Der Teil, an dem wir daheim geblieben sind :-)
Am Tag nach der Bernina-Rückkehr kam die Erkältung, die da schon angefangen hatte, mit aller Macht durch. War schon schlau gewesen, abzubrechen. Ich ‘erholte’ mich mit Hausarbeit, der beste Allgäuer von Allen verarztete unser Material und den Garten.
Freitag, 22.04.2011: Rieffenkopf und Hahnenkopf
Am Freitag ging es mir schon besser, auch wenn da natürlich noch Einiges an Halsweh und Verschleimung gegeben war. Andererseits, es war soooo schönes Wetter. Machen wir doch eine kleine leichte Tour, das müsste gehen.
Von Oberstdorf aus ging es an der Stillach entlang bis zum Hölltobel, durch den wir nach Gerstruben aufstiegen, um dann weiter zum Hahnenkopf zu gehen. Der Rieffenkopf links davon war mir schon auf der Karte aufgefallen, aber den in unserem alten Führer beschriebenen Zustieg hatte ich im Aufstieg nicht finden können. Aber welche Freude - am Grat führte ein deutliches Steiglein erst zu einem Vorgipfel und dann mit einer kleinen Kletterei zum Gipfelkreuz des Rieffenkopf. Prima, den nehmen wir mit!
Über den Hahnenkopf ging es zu den Lugenalpen und von da auf dem steilen Direktabstieg hinab ins Oytal. Wir kamen direkt am Oytalhaus raus, wo es erst mal fein Kaffee und Kuchen gab, bevor wir uns zwei Bergroller ausliehen und mit denen nach Oberstdorf zurück sausten :-)
Hach, ein feiner Frühlingstag (von der Erschöpfung am Gipfel mal abgesehen)!

In Oberstdorf

Im Stillachtal

Frühling

Kurz vor dem Gipfel des Rieffenkopfs

Abstieg vom Rieffenkopf

Ganz ohne Schnee geht es natürlich nicht

Rückweg mit Roller :-)
Am Samstag hatte mich die Erkältung wieder im Griff. Die kleine leichte Tour hatte dann doch über 1000 Höhenmeter gehabt und hatte 8 Stunden gedauert - zum Teil natürlich deswegen, weil ich ziemlich langsam gewesen war. Nunja. Zum Mithelfen beim Räderwechseln reichte die Energie grad noch, aber mehr war nicht drin. Doch: gemütliches Grillen am Abend :-)
Sonntag, 24.04.2011: Dürrer Bichl und Blender
Sonntag in der Früh regnete es erst mal, so dass uns gar nicht erst der Gedanke ans Rausgehen kam. Ab dem späten Vormittag lugte dann aber immer wieder die Sonne durch, so dass wir uns schliesslich zu einer kleinen, leichten MTB-Runde von daheim aus aufmachten. Wir schlängelten uns auf kleinen Strassen und Weglein (oftmals unbekannt obwohl nicht weit weg) durch die Umgebung und kamen schliesslich ‘von hinten’ über den Dürren Bichl (nie vorher gehört) zum Blender. Richtung Berge grummelte es beständig, aber bei uns regnete es nie, auch wenn es gelegentlich recht dunkel wurde. Eine wirklich feine und natürlich gar nicht soooo kleine Runde.

Löwenzahnwiesen

Osterbrunnen in Krugzell

Katzensuchbild

Kurz hinter Wiggensbach

Auf dem Weg zum Dürren Bichl
Montag, 25.04.2011: Bildstöckl
Ermutigt von der MTB-Runde am Vortag planten wir eine Runde über’s Bildstöckl und die Schnizlertal-Alpe, Start am Friedhof in Burgberg. Abgesehen davon, dass uns das GPS durch den Burgstall-Tobel leiten wollte (sicherlich ein Planungsfehler), was lediglich mit Rädertragen möglich gewesen wäre und daher umfahren wurde, ging es mir erst mal recht gut, obwohl man zum Bildstöckl hinauf ständig bergauf fährt und kaum Gelegenheit zum Erholen hat. Das war dann aber wohl doch zu ambitioniert gewesen, denn etwa dort, wo der Countdown zum Gipfel beginnt (Markierungen auf der Strasse: 1000m, 500m, 250m, 100m, 50m) versagte plötzliche meine Energie und ich bekam Kopfschmerzen.
Wir disponierten um und fuhren von der Dreiangelhütte direkt zurück nach Burgberg. Die Dreiangelhütte hatte leider noch nicht auf, so dass wir auf Kaffee und Kuchen auf der Terrasse ausweichen mussten. Das ist natürlich auch schön, aber K&K mag ich am allerliebsten direkt auf der Tour.

Bei Sonthofen Winkl

Auf dem Weg zum Bildstöckl

Kapellchen vorm Bildstöckl
Alles in Allem - trotz der lästigen Erkältung - ein schöner Urlaub (Was auch sonst?). Durch die vielen verschiedenen Dinge, die wir gemacht haben, fühlt sich die eine Woche an wie mindestens 3. Mehr kann man wohl kaum aus Urlaub rausholen :-)