Jetzt sind auch die letzten Urlaubstage für 2013 aufgebraucht und - wen wundert’s - es war wieder sehr schön im heimatlichen Allgäu. Wettermässig hatten wir viel Glück mit dem ungewöhnlichen Warmluft-Einbruch, dem strahlenden goldenen Herbstwetter und den fast schon sommmerlichen Temperaturen. An zwei von den 3 Regentagen hätte man durchaus auch was machen können, aber wir entschieden uns jeweils für die gemütliche Variante. Lediglich der Montag war ein reinrassiger Tonnen-Tag: Deckel drauf, vergessen.
Der Reihe nach:
Samstag starteten wir bei eisigen Temperaturen im schattigen Bichelbächle zum Sommerbergjöchl. Da hat es diesen Nordgrat, über den man in lustiger Kletterei zur Gartnerwand gelangen kann. Ich war sehr überrascht, wieviel Schnee vom letzten Wochenende da noch herum lag. Den Nordgrat gingen wir dennoch an (wir legten die erste Spur :-)). Von einer tief verschneiten Rinne abgesehen (wir sanken teilweise bis zur Hüfte ein) war der Schnee nicht besonders hinderlich und da es ganz unerwartet sogar ein paar Drahtseile hatte, waren auch die wenigen gründlich vereisten Felsen unproblematisch. Die Querung der Gartnerwand auf der Südseite sieht ausnehmend abenteuerlich aus, ist aber weniger schwierig als man denkt. Der Abstieg über das zugeschneite Bichlbacher Jöchl dagegen war ziemlich unangenehm, weil ich alle naselang wegrutschte und es jedes einzelne Mal im Knie zwickte. Bäh!

Beim schattigen Bichlbächle

Die gewaltige Gartnerwand

Kurz vorm Sommerbergjöchl endlich Sonne!

Da geht es weiter

Wir machen nigelnagelneue Spuren

In den Steilpassagen hält sich der Schnee in Grenzen

Die Schneehühner beäugten uns vorsichtig, ließen sich aber nicht stören

Der Mann spurt in der Rinne

Die Zweite hat es nur unwesentlich einfacher

Hier trifft der Nordgrat den langen Gartnerwand-Grat (der Hauptgipfel liegt 150 Meter weiter östlich)

Wir queren zum Westgipfel

Danach wird es einfacher

Haufenweise Schnee im Abstieg
Sonntag ließ der Regen länger auf sich warten, als wir dachten, aber der Tag war auch ohne Bergtour ausgefüllt. Montag erfreute mich mit mehrfacher Komplett-Entleerung. Zwischenzeitlich war ich dermaßen platt, dass ich es kaum schaffte, vom Sofa aufzustehen. Ich kann noch immer nicht fassen, wie schnell man derart krank werden kann.
Oder wie schnell man sich wieder erholen kann. Am Dienstag spazierten wir vorsichtig erst mal auf die Rote Flüh, aber alles war gut. Daher war die optimistische Planung, auch noch den Friedberger Steig dran zu hängen, problemlos durchführbar. Den Pflaumenstrudel im Adlerhorst hätte ich aber besser mal nicht aufgegessen. Schmeckte äußerst mäßig und lag mir noch lang quer im Magen.

Aufstieg mit Herbstfarben (noch ohne Sonne)

Es geht mir gut :-)

Hinten die Rote Flüh, rechts der Gimpel

Pause am Gipfel der Roten Flüh

Abstieg zum Friedberger Steig

Hier geht es zum Schartschrofen :-)

Einstieg in den Friedberger Steig

In der Gelben Scharte

Am Schartschrofen

Nochmal der Schartschrofen

Abstieg mit Herbstfarben (und Sonne)
Mittwoch war wieder so ein halbschöner Tag, der später als erwartet wirklich schlecht wurde. Wir machten einen richtigen Herbsttag draus. Mittags gab es Kürbissuppe, Abends Zwiebelkuchen. Yummie!