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Heimarbeit im Allgäu

Montag, März 23, 2020

Wegen Corona hatte ich mit meinem Chef ausgemacht, daheim im Allgäu zu arbeiten. Ich fing direkt um 5 mit der Arbeit an und sah dann, dass das nun eh die offizielle Firmen-Politik ist. Während des Urlaubs war tatsächlich das erste Mal seit Monaten mal wieder eine echte Arbeitsanfrage reingekommen. Ich lud uralte Archive ins Outlook und musste die Anfragenden dann erst mal vertrösten: Outlook brauchte Ewigkeiten, den alten Kram zu indizieren.

Unterdessen beschäftigte ich mich wieder mit meinem Projekt, verwarf die X. Karten-Library und kehrte zu der zurück, mit der ich angefangen hatte. Inzwischen hatte ich aber wieder was gelernt und verstand sie endlich. Naja, ich verstand die Benutzung ;-)

Um halb 10 gönnte ich mir dann eine ausgiebige Pause: 4 Stunden. Ich packte Skitourenkram ins Auto und fuhr zum Oberjoch. Der Plan war, auf der Piste bis zur Gipfelstation aufzusteigen und wieder abzufahren. Irgendwo muss ja auch bei Heimarbeit Bewegung her kommen ;-)

Ich war die ganze Zeit etwas unsicher, ob das nun die Ausgangsbeschränkung verletzt oder nicht. Eigentlich nicht, denn Sport draussen und allein ist ja erlaubt und wieviel alleiner als auf einer Skitour kann man denn sein? Trotzdem war es seltsam. Nahezu leergefegte Straßen, ein Schild ‘Schattwald gesperrt’ schon an der Autobahn und total leere Parkplätze am Oberjoch. Mein Auto war das einzige weit und breit. Das war echt seltsam.

Dann ging ich los. Es wehte ein extrem kalter Wind und der Kunstschnee war stellenweise fast eine Eisplatte. Immerhin hatte ich richtig gerechnet und die Sonne war schon da. In der Mitte, wo die Piste ziemlich steil wird, nahm ich Harscheisen und war wirklich froh drüber. Ein paar Mal rutschte ich trotzdem weg. Der einzige andere Tourengänger, der mich zu Beginn des Steilhangs überholt hatte, ging einfach geradeaus hoch, aber das traute ich meinen Fellen nicht zu. Ich ging brav Kehren.

An der Gipfelstation blieb ich nicht lang, es war zu kalt und windig. Abfellen, Einsteigen, Losfahren. Die Piste war natürlich überhaupt nicht aufgegangen, aber mei, Skifahren kann ich, auch mit labbrigen Tourenlatten. So richtig schön zu fahren war es nicht, aber es war eine schöne Übung für das Knie, das mit dem Geratter und dem Eis gut zurecht kam. Ich habe allerdings noch immer Probleme, den rechten Aussenski wirklich gut zu belasten, das Knie wird also noch immer etwas geschont.

Unten standen inzwischen noch 2 Autos, eins wohl vom Überholer und ein Weiteres, aus dem gerade eine Dame stieg. Ob man Harscheisen brauche? Ich empfahl sie wärmstens. Dann fuhr ich heim, um weiter zu arbeiten.

Als erstes suchte ich die wenigen Uralt-Infos zusammen, die ich finden konnte und verschickte sie. Dann bastelte ich die Karte ins Projekt und baute Zoomen und Verschieben ein. Das funktionierte prima, aber nun ist der Code wieder so ein Gewurschtel, dass ich da demnächst mal wieder aufräumen muss. Es geht voran :-)

Später kam der beste Allgäuer von Allen. Wir müssen uns erst noch ein wenig dran gewöhnen, wie man Arbeitsabende gemeinsam (und getrennt) gestaltet. Das ist ein gutes Training für die Zeit, wo dann hoffentlich wirklich im Allgäu arbeite :-)

Von engel am 23.03.2020 23:00 • outdoorski

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