Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Der Feiertags-Mittwoch sollte strahlend schön werden. Nach dem Schlechtwettereinbruch hatte es nochmal heftig geschneit, wir entschieden uns deswegen für eine Mischung aus Bergsteigen und Skifahren: mit den Minis am Rucksack aufsteigen und dann halt runterfahren so weit es geht.

Wir parkten an der Wiedhagbahn und stiegen auf dem Wanderweg im Wald hinauf. Unten hatte es noch Schnee auf der Piste, im Wald war es nur feucht. Für die Querung der ersten Rinne mussten wir in den Wald ausweichen und ein Stück aufsteigen, weil sich ein Baum mit einer Lawine da ungeschickt quer gelegt hatte. Danach konnten wir problemlos bis zur nächsten Piste aufsteigen. Ab da war dann eine geschlossene Schneedecke.

Unten drunter war recht fester Altschnee, oben drauf lag eine Schicht Neuschnee, anfangs mit einem Harschdeckel oben drauf, später dann einfach nur weich. Die meiste Zeit ließ ich den besten Allgäuer von Allen spuren, weil Durchbrechen schlecht fürs Knie ist.

Kurz bevor wir den Grat erreichten, machten wir eine Pause und wurden vom einzigen Mitbesteiger dieses Tages dort überholt: ein Skitourengeher. Wir stapften, meistens im Schnee, am Grat jedoch auch immer wieder auf Fels, der Kühgrundspitze entgegen. Die beiden versicherten Steilstellen waren weniger problematisch, als ich befürchtet hatte, obwohl die Seile natürlich weitgehend unter dem Schnee lagen. Aber der Schnee war fest und hielt gut.

In meinem Kopf ist der Übergang von der Kühgrundspitze zum Iseler elendslang und vor dem Abstieg zwischen den Latschen zur Scharte hatte ich mich einigermaßen gegrault (ich hatte Angst vorm Einbrechen, sich so kurz vor der OP noch zu verletzten wäre schon ziemlich doof), aber das ist gar nicht so weit, wie ich dachte (wir kamen auf dem festen Schnee gut voran) und der Weg zwiscehn den Latschen war besser zu gehen als befürchtet.

Selbst den Aufstieg zum Iseler hatten wir schon deutlich anspruchsvoller erlebt, deswegen standen wir nach viel kürzerer Zeit als gedacht (nach einer guten Stunde) am Iseler und machten da die zweite Pause.

Dann wurde es lustig :-)

Wir marschierten erst mal vor bis zur Abzweigung mit dem Bänkle und legten dort die Minis an. Ich die Neuen, die ich schon am Hahnenköpfle getestet hatte, der Ralle die alten, denn wir hatten inzwischen zwar 50€ Nachlass mit Selbstreparatur ausgehandelt (der Kontakt mit dem Verkäufer war prima, er versuchte alles, eine Alternative aufzutreiben und gab uns dann den Nachlass), aber der beste Allgäuer von Allen war noch nicht dazu gekommen, die Reparatur tatsächlich durchzuführen.

Inzwischen war der Neuschnee schon total aufgeweicht, aber er hielt gut auf dem komakten Altschnee und wir konnten wirklich gut abfahren. Oben im recht steilen freien Gelände blieben wir noch gelegentlich an alten Spuren hängen, unten auf der Piste, konnten wir super fahren. Leider verdeckte der Neuschnee auch die Stellen, wo die Piste schon abgetaut war und so fuhr ich einmal über dreck udn Steind und fuhr mir direkt den ersten Kratzer in die netten neuen Minis. Meh! Aber mei, das ist das Schicksal von Tourenskiern, egal welcher Ausprägung.

Wir konnten mit einmal Abschnallen fast bis zum Auto abfahren :-)

Unten kehren wir dann noch in der Seilbahngaststätte ein un gönnten uns - Überraschung ;-) - Kaffee und Kuchen. Beides war sehr gut.

Tolle letzte Tour vor der Knie-OP!


Start am Oberjoch


Anstieg im Wald


Ausweich-Abstieg in die erste Rinne


Eingeschneite Frühlingsblumen


Steile Querung der zweiten Rinne


Sonne :-)


Anstieg zur Kühgrundspitze


Zwischendurch ist der Grat durchaus anspruchsvoll


Der Gipfel ist in Sicht


Kühgrundspitze


Weiterweg zum Iseler


Kurz vor der Scharte, den Iseler im Blick


Steilanstieg zum Iseler


Der zweite Gipfel :-)


Start zum Abfahren


Oben muss man erst mal Queren ...


.... dann wird die Abfahrt echt nett.


Die neuen Minis machen sich gut :-)


Auf den allerletzten Metern


Verdiente Belohnung :-)

Von engel am 08.07.2019 20:53 • diaryoutdoorbergski(0) Kommentare

Mini-Ausflug

Samstag, Juni 15, 2019

Im eigenen Bett schlief ich eigentlich gut (2 mal kurz aufgewacht), aber um halb 4 war ich wach. Richtig total wach. Völlig unverständlich. Ich stand auf, las ein wenig und ging gegen 6 wieder ins Bett. Um halb 8 stand ich zusammen mit dem besten Allgäuer ‘richtig’ auf.

Wir hatten ein feines Frühstück und hingen dann ein wenig gemeinsam rum. Dsa Wetter war nicht so schön, wie wir gehofft hatten und es wehte ein ziemlich stürmischer Wind. Am späteren Vormittag radelte ich 15 Minuten auf dem Standradl zum Aufwärmen. Unterdessen sauste der beste Allgäuer auf seinem MTB schon mal los.

Ich setzte mich ins Auto und fuhr (nachdem ich erst mal einen Bremstest gemacht hatte) zum Parkplatz am Eschacher Weiher. Dann stakste ich mit Bergstöcken statt Krücken zum Weiher runter. Es war ziemlich windig und weil die Sonne kaum durch die Wolken kam, leider auch ziemlich kühl. Am Weiher suchte ich einen windgeschützten Platz, aber das war vergeblich. Ich legte mich also in die noch ungemähte Wiese und da war es dann ziemlich OK, weil das hohe Gras den Wind recht gut brach.

Bald kam auch der beste Allgäuer von Allen und wir lagen gemeinsam am See herum und schauten den Wolken zu, die mal dicker und mal dünner waren und überhaupt da oben recht blöd umher waberten. So richtig Sonne kam kaum durch. In den Bergen hinten wurde es dunkler und dunkler.

Wir überlegten kurz, ob wir ins Brotzeitstüble gehen sollten (ich bin sicher, dass ich das geschafft hätte), liessen den Gedanken dann aber zugunsten von Pfannkuchen auf der Terrasse fallen. Der beste Allgäuer ging noch schwimmen, ich versuchte das auch, drehte dann aber um, als das Wasser mir etwa bis zum Bauch ging. Brrrrr!

Auf dem Heimweg machte ich noch ein paar Besorgungen im Aldi (weder Krücken noch Stöcke, dafür aber den Einkaufswagen zum Stützen), dann gab es Pfannkuchen auf der Terrasse. Mit Grand Marnier, Amaretto, Baileys, Marmelade und Zimtzucker. Ein Fest!

Am Abend gab es dann einen Riesenhaufen Spargel mit einem Mini-Putenschnitzel für mich und weniger Spargel mit einem größeren Putenschnitzel für den besten Allgäuer von Allen. Dazu natürlich Sauce Hollandaise und Kartoffeln.
Wunderbar, das hatte ich mir genau so gewünscht :-)


Weiherblick

Von engel am 15.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorberg(0) Kommentare

Überschätzt

Montag, Juni 10, 2019

Nach einem frühen Frühstück sauste ich zum medizinischen Training. Ich hatte Glück und bekam gleich ein Rad und weil niemand wartete, radelte ich gleich mal 15 Minuten (10 Löcher, 80 Watt).

Direkt danach ging ich zur Beinpresse. Da wollte ich wieder 5 Züge nehmen (die Schwierigkeit bei diesem Gerät wird über Gummizüge eingestellt), weil das gestern geklappt hatte, aber das war für den Anfang zu viel. Beim zweiten Satz schaffte ich die 5 Züge dann aber :-)

Bei den therapeutischen Dehn- und Streck-Übungen war ich sehr freundich zu mir. Das soll nicht heissen, dass ich sie nicht ordentlich durchführte, sondern nur, dass ich nicht mit voller Gewalt streckte und beugte. Ich wollte das Bein ein wenig schonen.

Das war vermutlich auch nicht schlecht, denn beim Radeln danach schaffte ich die volle Kurbellänge! Zum ersten Mal! 10 Minuten mit 90 Watt und voller Kurbellänge, das war tatsächlich sowas wie ‘richtiges’ Training ;-)

Den Morgen über hatte ich überlegt, ob ich denn nun nochmal zum Wallberg fahren sollte oder eher nicht, denn der Himmel war bedeckt und es drohten Gewitter. Und die Frage, ob Krücken oder Bergstöcke hatte ich auch noch nicht abschliessend mit mir geklärt.

Zurück im Zimmer war dann aber klar: ich würde gehen. Lieber umdrehen oder nass werden, als es gar nicht erst probieren! Ich packte die warme Jacke, ein leichtes Hemd, etwas zu trinken, die Kirschen und die ‘geklaute’ Frühstückssemmel in den Rucksack, cremte mich vorsichtshalber ordentlich mit 50+ ein und ging zum Bus die Bergstöcke in der Hand und ohne Krücken!

Die Stöcke nutzte ich, sobald ich aus dem Haus war. An der Bahn stellte ich fest, dass ich tatsächlich Kurgast war (wie der Kassierer mir letztes Mal zugebilligt hatte), denn ich hatte ja die Gästekarte :-) Ich hinkte mit meinen Bergstöcken genügend (nicht absichtlich natürlich), um die Gondel wieder angehalten zu bekommen und wurde oben sogar erkannt und bekam die Gondel auch angehalten. Das sind echt nette Leute da an der Wallbergbahn!

Das Kapellchen liess ich diesmal aus und stakste mit meine Stöcken direkt den Fahrweg zu neuen Wallbergalm runter. Mein Ziel war ja der Hügel hinter der Alm. Der Weg war reichlich steil und geröllig und die Stöcke bieten auch bei gutem und gründlichen Einsatz (und ich habe ja auch wirklich Übung damit) nur teilweise die Unterstützung, die Krücken haben und so musste ich mir nach 3/4 des Abstiegs (vielleicht 120 Höhenmeter) eingestehen, dass ich das auf keinen Fall schaffen würde. Oder wenn, dann hätte ich mir irgendwas ruiniert.

Da sich in absehbarer Strecke kein nettes Plätzchen (wichtigstes Kriterium: Gras und bequem) fand, drehte ich direkt wieder um und stieg zurück hinauf zur Bahnstation. Ganz kurz betrachtete ich das Plätzchen von letztem Mal auf dem Weg zum Wallberggipfel, aber ich dachte, dass nach dem vorigen Abstieg auch der Abstieg dann stressig werden würde und setzte mich halt direkt in die Mitte der Wiese an der Wallbergstation. Da laufen vorn und hinten Leute vorbei, aber es ist bequem und wenn man die Augen schliesst und Musik in den Ohren hat, dann spielt das keine Rolle.

Da blieb ich dann eine gute Weile und sonnte mich in der diesigen Halb-Sonne. Im Westen wurde es immer dunkler und auch meine Halb-Sonne wurde immer weniger, deswegen ging ich irgendwann. Auf dem Runterweg war der nette Seilbahnmann mit einer Familie mit Kinderwagen beschäftigt, deswegen hüpfte ich ohne Beistand in eine Gondel. Das klappte prima :-)
Unten bekam ich aber einen kleinen Stopp und das war nett, denn rauskrabbeln ist anspruchsvoller als reinkrabbeln ;-)

Zurück in der Rehaklinik brauchte das Knie ein Coolpack und Ruhe. Später ging ich runter ins Cafe, um da einen Eiskaffee zu geniessen. Ich wäre ja gern allein im Schatten gesessen und hätte dazu gelesen, aber es war proppenvoll und an einem halbschattigen Tisch sassen Katharina und Julia, also setzte ich mich dazu. Natürlich kam gerade da die Sonne raus und es wurde richtig heiss. Ich blieb also nicht lang.

Nach dem Abendessen ging ich hoch, stellte die Krücken ab und wollte noch schnell Eis holen (die Coolpacks wurden nicht schnell genug kalt). Ohne Krücken, war ja nicht weit. Erst scheiterte ich an der Treppe (ohne Stützen runter ist noch völlig ausser jeder Frage), dann war die Eismaschine kaputt und ich musste quer durch die Klinik laufen, um bei der zweiten Eismaschine eine Tüte zu holen. Hochwärts nahm ich die Treppe, aber ohne Stützen ist das eher Gewürge als Treppensteigen. Da ist noch deutlich Luft nach oben! Immerhin ging das Laufen ganz gut, wenn auch entschieden unrund.


Die Wallbergbahn bei nicht ganz so schönem Wetter


Das eventuelle Ziel (der Hügel hinter der Kapelle)


Abbruch


Abfahrt

Von engel am 10.06.2019 22:59 • diaryKnieOPoutdoorberg

Exkursion

Sonntag, Juni 02, 2019

Ich ging früh zum Frühstück, denn ich hatte viel vor. Etwas verschämt machte ich mir eine Extra-Semmel mit Schinken und Käse und packte sie samt Serviette in meinen Rucksack, den ich genau zu diesem Zweck mitgenommen hatte ;-)

Die Semmel parkte ich im Kühlschrank bei den Kirschen und ging dann erst mal gründlich trainieren. In letzter Zeit habe ich eigentlich keine Zeit mehr für die Extra-Übungen für den Oberkörper, heute ließ ich sie bewusst weg, denn ich wollte nochmal das Knie kühlen, bevor ich startete.

Der Bus fuhr um 10:20h. Ich war - natürlich - um 10:05h da und stand mir erst mal die Beine in den Bauch. Auf dem Bus stand ganz unerwartet ‘Wallbergbahn’, dabei hatte die DB Navigator App behauptet, ich müsse umsteigen. Der Busfahrer meinte, einfach sitzen bleiben, er würde nur eine Runde durch Rottach-Egern drehen und dann wieder an der Umsteige-Haltestelle vorbei fahren. Folglich stiegen dort all die Leute wieder ein, die da kurz vorher erst ausgestiegen waren.

An der Wallbergbahn erwarteten mich erst mal viele Treppen. Schon klar, an einer Bergbahn macht man keine Aufzüge hin. Der Kassenmensch meinte auf meine Frage, ob es Ermäßigung für Reha-Patienten gäbe, er könne mich als Kurgast behandeln. Fand ich prima, aber ich habe nicht nachgeschaut, ob das dann auch tatsächlich eine Ermäßigung gab ;-)

Als ich die Treppen zur Bahn hinter mir hatte, erwartete mich die erste Hürde: Einsteigen in die fahrende Seilbahngondel. Ähem! Das hatte ich total übersehen, dass Seilbahnen tatsächlich aus beweglichen Teilen bestehen! Aber der nette Einstiegshelfer hielt mir die Kabine kurz an, so dass ich problemlos einsteigen konnte. Puh!

Den Weg hinauf überlegte ich mir Strategien, wie ich oben wieder aus der Gondel rauskommen könnte, ohne mir oder dem Bein zu schaden. Es war ganz einfach :-) Da oben war nämlich auch ein Helfer, der die Kabine kurz anhielt. Super! Im Nachhinein: da fahren so viele Leute rauf, die deutlich schlechter zu Fuß sind als ich mit den Krücken, dass es kein Wunder ist, dass man Strategien für Fußlahme hat.

Oben hat es natürlich auch haufenweise Treppen und zum Klo muss man dann nochmal eine Extra-Treppe runter und rauf. Was prinzipiell kein Problem ist, Treppen kann ich, ich bin halt bloß sehr langsam. Ich erntete allerlei mitleidige und seltsame Blicke, das war mir aber sowas von egal.

Als ich aus dem Seilbahnhäusl/Restaurant trat, blieb mir erst mal fast der Atem weg. Berge, Berge, Berge, so weit das Auge reichte. Und noch massig Schnee, Lawinen und Schneebretter in der näheren und ferneren Umgebung eingeschlossen. Hach! Ich glaube, ich hatte schon etwas Entzug, selbst mit der Klinik am Tegernsee ;-)

Ich ging erst mal zur Kapelle vor und schaute mir die Gegend dort von einer Bank aus an. Vor mir war der scharfe Grat, über den wir vor 2 1/2 Jahren bei der SAN Weihnachtsfeier gekraxelt waren. Nett!

Auf der anderen Seite der Seilbahn war der Wallberg-Gipfel. Das war nicht weit, vielleicht 150 Höhenmeter, aber natürlich für mich völlig unschaffbar. Ich ging trotzdem mal in die Richtung, denn da führte ein breiter Forstweg hin. Der war erst gemütlich und wurde dann ziemlich steil.

Hochzugehen war aber gar kein Problem. Ich testete kurz, wie runtergehen war und ging dann weiter. Bis zum Ende des breiten Wegs. Da war dann wirklich Schluß, denn der Bergweg ging umgehend in Felsen über und da wieder runter zu krücken wäre sicherlich schief gegangen.

Ich ging stattdessen seitlich in eine steile Wiese, suchte mir ein schönes Plätzchen und machte da Brotzeit mit meiner ‘geklauten’ Semmel und den Kirschen. Ganz bequem war es nicht, aber ich lag trotzdem lang in der Wiese rum, des Gefühls wegen. Draussen! Oben!

Der Runterweg war anspruchsvoll, steil und steinig. Ich ging entsprechend vorsichtig und kam ohne Zwischenfall wieder bei der Bahn an. Dort setzte ich mich nochmal auf eine Bank, aber so langsam war es Zeit wieder zu gehen. Das Bein jammerte rum und wollte Eis. Ich fuhr also wieder runter und mit dem Bus zurück.

In der Klinik ging ich erst mal duschen und legte mich dann aufs Bett und nacheinander beide Coolpacks aufs Knie. Als die beide warm geworden waren, ging ich runter und gönnte mir einen Eiskaffee im Aussencafe. Voll verdient!

Nach dem Abendessen holte ich mir dann noch Eis, denn die Coolpacks wurden in der Kürze der Zeit nicht mehr richtig kalt. Ich ging ohne Krücken zum Eis! Fand ich ehrlich gesagt, ziemlich abenteuerlich, denn im Zimmer hat es ja überall Wände, Stühle und sowas zum Festhalten, so ein Gang ist aber breit und da ist nix. Es ging aber gut, auch wenn ich humpeliger unterwegs war, als ich mir gewünscht hätte.


An der Wallbergbahn


Blick und Weg zur Kapelle


Der Tegernsee von oben


Wallberggipfel von der Kapelle aus


Auf dem steilen Weg


Am Felsaufbau war Schluß für mich


Ausblick von meinem Pausenplatz


Rückfahrt

Von engel am 02.06.2019 23:00 • diaryKnieOPoutdoorberg

Freitag, 19.04.2019: Alternativtour

Samstag, Mai 04, 2019

Der Plan für Freitag wäre eigentlich gewesen, für eine Skitour ins Lechtal zu fahren, aber vorn im Gebäude der freiwilligen Feuerwehr und der Musikkapelle war die ganze Nacht Party. Mit Feuerwerk und ähnlich lustigem Zeug. Ich gestehe, dass ich davon rein gar nichts mitbekommen habe (mein Hirn ist anscheinend echt gut im Geräusche-Sortieren), aber der beste Allgäuer von Allen hatte kaum schlafen können und war entsprechend gerädert. Urlaub soll ja auch der Erholung dienen, also schloß ich die Schlafzimmertür wieder und wir frühstückten deutlich später und planten neu.

Skitour und Lechtal war natürlich nichts mehr, wegen Stau am Tunnel und Tageszeit, also entschieden wir uns für eine Zu-Fuß-Tour bei der wir auf Sonne und warmes Gras an exponierter Stelle hofften. Schnee würde es auch geben, das war klar.

Wir parkten am Gaichtpasskiosk und stiegen auf dem schmalen Weglein auf. Unten war es im Schatten noch recht kühl, aber wir kamen bald in die Sonne und da war es angenehm warm und es hatte die ersten netten Frühlingsblümchen. Extra für mich auch Schusternägel :-)

Da wo wir es erwartet hatten, hatte es dann auch Schnee, allerdings doch ganz deutlich mehr, als wir gedacht hatten und der Schnee war - trotz Südseite - noch ganz schön hart. Vor uns hatte es eine Schneeschuhspur (kaum zu erkennen im harten Schnee) aber keine Fußspuren. Wir durften also spuren.

Die Rinne vor dem kleinen Hüttle im Wald war eben aufgefüllt mit einer alten Lawine und es lag auch ohne die Lawine allerlei Wald in der Gegend herum. Kurz nach dem Hüttle mussten wir uns zwischen abgebrochenen Ästen und umgeworfenen Bäumen durchwurschteln (was im Nachhinen allerlei doofe Harzflecken auf der Kleidung erzeugte), dann war der Weg aber weitgehend frei.

Die Querung war noch etwas hart. Ich trat vorsichtshalber ordentliche Tritte für den Abstieg. Die sonnige Wiese, auf die wir gehofft hatten, war noch total voller Schnee, die in-der-Sonne-rumliegen-Pläne verschwanden sang- und klanglos darin. Wir fanden aber ein nettes grasiges Plätzchen nah am Wald zum Pause machen. Wir mussten es allerdings mit Ameisen teilen.

Dann begann der Aufstieg im Schnee, der nicht halb so anstrengend war wie befürchtet, denn der Schnee trug noch recht gut. Und der Beste Allgäuer von Allen spurte, das hilft mir auch ;-)

Oben war es relativ windig, deswegen blieben wir nicht lang dort. Der Abstieg im weichen aber nicht zu weichen Schnee ging echt super. Vom weiteren Abstieg ohne Schnee konnte ich das nicht sagen, da jammerte das Knie ganz schön rum. Wir stiegen direkt bis zum unteren Hüttchen ab und da konnten wir uns dann tatsächlich wie erhofft ins Gras legen und die Sonne geniessen. Hach! Ich bin ja der totale Schneefan und würde von ersten bis zum letzten Schneeflöckchen Skitouren machen, aber sowas geht da nicht, das ist wirklich schade.

Am Gaichtpasskiosk war es gerappelt voll (klar, Feiertag). Wir verzichteten auf K&K dort und fuhren direkt heim: Auf der Terrasse gibt es auch K&K und da ist weniger los :-)

Der Samstag war auch ein Superduper-Strahletag, aber wir hatten am Nachmittag einen Termin. Wir begannen den Tag also sehr gemütlich und wechselten dann am Clio die Reifen, um wenigstens noch irgendwas zustande gebracht zu haben. Erst mal ein Auto, das musste dann reichen. Später radelten wir dann zum Papa vom Besten Allgäuer von Allen und hatten dort mit der erweiterten Verwandtschaft ein sehr nettes Geburtstagsfest. Alles war prima, nur beim zweiten Stück Kuchen hätte ich mal besser nochmal die legendär gute Käsesahne genommen, denn die zugekauften Eierlikörschnitten kamen da nicht mal annähernd ran.


Schusternägel :-)


Seidelbast


Der Schnee fängt an


Lawinenquerung


In der Querung


Südanstieg im Schnee


Lechtalblick


Am Gipfel (die Gipfelkreuzkrähe war eben weggeflogen)


Abstieg


Nochmal Lawinenquerung

Von engel am 04.05.2019 08:41 • outdoorberg

Samstag, 13.04.2019: Hörnletour

Freitag, April 19, 2019

Nach gemütlichem Ausschlafen und Frühstücken drucksten wir noch ein wenig rum und entschlossen uns dann (auf Drängen des besten Allgäuers von Allen, zugegeben), doch noch rauszugehen. Zu Fuß.

Wir parkten am unteren Parkplatz (der noch umsonst ist) und stiegen dann auf dem Normalweg Richtung Grünten auf. Es lagen, wie fast überall in letzter Zeit, einige Bäume über dem Weg. Kurz vor dem Abzweig zum Hörnle lag dann sogar dermaßen viel Wald über dem Normalweg, dass wir auf den Winterweg ausweichen mussten. Der Anstieg zum Hörnle war dann nahezu frei von umgefallenen Bäumen.

Das Knie nahm das zu-Fuß-Gehen eher so mittel auf. Ich musste vor allem bei den Kletterstellen gut aufpassen, wo und wie ich den Fuß setzte. Ich überlege ja schon seit einer Weile, ob ich nun eher die Unzulänglichkeiten wahr nehme, weil ich den OP-Entschluss gefasst habe. Vorher habe ich eigentlich eher bewußt drauf aufgepasst, was alles gut geht, z.B. bergauf gehen, abfahren, manchmal ein Stück Abstieg. Ich bin ziemlich sicher, dass das so stimmt, also dass das Unterbewusstsein auch die Wahrnehmung steuert.

Am Hörnle durfte ich wählen, ob wir noch weiter bis zum Grünten gehen würden oder wieder absteigen würden. Ich nahm den Abstieg, weil ich auch bei 700 Höhenmetern nach einer Pause bösen Muskelkater fürchtete (oh, und wie der böse war, danach!). Und für den zu-Fuß-Anfang reichten die Höhenmeter auch wirklich, denn unten tat mir das Knie ganz schön weh.

Aber es war eine gute Idee, raus gegangen zu sein. Wegen Training für den letzten Urlaub vor der OP und weil es echt nett war, da. Ich mag den Abstieg über den Normalweg nicht besonders, aber der Aufstieg (auch ohne den Grat) und das Hörnle sind den eigentlich immer wert. Nur vorher weiß ich das nicht immer ;-)


Das Ziel im Blick ... mit ganz kurz Sonne


Verhau im Aufstieg


Auch der Normalweg ist nett


Der Übergang ist fast komplett schneefrei


Frühling :-)

Von engel am 19.04.2019 06:04 • outdoorberg

Samstag, 29.12.2018: Schneekraxeln

Freitag, Januar 04, 2019

Am Freitag zog eine leichte Wolkenschicht durch, aber wir hatten eh allerlei Organisatorisches zu erledigen. Nachmittags wurde es dann richtig schön und wir hofften, dass der Wetterbericht stimmte.

Der Samstag fing wie versprochen kühl und schön an :-)
Wir parkten in Grän, sahen den beiden, die sich gerade für eine Skitour rüsteten, ein wenig amüsiert zu und starteten zu Fuß.

Wir kamen bald in die Sonne und auch wenn der Aufstieg recht bewaldet ist, wurde es doch angenehm warm. Kurz bevor es oben windig wurde, machten wir eine gemütliche Pause. Da liefen dann pötzlich erstaunlich viele Leute an uns vorbei, vorher waren wir allein unterwegs gewesen.

Auf dem Weiterweg wurde es immer windiger und wir legten nach und nach weitere Schichten Kleidung an. Am Gipfel konnten wir ein paar Leute sehen, die sich sehr schwer zu tun schienen, die steile Rinne runter zu kommen. Vielleicht war der Schnee nicht gut?

Die Leute waren auch dann noch im Abstieg, als wir (und die beiden Gruppen, 3 und 2, hinter uns) zum Gipfelaufbau kamen. Die Gruppe bestand aus 2 Männern und 4 Jugendlichen, die sich an einem Seil die Rinne runter mühten. Die Jugendlichen hatten teilweise nur Joggingschuhe an! Das ist dann auch mit einem Seil reichlich fragwürdig.

Als die Gruppe unten war, packten wir unsere netten ‘Lucky’ Eisbeilchen aus und stiegen zum Gipfel hinauf. Die Stufen waren recht hoch und das gefiel dem Knie überhaupt nicht. Oben war es sehr windig, deswegen blieben wir nicht lang oben. Die Luckys waren auch im Abstieg sehr hilfreich.

Wir stiegen so weit ab, bis der Wind eingermaßen nachgelassen hatte und machten im Gras unter einem Baum Pause. Da war es fast warm und fast gemütlich (ein bisserl steil halt). Dann stiegen wir mit einer letzten Pause auf dem Bänkle am Strommast zum Auto ab.


Start in Grän


Der Gipfel in Sicht


Aufstieg durch die Rinne


Am Gipfel mit Nebel überm Unterland


Abstieg


Die letzten Meter


Nebel zieht ins Tannheimer Tal


Kurz vorm Auto

Von engel am 04.01.2019 15:47 • outdoorberg

Donnerstag, 27.12.2018: Nix Skitour

Freitag, Januar 04, 2019

Wir waren nicht wirklich überzeugt, aber auf den Webcams hatte das Tannheimer Tal recht weiss ausgesehen und da hinten am Haldensee, das ist ja eh so ein kaltes Loch. Also packten wir Skitouren-Zeug ins Auto und fuhren los.
(Ja, im Kleinen Walsertal wären die Chancen größer gewesen, aber Weihnachtsferien, schönes Wetter und generell wneig Schnee, da kann man sich ja vorstellen, wie voll es da ist. Und wir waren da ja eben erst.)

Ab Oberjoch sah es stellenweise fast OK aus (dass der Grenzwieslift nicht lief, war aber kein gutes Zeichen), im Tannheimer Tal war der Schnee dann aber echt mager. 10 Zentimeter, da wo er zusammen geblasen worden war. Wir fuhren hinter an den Haldensee, besahen uns den traurig mageren Schnee und drehten um. Da waren uns auch die Steinski zu schade.

Wir parkten in Berg und stiegen halt stattdessen auf den sonnigen Berg vor Tannheim. Mit einfachen Winterstiefeln (Ralle) und leichten niedrigen Trekkingschuhen (ich). Nunja.

Aber es hatte eine Spur, vor allem unten wirklich wenig Schnee (und oben auch nicht allzu viel) und viel Sonne. Das war eine sehr schöne Alternative, auch wenn gerade der Abstieg mit den nicht ganz Berg- und Winter-tauglichen Schuhen doch etwas anspruchsvoll war. Wir rutschten ziemlich rum und hatten wenig Halt.


Start im Schatten


Aufstieg in der Sonne, es war echt warm!


Bergbewohner am Wegesrand


Fast oben mit toller Aussicht


Sonnengipfel :-)


Im Abstieg ziehen am Ende Wolken rein.

Von engel am 04.01.2019 14:46 • outdoorberg

Für den Mittwoch war bestes Wetter angesagt, aber es gab mal wieder einen Erkältungsrückschlag. Wir wollten aber doch raus und beschlossen, wenigstens einen Spaziergang zu machen. Da, wo wir sonst immer zum Baden radeln.

Das war dann unerwartet anstrengend (ich fürchte, ‘gerade’ laufen sind wir nicht gewöhnt), auch weil der Rundweg viel länger war, als wir gedacht hatten. Der Verhauer am Hohen Kapf, wo es den Weg, den ich aus der OSM auf dem Navi rausgesucht hatte, irgendwie nicht gab (irgendwie auch schon, aber wir hätten durch verschneite Brombeeren stapfen müssen), trug natürlich auch dazu bei, den Spaziergang zu verlängern.

Wir waren erstaunlich oft allein unterwegs, auch wenn es an den zu erwartenden Stellen (Weg zum Brotzeitstüble, Parkplatz am Eschacher Weiher) ziemlich voll war. Alles in allem ein echt netter Spaziergang und Schnee hatte es oben auch. Ein bisserl wenigstens :-)


Wandern auf Bike-Wegen


Der Eschacher Weiher ist zugefroren


Am Hohen Kapf (Gipfel-Mobilfunkmast statt Gipfelkreuz)


Rückweg mit schöner Aussicht

Von engel am 31.12.2018 10:52 • outdoorberg

Am ersten Weihnachtsfeiertag ist traditionell Weihnachten bei der besten Mama, weil die Schwester-Familie da auf dem Weg in den Weihnachts-Skiurlaub im Allgäu vorbei kommt. Diesmal war der große Neffe nicht dabei, der gerade in Ischgl arbeitet.

In Erwartung von viel feinem Essen (einschließlich der besten Mousse au Chocolat ever) machten wir einen Weihnachtsspaziergang auf den Rottachberg, wo wir sogar mit etwas Sonne belohnt wurden.

Der Gipfel war besetzt, deswegen machten wir auf dem Abstieg am Grat (fast warm sogar mit Sonne) mit schönem Blick übers Illertal Pause. Das Knie jammerte leider sehr.

Von engel am 31.12.2018 10:50 • outdoorberg
Page 1 of 34 pages
 1 2 3 >  Letzte »

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!