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Herbstour

Mittwoch, Oktober 19, 2022

Weil der Mittwoch schön werden sollte, ich gerade so schön viel Zeit habe und der beste Allgäuer noch einiges an Urlaub übrig hat, hatte er sich den Mittwoch freigenommen. 4-Tage-Wochen sind was Feines.

Wir starteten bei Nebel, sausten durch den Tunnel (hinter dem sich der Nebel gerade gaaanz langsam lichtete) und stellten den Kangoo am Säulinghaus-Parkplatz ab. Der Parkplatz liegt um diese Jahreszeit in der Früh komplett im Schatten und es war feucht und frisch, vor allem mit den kurzen Klamotten.

Mit der Bewegung wurde es uns bald warm, es dauerte jedoch bis fast zur zweiten Forstweg-Querung, bis wir das erste Mal tatsächlich Sonne bekamen. Leider nur kurz, ich hatte (wie immer) vergessen, wie lang der Aufstieg im Herbst im Schatten liegt. Vor dem Säulinghaus (geschlossen) kamen wir endlich ‘richtig’ in die Sonne und machten erst mal Pause.

Der Anstieg über die Steilstufe zum Sattel war dann voll sonnig und warm :-) Vom Sattel hat man eigentlich wunderbaren Ausblick übers Tiefland, allerdings hing da der Nebel noch dick drin. Immerhin Neuschwanstein schaute schon raus. Zum Gipfel ist es vom Sattel aus nicht mehr weit.

Oben hatte es ein paar Leute. Wir setzten uns an den üblichen Platz an der kleinen Mauer und machten erst mal Pause. Die Dohlen am Säuling sind echt unerschrocken und nehmen Nüsse und Beeren direkt von der Hand :-)

Den Abstieg über die glatten und nassen Felsen im oberen Teil der Nordseite (im Anstieg einigermaßen problemlos) fand ich sehr fordernd. Ich will ja nie und nimmer irgendwo wegrutschen (klar, will natürlich niemand) und traute weder meinen Schuhen noch den glatten Felsen so wirklich. Andere kamen da viel sicherer runter, ich kam mir ausgesprochen ungeschickt vor. Egal, ich kam ohne Wegrutschen runter :-)

Auf der anderen Seite des Sattels gönnten wir uns noch eine lange Sonnenpause im Gras, bevor wir weiter abstiegen. Die Felsen auf der Sonnenseite kam ich viel besser runter (wenn auch viel langsamer als der beste Allgäuer, der immer auf mich warten musste) ;-)

Nach einer weiteren sonnigen Pause (man muss mitnehmen, was man kriegen kann) machten wir uns an den weiteren Abstieg. Da war es auch teilweise feucht, glatt und rutschig, aber deutlich besser zu gehen als oben. Wir hatten von oben schon gesehen, dass der Tiefland-Nebel ins Lechtal reinzog. Die Bank am zweiten Forstweg stand genau auf Höhe des Nebels und bescherte uns die letzte Sonne des Tages.

Der restliche Abstieg war dann kühl und feucht. Das operierte Knie machte den gesamten Abstieg gut mit, das andere zickte am Ende aber herum: messerscharfe stechende Schmerzen für einen Teil des Abstiegs, die plötzlich auftraten und fast ebenso plötzlich wieder vergingen. Kein gutes Zeichen, fürchte ich :-(

Hach, was für ein wunderschöner Herbst-Tag :-)


Start im Schatten, Ziel in Sicht


Im Aufstieg


Endlich Sonne vor dem Pilgerschrofen


Anstieg zum Sattel


Lechtalblick


Im Sattel über dem Nebel


Neuschwanstein


Am Gipfel


Hohenschwangau


Bereit zum Abstieg


Sonnenpause


Der Nebel zieht ins Lechtal


Unter dem Nebel

Von engel am 19.10.2022 23:00 • outdoorberg
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