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Sonntag, 15.08.2021: Bewunderung

Montag, August 30, 2021

Nochmal ein schöner Tag am Wochenende! Wir hatten die lange Samstagstour ganz gut überstanden und zogen am Sonntag gleich wieder mit den Rädern los. Damit es nicht ganz so anstrengend würde, nahmen wir den allerliebsten Bike&Hike-Berg.

Es war deutlich schwüler als am Samstag und wir waren auch später dran, deswegen war das Radeln bis zur Gräner Ödenalpe ganz schön schweißtreibend, obwohl es wirklich deutlich weniger steil ist (dafür ist es höher und weiter).

Wir legten die Räder an der üblichen Stelle ins Gras und gingen zu Fuß weiter. Es kamen uns erstaunlich viele Leute entgegen und wir befürchteten schon Gedränge, aber das war wohl nur ein ungeschickter Zeitpunkt gewesen. Danach war es so so mittel-einsam wie immer.

Die Pferdeherde stand diesmal auf dem Weg herum und man musste mitten durch. Ein junges Pferd wollte von allen gestreichelt werden und forderte das energisch von einer entgegenkommenden Frau ein ;-) Weiter oben war eine kleine Ziegenherde, durch die wir durch mussten. Den Ziegen war das egal, die schauten nur.

Als wir uns dem Gipfel näherten kamen erst 2 Leute extremst unsicher runter (die hatten im unteren Teil der Geröllrinne umgedreht) und dann zwei junge Leute, die viel Zeit brauchten. Die beiden hatten Abenteuer, ganz sicher :-)

Oben waren wir sogar fast allein. Aber es war windig und inzwischen auch schon etwas wolkig, wir stiegen bald wieder ab. Die beiden Unsicheren von vorher schauten uns zu und bewunderten uns dann ganz offen. Da weiß man dann ja auch nicht, was man sagen soll. Alles Übung, wie so oft.

Wir machten im Grasfleck zwischen den Latschen Pause und radelten dann zur Nesselwängler Edenalpe ab. Dort gab es K&K, gut wie immer. Abfahrt wie üblich über den Alpenrosenweg, weil: Aussicht :-)


Bequemes Radeln (jedenfalls da unten noch)


Das Ziel im Blick


Start des Fußwegs


Die Pferdeherde


Die Ziegenherde


Gipfelkletterei


Auf den letzten Metern


Tannheimer-Blick


Gipfelbild


Die Ziegen im Eilmarsch


Abfahrt mit Aussicht

Von engel am 30.08.2021 15:08 • outdoorbergmtb

Samstag, 14.09.2021: Lechtaltour

Montag, August 30, 2021

Endlich mal ein schöner Samstag in diesem so verregneten Sommer. Wir planten gleich was im Lechtal, denn da waren wir soooo lang nicht mehr :-)

Wir fuhren über den Gaichtpass, um nicht in die Blockabfertigung am Tunnel und die Corona-Impfkontrollen an der Autobahn zu kommen (Erwähnung, damit ich mich da später dran erinnere) und parkten in Holzgau. Beim Radl-Ausladen war es noch angenehm kühl. So kühl sogar, dass wir kurz über Hemden nachdachten, aber nach ein paar Kurven am Bach kommt ja gleich die Betonrampe, das wärmt dann ;-)

Wie erwartet, wurde uns nach anfänglichem Frösteln bald warm. In der Klamm lag noch eine beeindruckend dicke Lawine, die nicht nur wir fotografierenswert fanden. Uns kamen allerlei E5-Wanderer entgegen (fast alle angemessen beeindruckt ob des fehlenden Motors), aber nicht so viele wie die letzten Jahre - Corona macht sich überall bemerkbar.

Nach dem ersten Steilstück der Klamm (wo wir schoben, ehklar), radelten wir mehr oder weniger bequem bis zur Roßgumpenalpe, wo es nochmal sehr steil wird. Der beste Allgäuer von Allen radelte alles, ich schob die steilsten Stücke :-) Am Ende der Forststraße stellten wir die Räder für die Jungrinder unerreichbar in den Wald (die fanden das nicht gut, endlich mal was Interessantes und dann kann man es nicht mal investigativ abschlecken).

Der beste Allgäuer stellte kurz drauf auf Barfuß um und wir gingen bis in die Ebene unter der Ramstallspitze, in der wir immer Pause machen, und machten Pause. Inzwischen war von der morgendlichen Kühle nichts mehr zu spüren und zur intensiven Sonne kam nun auch Schwüle hinzu. Es bildeten sich auch schon erste Wolken.

Wir stiegen am Bach hinauf und gingen an der Kehre, ‘die am weitesten ins Öfnerkar hinein reicht’, doch geradeaus weiter. Es war eh schon sehr anstrengend, da hatten wir auf das Geröll der Scharte vor der Öfnerspitze keine Lust (auch wenn ich diese Kletterstelle da wirklich gern mal machen möchte - also vielleicht). Am Gipfel des Muttlerkopfs machten wir dann eine lange Pause :-)

Der Abstieg geht, auch wenn er fürchterlich weit aussieht, weil man geradeaus bis ins Lechtal schauen kann, doch einigermaßen schnell. Wir machten nochmal eine Pause in der Ebene. Mein Knie hatte im Aufstieg ein wenig gezickt und zickte auch im Abstieg ein wenig rum, aber ich bin die letzten Jahre hier mit deutlich mehr Schmerzen rumgelaufen, das war alles sehr erfreulich :-)

Die Räder waren dann natürlich trotzdem super. Jeder Meter, den man abfahren kann, freut mich immer sehr :-) Am Cafe Uta kehrten wir ein und es war so gut wie letztes Jahr. Prima Kuchen, prima Kaffee, ein kühles alkfreies Weizen und echt nette Leute. Große Empfehlung!

Runter kann man die Betonrampe zwar fahren, aber man wir schon arg durchgeschüttelt ;-) Wir fuhren wieder über den Gaichtpass heim.

Hach, was für ein toller Tag!


Kühler Start in Holzgau


Lawinenreste in der Klamm


Die Klamm ist Schiebestrecke


An der Unteren Roßgumpenalpe


Danach wirds nochmal steil


Radlparkplatz im Wald, wo die Kühe nicht hin kommen


Das Ziel (links) im Blick


Vorm Kratzer


Gipfel mit Trettach im Hintergrund


Abstieg vorm Grossen Krottenkopf


Abfahrt


Perfekte Einkehr im Cafe Uta


Holzgau

Von engel am 30.08.2021 12:09 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Samstag, 07.08.2021: Abendessen holen

Sonntag, August 08, 2021

Es sollte mal wieder nur ein kurzes Schönwetterfenster geben (dieser Sommer wird wohl nichts mehr). Wir entschieden uns für den Illertalhügel, weil der nett ist und weil man da um diese Jahreszeit auch gleich Abendessen holen kann, wenn man ein wenig abseits geht und die Augen aufhält.

Wie versprochen blieb es die ganze Tour über trocken und es war uns sogar eine nette Sonnenpause vergönnt. Im Abstieg wurde es dann aber schon ziemlich dunkel, wir blieben aber trocken.

Ein Abendessen kam auch rum: Schusterpilze, Perlpilze, Maronen, Täublinge, ein klitzekleiner Steinpilz und ein Parasol (die haben gerade Hochsaison, da hätten wir noch einige mehr mitnehmen können). Anders als sonst, aber auch fein :-)


Der Anstieg ist total zugewachsen


Landkärtchen, die Sommerform


Das Ziel im Blick


Im Abstieg

Von engel am 08.08.2021 16:41 • outdoorberg

Samstag, 31.07.2021: Wolkentour

Sonntag, August 01, 2021

Morgens regnete es noch ein wenig, dann wurde es trocken. Wir vertrauten auf die Wettervorhersage und starteten zu einer Pilzsammel-Bergtour. 2 Fliegen mit einer Klappe :-)

Diese spezielle Runde führt anfangs nur ganz kurz auf ‘richtigen’ Wegen durch den Wald. Wir biegen dann üblicherweise bald in den wirklich sehr unwegsamen steilen Bergwald ab, wo sich sonst vermutlich nur wenige Leute hinbegeben. Das hat den Vorteil, dass dort kaum jemand Pilze sucht und den Nachteil, dass es halt wirklich sehr unwegsam ist und man sich durch nassestes Gebüsch und über und durch Windbruch wurschteln muss.

Das ist ziemlich anstrengend, aber meistens auch ziemlich erfolgreich. Diesmal auch :-)

Das Knie machte den Aufstieg problemlos mit, das Bein war dann aber oben schon ganz schön gestresst. Ich überließ im Abstieg dem besten Allgäuer die schwierigeren Wege durch den Wald und stieg nebendran auf der Kuhwiese ab.


Weglos unterwegs


Immer wieder schön: Fliegenpilz


Der allercoolste Pilz-Standort ever :-)


Nahaufnahme


Pilzbergung ;-)


Fast oben

Von engel am 01.08.2021 16:45 • outdoorberg

Samstag, 24.07.2021: Gewitter!

Sonntag, August 01, 2021

Eigentlich hatten wir uns für diesen Samstag eine Bergtour vorgestellt, aber die angekündigten Gewitter begannen schon vor dem Frühstück :-( Ich ging erst mal wieder schlafen.

Den Vormittag über regnete es, aber gegen Mittag wurde es tatsächlich trocken. Wir beschlossen, auf den Illertalhügel zu gehen, obwohl wir ganz sicher waren, nass zu werden. Aber das Wetter war erst mal nett zu uns. Wir blieben trocken.

Wir blieben sogar noch trocken, als wir auf der Terrasse Kaffee tranken.

Dann aber kam ein Gewitter, das sich gewaschen hatte, mit Tischtennisball-großen Hagelkörnern. Die prasselten auf den Grill drauf, schlugen Blätter vom Ahorn und dem Haselnussstrauch vom Eichhörnchen und donnerten natürlich auch auf die Autos. Scheiben gingen keine kaputt, aber alle Autos (nicht nur unsere) bekamen einen Hagelschaden.


Zugewachsen!


Parasol


Vor dem Aussichtspavillion


Daheim

Von engel am 01.08.2021 16:25 • outdoorberg

Samstag, 03.07.2021: Lang und einsam

Sonntag, Juli 18, 2021

Am einzigen schönen Tag des Wochenendes mit noch dazu vergleichsweise wenig Gewitterneigung wollten wir mal wieder ins Lechtal. In das wunderbare Lechtal, in dem wir nun so lang nicht mehr waren. Reinfahren war die reine Freude :-)

Wir stellten den Kangoo an der Straße nach Hinterhornbach ab (was einer Bewohnerin von Vorherhornbach nicht gefiel, sie bat uns am neuen Friedhof zu parken, was wir uns sonst nie und nimmer getraut hätten) und gingen los. Unten verliefen wir uns 2 Mal ein kleines Stück, weil wir einen unbezeichneten Steig nehmen wollten, den wir dann dank altem Track auf dem Navi dann doch schnell fanden. Vorher die Karte genauer anschauen hätte natürlich auch geholfen ;-)

Unser einsamer Steig ging - teilweise schwer erkennbar - unten durch lichten Wald und führte, abgesehen von einem kurzen Stück auf der Forststraße, immer steil und direkt nach oben. Zwischendurch war der Weg ein wenig schwer zu finden, aber mit dem Pfadfindergespür des besten Allgäuers und dem Track auf meinem Navi zusammen fand wir den Steig immer wieder.

Nachdem wir aus dem lichten Wald gekommen waren, führten uns die Steigspuren über eine schöne Felsrampe mitten im Latschengürtel und dann ziemlich verwunden (rechts-links-rauf-runter) zum normalen Aufstiegsweg. Am Ende kürzten wir über eine freie Steilwiese ein wenig ab und waren dann auf dem Normalaufstieg, der uns in kurzer Zeit zum Gipfel führte. Den gesamten Aufstieg über hatten wir gerade mal 2 Leute getroffen und die sahen genauso erstaunt aus wie wir ;-)

Oben war es windig und es waren auch schon Wolken reingezogen. Wir blieben nicht lang, sondern stiegen zu einer grasigen Mulde ab, wo wir uns eine nette Pause gönnten und beide sofort in der Sonne einschliefen :-) Danach war die Sonne weg.

Für den Abstieg nahmen wir den Normalweg. An der ersten und einzigen Wegekreuzung verstiegen wir uns nochmal ein kleines Stück, weil ich die Karte falsch im Kopf hatte. Natürlich hätte ich nachschauen können, aber der Weg kam mir erst seltsam vor, als wir schon im Hornbachkar waren. So kamen halt noch 100 Höhenmeter und ein Stück Weg extra dazu.

Der Abstieg auf dem Normalweg ist sehr steil und geröllig, das fand ich zwischendrin einigermaßen anspruchsvoll, weil man nicht immer die Wahl hatte, mit welchem Bein man die großen Schritte macht. Als wir das steilste Stück hinter uns hatten, erschreckten wir einen jungen Einheimischen total (der sass auf einem Stein und rauchte und hüpfte vor Schreck beinahe, als wir von hinten kamen), der den ganzen Tag niemanden gesehen hatte und sich völlig alle wähnte.

Danach ist der Abstieg vor allem lang (und ja, auch nett und idyllisch), weil man den ganzen Berg queren muss. Wir waren beide froh, als wir endlich unten waren. Mir taten sowohl die Füße als auch beide Knie ein wenig weh, aber so viel Abstieg zu Fuß (1300 Höhenmeter, 13 Kilometer) hatte ich seit Jahren nicht mehr. Am nächsten Tag war ich etwas lahm rundrum, aber dem Knie ging es weitgehend gut :-)

Das war ein wunderbarer Tag mit einem wunderbar einsamen und anspruchsvollen Gipfel. Yay!


(Fehl-)Start mit Klimmspitze im Hintergrund


Aufstieg durch steilen lichten Wald


Die Wegfindung ist nicht immer einfach


Lechtalblick


Auf dem Weg durch den Latschegürtel


Wegloser Steilanstieg mit Lech im Hintergrund


Die letzten Meter auf dem Normalweg


Gipfelbild


Falscher Abstieg ins Hornbachkar


Gerölliger Abstieg


Auf der Runde um den Berg

Von engel am 18.07.2021 12:13 • outdoorberg

Sonntag, 27.06.2021: Bequem radeln :-)

Donnerstag, Juli 15, 2021

Weil es in den Bergen nach wie vor gewittriger als weiter ‘draussen’ sein sollte, hatten wir uns wieder eine Tour im Tannheimer Tal gesucht. Wieder Bike&Hike, aber auf einer Forststraße, von der wir wussten, dass sie deutlich weniger ruppig ist, als die zur Älpelealpe.

Wir parkten in Zöblen und radelten dann tatsächlich gemütlich und fast bequem die Forststraße hinauf. Unten jagte mir ein Hund, der friedlich im Pickup eines Bauern sass, während der sich mit Leuten unterhielt, einen Riesenschreck ein, weil er direkt, als ich an seinem Fenster vorbeiradelte, plötzlich ausflippte und wie wild das Bellen anfing. Oben dagegen hatten die Jungrinder, die anscheinend ganz frisch auf der Weide waren, Probleme mit uns, weil sie statt seitlich auszuweichen, auf der Straße vor uns davon liefen und das gar nicht lustig fanden, dass wir hinterher kamen. Irgendwann sprang dann aber auch das letzte Rind in die Wiese ;-)

Es war wieder brutal schwül und wir schwitzten Bäche beim Radeln. Beim Laufen danach war es auch nicht viel besser, bis wir aus Wald und Latschen kamen und etwas Wind abbekamen (der eigentlich gar nicht besonders warm war). Der beste Allgäuer ging barfuß und das war überhaupt kein Problem, denn der Schnee vorm Zirleseck war schon weg (ich hatte mit einem Schneefeld gerechnet).

Am Zirleseck machten wir eine kurze Pause und schauten auf die steilen Schneefelder vom Gaishorn. Dann gingen wir rüber zur Rohnenspitze, wo wir kurz vor dem Gipfel auf dem grasigen Buckel an der Seite eine lange Pause machten. Die Sonne war uns erst mal gewogen :-)

Als Schatten kam, machten wir uns an den Abstieg über den langen Schotterrücken (bei dem ich mir jedes Mal denke, dass ich da nicht hochlaufen will) zu den Rädern. Die Abfahrt auf der nicht-so-ruppigen Piste war natürlich auch viel angenehmer als am Vortag :-)


Start


Die Kühe schauen irritiert


Die Latschen sind voll am Ausstauben


Auf dem Weg ins Zirleseck


Rückblick


Gaishornblick


Auf dem Weg zur Rohnenspitze


Am Gipfel


Der lange Abstieg


Alpenrosen :-)

Von engel am 15.07.2021 18:50 • outdoorbergmtb

Samstag, 26.06.2021: Fast hochalpin

Dienstag, Juli 06, 2021

Eigentlich hatten wir Größeres in halbschariger Planung, aber bei der vorhergesagten Gewitterneigung wollten wir doch lieber nicht so tief rein in die Berge. Lieber Tannheimer Tal als Lechtal, da würden die Gewitter bestimmt später kommen.

Wir parkten auf dem großen Parkplatz vor Tannheim und luden die Räder aus. Es war relativ kühl, aber sehr, sehr feucht, deswegen waren wir im Nullkommanix total nass-‘geschwitzt’, als wir die buckelige Forststraße zur Älpele-Alp hinauf radelten. Ich hatte die gar nicht so sehr uneben im Kopf, vielleicht lag es an dem vielen Regen der letzten Zeit, dass sich da große Steine mit losem Kies/Sand abwechselten. Das war nicht nett zu radeln.

Wir quälten uns natürlich trotzdem hinter der Alpe das Steilstück hinauf (ich stieg ab, der beste Allgäuer radelte), denn Abfahren kann man das ja gut.

Im langen Gaishorn Nordhang lag noch sehr viel Schnee, sonst ist der Schnee inzwischen aber doch deutlich weg. Wir spazierten über die Wiesen bis zum Einstieg des Nordhangs. Auf dem Weg trafen wir auf eine relativ dunkle Kreuzotter, die wir nicht gesehen hätten, wenn da nicht gerade ein Alpensalamander im Gras verschwunden wäre. Für den Salamander war das vielleicht Glück? Coole Begegnung!

Vom Nordhang kamen uns erstaunlich viele Leute entgegen und ich dachte noch, dass die alle ganz schön cool seien, über das sehr steile obere Schneefeld abzusteigen. Später stellte ich dann fest, dass viele unserer Nachgänger an der zweiten Schneerinne umdrehten und dass überhaupt kaum wer bis oben weiter ging.

Wir gingen. Die zweite Schneerinne war schon sehr steil (hatte aber eine sehr gute Spur mit tiefen festen Tritten) und in die noch steilere dritte Schneerinne vor dem Turm musste man erst mal außenrum hochkraxeln und dann im Schnee absteigen. Auch hier hatte es netterweise eine sehr gute Spur mit guten Tritten, aber gerade der Abstieg war ein bisserl doof. Große Stufen bergab sind schon noch sehr schwierig. Das obere Schneefeld (auch gute Tritte) war dann bloß noch anstrengend, weil die Spur natürlich geradeaus nach oben führte.

Am Gipfel hatte es nur wenige Leute, die beiden in der Nähe waren aber leider sehr laberig (und laut). Wir blieben aber eh nicht lang oben, denn inzwischen waren die Wolken angerückt und der Gipfel schickte sich an, in Nebel zu versinken. Wir stiegen über den Nordwestgrat ab und kamen gerade passend zu einem schönen Wolkenloch zur großen Wiese. Nix wie raus mit den Matten und in die Sonne legen! Es war brutal heiß ;-)

Nachdem wir beiden eingeschlafen und wieder aufgewacht waren (ich meine, deswegen geht man ja auf einen Berg, damit man irgendwo in der Sonne liegen kann ;-)), stolperten wir beide ein wenig groggy weiter und stiegen zu den Rädern ab. Einkehren ließen wir bleiben, denn der Heidelbeerkuchen war schon aus und es war eh schon relativ spät.

Die Abfahrt war sehr, sehr schüttelig. Das führt bei mir immer zu schlimmen Kopfschmerzen am Ansatz der Wirbelsäule. Die lassen zwar sofort nach, sobald das Geschüttel weniger wird, aber das finde ich trotzdem ein klitzekleines Bisserl beunruhigend. Trotzdem: Schöne Runde mit hochalpinem Touch :-)


Auf dem Weg is Gaiskar


Die letzten, echt schweren, Meter


Kreuzotter


Vor dem Nordhang


Im ersten Schneefeld


Über dem zweiten, vor dem dritten, Schneefeld


Im steilen dritten Schneefeld


Der Schnee ist noch Frau-hoch


Ausstieg


Am Gipfel, kurz bevor die Wolken kamen


Abstieg


In der zweiten Rinne


Kurz vor der Sonnenpause


Abfahrt

Von engel am 06.07.2021 19:07 • outdoorbergmtb

Samstag 19.06.2021: Zu heiss!

Montag, Juni 28, 2021

Es sollte ein wunderschöner Tag mit nur leichtem Gewitterrisiko werden. Wir hatten überlegt, ob noch Mini-Touren möglich wären, hatten uns dann aber wegen der zu erwartenden Hitze doch dazu entschlossen, lieber mit leichten Schuhen und ohne schweres Gepäck ins Ostrachtal zu radeln. Hitze ist so eine Sache.

Die umsonstenen Parkplätze am Kurhaus waren alle belegt, aber wir fanden einen vergleichsweise günstigen Parkplatz am Freibad (5€ statt der 15€, die das Hintersteiner Tal kosten soll). Das bisserl mehr Radeln macht dann auch nichts mehr aus. Die erste Panne stellte ich gleich beim Rad-Ausladen fest: eine meiner Trinkflaschen war halb ausgelaufen und mein ganzes Zeug im Rucksack war nass. Na egal, war ja warm. Ums Trinken war es natürlich schade.

Es hatte schon in der Früh über 20 Grad und es war schwül. Uns war von Anfang an warm und sobald es bergauf ging, floss der Schweiß in Strömen. Wenn einen das leichte Lüftchen erwischte, das das Ostrachtal entlang wehte, war das die reine Wohltat. So richtig anstrengend wurde es, als wir am Giebelhaus zur Schwarzenberghütte abbogen (da hielten uns netterweise 4 Inder das Tor auf) und die supersteile Straße, die leider gar nicht so sehr im Schatten liegt, wie ich gedacht hatte, hinauf keuchten.

Dass da ein paar E-Biker locker-flockig an uns vorbei zogen, machte es auch nicht leichter (kann mir keiner erzählen, dass das in irgendeiner Form anstrengend ist). Aber: ich konnte alles bis auf die beiden steilen Schotterstücke radeln, der beste Allgäuer schaffte sogar auch die!

Wir legten die Bikes an der oberen Alpe ins Gras und gingen zu Fuß weiter. Es war heiß und feucht und wir fanden das beide richtig, richtig anstrengend. Ich beschloss innerlich schon da, am See nicht weiter gehen zu wollen. Als wir im halben Aufstieg zum See eine Pause machten, schlug der beste Allgäuer genau das vor, weil er die schwüle Hitze auch so anstrengend fand. Schön, wenn man sich so einig ist :-)

Die vier Inder waren auch auf dem Weg zum See, ein ganzes Stück vor uns. Zwei sausten immer vorneweg, einer kam mit Abstand ganz gut hinterher, aber der Letzte tat sich sehr schwer. Er brauchte immer wieder Pause und wickelte sich dann ein Shirt um den Kopf. Als wir ihn eingeholt hatten, fing ich an, mir Sorgen zu machen, weil er gar so langsam war (Hitzschlag ist bei diesen Bedingungen gar nicht so selten), aber er machte zwar immer wieder Pause, war dann aber doch wieder zu sehen.

Der Engeratsgundsee war angesichts der Schneelage (Minis wären sinnlos gewesen), erstaunlich zu. Es gab nur hinten, wo von oben der Bach rein fließt, eine Stelle, wo man ins Wasser (und wieder raus!) konnte. Ein Herr stieg eben ins Wasser und schwamm kurz hin und her, als wir am See ankamen. Wir gingen um den See herum und suchten und ein halbwegs bequemes Plätzchen im steilen Gelände.

Der beste Allgäuer ging gleich mal schwimmen. Wenn nur so wenig Oberfläche frei ist, ist das Wasser natürlich besonders kalt und er stellte fest, dass seine operierte Hand das gar nicht mochte. Wir lagen eine Weile in der Sonne herum, dann ging der Allgäuer nochmal ins Wasser.

Unterdessen waren alle Seebesucher wieder verschwunden und wir dachten eigentlich, nun seien wir allein. Aber dann kamen doch noch zwei Gruppen größerer Jungs (naja, ein Mädel war auch dabei). Die erste Gruppe war laut und tönte rum, dass man dann aber unbedingt unter eine Scholle tauchen müsse, die Zweite (die mit dem Mädel) kam einfach an, alle zogen sich aus und gingen ins Wasser. Vielleicht lags an der Zusammensetzung.

Wir machten Platz und uns an den Abstieg. Auf der Steilabfahrt von der Schwarzenberghütte meldete das Bike des besten Allgäuers lautstark, dass er unbedingt Bremsbeläge wechseln sollte und pfiff dann die gesamte restliche Abfahrt erbärmlich. Wir kehrten im Giebelhaus auf ein wunderbares kühles alkoholfreies Weizen ein, das war super!

Ein schöner Tag, aber so heiß und so feucht brauche ich es nicht wirklich!


Radeln im Ostrachtal


Auf dem steilen Weg zur Käseralpe


Die letzten Meter mit Hochvogelblick


Füße-Kühlung


Im Anstieg zum Engeratsgundsee


Am See sieht es noch winterlich aus ...


... sehr winterlich


Eisseebaden


Bereit zum Abstieg


Im Abstieg ist wieder Hochsommer


Abfahrt

Von engel am 28.06.2021 18:20 • outdoorbergmtb

Samstag, 12.06.2021: Jetzt aber!

Donnerstag, Juni 24, 2021

Weil wir ja trotz bester Absichten nicht oben gewesen waren und weil das (bis auf den langen Schlag!) eine nette Radlstecke und überhaupt eine schöne Tour ist, schlug der beste Allgäuer nochmal den Litnis vor. Gern, ich mag den :-)

Das Wetter bei der Auffahrt zum war besser als bei ersten Versuch, aber nicht ganz so heiß wie beim Zweiten ;-) Das Sitzfleisch hatte sich auch einigermaßen erholt und so kamen wir fast erholt wieder beim Joch zur Gräner Ödenalpe an. Diesmal gingen wir aber weiter.

Ich hatte mit mehr Schnee gerechnet, aber es war eigentlich nur das lange Schneefeld direkt unter dem Gipfelaufbau zu quern, der Rest war frei und trocken. Voll war es auch nicht. Drei Leute stiegen gerade ab, als wir zum Gipfelaufbau starteten und 2 sassen am Gipfelkreuz zum Brotzeiten. Da war es aber windig, deswegen stiegen wir wieder zur Grasmulde unter dem Aufbau ab und machten da Pause.

Während wir da in der Sonne herum lagen, kamen die beiden vom Gipfel und die Dame meinte, da im Abstieg sei ein großer Stein locker (der Litnis ist ein Schutthaufen, vor allem die untere Rinne), und ob sie das irgendwo melden solle. Ich fand das echt niedlich :-) Wir versicherten, dass sich an einem Berg immer wieder Steine lockern und dass man das nicht melden müsse.

Nach einer Weile stiegen wir weiter ab und weil gerade nach der Latschen-Querung wieder die Sonne rauskam und weil es da so nette Wiese hat, machten wir nochmal Pause. Es war warm und bequem und wir sind da beide augenblicklich eingeschlafen. Als wir total groggy erwachten, war es eine Stunde später, die Sonne war weg und ich hatte einen Mords-Sonnenbrand auf dem Bauch (T-Shirt hochgekrempelt, um da auch etwas Farbe zu bekommen - da war dann echt viel Farbe). Uuiuiui, schlecht gemacht!

Bis wir bei den Rädern unten waren, waren wir immerhin wach genug, um problemlos bis zur Nesselwängler Edenalpe abfahren zu können. Dort gab es guten Kaffee und okayen Kuchen, dann fuhren wir zum Auto ab. Wie üblich gab es Regen auf der Heimfahrt.


Neuerlicher Start ;-)


Viele Löwenzähne in der Auffahrt


Fast am Joch


Erste Schneeflecken


Schneefeldquerung


Gipfelaufbaukraxelei


Oben :-)


Abstieg


Abfahrt


Der wunderbare Blick zu den Tannheimern

Von engel am 24.06.2021 19:18 • outdoorbergmtb
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