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Solo Bike&Hike

Donnerstag, Oktober 22, 2020

In der Früh war unser Anschluss natürlich wieder OK. Die volle Download- und Uploadgeschwindigkeit. Da braucht man sich ja auch nicht mehr beschweren, was sollten die tun?

Nach dem üblichen Nachrichten-Update in der Früh steckte ich mein Ghost in den Kangoo und fuhr nach Gunzesried. Beim Bedienen der Parkster-App, die in Gunzesried (derzeit?) die einzige Möglichkeit ist, den Parkschein zu bezahlen, stellte ich mich, ich muss das zugeben, erst mal total bescheuert an. Irgendwann hatte ich dann aber den Parkschein. Aber nur App, kein Automat, das finde ich überhaupt nicht gut.

Weil ich ja allein unterwegs war und der beste Allgäuer nicht monieren konnte, dass so kurz radeln sich ja überhaupt nicht lohnt, hatte ich das Bike dabei. Ich radelte bis zum Kapellchen und stellte dort das Ghost an den Zaun. Dann stieg ich über den steilen Waldweg zum Steineberg auf. Das war sehr schön und sehr einsam, ich traf selbst im oberen Bereich, wo der Weg markiert und ‘offiziell’ ist, nur einen einzigen Menschen.

Oben war natürlich einiges los, ich nehme an, die Mittagbahn lief. Die Leiter war für viele eine echte Herausforderung. Eine Frau schüttelte sich oben und sagte, da würde sie nicht absteigen, eine andere stieg hoch konzentriert, den Blick starr auf die Leiter gerichtet, gaaaanz langsam, Stufe für Stufe hinauf. Von oben ermunterte sie ihr Mann: “Du hast die Hälfte geschafft! Zwei Drittel! Noch 2 Meter!” Das war bestimmt das totale Abenteuer :-)

Am Gipfel schien fast die Sonne, es war aber auch windig, deswegen blieb ich nicht lang. Nachdem ich die Leiter abgestiegen war, versuchte ich mich an einem neuen Abstieg, weglos über die Wiese zwischen Grat und Felswand zum Üben. Die ist doch einigermaßen steil und das ging ausgesprochen gut, obwohl ich nur die schaftlosen Trekkingschuhe anhatte. Weglos wird langsam wieder, hoffe ich.

Der restliche Abstieg war dann aber schon ein wenig anstrengend. Auf der Straße noch mehr als auf der Wiese, deswegen nahm ich dann doch meistens die Wiese. Dem Knie ging es aber unten auf der Querung zum Rad echt gut.

Daheim ging ich noch kurz Einkaufen und die Gartenabfälle wegbringen, dann brach ich erst mal auf dem Sofa zusammen. Abends gab es dann noch eine weitere Kata und ich musste mich doch an Vodafone wenden. 2MBit, das ist doch kein Zustand! Das Problem bei uns in der Gegend sei bekannt, man arbeite dran, hieß es. Na toll! Immerhin haben wir jetzt ein Ticket und werden informiert. Bald, hoffe ich!


Start in Gunzesried


Mein Rad vor dem Kapellchen


Finde ich noch immer total entzückend


Der Ausstieg vom Waldweg


Blick zum Gipfel


Rückblick von meinem Abstiegsweg


Übersichtsbild


Herbstbild :-)

Von engel am 22.10.2020 07:52 • outdoorbergmtb(2) Kommentare

Dienstag, 22.09.2020: Erholungstag

Samstag, September 26, 2020

Ich hatte am Vortag schon gemerkt, dass ich so langsam eine Pause brauchte. Nicht unbedingt wegen der Kondition, sondern wegen Knie und Füßen und dem Abstiegsmuskelkater im rechten Bein. Also mehr Radeln und weniger Laufen. Wir nahmen uns mal wieder den zackeligen Gipfel im Tannheimer Tal vor.

Nach einem gemütlichen Frühstück stellten wir den Kangoo an der Bahn ab und radelten los. Die Forststraße ist unten etwas steiler, aber nach den Anstiegen zur Tuftlalm und zur Speicherhütte war das geradezu gemütlich, auch ohne Teer ;-)

Auf dem langen Weg hintenrum sprangen uns die vielen Pilze im Wald an. Vom Rad aus war nichts Verwertbares dabei, aber es hatte endlich mal überhaupt Pilze :-) Das eröffnete doch gleich Möglichkeiten für die nächsten Tage, für die geradezu grusliges Wetter angesagt war.

Im Joch stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Da war die morgendliche Sonne dann schon weg und dicke Wolken waren aufgezogen. Eine kurze Pause gab es trotzdem.

Danach nahm ich Stöcke, denn meine Beine waren deutlich gestresst. Verglichen mit den letzten Malen hier ging das Laufen aber ausgezeichnet :-)

Am Gipfel waren wir allein, wir blieben aber trotzdem nicht allzu lang, denn es war windig und kühl. Wir wollten dann eigentlich zur Abwechslung mal bei der Gräner Ödenalpe einkehren, aber dort schickte man uns weg, weil alle Kräfte beim Viehtrieb benötigt wurden. So gab es K&K wieder in der Nesselwängler Edenalpe, gut wie immer.

Wir kamen trocken ins Tal. Es begann tatsächlich erst zu regnen, als wir die Räder ins Auto geladen hatten :-)


Radeln vor toller Kulisse


Das Ziel im Blick


Anstieg zum Gipfel


An derselben Stelle


Oben :-)


Abstieg zur Gräner Ödenalpe


K&K an der Nesselwängler Edenalpe


Abfahrt, die Kulisse ist weg

Von engel am 26.09.2020 15:23 • outdoorbergmtb

Montag, 21.09.2020: Knapp entwischt!

Samstag, September 26, 2020

Der Montag sollte noch mal relativ stabil schön werden. Und weil es nicht Wochenende war, konnten wir auch mal wieder den Tunnel riskieren. Das klappte gut, kein Stau, keine Blockabfertigung und nur ein paar LKWs als Hindernisse. Wir kamen problemlos nach Ehrwald, von schönem Wetter war allerdings erst mal nichts zu sehen. Es war neblig und kühl beim Ausladen.

Die Straße zur Tuftlalm fängt ganz kurz einigermaßen bequem an und wird dann richtig steil. Man kann das radeln, weil es eine Teerstraße ist, aber der Aussichtspunkt mit den beiden Bänken nach dem steilsten Stück ist dann schon sehr willkommen ;-) Da hatten wir dann auch volle Sonne und beste Aussicht.

Danach wird es minimal flacher, ist aber weiterhin durchgehend anstrengend, bis man endlich auf die flache Forststraße rüber zur Tuftlalm kommt. Entschädigt wird man für die Anstrengung durch wunderbare Ausblicke ins Zugspitzgebiet und den netten herbstlichen Mischwald bei der Auffahrt. Alles in allem ist das ein sehr schöner Bike-Anstieg :-)

An der Tuftlalm legten wir die Räder ins Gras und gingen gleich ein Stück auf dem Steig weiter, um uns bequem und gemütlich in der Sonne umziehen zu können. Der beste Allgäuer ging barfuß.

Der Weg zum Daniel führt erst lang und mäßig steil durch Wald, bis man in den Latschgürtel kommt. Da wird der Weg dann deutlich steiler und sowohl felsig als auch schottrig. Oberhalb der Latschen folgt dann noch die Querung unter der Upsspitze durch und dann ist man am Gipfel.

Während wir da hinauf stiegen, zog es zu und oben standen wir dann mit Null Sicht in den Wolken. Was schade ist, denn vom Daniel hätte man großartige Aussicht auf den Wetterstein, die Mieminger, Ehrwald und überhaupt ganz viel tolle Gegend. Wenigstens war es nicht ganz so kühl und windig da oben, wie wir befürchtet hatten, die Pause fiel aber doch eher kurz aus.

Weil es (noch?) nicht regnete, beschlossen wir auch noch über die Upsspitze zu gehen und über einen uns bisher unbekannten Weg zum Grünen Ups abzusteigen. Das war eine gute Idee, denn gleich hinter dem Ups kam ein wenig die Sonne durch und wir fanden eine super-bequeme windgeschützte Mulde für eine ausgedehnte Pause. Das war sehr nett da!

Der weitere Abstieg war zwischenzeitlich ordentlich anspruchsvoll für mein Bein, denn es war sehr steil und sehr geröllig und felsig. Toller Abstieg und das Knie kam echt gut zurecht. Über die Pause am Grünen Ups war ich dann aber schon froh.

Der Rückweg zur Tuftlalm zog sich dann ziemlich, weil man die Alm zwar vom Grünen Ups aus schon sehen kann, aber dann allerlei Gelände-Falten ablaufen muss, und das dauert halt. Wir kehrten ein und weil es keinen Kuchen mehr gab, bestellten wir uns zu zweit Kaiserschmarrn. Der Kaffee dort ist klein, aber gut.

Der Kaiserschmarrn war auch gut, es zog sich aber eine gute Weile, bis er fertig war und in der Zwischenzeit wurde es am Daniel immer dunkler. Gerade als wir los radelten, grummelte es da oben bedrohlich und es tröpfelte los.

Wir gaben ordentlich Gas, um dem Gewitter davon zu radeln. Auf einer Teerstraße abfahren ist total einfach und man kann da echt schnell werden, aber das stresst die Bremsen dann ganz schön. Beim besten Allgäuer von Allen, der ja immer viel schneller fährt als ich, begannen dann auf der halben Abfahrt auch die Bremsen seltsam zu riechen.

Wir legten am Aussichtspunkt mit den beiden Bänken eine kleine Zwangspause ein, denn versagende Bremsen sind nicht lustig. Das Gewitter hinter uns blieb, wo es war, deswegen konnten wir nach einer Weile ganz bequem (und viel langsamer) den steilsten Teil der Abfahrt angehen.

Wir kamen trocken bis ans Auto. Das war echt Dusel, denn anderswo, das sahen wir auf der Rückfahrt, hatte es allerlei heftige Gewitter. Ins möglicherweise Heftigste fuhren wir dann auf der Autobahn rein, wo vor uns erst ein paar Auto warnblinkten und dann plötzlich eine regelrechte Wasserwand vor uns stand.

Es regnete so heftig, dass wir auch mit Scheibenwischer auf Höchststufe kaum was sahen und auf der Autobahn stand das Wasser kurz zentimeterhoch. Das dauert aber nicht lang und immerhin wurde das Auto da wirklich gründlich gewaschen ;-)


Start im Nebel


Bald kommt Sonne


Radeln neben dem Wetterstein


Es geht zu Fuß weiter


Vor Upsspitze (links) und Daniel (rechts)


Am Gipfel


Tiefblick mit Wolken


Abstieg von der Upsspitze


Pause :-)


Am Grünen Ups, hinten die Ehrwalder Sonnenspitze


K&K an der Tuftlalm


Flucht vor dem Gewitter


Zwangspause

Von engel am 26.09.2020 14:53 • outdoorbergmtb

Sonntag, 20.09.2020: Nix Köpfle

Samstag, September 26, 2020

Bei den Überlegungen, wo wir denn noch weitere Bike&Hike Touren finden könnten, hatte der beste Allgäuer die Speicherhütte in den Ring geworfen. Da waren wir schon sehr lang nicht mehr und ich hatte mir alle möglichen Touren da hinten angeschaut. Aber da ist alles sehr lang und das wollte ich dem Knie noch nicht zumuten. Am Ende beschlossen wir, da einfach hinzuradeln und dann zu schauen, ob wir einen der kleineren weglosen Hügel über der Mindelheimer Hütte schaffen. Und wenn nicht, dann halt nicht.

Wir parkten an der Fellhornbahn. Es war arg frisch da in dem zugigen Tal, denn um diese Jahreszeit schafft es die Sonne erst spät bis unten. Warm wurde es uns erst, als es an der Abzweigung ins Rappenalptal steiler wurde. Die Teerstraße geht für eine Weile relativ steil hoch und wird dann wieder flacher. Und sie ziiiiieht sich. Es dauerte Ewigkeiten, bis wir endlich die Schwarze Hütte und danach - Endlich! - Sonne erreichten. Wir machten erst mal Pause.

Danach beginnt der interessante Teil der Radelstrecke, es geht nämlich bergauf. Teilweise wirklich ordentlich bergauf! Obwohl die Straße bis zur Speicherhütte durchgehend geteert ist, musste ich an 2 Stellen absteigen und schieben (der beste Allgäuer natürlich nicht). Der einzige andere ‘richtige’ Biker ausser uns schob da auch, allerdings stellte ich nachher fest, dass der Mann gut über 70 sein musste und fühlte mich nicht mehr ganz so zufrieden :/ Ausser uns 3en waren nur E-Bikes an der Hütte.

Wir stellten die Räder am Zaun ab und gingen zu Fuß weiter. Den Weg zur (also eher: von der) Mindelheimer Hütte sind wir bisher ausschließlich in umgegekehrter Richtung gegangen und ich war doch erstaunt, wie steil der ist. Ich musste ordentlich schnaufen, hatte aber trotz des anstrengenden Radeln nicht das Gefühl, gleich zusammen zu brechen. Vielleicht wird das ja wieder was mit der Kondition :-)

An der Mindelheimer Hütte liefen wir vorbei und legten uns ein paar Minuten später erst mal in einer windgeschützten Mulde ins Gras und in die Sonne und schauten die beiden potentiellen weglosen Hügel an. Der Linke war steil und grasig, der Rechte steil und bröselig. Als die Sonne hinter Wolken verschwand, entschieden wir uns für den linken Spitz.

Der weglose Aufstieg war erst mal problemlos. Als wir uns dann langsam der steilen grasigen Rinne näherten, wurden die Schritte größer und ich schaute immer wieder mal runter, um den Abstieg abzuschätzen. Schließlich musste ich doch zugeben, dass ich mir einen noch steileren Abstieg nicht zutraute und die Rinne steilte mehr und mehr auf.

Obwohl es so aussah, als müssten wir lediglich noch 30 Höhenmeter oder so aufsteigen, brachen wir ab. Das Knie kaputt machen wäre eine blöde Idee. Zurück an der Hütte stellten wir allerdings fest, dass wir uns ganz schön getäuscht hatten. Das wären noch wenigstens 150 Höhenmeter gewesen! Der Abbruch war schlau gewesen.

Es war schon die ganze Zeit immer dunkler geworden und es hatte dieses komische gelbe Gewitter-Licht. Auf dem halben Abstieg fing es dann auch an zu regnen, mal mehr, mal weniger. Wir kamen aber relativ trocken bis zur Speicherhütte, wo der Regen nochmal zulegte. Unter dem Halbdach der Hütte konnten wir uns bequem und fast trocken umziehen.

Auf der Abfahrt liess der Regen netterweise nach und wir konnten an der Schwarzen Hütte auf Kaffee und Kuchen einkehren. Das war sehr nett :-)

Wir kamen danach sogar fast trocken bis zum Auto, dann aber legte ein Gewitter derart los, dass das Wasser auf der Straße neben dem Parkplatz zentimeterhoch stand. Wir wurden beim Einladen total nass. Immerhin wurde dann auf dem Heimweg das Auto einigermaßen gewaschen ;-)


Start zur Speicherhütte


Im Wald ist es steil und kühl


Endlich Sonne!


Im Steilstück vor der Speicherhütte muss ich schieben


Murmel an der Speicherhütte


Auf dem Weg zur Mindelheimer Hütte


Anstrengender Anstieg


Steile Rinne links oder Bröselrinne rechts?


Anstieg zur steilen Rinne links


Gewitterstimmung


Gewitter-Ausläufer erwischen uns


Gerüstet zur Abfahrt


K&K an der Schwarzen Hütte


Abfahrt

Von engel am 26.09.2020 10:50 • outdoorbergmtb

Samstag, 19.09.2020: Kraxeln

Samstag, September 26, 2020

Der Samstag sollte der schönste (also: trockenste) Tag des gesamten Urlaubs werden, deswegen hatten wir uns für diesen Tag einen etwas anspruchsvolleren Berg ausgesucht. Mit Weg allerdings, um den Abstieg nicht ganz so schwierig zu gestalten.

Nach einem mittelfrühen Start landeten wir direkt am Tunnel in die Blockabfertigung (echt jetzt, selbst wenn NIX los ist?) und fuhren durch Füssen nach Musau (was so früh zwar gut ging, aber vermutlich dann auch nicht schneller war, als einen Block am Tunnel zu warten). Dann radelten wir zur Musauer Alm hoch.

Dort war der Viehzaun schon abgebaut, deswegen fuhren wir direkt weiter über den Bach bis zur Abzweigung des Wanderwegs (spart einen halben Kilometer und vielleicht 20 Höhenmeter, immerhin). Der Anstieg im Schatten auf den schmalen Weglein war erstaunlich kühl.

Im Saba-Hochtal machten wir erst mal Pause in der Sonne, denn wie lange die uns die Ehre geben würde, war ja nicht absehbar ;-) Dann stiegen wir ins Gehrenjoch auf.

Dort landeten wir gleich mal in der Halb-Halb-Langhaar-Ziegen-Herde, die da schon seit ein paar Jahren wohnt. Inzwischen sind es erstaunlich viele Ziegen und es sind jetzt auch ‘normale’ Ziegen dabei. Alle sind total unerschrocken und scheren sich überhaupt nicht um die Leute, die zwischen ihnen durchgehen. Es stiegen erstaunlich viele Leute ab, wir befürchteten schon, dass es oben voll sein würde.

Vor der Kraxelei machten wir nochmal Pause und stiegen dann in die felsige Rinne ein. Mit uns stiegen 2 Leute auf und mehrere ab. Es war wirklich auffallend, das sich alle total Mühe gaben, keine Steine zu werfen, das war super! Die Kraxelei ging prima, aber rauf ist ja eh nie ein Problem.

Oben war dann viel weniger los, als wir gedacht hatten, grad mal 6 Leute am Gipfel :-) Wir blieben nicht allzu lang am Gipfel, denn es hatte leichten Wind und Wolken zogen auf und es war nur so halb angenehm da oben.

Der Abstieg war dann ... anspruchsvoll. Oben könnte man, wenn man könnte, relativ viel auf den steilen Platten einfach runter laufen, aber für mein Bein war das zu steil (Stolpern wäre auch eine blöde Idee). Ich ‘ging’ deswegen das meiste rückwärts auf allen Vieren runter, was natürlich ohne Probleme funktionierte, aber halt ein wenig länger dauerte. In der Rinne sind dann keine Platten sondern Schrofen, aber auch die sind meistens noch zu steil für’s Bein. Ich ‘ging’ auch hier meistens rückwärts runter. Alles in Allem klappte das sehr gut :-)

Wir stiegen bis ins Joch ab und wollten danach, möglichst aus dem Wind, nochmal eine Pause machen. Da war die Sonne leider schon verschwunden und es war empfindlich kühl. Als wir endlich eine bequeme und windstille Mulde gefunden hatten, war dann schon eine Jacke nötig.

Der Abstieg zu den Rädern zog sich dann ziemlich und ich war echt froh, endlich nicht mehr laufen zu müssen. Dem Knie ging’s ganz gut, aber meine Füsse jammerten (900 Höhenmeter Abstieg, das hatten wir schon lang nicht mehr). In der Musauer Alm gönnten wir uns noch K&K und fuhren dann zum Auto ab.

Am Heimweg konnten wir von Musau aus schön den Stau wegen der Grenzkontrollen vorm Tunnel sehen und fuhren lieber über Pfronten heim.


Start an der Bärenfalle


Vor der Kellenspitze


Anstieg im Schatten


Sonne! Und das Ziel rechts hinten im Blick.


Die Ziegenbande


Anstieg durch die Rinne


In den Felsen im oberen Teil


Gipfel!


Im Abstieg oben


Rückwartsgehen


Kellenspitze in Wolken.


Abstieg


Rückblick. Der Gipfel ist links.

Von engel am 26.09.2020 08:44 • outdoorbergmtb

Mittwoch, 16.09.2020: Endlich Pilze!

Donnerstag, September 17, 2020

Nachdem uns am Vortag beim Heimradeln, fast schon im Stockfinsteren, ein paar Steinpilze angefallen hatten, hatten wir für den freien Tag des besten Allgäuers fix umgeplant und uns für Bike-Hike in einem potentiellen Pilzgebiet entschieden, statt auf einen Gipfel mit See zu gehen.

Somit begann der Tag mit einem sehr gemütlichen Frühstück. Dann fuhren wir zum Parkplatz, luden die Räder aus und radelten los. Der beste Allgäuer mit seinem Adlerblick (echt, gegen den bin ich ein blindes Huhn), erspähte auch gleich am Anfang einen Steini am Waldrand. Der war dann zwar recht weich, aber nebendran war ein junger fester Steinpilz, der direkt in die Sammeltüte (Stoff natürlich) wanderte. Ich fand nix.

Und so ging das erst mal weiter. Der Allgäuer verschwand zu verschiedenen Gelegenheiten im Wald, sammelte da schöne feste Jungpilze ein, ich ging mit und fand nix. Meh. Weiter oben war der Waldrand so steil, dass ich da nicht hoch wolte, weil ich ohne Stöcke (dabei, aber natürlich am Rucksack) nur schwer wieder runter gekommen wäre. Da füllte der beste Allgäuer die erste Tüte schon mal komplett auf. Ich setzte mich halt am Straßenrand in die Sonne.

So kamen wir natürlich nur langsam voran und waren bereit für K&K an der Alpe. An der war gerade Vorbereitung für den Viehscheid. Allen Kühen wurden große Glocken an schweren befransten Halsbänder umgehängt und dann durften sie auf die untere Weide. Das war ganz schön laut, so alles in Allem (und den Kühen gefiel das nicht, glaube ich, da gab es allerlei Protestgebrüll), aber auch halt auch nett irgendwie beim gemütlichen Zwetschgen-Kokos-Kuchen-Essen :-)

Nachdem wir dann weitergeradelt und oben angekommen waren, war dann endlich meine Zeit gekommen. Erst sprang mich ein wunderbarer Steini von der Forststraße aus an, dann fand ich eine halbe Tüte voll mit schönen großen festen Pilzen im Aufstieg, denen ich die Pilzschnitzeltauglichkeit direkt ansehen konnte :-) Der beste Allgäuer hatte oben Pech und fand kaum noch Pilze.

Wir gingen gar nicht erst zum Gipfel, sondern machten in einer netten Mulde Pause. Die Arbeit war ja nun getan :-)

Auf der Abfahrt kehrten wir nochmal auf der Alpe für ein zweites Mal K&K ein und der beste Allgäuer musste nochmal hier und da in den Wald. Er fand überall nochmal was, aber wir hatten ja auf dem Hochweg schon abgeräumt, viel war das nicht mehr.

Abends gab es Steinpilzspaghetti :-)


Der Tag fängt gut an


Geschmückte Kuh


Viehscheid-Vorbereitungen


Bergblick


Junger Scheidenstreifling (haben wir nicht mitgenommen)


Kommitee auf der Abfahrt


Ausbeute :-)

Von engel am 17.09.2020 19:10 • diaryoutdoorbergmtb

Sonntag, 13.09.2020: Lieber doch nicht!

Donnerstag, September 17, 2020

Für den Sonntag hatten wir uns einen markanten Zacken im Ostrachtal ausgesucht, denn wir oft betrachten, auf dem wir aber noch nie gewesen waren. Ich hatte ihn mir genauer angeschaut, weil der Hike-Anteil für den Spitz vergleichsweise gering ist (der baldige Urlaub sollte nicht gefährdet werden) und wir fanden das beide gut. Der alte und der neue Führer schrieben ‘weglos’ und ‘unschwierig (I+)’ (der alte Führer sprach auch von ‘Steilgrasspezialisten’). In der OSM ist ein ‘T5’-Pfad eingezeichnet.

Wir waren nicht wirklich spät dran (aber auch nicht früh), deswegen waren wir total baff, dass der Parkplatz am Jägersteig schon total voll war (Naja, es hätte schon noch Platz gegegeben, aber am Parkautomaten stand um die 30 Leute Schlange, wer braucht denn sowas?). Wir fuhren ein Stück zurück und parkten halt dort. 6 Kilometer mehr Radeln ist bei der Gesamtlänge der Touren in der Gegend vernachlässigbar.

Anfangs hatte es noch viele Leute und nervige E-Biker, ab dem E-Werk war es dann aber einigermaßen ruhig. Naja, abgesehen von den Wechs-Bussen, der derzeit total rücksichtslos rumfahren. Wir radelten bis zur Pointhütte und stellten dort die Räder ab.

Von da geht es erst mal auf einem Quad-Track (ich sollte präzisieren: Kettenfahrzeug-Track) bis auf eine Art Hochschräge (-Ebene wäre übertrieben, es ist aber deutlich flacher als drunter und drüber). Der ‘Fahrweg’ ist mit Abstand der steilste, der uns je untergekommen ist. Meistens ist es festgefahrener Dreck/Kies, manchmal aber auch Beton mit metallenen Querblechen für Halt. Wir schnauften wie kleine Dampfmaschinen da hinauf.

Oben machten wir erst mal Pause zum Erholen und Umschauen. Tolle Gegend und vor der Seite hatten wir sie noch nie gesehen. Das Ziel konnten wir auch sehen. Sah ordentlich steil aus!

Wir querten zum letzten Hüttchen rüber und schauten uns den Zacken genauer an. Eigentlich hatten wir Pfadspuren erwartet, aber da war nix, nur steiles Gras, und teilweise - wo sich kein Gras halten konnte - steiler Schotter. Wo es entlang gehen müsste war aber klar. Wir nahmen Stöcke und stiegen los.

Das Gelände wurde schnell steil und dann noch steiler und es gab Flecken mit Schotter statt Gras, wo man quasi gar einen Halt mehr hatte (das wir überhaupt in den Schotter gekommen waren, war natürlich blöd, da hätte man direkt drum herum steuern sollen). Raufgehen ist ja das Eine, aber mir wurde beim Gedanken an den Abstieg immer unwohler.

Das Knie ist inzwischen wirklich schön stabil, aber gerade beim Runtergehen ist es einfach (noch, hoffe ich) nicht sehr belastbar. Und oben würde es noch steiler werden, von Trittspuren, wie gehofft, war weit und breit nichts zu sehen. Das war alles irgendwie nix, ich wollte da nicht hoch, auch wenn der Giebel meine Idee gewesen war.

Der beste Allgäuer stimmte zu. Alles zu unsicher, vor allem beim Abstieg. Wir gingen also wieder runter (was an der Stelle noch relativ einfach war) und müssen halt mal wieder kommen. Dann vielleicht mit der Überschreitung bis zum nächsten Gipfel, von dem man - nach dem vermutlich bröseligen Felsgrat - dann ganz einfach über weite Matten absteigen kann.

Nach einer langen Sonnenpause gingen wir den supersteilen Fahrweg wieder runter. Vor dem hatte ich ja etwas Bammel gehabt, aber ohne Stufen kann man die Füsse setzen wie man will und ich kam mit Trippelschrittchen (also gefühlt zumindest) da völlig problemlos wieder runter. Das Knie war auch an der Pointhütte noch total gut drauf :-)

Am Giebelhaus war es dann leider noch sehr voll, deswegen fuhren wir dran vorbei und hofften auf die Konstanzer Jäger, aber die haben dieses Jahr gar nicht auf. So musste K&K ausfallen, aber wir waren ja am Vortag 2 Mal eingekehrt, das reicht dann ja auch für 2 Tage ;-)

Der Radweg geht am Rückweg dann nochmal kurz total steil hinauf und das wo man doch eigentlich mit Anstrengung schon abgeschlossen hat! War trotzdem besser als auf der verkehrreichen Straße.

Insgesamt war das eine prima Tour, auch mit dem Abbruch (und Wiederkommen geht ja immer) und ich bin mit dem Knie sehr zufrieden :-)


Das Ziel im Blick


Auf dem Weg zur Pointhütte


Der ‘Fahrweg’ ...


... ist viel steiler als es aussieht!


Tiefblick


Weitblick


Das Ziel ist links vor dem oberen Felsaufschwung


Anstieg


Tja.


Abstieg


Murmelfamilie


Abfahrt

Von engel am 17.09.2020 16:49 • outdoorbergmtb

Samstag, 12.09.2020: Bikerunde mit Abstecher

Donnerstag, September 17, 2020

Nach langer Pause war der Samstag endlich wieder ein schöner Tag, an dem wir beide Zeit hatten. Nach ein wenig hin- und her-überlegen, entschieden wir uns für eine lange Bikerunde mit kurzem zu-Fuß-Abstecher, wo wir nicht durch den Tunnel fahren mussten (zur Zeit gibt es da in der einen Richtung Stau, weil die Tiroler gern mal Blockabfertigung machen, und in der anderen Richtung, weil die Bayern neuerdings Kontrollen durchführen *seufz*).

Wir parkten in Rieden und radelten am romantsich benebelten Moorsee vorbei zum Rotlechstausee. Auf dem langen Bike-Anstieg zur Raazalpe begegneten uns nur wenige Radler (2 E-Biker von hinten). Ich fand den Anstieg wieder sehr anstrengend, war diesmal aber schlau genug zu merken, dass ich sehr erschöpft war (ich hab’s echt nicht raus, mich gut einzuschätzen).

Wir kehrten also erst mal in der Raazalpe ein, wo ich guten Apfelstrudel mit Kaffee und der beste Allgäuer von Allen ein üppiges Käsebrot mit Bier bekam. Dann radelten wir das kurze Stück zum Wanderweg wo wir die Räder absperrten. Der Allgäuer bekannte, dass so ein Bier zum Mittagessen schon ganz schön gewöhnungsbedürftig sei ;-)

Der Anstieg zum Galtjoch war - mal wieder - reichlich frisch. Irgendwie hat es da ganz schön oft Wind (vielleicht weil der durchs Tannheimer Tal kanalisiert wird?) und natürlich hatte es wieder Wolken. WIr schlugen nur kurz am Gipfelkreuz an und stiegen erst mal ein Stück weit ab. Den ersten Versuch einer Pause brachen wir bald wieder ab, weil sich die Sonne viel schneller als erwartet verzog und es kühl wurde. Weiter unten hatten wir dann Glück und konnten eine gute Weile in einer bequemen Mulde Sonne geniessen. Das war schön :-)

An den Rädern vermisste der Allgäuer sein GPS und war ganz sicher, dass er es an der Raazalpe hatte liegen lassen. Wir fuhren zurück, fanden es aber nicht und auch die Wirtsleute hatten auf unserem Tisch kein GPS-Gerät gesehen. Der Allgäuer hatte es eben innerlich schon abgeschrieben, da sah ich eine sehr bekannte Form in seiner Rucksack-Seitentasche. Das Navi! Er konnte sich absolut nicht erinnern, es dort hingesteckt zu haben (weil er es da nie hinsteckt). Wir schoben den Ausfall aufs Mittags-Bier ;-)

Wir hatten beschlossen, zur Abwechslung mal die Abfahrt über Rinnen und die lange Runde zum Rotlechstausee zu nehmen. Da kommt man an der schönen Ehenbichler Alm vorbei und wo wir dann schon mal da waren, kehrten wir gleich nochmal ein ;-) Eine Mini-Rast am schönen Bänkle vorm Thaneller gab es natürlich trotzdem.

Der Anstieg nach Rinnen war nach so viel Abfahrt ganz schön anstrengend, dafür ist die Forststraße von Rinnen zum Stausee wirklich schön. Und man kann sehr gut bestaunen wie steil der Anstieg zur Raazalpe ist. Diese Erweiterung der Runde ist Klasse, das haben wir sicherlich nicht zum letzten Mal gemacht!


Start am Moorsee


Steiles Radeln überm Rotlechstausee


Vor der Raazalpe


Kühler Anstieg zum Galtjoch


Yay, oben! (Saukalt, nix wie weg!)


Abstieg mit Blick auf den Thaneller


Pause am Bänkle


Rückweg zum Rotlechstausee


Auf der anderen Seite des Stausees

Von engel am 17.09.2020 11:53 • outdoorbergmtb

Sonnenuntergangsbaden

Dienstag, September 15, 2020

Ich begann den Tag in der Früh mit gemütlich Lesen und Lernen (ja, trotz ‘Urlaub’, irgendwann sind die Lizenzen weg und das wird mich hart treffen).

Am späten Vormittag hatte ich im neuen Fitti einen Termin für die Einführung in die Zirkeltraining-Geräte. Ich radelte mit ordentlich Zeitpuffer hin und legte erst mal eine sehr erfreuliche Crosstrainer-Runde ein. Ich bin noch vorsichtig und laufe nicht allzu intensiv. 5 Kilometer (naja, was das Gerät halt zählt, ich bin nicht sicher, wie realistisch das wirklich ist) in 40 Minuten. Lief super, nichts tat weh.

Danach war dann die Geräte-Einführung. HmmmNja. Das sind so Dinger wie in der Reha in Bad Wiessee, wo der persönliche Startpunkt und Endpunkt der Bewegung eingestellt wird und sowohl die Anspannung des Muskels als auch die Gegenbewegung elektronisch geregelt geführt wird. Man soll in beide Richtungen eine bestimmte Gewindigkeit einhalten und die entsprechenden Muskeln benutzen.

Das Gute daran ist, dass man sich auf keinen Fall falsch bewegen kann, aber ich finde diese Führung extrem nervig (fand ich in der Reha ja auch schon). Schade, schnell mal den Zirkel machen, wenn man nicht über Training nachdenken will, fand ich immer gut, aber so taugt das nix. Naja, schaumermal.

Den Nachmittag verbrachte ich weiter mir Lernen und Lesen, bis der beste Allgäuer heim kam. Weil das Wetter so schön war, hatte er früh Schluß gemacht. Wir radelten zum Weiher, wo der Mann im letzten Licht der untergehenden Sonne noch eine Runde Schwimmen ging. Das klingt so wunderbar romantisch und war auch echt schön da, aber es war schon ganz schön kühl. Ich verzichtete.

Wir nahmen den Heimweg über den Blender und wurden dort von ein paar Steinpilzen regelrecht überfallen. Der Heimweg verzögerte sich dann sehr und es zahlte sich aus, dass wir vorsichthalber die Mini-Lichter eingesteckt hatten. So langsam wird es schon ganz schön früh dunkel!

Wir warfen die Pläne für den freien Mittwoch des besten Allgäuers um. Wenn es daheim schon Pilze hat, dann muss es doch eigentlich anderswo auch welche haben!

Von engel am 15.09.2020 08:14 • outdoormtb

Sonntag, 16.08.2020: Ein neuer Berg!

Sonntag, August 30, 2020

Der letzte Urlaubstag! Und das Wetter sollte schön werden (Naja, von den derzeit obligatorischen Gewittern mal abgesehen)! Ich hatte mich nach weiteren viel-Bike-wenig-Hike-Touren umgesehen und hatte einen uns bislang unbekannten Gipfel entdeckt. Allerdings mit Start an den Königschlössern, was der beste Allgäuer als No-Go betrachtete. Aber mit einer kleiner Verlängerung und Start im Lechtal war er dann einverstanden.

Als wir durch den Tunnel fuhren, waren da wieder Grenzkontrollen bei der Einreise, das würde am Rückweg sicherlich Probleme bereiten. Aber erst mal fuhren wir nach Unterpinswang und suchten uns einen Parkplatz. Wir fanden einen am Abzweig einer Mountainbikeroute, der sich dann als besserer Startpunkt als der von mir ausgesuchte beim Pferdehof, wo man nicht parken darf, erwies.

Auf der Bikeroute geht es erst mal gemütlich hinauf und dann ein Stück quer bis zur Grenze an der Fürstenstraße (oder so ähnlich, mein Foto von der Grenze ist verwischt), auf der wir bis nach Hohenschwangau fuhren. Da war natürlich viel los und wir schnauften auf der wirklich arg steilen Bikeroute zum Schloß Neuschwanstein an vielen Touristen vorbei (und wurden von E-Bikern und 2 supersportlichen Bikern überholt).

Auf der Straße in die Bleckenau war es dann schön einsam. Wir trafen wenige Wanderer, wenige Radler und einmal den Bus. Hinter der Bleckenau hatte ich die Straße eigentlich als ‘schlechter Teer’ in Erinnerung (wir waren da schon lang nicht mehr), aber es ging erst mal auf einer ungeteerten Forststraße weiter, relativ gemütlich mit moderater Steigung.

Und dann kam der schlechte Teer und gemütlich war rum, aber sowas von! Auf einer Strecke von vielleicht 500 Metern ging es gut 100 Höhenmeter rauf, fast immer steil ansteigend und nur gelegentlich etwas flacher zum Verschnaufen. Das war schon ordentlich! Der Rest der Strecke bis zur Jägerhütte war dann wieder weitgehend gemütlich.

In der Nähe der Hütte legten wir die Räder ins Gras und gingen zu Fuß weiter. Der beste Allgäuer ging ein letztes Mal für diesen Urlaub barfuß, ich ging ohne Stöcke. Das Weglein ist anfangs ein Quad-Track und recht steil und steinig. Wir kürzten den Füßen des Allgäuers zuliebe eine Kehre ab, aber das war dann nur noch steiler und er hatte zum Ausgleich Freude mit vielen Disteln.

Nach der Kehre kommt man in relativ flaches idyllisches Almgelände, geht an einem Hüttchen vorbei und bis auf einen Rücken rauf. Dort zweigt der Pfad zum Ochsenälpelekopf ab. Der Pfad ist steil und geht zwischen Latschen hoch und es ist entsprechend heiss. Mich strengte das sehr an (ich war entsprechend langsam), aber ich kam ohne Stöcke und ohne Probleme am Gipfel an. Dort waren schon ein paar Leute, die aber alle bald gingen. Damit hatten wir unseren neuen Gipfel ganz für uns allein :-)

Der beste Allgäuer von Allen wäre dann gern noch auf den Kreuzkopf gegenüber gegangen, aber das hatte ich mir vorher schon auf der Karte angeschaut und für zu lang für mein Knie befunden. Und auch wenn es dem Knie im Sattel recht gut ging, blieb ich standhaft bei Nein. Ich hätte natürlich auf den Allgäuer gewartet, wenn er allein hoch gegangen wäre, aber dazu hatte der dann auch keine Lust.

Auf dem Weg zum Almgelände baute sich vor uns, Richtung Garmisch/Zugspitze, ein Gewitter auf und grollte dumpf zu uns rüber. Bei uns war aber noch meist Sonne. Als wir am Almgelände angekommen waren, hatte sich das Gewitter vor uns weitgehend aufgelöst. Wir suchten uns ein schönes grasiges Plätzchen um nochmal gemütlich zu pausen. Aber da blieben wir nicht lang, denn der Himmel zog zu und es fing von der anderen Seite an zu grummeln. Kühl wurde es auch. Wir gingen also weiter. Und schon nach wenigen Metern auf dem Quadtrack fing es an zu regnen.

Bei den Rädern hatte der Regen weitgehend aufgehört, aber es war nach wie vor dunkel hinter uns und es grummelte immer wieder. Wir verzichteten lieber aufs Einkehren und fuhren direkt ab. Die ganze Abfahrt über nieselte es leicht, aber richtigen Regen bekamen wir nicht ab.

Der Weg von Hohenschwangau zum Auto war dann doch weiter, als wir gedacht hatten. Auf der B179 war wegen der Grenzkontrollen Stau, deswegen fuhren wir gleich über Pfronten heim. Das ging vielleicht nicht schneller als mit Stau durch den Tunnel, war aber auf jeden Fall weniger nervig. Ein würdiger Urlaubsabschluß :-)


Start bei Unterpinswang


Leider verschwommen: die Grenze


Vor Schloß Neuschwanstein


Hinter der Bleckenau im Steilstück. Puh!


Zu Fuß im Almgelände, hinten das Ziel


Im Anstieg zum Gipfel


Ochsenälpelekopf


Abstieg


Vor uns baut sich ein Gewitter auf


Es regnet :/


Die Räder vor der Jägerhütte


Abfahrt (im Nieselregen)

Von engel am 30.08.2020 16:01 • outdoorbergmtb
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