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Montag, 03.08.2026: Eingesperrt

Montag, August 10, 2026

Es sollte der Hitze wegen eine nicht allzulange Tour werden, mit ein bisserl Radeln und ein bisserl Laufen. Ich setzte auf kühles Radeln im schattigen Tal und Wind an Grat und Rücken.

Der Start zur Tour wurde dadurch erschwert, dass der Parkplatz im Ostertal gesperrt war. Wir wichen zur Säge aus, weswegen der eigentlich gemütliche Radlteil direkt mit dem sehr steilen Stück zur Buhl-Alpe begann. Danach konnten wir aber tatsächlich ziemlich gemütlich und einigermaßen kühl bis zur Gräfenalpe radeln, wo wir die Räder parkten.

Dass der Weg zur Printschenalpe hinauf ein steiler Quad-Track ist, wussten wir. Leider ist der früher trotzdem ganz nette Track inzwischen aufgekiest und eingezäunt. Man steigt also stufenlos eine supersteile Piste hinauf, rechts und links ein Zaun, der auch die einzige Bank auf der Strecke absperrt. Zwischendrin hat es Schilder, die die schöne Flora und Fauna der Gunzesrieder Bergwelt preisen, aber selbst bekommt man nur diese steile Piste mit, die ausschließlich den paar Leuten nützt, die gelegentlich da hinauf müssen. Biken ist da natürlich verboten (rauf ginge allerdings nur mit Motor), aber Quads fahren fröhlich rauf und runter. Das Ganze ist wie eine Autobahn durch eine malerische Altstadt. Falls es noch nicht aufgefallen sein sollte: nicht empfehlenswert!

Oben trifft man auf den Wanderweg und nun entspricht endlich auch der Weg der schönen Landschaft, in der man nun endlich drin ist, anstatt nur von draussen drauf zu schauen. Zäune rechts und links gibt es leider trotzdem noch. Man möchte wohl die Touris einsperren.

Weil die Überschreitung des Dreifahnenkopfs wegen Birkhuhn-Schutzgebiet nicht mehr möglich ist (das zumindest sehe ich ein), wandten wir uns nach rechts, um den Berg rechtsrum zu umgehen. Der Weg liegt vormittags netterweise im Schatten und es gab sogar ein paar feuchte Stellen.

Am Sattel zwischen Dreifahnenkopf und Höllritzer Eck war dann aber Schluß mit angenehm. Wir kamen in die volle Sonne, es hatte nicht das leiseste Lüftchen (das hatte ich irgendwie anders in Erinnerung) und der Anstieg zum Eck ist steil. Puh! Oben gönnten wir uns noch den kleinen Abstecher über den alten Weg zum Gipfel, also supersteiles Gestrüpp-Gekrabbel, und kamen dann schweißgebadet am Gipfel an. Nochmal Puh!

Nach einer kurzen Pause (kein Schatten) gingen wir rüber zum Bleicher Horn und stiegen auf der anderen Seite (immerhin mit etwas Wind) zum Alpweg ab. Der Abstieg ist auch von der feinen Sorte: Zaun rechts und links und so nah am Weg, dass man direkt aufpassen muss, nicht allenaselang mit den Stöcken dagegen zu kommen. Ich bin nicht sicher, wofür das gut sein soll, aber zur Touri-Abschreckung taugt es allemal.

Wir kehrten an der Höllritzer Alpe ein, wo es wunderbar kaltes Bier und echt guten Kuchen gab :-)

Zu drn Rädern stiegen wir über die nahezu unradelbate Piste ab, die wir schon ein paar Mal gefahren sind (der beste Allgäuer mehr, ich weniger ;-)). Deg restliche Rückweg war total angenehm, man kann fast allerorten rollen lassen und trocknet unterwegs ab :-)

Ich mag die Gegend eigentlich sehr gern, aber die Umstände werden immer schlechter :-(


Gleich wird es anstrengend


Bequemradeln im Ostertal


Eingesperrter Anstieg, Yay!


Eingesperrter Anstieg weiter oben. Immer noch Yay!


Querung unterhalb des Dreifahnenkopfs


Direktanstieg zum Höllritzer Eck


Oben!


Gipfelbild


Erfrischung an der Höllritzer Alpe

Von engel am 10.08.2026 18:48 • outdoorbergmtb
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