aufsteigen muss und wo die Piste beschneit war. Wir fuhren also nochmal nach Grän.

Zu unserer Erleichtung hatte der Schnee in den beiden letzten Tagen nicht sehr gelitten und so war der Aufstieg über den Sommerweg noch immer problemlos möglich. Wir mussten auch nicht öfter abschnallen als vor 2 Tagen.

Den kleinen Hügel in der Mitte fuhr ich souverän mit Pflugbogen ab und auch sonst war das Laufen problemlos. An der Alpe Gessenwang - diesmal voll in der Sonne - machten wir wieder Pause und an der schmalen Stelle am Rücken schnallte ich wieder ab. Der beste Allgäuer von Allen lief mit den nun unkaputtbar reparierten Fellen an mir vorbei.

Als wir die Piste erreichten gingen wir weiter ins Jöchle hinauf und dann bis zum Gamskopf, wo es nicht ganz so voll war wie befürchtet. Wir fanden jedenfalls problemlos einen sonnigen Platz zwischen den Latschen.

Die Abfahrt war auch diesmal problemlos. Die Pisten hatten an den sonnigsten Stellen arg gelitten und waren inzwischen deutlich brauner als vor 2 Tagen, Fahren war aber meistens noch OK. Ich ‘fand’ allerdings wieder einen blöden Stein. Und unten verkantete ich vor lauter lässigem Fahren und wäre beinahe gestürzt, weil das Bein zwar stabil ist, aber noch recht verzögert reagiert. Na, das wird auch noch werden.

Hach, eine Skitour mit Gipfel. Es wird :-)


Start in Grän, sieht aus wie Winter


Kurze Stellen im Wald haben wenig Schnee


Sonne und Aussicht


An richtig sonnigen Stellen ist der Schnee recht feucht


Querung zur Piste ...


... und da dann hoch zum Jöchle


Gamskopf!


Abfahrt ...


... man muss schon um den Dreck herum fahren.

Von engel am 09.01.2020 20:29 • outdoorski

Samstag, 28.12.2019: Skitour!!!

Samstag, Januar 04, 2020

Nach einem weiteren wetter-bedingten Tag daheim, sollte es tatsächlich länger schön werden. Ich hatte von Sabine einen tollen Tipp für eine Skitour mit Aufstieg fern der Piste un Abfahrt auf der Piste bekommen und ich wollte die Tour sofort machen um Skifahren zu probieren. Der Skitest vor Weihnachten war ja eher ein Reinfall gewesen :/

Wir fuhren nach einem gemütlichen Frühstück erstaunlich staufrei ins Tannheimer Tal und parkten in Grän. Noch war es bedeckt und teils neblig, aber es sollte später aufklaren. Wir sahen gleich, dass inzwischen der Schlepplift auch schon lief, deswegen wandten wir uns dem Sommerweg zu, der im Freien auch genügend Schnee hatte, um da mit Skiern laufen zu können. Im Wald mussten wir ein paar Mal abschnallen, weil es dann halt doch mehr Steine als Schnee hatte, aber als wir auf dem ersten Hügel waren, war da richtig Schnee und deswegen auch richtig Skitour :-)

Mit Skiern laufen war erwartungsgemäß überhaupt kein Problem, auch wenn ich mich immer wieder ermahnen musste, am Ende des Schrittes das Bein zu strecken. Wird noch eine Weile dauern, bis das automatisch geht.

Die erste wirkliche Schwierigkeit kam, als wir den kleinen Hügel zu den Forststraßen runter mussten. Mit offenen Skiern, den Fellen dran, einer glatten Spur mit Kurven und etwa 20cm Tiefschnee an der Seite. Für Pflug war kein Platz und richtig Querstellen und Bremsen traute ich mir nicht so wirklich zu. Ich löste das Problem, indem ich gaaaanz langsam Kurven um die kleinen Bäumchen neben der Spur machte, mit Druck auf dem Aussenski, was so halbwegs klappte.

Danach ging es kurz auf dem Forstweg, dann auf dem Sommerweg durch den Wald zur Gessenwangalpe. Der Sommerweg ist relativ steil und war teils glatt, aber das ging alles ganz gut, kleiner Ausrutscher inklusive. Irgendwo im Wald waren sogar zwei Spitzkehren nötig und - Tadaa! - auch die gingen problemlos. Ich hatte das daheim trocken probiert, aber im Gelände ist natürlich was ganz anderes.

An der Gessenwangalpe machten wir eine kleine Pause, dann ging es weiter. Nach der Querung und der kleinen Ebene führt der Sommerweg auf einem schmalen Rücken entlang. An einer Stelle war dann für meinen Geschmack einfach nicht genug Schnee, um das sauber und problemlos mit Skiern gehen zu können. Ich wollte auf keinen Fall blöd abrutschen und schnallte ab, der beste Allgäuer stieg mit Skiern auf.

Und dann trat er sich auf dem engen Weg mit dem einen Ski die Front-Klammer seines Fells vom anderen Ski. Das war schon ein paar Mal beinahe passiert, weil die Klammer so labrig ist und innerhalb der Halterung offen ist. Diesmal spickte die Klammer weg und war futsch. Wir suchten eine Weile, bekamen von vielen Leuten Hilfsangebote und Mitleid und reparierten (also: der beste Allgäuer reparierte) das Fell dann mit Draht und einem Holzstückchen. Hielt.

Danach war nur noch die Querung zum Füssner Jöchle zu bewältigen. Wir gingen bis zur Piste und hörten dort auf, denn sollte das mit dem Skifahren nicht klappen, wären so 150 Höhenmeter (man könnte bis zum Gamskopf aufsteigen) weniger zu bewältigen.

Während der gemütlichen Pause in der Sonne staunten wir ein wenig an der Menge der Skitourengeher, die an uns verbei liefen. Das waren Hunderte.

Dann kam die Abfahrt. Im Gegensatz zu sonst fuhr ich voraus. Die ersten Kurven waren noch ein wenig ungelenk, dann traute ich dem Bein so langsam und hundert Höhenmeter später war fast alles so wie immer :-) Ich fuhr vorsichthalber eher langsam und teste allerlei Belastungen aus, aber auf der Piste war das alles nahezu schmerzfrei. Es zwickte gelegentlich hier oder da im Knie, aber es war stabil und hielt sowohl Eisplatten aus auch Schneehaufen aus :-)

Im Lauf der Abfahrt wurde ich etwas schneller, brauchte aber doch einige Pausen. Das war voll anstrengend! Aber toll! :-)))

Die Piste am Füssner Jöchl war sonnseitig schon etwas weich und braun (man ‘fand’ gelegentlich auch ein paar Steine oder gefrorene Grasbollen) und schattseitig beinhart gefroren und eisig. Das Knie machte alles klaglos mit und war unten nur milde gestresst :-) Mittelleichten Schnee würde ich mir jetzt zutrauen. Yay!


Start in Grän bei Nebel


Meist ist der Sommerweg begehbar


Oben kommt langsam Sonne durch


Konzentration auf dem Sommerweg


Beinahe Sonne an der Alpe Gessenwang


Sonne!


Pause an der Piste


Die erste Kurve ist noch vorsichtig ...


... dann wird das Fahren besser :-)


Abfahrt

Von engel am 04.01.2020 13:57 • outdoorski

Sonntag, 22.12.2019: Skitest

Freitag, Dezember 27, 2019

Samstag blieben wir daheim uns bastelten an unseren diversen Projekten rum. Sonntag war das Wetter eigentlich viel schlechter, aber ich wollte raus. Unbedingt. Weil: Endlich Skitest!

Wir fuhren ans Oberjoch, wo das Skigebiet zwar offen war, aber nur der kleine ‘Ideallift’ lief. Ich hatte mir das ganz nett gedacht, mit dem frischen (wenn auch nassen) Neuschnee auf einer der beschneiten aber noch nicht benutzten Piste ein Stück hinauf laufen und dann abfahren, um zu sehen, was das Knie dazu sagen würde.

Was ich nicht bedacht hatte: beschneite Pisten werden regelmäßig gewalzt, vor allem wenn es schneit. Aber nur grob, ohne die Feinwalze. Und bei Temperaturen um die 0 Grad frieren dann die groben Bollen zu einer arg buckligen Oberfläche zusammen ...

Wir marschierten am mittleren Lift also die Aussenrum-Piste entlang. Unten geht es erst mal relativ flach los, dann kommt ein unerwartet steiler Aufschwung. Als ich diesen Aufschwung hinab blickte, war mir der Buckel dann schon ziemlich unheimlich. Vor allem mit den Pistenraupenbollen. Das Laufen selber war - wie erwartet - prima gegangen. Geführte Bewegung, bergauf, natürlich ging das!

Der Plan war eigentlich gewesen, bis zur oberen Liftstation zu laufen und dann die schöne platte flache Piste runter zu fahren. Aber die war weder flach noch platt, die Piste ...

Ich schlug also eine Testabfahrt vor. Wir fellten ab und stiegen in die Ski. Meine erste Kurve ging nach links, mit dem operierten Bein auf der Innenseite. Ich fuhr los und machte erst mal einen Stemmbogen, Last auf dem Aussenski, der Innenski fährt mit. Das Knie jammerte ein wenig über das Gewackel über die Pistenbollen.

Dann ein Stemmbogen nach links, Last auf dem operierten Bein (ich stand da extra fest drauf, statt alles mit dem gesunden Bein zu fahren), das andere fährt halt mit. Das mochte das operierte Bein deutlich lieber, allerdings hatte ich ein paar Probleme mit Abschwingen, da klappte die Steuerung nur mittelmäßig.

Bei den nächsten Kurven versuchte ich im nicht-gewalzten Teil zu bleiben und das ging deutlich besser als auf den halb-gefrorenen Pistenraupenbollen. Insgesamt machte ich 6 Kurven, dann waren wir im Flachen.

Wir beschlossen, nicht nochmal aufzusteigen, weil die Piste wirklich arg unschön war (und im freien Gelände hatte es ganz einfach keine Unterlage). Ich wollte dem Knie die Piste dann doch nicht zumuten und der beste Allgäuer von Allen hatte von Anfang an keine Lust gehabt und war nur mir zuliebe mitgekommen.

Gerade als wir wieder am Auto angekommen waren, fing es an zu regnen, insofern war das auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen.

Tja, und das Test-Ergebnis? Gemischt.
Einerseits fühlte sich das Knie durchaus stabil an und das leichte Zwacken beim Fahren waren sicherlich vor allem wenig benutzte Sehnen und Ähnliches. Andererseits hatte ich das Gefühl, wenig Kontrolle mit dem Bein zu haben. Fehlende Sensoren vielleicht? Oder genereller Bammel? Na, Letzteres auf jeden Fall!

Sollte es endlich mal schneien, würde ich mir eine leichte, nicht allzu lange Skitour bei einfachem Schnee (weder tief, noch schwer) schon zutrauen. Allzu steil sollte es aber nicht werden und allzu ruppig auch nicht. Und naja, im schlimmsten Fall kann ich eine leichte Tour auch auf einem Bein abfahren, wäre nicht das erste Mal :/
(Über Hinfallen denke ich lieber nicht nach ...)

Aber erst mal brauchen wir Schnee!


Start an der Bahn


Nach der ersten Kurve ...


... ist die mit dem operierten Bein erst mal recht ungelenk.


Volle Konzentration

Von engel am 27.12.2019 11:20 • outdoorski
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