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Donnerstag, 22.09.2022: Durchpusten

Mittwoch, September 28, 2022

Nach dem Tiefschlag am Dienstag und erster Berappelung am Mittwoch (vor allem, um die wichtigsten organisatorischen Dinge zu erledigen), war ich mehr als bereit, mich ordentlich durchpusten zu lassen. Am besten irgendwo, wo es einsam und anspruchsvoll ist. So was findet sich ja auch bei uns in der Nähe, wenn man genauer hinschaut :-)

Wir parkten in Berg, wo man entgegen aller Erwartungen (letztens war da lauter Bauschutt), noch immer am aufgegebenen Gasthaus parken kann und marschierten die Straße in halber Höhe des Tals entlang nach Osten. Mit ‘richtigen’ Bergstiefeln (nicht mit Leichtschuhen, wie den ganzen Sommer über und in den Urlauben), weil oben Schnee möglich war. Dort, wo wir bislang immer auf eine Forststraße abgebogen waren, standen blöde Schilder. An der nächsten Piste nicht (etwas direkter mit einem Bisserl weglosem Steigen), deswegen gingen wir da hoch.

Auf dem Weg zum Grat trafen wir Rehe und Pferde :-) Der Weg über die Rampe ist deutlicher geworden, als er schon war, oben am Rücken gibt es aber noch immer kaum Trittspuren und man muss sich den besten Weg selbst suchen. Was nicht schwer ist. Es hatte minimale Schneereste, die aber nicht hinderlich waren.

Irgendwo in der Mitte des Rückens/Grats machten wir eine längere sonnige Pause im Gras, weil es da grad so schön windstill und warm war (ich schlief umgehend ein, geht doch nix über Bergschlaf :-)), dann kraxelten wir rüber zum Einstein. Das ist wirklich ein ganz wunderbarer Grat und bestens geeignet, die Gedanken abzulenken :-)

Am Einstein selbst war natürlich einiges los, aber wir fanden problemlos einen Platz am Gipfel. Allerdings war es da weder allzu warm noch bequem, deswegen gingen wir bald wieder.

Der Abstieg über den Normalweg ist erstaunlich steinig (War das schon immer so?) und war mit den Stiefeln ganz schön blöd zu gehen, das Knie mochte das nicht sehr. Der Versuch, noch mal eine sonnige Pause in der Wiese zu machen, war wegen der vielen Wolken nur halb erfolgreich.

Schöne Runde :-)


Start in Berg


Anstieg über die Rampe ...


... oben ziemlich steil


Schnee in den Bergen


Schnee unterm Stiefel


Gratkraxeln


Abstieg


Schattenriss am Grat


Der letzte Übergang


Gipfelbild


Normal-Abstieg

Von engel am 28.09.2022 14:41 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Sonntag, 21.08.2022: Andersrum

Dienstag, September 27, 2022

Am letzten Wochenende vor dem letzten Urlaub wurde der Sonntag noch mal einigermaßen schön, wenn auch relativ kühl (dies aus dem Gesichtspunkt des heißen schönen Sommers). Vor dem Bike-Putzen für den Urlaub wollten wir die Räder noch mal nutzen und parkten am großen Parkplatz in Tannheim.

Die bisher ziemlich ruppige Piste zur Älpele-Alpe ist inzwischen bis zur Bank an der ersten oberen Kehre neu aufgeschüttet und deswegen deutlich besser zu radeln. Oben ist sie wie bisher, aber das war eh der weniger hoppelige Teil.

An der Älpele-Alpe liefen Schweine frei herum und das ist schon ziemlich ungewöhnlich. Die Schweine sind aber an Radler gewöhnt und schauten uns ungerührt zu, wie wir durch die Alpe radelten. Den letzten Teil des Weges, eher Trail als Piste, musste ich wie üblich schieben. Weil doch ganz schön viel los war, parkten wir die Räder etwas abseits hinter einem großen Stein.

Wir hatten beim Hochradeln beschlossen, die Runde diesmal anders herum zu gehen und wandten uns deswegen an der Wegekreuzung nach links zum Zirleseck. Wie immer, wenn man was anders macht, war der Aufstieg so viel interessanter. Das könnte aber die bevorzugte Richtung bleiben, weil man so die Kletterstellen am Nordgrat im Aufstieg bekommt und das macht mehr Spaß als im Abstieg :-)

Am Gipfel war es mäßig voll, aber leider windig mit wenig Sonne. Wir blieben nicht lang.

Der Abstieg über den steilen Nordhang geht erstaunlich schnell. Natürlich muss man vor allem oben ziemlich aufpassen, weil so viel rolliges Zeug auf den Felsen liegt. Vor dem Rückweg über die Wiesen zu den Rädern machten wir noch mal Pause, aber Sonne gab es leider kaum. Kurz vor den Rädern erwischte sie uns dann aber doch und deswegen gab es da dann noch eine längere Sonnenpause.

An der Älpele-Alpe kehrten wir ein, aber das Käsebrot da ist eher mau. Ich hätte ja gern Kuchen gehabt, aber der war im Ofen und der Strom war ausgefallen. Dumm gelaufen ;-)

Die Abfahrt war ungewöhnlich gemütlich, weil man nur halb so durchgeschüttelt wurde wie bisher ;-)


Start in Tannheim


Hochradeln


Schwein-Begrüßung


Hochschieben


Auf dem Weg zum Zirleseck


Anstieg zum Nordgrat


Kraxeln :-)


Kraxeln :-)


Oben


Wetter


Abstieg über die Nordseite


Radeln


Zurück in Tannheim

Von engel am 27.09.2022 15:45 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Mittwoch, 17.08.2022: Auf nackten Füßen

Sonntag, September 25, 2022

Nach der langen Tour vom Dienstag und weil natürlich noch immer unter der Woche war, fuhren wir mal wieder ins Liegfeist und parkten in Rinnen. Wieder unten, weil der Rückweg zurück ins Dorf beim letzten Mal so nervig gewesen war.

An der Schranke am Bach radelten wir an einem deutschen SUV vorbei, der wohl auf irgendwen wartete. Nicht viel später wurden wir von einem Reutter Geländewagen und diesem SUV überholt, aber so doof, dass ich absteigen und mühsam wieder anfahren musste. Blödfahrer!

An der schönen Bank gegenüber vom Thaneller machten wir natürlich Pause. Die Strecke danach bis zur Ehenbichler Alm zieht sich immer ganz schön hin, war aber diesmal noch anstrengender als sonst. Wir diagnostizierten ‘Unterversorgung’ und kehrten in der Alm auf ein gemeinsames Käsbrot ein (dort stand inzwischen der SUV). Danach ging das Restradeln (eh nicht viel) schon deutlich leichter ;-)

Der beste Allgäuer ging direkt von der Piste aus barfuß. Und weil das Galtjoch das Galtjoch mit schön viel Gras ist, machte ich das ab dem Sattel zur Abendspitze auch. Das war sehr schön :-)

Oben waren leider schon wieder viele Wolken aufgezogen und es war windig, aber die Pause zwischen vielen den vielen Eisenhüten am Galtjoch war trotzdem gemütlich. Zum Abstieg nahm ich wieder Schuhe.

Der beste Allgäuer nahm dann auch noch die Abendspitze mit, ich hatte auf die aber keine Lust und wartete im Sattel auf ihn.

Zur Feier des Urlaubs kehrten wir danach noch mal in der Ehenbichler Alm auf K&K ein. Ich fand den angepriesenen Buchweizenkuchen tatsächlich so gut wie die Wirtin versprochen hatte, der beste Allgäuer eher nicht so. Der Kaffee war aber gewohnt gut.


Start bei Rinnen


Bachdurchquerung


Auf der Thaneller-Liege


Ehenbichler Alm in Sicht :-)


Galtjoch im Blick


Barfuß-Anstieg


Weitblick


Vor Steinkar- und Knittelkarspitze


Am Gipfel


Der Fleißige geht zur Abendspitze ...


... die Faule sitzt im Gras


K&K

Von engel am 25.09.2022 17:36 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Dienstag, 16.08.2022: Überschreitung

Sonntag, September 25, 2022

Für den schönen Dienstag des Urlaubs hatten wir uns eine lange Tour ausgesucht, für die es am Wochenende im Sommer meistens zu voll ist. Wir parkten an der Säge im Hintersteiner Tal.

Auf dem Weg zum Giebelhaus war es reichlich frisch, Pulli und Jacke waren nicht übertrieben. Auf dem Weg zur Käseralpe hoch wurde es aber natürlich schnell warm. Ich hätte die Radlstrecke auch beinahe geschafft (keine Selbstständlichkeit, oben ist es sakrisch steil), aber dann musste ich wegen eines Fahrfehlers doch absteigen und ein Stück schieben.

Der beste Allgäuer ging bis zum Engeratsgundsee barfuß. Das Vieh war noch in der oberen Hälfte zum See unterwegs und stand auf dem Weg herum. Irgendwie kann ich ja schon verstehen, dass man sich vor so großen Tieren ein bisserl fürchtet, wenn man das nicht gewöhnt ist. Die sächsische Lady, die wir eben überholt hatten, traute sich kaum hinter einem Felsen hervor, als sie die neugierigen Kühe auf dem Weg sah.

Nach dem See wurde es windig. Den Kleinen Daumen hatten wir für uns allein, aber da sich zusätzlich zum Wind da gerade die Sonne verzogen hatte, blieben wir nicht lang, sondern gingen gleich zum Großen Daumen weiter. Leider hatte es auch da keine Sonne, wir konnten uns aber wenigstens ein bisserl vor dem Wind verkriechen.

Zum Abstieg nahmen wir zur Abwechslung mal den Rundweg über den Laufbichelsee. Das ist ein schöner Abstieg, es zieht sich aber nach dem See ganz schön, bis man wieder beim Engeratsgundsee ist. Nach so einer langen Runde freut man sich ganz besonders, wenn man wieder bei den Rädern ist :-)

Das Giebelhaus hatte schon zu, deswegen gab es keinen K&K. Den nahmen wir stattdessen daheim auf der Terrasse, wo es noch schön sonnig war.


Kühler Start im Hintersteiner Tal


Den Giebel im Blick


Wer nicht radeln kann, schiebt


Und radelt später wieder


Kuhbegegnung


Engeratsgundsee


Kleiner Daumen


Der nette Übergang


Großer Daumen


Geduldiger Schwalbenschwanz


Abstieg zum Laufbichlsee


Hochvogel mit Blauem Eisenhut


Kraut am Laufbichlsee


Abfahrt


Sattelkopf, Glasfelder Kopf und Fuchskarspitze im Abendlicht


Ostrach-Abfahrt

Von engel am 25.09.2022 16:35 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Sonntag, 14.08.2022: Hausberg

Samstag, August 27, 2022

Für den Sonntag waren gegen Abend Gewitter angekündigt, deswegen starteten wir die Urlaubstouren mit dem Hausberg. Rauth wird gerade umgebaut (da ist alles aufgerissen und am Parkplatz liegen riesige Haufen Kies und Sand), aber am Wochenende darf man rein. Das sehr nett. Die Rauther sind eh nett, deswegen warf ich auch etwas mehr Geld als sonst in die Bergwachtbüchse.

Wir radelten gemütlich und allein bis zur Rauther Alm, danach wurden wir von vielen E-Bikern und 2 Mountainbikern überholt. Letztere mit Hardtails und ganz klar ‘Sportradler’. Diesmal war der Untergrund nicht so ideal wie letztes Mal und ich war eh ein bisserl schlapp, deswegen schaffte ich die steile Passage unter dem Lift mal wieder nicht (wie üblich eigentlich).

In der letzten Kurve standen 3 große Pferde. Ich hielt an, um sie fotografieren und die waren so wenig scheu, dass sie direkt auf mich zukamen und dann erst die Griffe von meinem Bike beknabberten (und besabbelten) und dann anfingen, hinten die Schaltung zu untersuchen. Da radelte ich dann doch lieber schnell weg. Der Schmierdreck kann ja nicht gesund sein und wer weiß schon, was große Pferdezähne mit so einer Schaltung anstellen?

Der beste Allgäuer ging barfuß zum Gipfel und das beeindruckte eine Einheimische (erkennbar am Dialekt) total. Sie ließ sich sogar seine Fußsohlen zeigen ;-)

Pause machten wir am Sattel, aber so richtig gemütlich im Gras liegen war uns danach nicht vergönnt, weil so langsam Wolken aufzogen. Wir wollten stattdessen in der Gräner Ödenalpe (die hinten am Joch) einkehren. Kuchen war schon aus, deswegen nahmen wir ein ‘Käsbrot’ zu zweit. Das war gut und reichte dicke für beide :-)

Schön wie immer :-)


Start in Rauth


Auf dem Weg zur Rauther Alm


Nordseitenquerung


Ich schiebe (das ist viel steiler als es aussieht!)


Neugieriges Pferd im Anmarsch


Bimmelnde Ziegenherde


Anstieg


Gipfel


Abstieg


Weitblick übers Lechtal bis zur Zugspitze


Abfahrt

Von engel am 27.08.2022 18:22 • outdoorbergmtb

Samstag, 13.08.2022: Grill-Date

Samstag, August 27, 2022

Am ersten Tag des Kurz-Urlaubs waren wir abends zum Grillen beim Schwesterle eingeladen und alle Neffen sollten auch da sein. Um keinen Stress zu bekommen, fingen wir den Urlaub also sehr gemütlich an. Erst Illertalhügel, dann mit dem SUP zum Rottachspeicher.

Ich schleppte zwar das SUP zum Badeplatz (wir sind gern auf dem hinteren Badeplatz, da muss man 10 Minuten laufen und 50 Höhenmeter absteigen), hatte dann aber keine Lust auf SUP, weil es schon wieder so windig war. Aber einfach nur in der Sonne liegen ist ja auch nett :-)




Von engel am 27.08.2022 18:12 • outdoorberg

Montag, 08.08.2022: Brombeeren

Freitag, August 19, 2022

Ein schöner Montag nach einem mauen Wochenende. Ich wollte das immer noch motzige Knie testen und ging zum Fernsehturm. Den besten Allgäuer schickte ich zum Laufen, für den war das besser als das bisserl Miniberg.

Auf dem Hochweg lagen die Hochlandrinder schläfrig im Schatten neben dem Weg, sonst war ich allein unterwegs. Ich wollte nicht in der Sonne über die Wiese runter laufen, deswegen drehte ich oben eine Runde durch den Wald und stieg dann zurück zum Gipfel. Auf dem sonnigen Stück des Weges gab es wunderbare Brombeeren :-)

Von engel am 19.08.2022 09:01 • outdoorberg

Sonntag, 31.07.2022: Bergen und SUPpen

Sonntag, August 07, 2022

Da das Wetter entgegen der ursprünglichen Vorhersage eher so mittel wurde und weil ja neues Spielzeug im Auto lag, machten wir dasselbe wie am Sonntag vorher: eine kurze Runde über den Illertalhügel und dann ab zum Alpsee. War beides schön :-)

Leider trafen wir am Falkenstein diesmal kein nettes Langohr, aber weil es nicht ganz so heiß war, gingen wir mal wieder vorn runter. Und es gab eine gemütliche Pause in der Sonne, so wie sich das eigentlich gehört an so einem (halben) Bergtag.

SUPpen auf dem Alpsee war dann ordentlich anstrengend, weil es so viel Wind hatte. Auf dem Rückweg fiel ich dann auch mitsamt meinem Handy im Bauchgurt vom Board. Das erste Mal überhaupt. Aber sowohl Handy als auch ich überstanden den Tauchgang schadlos :-)

Von engel am 07.08.2022 10:58 • outdoorberg

Sonntag, 24.07.2022: Halbe-Halbe

Mittwoch, Juli 27, 2022

Das Wetter sollte zwar ganz OK werden, aber da war ja dieses neue SUP, das weiter getestet werden wollte. Wir schliefen also gemütlich aus, frühstückten und fuhren dann mit dem SUP im Auto zum Illertalhügel, denn so ganz ohne ‘echte’ Bewegung sollte der schöne Sommertag ja auch nicht vorbeigehen.

Bei Weiher gibt es inzwischen einen vernünftigen Parkplatz, das ist super. Danke Weiher! Der beste Allgäuer ging barfuß, das erste Mal seit gut vor dem Urlaub und hatte auf der schrottrigen Forststraße erst mal wenig Spaß. Im Wald wurde es dann besser. Überhaupt Wald, so was Schönes bei heißem Wetter! :-)

Wir sausten zum Gipfel, wo das Bänkle gerade für uns frei gemacht wurde und machten kurz Pause. Gerade so lang, bis die nächsten Besucher kamen. Wir stiegen über den Grat ab zu mittleren Wiese und machten da eine Weile richtig Pause. Mit Matten und im Schatten (wo es aber ganz schön kühl war).

Beim Weitergehen trafen wir einen langohrigen Gesellen, der sich sogar streicheln ließ :-) Wir stiegen über den Wald ab, da war es noch nett und kühl.

Der Tag wurde danach kurz nervig, weil es am Nieso unglaublich voll war und kein Parkplatz finden war. Das Ausweichen an den Alpsee war eine prima Idee und der restliche Tag wurde doch noch sehr nett mit dem neuen SUP.


Ungewöhnlich: Mitten im Sommer zum Illertalhügel


Weitblick mit Schäfchenwolken


Das Langohr


Abstieg


SUPpen

Von engel am 27.07.2022 19:11 • outdoorberg

Den Plan hatten wir schon die vorherige Woche gehabt, aber da hatten wir dann doch umgeplant. An diesem Samstag klappte es: früh aufstehen, Räder ins Auto und ab ins Lechtal. Wir nahmen den Weg durch Tannheimer Tal, um nicht versehentlich in Blockabfertigung am Tunnel zu kommen.

In Bach luden wir die Räder aus und radelten los. Für das vergessene Nachschauen, wo die Forststraße zur Wase tatsächlich beginnt, zahlten wir mit einem kleinen Umweg und ein paar Extra-Höhenmetern (dafür gab es eine Hasensichtung), dann waren wir richtig und es ging bergauf. Es war gleichzeitig kühl und schwül, was den besten Allgäuer sehr stresste. Der hatte es eh schwer, weil er am Freitag noch beim Joggen gewesen war.

Bis zur Jausenstation Wase ist die Forststraße recht gut und nur mittelmäßig steil. Danach wird sie immer ruppiger und steiler, nach jeder Abzweigung (es hat viele) noch ein bisserl mehr. Die letzten beiden Kehren sind dann ordentlich anstrengend.

Wir stellten die Räder am Seilbahnkreisel ab und gingen zu Fuß weiter. Der Berg ist sehr steil und der Weg macht nicht viele Kehren. Der beste Allgäuer hatte gleich Stöcke genommen und war froh drum, ich stieg erst mal ohne auf. Gleich am Anfang des Almgeländes trafen wir auf die Hochlandrinder, die schon seit Jahren dort oben wohnen. Ein junges schwarzes Rind lief auf uns zu, um an uns vorbei zu den anderen zu gelangen, traute sich dann aber doch nicht vorbei. Es stand am Zaun und schaute mit großen Augen. Wir blieben auf dem Weg und gingen langsam vorbei, damit es keine Angst bekam. Die haben schon ordentliche Hörner, die Rinder!

Nach dem Almgelände muss man unter der WolfWildebnerspitze durch Latschen queren, da war der Weg teilweise ganz schön zugewachsen. Die große Rinne in der Mitte war komplett abgerutscht, da muss man inzwischen bis zu den Felsen hoch, um weiter zu kommen. Der Anstieg zur WolfWildebnerspitze ist nach der Querung dann sehr steil und sehr geröllig. Das ist eh schon nicht angenehm zu gehen, dass man außerdem ständig sehen kann, wie weit es noch ist, macht den Anstieg auch nicht schöner. Von oben kamen 3 Leute und verschwanden ungesehen irgendwo, da muss es noch einen Weg geben, der nirgendwo eingezeichnet ist.

Der Anstieg am Rücken war windig und erstaunlich kühl. Auch dort ist es steil und geröllig und es wird im oberen Teil auch felsig. Weil nicht viele Leute gehen, liegt viel loses Gestein auf den Felsen. Ganz oben quert man zum Vorgipfel und hat einen schönen Blick auf den Hauptgipfel. Da sieht man dann einen steilen Einschnitt, abfallende Wände an beiden Seiten, Bänder und viel Geröll. Sehr viel Geröll. Und der Einschnitt ist ganz schön tief. Ich hatte mich an schönes Kraxeln in festem Fels erinnert und hatte augenblicklich keine Lust mehr auf den Hauptgipfel. Auch wenn es da inzwischen Drahtseile hat.

Der beste Allgäuer meinte aber, wenn wir jetzt schon hier oben sind (immerhin 1600 Höhenmeter), dann gehen wir auch rüber. Auch wenn es schon relativ spät war. Und natürlich hatte er recht. Wir querten also den Vorgipfel zum gut markierten Abstieg in den Einschnitt und begannen den Abstieg. Aber das war echt unangenehm. Abfallende Felsen mit losem Gestein oben drauf und an dieser Seite hat es kein Drahtseil. Da verging auch dem besten Allgäuer die Lust auf den Hauptgipfel.

Wir stiegen also ab. Zwischendrin überlegten wir kurz, ob wir den Abstieg der anderen versuchen sollten (es sah so aus, als ob es von der Wolfebnerspitze Trittspuren zu einem Direkt-Abstieg gäbe), nahmen dann aber doch den bekannten Weg. Es war steil und geröllig. Als wir dann auf den Almwiesen waren, suchten wir ein nettes Plätzchen und machten ausgiebig Pause :-)

Die netten Hochlandrinder trafen wir auf dem restlichen Abstieg leider nicht mehr. An den Rädern waren wir dann beide sehr froh, die restlichen 500 Höhenmeter abfahren zu dürfen - langsam allerdings, die Forststraße ist wirklich ruppig. Unten trafen wir noch mal einen Hasen, der uns lang nicht bemerkte ;-) Wir nahmen den direkten Weg zum Auto und ließen den Umweg von der Früh aus.

Durch die lange Pause war es schon relativ spät geworden, deswegen ließen wir die Abendessenpläne sausen und kehrten in der Pizzeria in Weissenbach ein. Das war dann sehr nett draußen in der Sonne auf der Terrasse, toller Salat, Okaye Pizza und viele Locals.


(Falscher) Start in Bach


Forststraße zur Wase


Radl-Ende an der Seilbahn


Steiler Waldanstieg


Hochlandrind


Alpgelände hoch über dem Lechtal


Über der Wolfebnerspitze


Ruitelspitze


Auf dem Weg zum Hauptgipfel


Hauptgipfel


Abstieg


Latschenquerung


Abstieg im Wald


Endlich wieder bei den Rädern!


Abfahrt


Hase :-)

Von engel am 23.07.2022 09:46 • outdoorbergmtb
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