Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Allgäu-Urlaub, Teil 3

Samstag, August 28, 2010

Für die beiden strahlend schön angesagten Tage mitten in der Woche sind wir dann doch noch weggefahren. Ins Lechquellengebirge wollte ich schon länger mal, weil man da ja von ‘uns’ aus so schön reingucken kann und ich mir eigentlich nur die Berge merken kann, auf denen ich schon mal war. Also mussten wir da jetzt endlich mal hin. Luftlinie ist das nicht weit, mit dem Auto braucht man aber doch gute 2 Stunden.

Mittwoch, 25.08.2010:
Für einen ersten Besuch im Lechquellengebirge schien mir die Braunarlspitze ein würdiges Ziel. Die Berge, die auf der Karte als erstes ins Auge springen, Mohnenfluh und Karhorn sind mit Bahnen und einem Klettersteig erschlossen, das schien mir nicht allzu einladend.

Wir starteten in Schröcken an der Kirche und querten am langen Ausläufer des Hochbergs entlang zum Braunarl-Fürggele. Das Steiglein war schmal, erdig und ziemlich rutschig. Vorm Fürggele sahen wir Hundere Schafe, die mähend und blökend den Hochberg hinauf stiegen. Da wollten wir auf dem Rückweg auch noch hin.

Der Grat zur Braunarlsspitze ist lang, gelegentlich steil und hin und wieder ausgesetzt. Die beiden exponiertesten Stellen sind durch ein Drahtseil entschärft. Oben am Gipfel der Braunarlspitze dann ‘Kunst am Gipfel’. Jemand hat einen sehr schön ausgeschnittenen Steinbock am Kreuz befestigt :-)

Der Aufstieg zum Hochberg von der Senke unter der Fürggele erfolgte durch die grosse Herde Schafe, die uns misstrauisch beguckten, aber nur selten aus dem Weg gingen. Beim Abstieg ins Tal dann elende Knie-Schmerzen. Kein Wunder, über 1700m Abstieg hab ich dem Knie schon lang nimmer zugemutet.

Der Gasthof in Schröcken hatte Ruhetag, in Warth fanden wir einigermassen bazahlbares Quartier in der Walserstube, wo wir neben einem Grillteller interessanten Dorfklatsch zu hören bekamen.


Start an der Kirche in Schröcken


Am Hochberg-Ausläufer entlang zum Braunarlfürggele


Rückblick in die Allgäuer Alpen: Widderstein


Der Gipfel kommt näher


Braunarlspitze


Kunst am Gipfel


Aufstieg zum Hochberg


Schaf

Donnerstag, 25.08.2010:
Der Tag fing strahlend schön und mit einem reichhaltigen Frühstück an. Beste Voraussetzungen für die Rote Wand, deren auffallende Form mit dem Mini-Gletscherchen uns schon oft ins Auge gestochen ist. Wurde Zeit, da endlich auch mal hochzusteigen.

Das dachten wir, bis wir kurz hinter Zug an der gesperrten Strasse zum Formarinsee standen. Oops. Manchmal haben die billig erstandenen Uraltführer halt doch ein paar Defizite. Natürlich kann man mit dem Bus zum See fahren, aber das hätte unsere Zeitplanung ziemlich über den Haufen geschmissen. Nach einem Blick in Karte und Führer disponierten wir um. Dann eben eine Almenwanderung mit Weglosgipfel.

Wir parkten am Zuger Fischteich (kostet 5 €, die man hinterher dort verfressen kann) und starteten Richtung Ravensburger Hütte zum Stierloch. Nette Gegend für schöne Bilder :-) Neben dem Stierloch stehen 2 starre Holzmänner und halten Wache oder sowas.

Weiter ging es Richtung Madlochjoch, wo wir recht unerschrockene Murmeltiere beobachten konnten. Kurz vorm Joch zweigten wir vom Weg ab und stiegen weglos (aber gelegentlich markiert) einen gerölligen Rücken hinauf bis zum ‘Zielpunkt’ kurz vor dem Gipfel der Oberen Wildgrubenspitze, der über ein winziges etwas ausgesetztes Kletterstückchen zu erreichen ist. Natürlich stiegen wir noch bis ganz hinauf, wo wir eine grandiose Rundumsicht und ein winziges windgeschütztes Plätzchen vorfanden.

Nach dem Abstieg querten wir weiterhin weglos zum Madlochjoch und wo wir schon mal da waren, gingen wir auch noch auf die Madlochspitze, wo es schon wieder eine Klasse Rundumsicht hatte :-) Der Abstieg zur Gstütalpe war dann etwas enttäuschend, denn entgegen der Erwartungen gibt es auf der Gstütalpe weder Kaffee noch Kuchen. Da gibt es gar nix, denn die Alpe ist nur ein winziges Hüttchen.

Den Kaffee und den Kuchen gab es dann am netten Zuger Fischteich bevor wir uns auf den langen Heimweg durchs Lechtal machten. Das Wetter sah nicht so aus, als würde es am Freitag schlecht werden. Hätte nicht viel gefehlt und wir wären noch eine Nacht geblieben. Der Dauerregen am Freitag morgen bewies aber eindrücklich, dass der Wetterbericht richtig war.


Das lange Tal zum Stierloch


Rückblick vom Stierloch


Misstrauisches Murmeltier


‘Zielpunkt’ vor der Oberen Wildgrubenspitze


Tiefblick auf den Zürser See


Madlochspitze über dem Madlochjoch


Noch ein Holzmann


Murmelkinder beim Spielen

Von engel am 28.08.2010 10:09 • outdoorberg
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare


Have fun!