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Fortschritte

Freitag, Mai 10, 2019

Meine Befürchtungen bestätigten sich (vielleicht auch eben deswegen?), die erste Hälfte der Nacht schlief ich nur in Mini-Häppchen weil ich einfach keine Ruhelage fand. Am besten ging noch Seitenlage mit dem linken Bein über dem Rechten. Dafür saute ich damit das Bett ein, weil das Blut aus dem Verband über den Schlauchlöchern gedrückt wurde. Wurscht.

Gegen zwei Uhr bat ich um Schmerzmittel. Ich bekam eine Infusion, die aber total umsonst war, denn der Zugang war inzwischen so weit rausgerutscht, dass nichts mehr in mich hinein lief. Eine Nachtschwester versuchte noch, das irgendwie zu reparieren, aber es war nichts zu machen. Sie zog den Zugang. Legen dürfen den wohl nur Ärzte, deswegen bekam ich Tropfen, und Wunder über Wunder, die halfen nach einer Weile. Ich schlief so gegen 3 endlich wirklich und echt ein. Bis etwa halb 6 wie üblich, aber richtiger Schlaf ist schon eine tolle Sache, da fühlt man sich gleich 100% besser.

Als ich erwachte, lag das Bein nach rechts gekippt und rührte sich nicht. Ich bewegte mich nur ganz wenig, um es nicht stören, denn es war total toll, völlig schmerzfrei im Bett zu liegen :-)

Natürlich hielt das nicht ewig. Erst kamen die Schwestern zum Messen, kurz drauf der Operatuer, der meinte, an der Streckung müsse ich am meisten arbeiten. Unbedingt. Ziel sei die volle Streckung und 90 Grad Beugung bis zur Reha. Und er betrachtete das Knie, das doch deutlich höher stand als das andere ein bisserl unzufrieden.

Nach dem Frühstück schaffte ich es das erste Mal allein aus dem Bett. Weil das operierte Bein noch immer (und noch eine Weile) den Muskel blockiert, wurschtelt man den linken Fuß, also die Zehen, unter den rechten Knöchel und schwingt dann beide Beine aus dem Bett raus oder eben rein. Wenn man abrutscht, ist das nicht schlimm für das Bein, aber es tut sakrisch weh. Ich hab das gleich beim 2. Mal ausprobiert und war danach viiiiiel vorsichtiger.

Später kam die Physiotherapeutin und übte mit mir Beugung und Streckung. Vor allem Letzteres tat echt weh, die Beugung dagegen spannte bloß ein bisserl. Dann sollte ich ‘richtig’ laufen üben, nämlich Bein strecken (naja, im Prinzip halt, geht ja noch nicht), Ferse aufsetzen und abrollen, weil ich nun jahrelang schon falsch gelaufen bin. Das wird wahrscheinlich noch viel Übung brauchen.

Dann kam die Bewegungschiene dran, 15 Minuten volle Streckung und 80 Grad oder so Beugung. Das war am Ende dann ganz schön Aua, deswegen war der direkt darauf folgende Ausflug zum Röntgen (im Rollstuhl) ganz schön anspruchsvoll. Als ich zurück auf dem Zimmer war, wollte ich nur noch in meine neue Lieblingsseitenlage und Nixtun. Da gab es dann aber direkt Mittagessen. Ich brachte das an der Bettkane sitzend (Anweisung der Therapeutin) hinter mich und dann war erst mal Schluß. Bett flach, Seitenlage, Augen zu, Entspannen. Ich schlief direkt ein.

Ich erwachte, als der Kaffee kam, prima Timing.

Das Bein war danach aber nicht mehr ruhig zu kriegen, deswegen fragte ich irgendwann doch nach Schmerzmittel, was ich auch bekam. Als es wirkte, übte ich noch ein bisserl Streckung, aber ich schaffte es nicht, soviel Druck wie die Therapeutin auf mein Bein auszuüben. Wahrscheinlich Feigheit ;-) Ich ging stattdessen spazieren, ganze 10 Minuten :-)

Den Rest des Nachmittags und des Abends verbrachte ich wieder mit Lageveränderung und Lagefinden und zwischendrin Streckung-Üben. Inzwischen hatte ich kaum mehr richtige Schmerzen, aber das Bein war immer wieder irgendwie unzufrieden und dann half auch die tolle Seitenlage nichts. Ich ließ mir für Nachts Tropfen geben, denn “Leiden muss hier Keiner”.

Von engel am 10.05.2019 23:00 • diaryKnieOP

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