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Samstag, 21.08.2021: SAN-Sitzung

Montag, August 30, 2021

An diesem Samstag trennten sich unsere Wege, denn dem besten Allgäuer war es zu aufwendig, mit Stau ins Inntal zu fahren, auf einer Hütte zu übernachten und dann am nächsten Tag potenziell im Regen zu sitzen. Es stand die SAN VR-Sitzung an und ich wollte (nicht: musste, hab ich mir ja selbst ausgesucht) da hin.

Ich stand also früh auf, frühstückt und fuhr dann mit dem Bike im Kangoo los, als der beste Allgäuer gerade aufstand. Im Radio war die Rede von Blockabfertigung am Tunnel (was ich erwartet hatte), deswegen fuhr ich durch Pfronten und kam dann halt nach dem Tunnel in den Fernpass-Stau, der aber nach der Baustelle bei Heiterwang gar nicht so schlimm war wie befürchtet. Ich kam mit nur einer halben Stunde Verzögerung am Parkplatz vor Hochzirl an. Das war sogar weniger, als ich gedacht hatte.

Ich lud das Rad aus und radelte dann auf der langen, laaangen, laaaaangen Forststraße (OK, so schlimm ists gar nicht, kam mir aber so vor) bis zur Neuen Magdeburger Hütte hinauf. Unterwegs wurde ich natürlich von vielen E-Bikern überholt (kann ich mich noch immer nicht dran gewöhnen, fühlt sich an, als würden die ‘betrügen’, dabei kanns mir doch egal sein, ob die das halt nicht packen, nicht wollen oder faul sind oder sonst was).

Die Hütte bekommt dank uns gerade ein neues Dach, deswegen ist da Baustelle. Wir durften im ‘Jägerhäusl’ tagen, wo mich die G. und der W. empfingen. Kurz drauf kam auch die N. mit ihrem E-Bike und wir gingen erst mal was essen. Der R. war noch mit dem Hund zu Fuß unterwegs, sagte die N. und die anderen beiden hingen im Stau bei Eschenlohe und würden auch noch eine Weile brauchen. Als schließlich der R., der Hund, der K. und der J. eingetroffen waren, behandelten wir alle Themen auf der Tagesordnung und waren dann fertig.

Nach der Sitzung gab es noch Abendessen auf der Hütte, dann fuhr ich wieder ab. Das Wetter hätte am Sonntag Vormittag vermutlich sogar noch gehalten, aber die N., der Hund und der R. gingen wieder und die G. und der W. wollten am Sonntag nirgendwohin und dann hätte ich mich an den K. und den J. dranhängen müssen, die beiden superfitten Sportkanonen, mit denen ich auch mit allergrößter Anstrengung nicht hätte mithalten können (und ich bin ja runterwärts auch ein Bremsklotz), da hatte ich dann keine Lust drauf.

Ich fuhr also wieder ab und kam mit dem letzten Licht beim Kangoo an. Die Heimfahrt war super, total staufrei, aber auch brutal anstrengend nach dem langen Tag. Ich gähnte mich heim und brach dann mehr oder weniger auf dem Sofa zusammen.

Der beste Allgäuer war Radeln und Baden gewesen.


Forstweg zur Hütte. Das ist die Bahnstrecke, die hier durch allerlei lustige Tunnel verläuft


Weitblick übers Inntal. Unter der Felswand rechts verläuft der Forstweg.


Die Hütte, hinten das Dach vom ‘Jägerhäusl’.


Der große Solstein (komische Farben weil Handybild)

Von engel am 30.08.2021 15:59 • outdoormtb(0) Kommentare

Sonntag, 15.08.2021: Bewunderung

Montag, August 30, 2021

Nochmal ein schöner Tag am Wochenende! Wir hatten die lange Samstagstour ganz gut überstanden und zogen am Sonntag gleich wieder mit den Rädern los. Damit es nicht ganz so anstrengend würde, nahmen wir den allerliebsten Bike&Hike-Berg.

Es war deutlich schwüler als am Samstag und wir waren auch später dran, deswegen war das Radeln bis zur Gräner Ödenalpe ganz schön schweißtreibend, obwohl es wirklich deutlich weniger steil ist (dafür ist es höher und weiter).

Wir legten die Räder an der üblichen Stelle ins Gras und gingen zu Fuß weiter. Es kamen uns erstaunlich viele Leute entgegen und wir befürchteten schon Gedränge, aber das war wohl nur ein ungeschickter Zeitpunkt gewesen. Danach war es so so mittel-einsam wie immer.

Die Pferdeherde stand diesmal auf dem Weg herum und man musste mitten durch. Ein junges Pferd wollte von allen gestreichelt werden und forderte das energisch von einer entgegenkommenden Frau ein ;-) Weiter oben war eine kleine Ziegenherde, durch die wir durch mussten. Den Ziegen war das egal, die schauten nur.

Als wir uns dem Gipfel näherten kamen erst 2 Leute extremst unsicher runter (die hatten im unteren Teil der Geröllrinne umgedreht) und dann zwei junge Leute, die viel Zeit brauchten. Die beiden hatten Abenteuer, ganz sicher :-)

Oben waren wir sogar fast allein. Aber es war windig und inzwischen auch schon etwas wolkig, wir stiegen bald wieder ab. Die beiden Unsicheren von vorher schauten uns zu und bewunderten uns dann ganz offen. Da weiß man dann ja auch nicht, was man sagen soll. Alles Übung, wie so oft.

Wir machten im Grasfleck zwischen den Latschen Pause und radelten dann zur Nesselwängler Edenalpe ab. Dort gab es K&K, gut wie immer. Abfahrt wie üblich über den Alpenrosenweg, weil: Aussicht :-)


Bequemes Radeln (jedenfalls da unten noch)


Das Ziel im Blick


Start des Fußwegs


Die Pferdeherde


Die Ziegenherde


Gipfelkletterei


Auf den letzten Metern


Tannheimer-Blick


Gipfelbild


Die Ziegen im Eilmarsch


Abfahrt mit Aussicht

Von engel am 30.08.2021 15:08 • outdoorbergmtb

Samstag, 14.09.2021: Lechtaltour

Montag, August 30, 2021

Endlich mal ein schöner Samstag in diesem so verregneten Sommer. Wir planten gleich was im Lechtal, denn da waren wir soooo lang nicht mehr :-)

Wir fuhren über den Gaichtpass, um nicht in die Blockabfertigung am Tunnel und die Corona-Impfkontrollen an der Autobahn zu kommen (Erwähnung, damit ich mich da später dran erinnere) und parkten in Holzgau. Beim Radl-Ausladen war es noch angenehm kühl. So kühl sogar, dass wir kurz über Hemden nachdachten, aber nach ein paar Kurven am Bach kommt ja gleich die Betonrampe, das wärmt dann ;-)

Wie erwartet, wurde uns nach anfänglichem Frösteln bald warm. In der Klamm lag noch eine beeindruckend dicke Lawine, die nicht nur wir fotografierenswert fanden. Uns kamen allerlei E5-Wanderer entgegen (fast alle angemessen beeindruckt ob des fehlenden Motors), aber nicht so viele wie die letzten Jahre - Corona macht sich überall bemerkbar.

Nach dem ersten Steilstück der Klamm (wo wir schoben, ehklar), radelten wir mehr oder weniger bequem bis zur Roßgumpenalpe, wo es nochmal sehr steil wird. Der beste Allgäuer von Allen radelte alles, ich schob die steilsten Stücke :-) Am Ende der Forststraße stellten wir die Räder für die Jungrinder unerreichbar in den Wald (die fanden das nicht gut, endlich mal was Interessantes und dann kann man es nicht mal investigativ abschlecken).

Der beste Allgäuer stellte kurz drauf auf Barfuß um und wir gingen bis in die Ebene unter der Ramstallspitze, in der wir immer Pause machen, und machten Pause. Inzwischen war von der morgendlichen Kühle nichts mehr zu spüren und zur intensiven Sonne kam nun auch Schwüle hinzu. Es bildeten sich auch schon erste Wolken.

Wir stiegen am Bach hinauf und gingen an der Kehre, ‘die am weitesten ins Öfnerkar hinein reicht’, doch geradeaus weiter. Es war eh schon sehr anstrengend, da hatten wir auf das Geröll der Scharte vor der Öfnerspitze keine Lust (auch wenn ich diese Kletterstelle da wirklich gern mal machen möchte - also vielleicht). Am Gipfel des Muttlerkopfs machten wir dann eine lange Pause :-)

Der Abstieg geht, auch wenn er fürchterlich weit aussieht, weil man geradeaus bis ins Lechtal schauen kann, doch einigermaßen schnell. Wir machten nochmal eine Pause in der Ebene. Mein Knie hatte im Aufstieg ein wenig gezickt und zickte auch im Abstieg ein wenig rum, aber ich bin die letzten Jahre hier mit deutlich mehr Schmerzen rumgelaufen, das war alles sehr erfreulich :-)

Die Räder waren dann natürlich trotzdem super. Jeder Meter, den man abfahren kann, freut mich immer sehr :-) Am Cafe Uta kehrten wir ein und es war so gut wie letztes Jahr. Prima Kuchen, prima Kaffee, ein kühles alkfreies Weizen und echt nette Leute. Große Empfehlung!

Runter kann man die Betonrampe zwar fahren, aber man wir schon arg durchgeschüttelt ;-) Wir fuhren wieder über den Gaichtpass heim.

Hach, was für ein toller Tag!


Kühler Start in Holzgau


Lawinenreste in der Klamm


Die Klamm ist Schiebestrecke


An der Unteren Roßgumpenalpe


Danach wirds nochmal steil


Radlparkplatz im Wald, wo die Kühe nicht hin kommen


Das Ziel (links) im Blick


Vorm Kratzer


Gipfel mit Trettach im Hintergrund


Abstieg vorm Grossen Krottenkopf


Abfahrt


Perfekte Einkehr im Cafe Uta


Holzgau

Von engel am 30.08.2021 12:09 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Samstag, 10.07.2021: Weiher-Schwumm

Dienstag, Juli 20, 2021

Angesichts der weiteren Wochenendpläne (die Münchner Wohnung ausräumen), hatten wir beschlossen, alles ruhig anzugehen und einen erholsamen Sommertag einzulegen. Es war eh noch immer fürchterlich schwül und das mit den Sommertagen klappt in diesem Sommer wegen der vielen Gewitter ja noch nicht so besonders gut.

Wir radelten also gemütlich Richtung Weiher, legten einen Abstecher zum Brotzeitstüble ein, wo wir ausgezeichneten Kuchen, aber leider keinen Eiskaffee (Vanilleeis war aus) bekamen und legten uns dann am Weiher in die Sonne. Das war wunderbar.

Der Weiher ist noch immer moderat kühl (der beste Allgäuer fand ihn warm), hat aber inzwischen immerhin eine Temperatur, bei der auch ich reingehe. Schwimmen mit Bergblick ist schon was Besonderes :-)

Danach radelten wir auf der Bahnstrecke zurück und auf dem neu gemachten Forstweg zum Hutbaum hoch. Das ist schöner als der Weg vom Herrenwieser Weiher, aber dafür ist jetzt leider der Waldtrail kaputt.

Schöner Sommertag :-)


Sommertag mit frisch gemähtem Gras


Der kümmerlich Rest des Wald-Trails


Kurz vorm Blender


Heimweg

Von engel am 20.07.2021 20:10 • outdoormtb

Sonntag, 27.06.2021: Bequem radeln :-)

Donnerstag, Juli 15, 2021

Weil es in den Bergen nach wie vor gewittriger als weiter ‘draussen’ sein sollte, hatten wir uns wieder eine Tour im Tannheimer Tal gesucht. Wieder Bike&Hike, aber auf einer Forststraße, von der wir wussten, dass sie deutlich weniger ruppig ist, als die zur Älpelealpe.

Wir parkten in Zöblen und radelten dann tatsächlich gemütlich und fast bequem die Forststraße hinauf. Unten jagte mir ein Hund, der friedlich im Pickup eines Bauern sass, während der sich mit Leuten unterhielt, einen Riesenschreck ein, weil er direkt, als ich an seinem Fenster vorbeiradelte, plötzlich ausflippte und wie wild das Bellen anfing. Oben dagegen hatten die Jungrinder, die anscheinend ganz frisch auf der Weide waren, Probleme mit uns, weil sie statt seitlich auszuweichen, auf der Straße vor uns davon liefen und das gar nicht lustig fanden, dass wir hinterher kamen. Irgendwann sprang dann aber auch das letzte Rind in die Wiese ;-)

Es war wieder brutal schwül und wir schwitzten Bäche beim Radeln. Beim Laufen danach war es auch nicht viel besser, bis wir aus Wald und Latschen kamen und etwas Wind abbekamen (der eigentlich gar nicht besonders warm war). Der beste Allgäuer ging barfuß und das war überhaupt kein Problem, denn der Schnee vorm Zirleseck war schon weg (ich hatte mit einem Schneefeld gerechnet).

Am Zirleseck machten wir eine kurze Pause und schauten auf die steilen Schneefelder vom Gaishorn. Dann gingen wir rüber zur Rohnenspitze, wo wir kurz vor dem Gipfel auf dem grasigen Buckel an der Seite eine lange Pause machten. Die Sonne war uns erst mal gewogen :-)

Als Schatten kam, machten wir uns an den Abstieg über den langen Schotterrücken (bei dem ich mir jedes Mal denke, dass ich da nicht hochlaufen will) zu den Rädern. Die Abfahrt auf der nicht-so-ruppigen Piste war natürlich auch viel angenehmer als am Vortag :-)


Start


Die Kühe schauen irritiert


Die Latschen sind voll am Ausstauben


Auf dem Weg ins Zirleseck


Rückblick


Gaishornblick


Auf dem Weg zur Rohnenspitze


Am Gipfel


Der lange Abstieg


Alpenrosen :-)

Von engel am 15.07.2021 18:50 • outdoorbergmtb

Samstag, 26.06.2021: Fast hochalpin

Dienstag, Juli 06, 2021

Eigentlich hatten wir Größeres in halbschariger Planung, aber bei der vorhergesagten Gewitterneigung wollten wir doch lieber nicht so tief rein in die Berge. Lieber Tannheimer Tal als Lechtal, da würden die Gewitter bestimmt später kommen.

Wir parkten auf dem großen Parkplatz vor Tannheim und luden die Räder aus. Es war relativ kühl, aber sehr, sehr feucht, deswegen waren wir im Nullkommanix total nass-‘geschwitzt’, als wir die buckelige Forststraße zur Älpele-Alp hinauf radelten. Ich hatte die gar nicht so sehr uneben im Kopf, vielleicht lag es an dem vielen Regen der letzten Zeit, dass sich da große Steine mit losem Kies/Sand abwechselten. Das war nicht nett zu radeln.

Wir quälten uns natürlich trotzdem hinter der Alpe das Steilstück hinauf (ich stieg ab, der beste Allgäuer radelte), denn Abfahren kann man das ja gut.

Im langen Gaishorn Nordhang lag noch sehr viel Schnee, sonst ist der Schnee inzwischen aber doch deutlich weg. Wir spazierten über die Wiesen bis zum Einstieg des Nordhangs. Auf dem Weg trafen wir auf eine relativ dunkle Kreuzotter, die wir nicht gesehen hätten, wenn da nicht gerade ein Alpensalamander im Gras verschwunden wäre. Für den Salamander war das vielleicht Glück? Coole Begegnung!

Vom Nordhang kamen uns erstaunlich viele Leute entgegen und ich dachte noch, dass die alle ganz schön cool seien, über das sehr steile obere Schneefeld abzusteigen. Später stellte ich dann fest, dass viele unserer Nachgänger an der zweiten Schneerinne umdrehten und dass überhaupt kaum wer bis oben weiter ging.

Wir gingen. Die zweite Schneerinne war schon sehr steil (hatte aber eine sehr gute Spur mit tiefen festen Tritten) und in die noch steilere dritte Schneerinne vor dem Turm musste man erst mal außenrum hochkraxeln und dann im Schnee absteigen. Auch hier hatte es netterweise eine sehr gute Spur mit guten Tritten, aber gerade der Abstieg war ein bisserl doof. Große Stufen bergab sind schon noch sehr schwierig. Das obere Schneefeld (auch gute Tritte) war dann bloß noch anstrengend, weil die Spur natürlich geradeaus nach oben führte.

Am Gipfel hatte es nur wenige Leute, die beiden in der Nähe waren aber leider sehr laberig (und laut). Wir blieben aber eh nicht lang oben, denn inzwischen waren die Wolken angerückt und der Gipfel schickte sich an, in Nebel zu versinken. Wir stiegen über den Nordwestgrat ab und kamen gerade passend zu einem schönen Wolkenloch zur großen Wiese. Nix wie raus mit den Matten und in die Sonne legen! Es war brutal heiß ;-)

Nachdem wir beiden eingeschlafen und wieder aufgewacht waren (ich meine, deswegen geht man ja auf einen Berg, damit man irgendwo in der Sonne liegen kann ;-)), stolperten wir beide ein wenig groggy weiter und stiegen zu den Rädern ab. Einkehren ließen wir bleiben, denn der Heidelbeerkuchen war schon aus und es war eh schon relativ spät.

Die Abfahrt war sehr, sehr schüttelig. Das führt bei mir immer zu schlimmen Kopfschmerzen am Ansatz der Wirbelsäule. Die lassen zwar sofort nach, sobald das Geschüttel weniger wird, aber das finde ich trotzdem ein klitzekleines Bisserl beunruhigend. Trotzdem: Schöne Runde mit hochalpinem Touch :-)


Auf dem Weg is Gaiskar


Die letzten, echt schweren, Meter


Kreuzotter


Vor dem Nordhang


Im ersten Schneefeld


Über dem zweiten, vor dem dritten, Schneefeld


Im steilen dritten Schneefeld


Der Schnee ist noch Frau-hoch


Ausstieg


Am Gipfel, kurz bevor die Wolken kamen


Abstieg


In der zweiten Rinne


Kurz vor der Sonnenpause


Abfahrt

Von engel am 06.07.2021 19:07 • outdoorbergmtb

Samstag 19.06.2021: Zu heiss!

Montag, Juni 28, 2021

Es sollte ein wunderschöner Tag mit nur leichtem Gewitterrisiko werden. Wir hatten überlegt, ob noch Mini-Touren möglich wären, hatten uns dann aber wegen der zu erwartenden Hitze doch dazu entschlossen, lieber mit leichten Schuhen und ohne schweres Gepäck ins Ostrachtal zu radeln. Hitze ist so eine Sache.

Die umsonstenen Parkplätze am Kurhaus waren alle belegt, aber wir fanden einen vergleichsweise günstigen Parkplatz am Freibad (5€ statt der 15€, die das Hintersteiner Tal kosten soll). Das bisserl mehr Radeln macht dann auch nichts mehr aus. Die erste Panne stellte ich gleich beim Rad-Ausladen fest: eine meiner Trinkflaschen war halb ausgelaufen und mein ganzes Zeug im Rucksack war nass. Na egal, war ja warm. Ums Trinken war es natürlich schade.

Es hatte schon in der Früh über 20 Grad und es war schwül. Uns war von Anfang an warm und sobald es bergauf ging, floss der Schweiß in Strömen. Wenn einen das leichte Lüftchen erwischte, das das Ostrachtal entlang wehte, war das die reine Wohltat. So richtig anstrengend wurde es, als wir am Giebelhaus zur Schwarzenberghütte abbogen (da hielten uns netterweise 4 Inder das Tor auf) und die supersteile Straße, die leider gar nicht so sehr im Schatten liegt, wie ich gedacht hatte, hinauf keuchten.

Dass da ein paar E-Biker locker-flockig an uns vorbei zogen, machte es auch nicht leichter (kann mir keiner erzählen, dass das in irgendeiner Form anstrengend ist). Aber: ich konnte alles bis auf die beiden steilen Schotterstücke radeln, der beste Allgäuer schaffte sogar auch die!

Wir legten die Bikes an der oberen Alpe ins Gras und gingen zu Fuß weiter. Es war heiß und feucht und wir fanden das beide richtig, richtig anstrengend. Ich beschloss innerlich schon da, am See nicht weiter gehen zu wollen. Als wir im halben Aufstieg zum See eine Pause machten, schlug der beste Allgäuer genau das vor, weil er die schwüle Hitze auch so anstrengend fand. Schön, wenn man sich so einig ist :-)

Die vier Inder waren auch auf dem Weg zum See, ein ganzes Stück vor uns. Zwei sausten immer vorneweg, einer kam mit Abstand ganz gut hinterher, aber der Letzte tat sich sehr schwer. Er brauchte immer wieder Pause und wickelte sich dann ein Shirt um den Kopf. Als wir ihn eingeholt hatten, fing ich an, mir Sorgen zu machen, weil er gar so langsam war (Hitzschlag ist bei diesen Bedingungen gar nicht so selten), aber er machte zwar immer wieder Pause, war dann aber doch wieder zu sehen.

Der Engeratsgundsee war angesichts der Schneelage (Minis wären sinnlos gewesen), erstaunlich zu. Es gab nur hinten, wo von oben der Bach rein fließt, eine Stelle, wo man ins Wasser (und wieder raus!) konnte. Ein Herr stieg eben ins Wasser und schwamm kurz hin und her, als wir am See ankamen. Wir gingen um den See herum und suchten und ein halbwegs bequemes Plätzchen im steilen Gelände.

Der beste Allgäuer ging gleich mal schwimmen. Wenn nur so wenig Oberfläche frei ist, ist das Wasser natürlich besonders kalt und er stellte fest, dass seine operierte Hand das gar nicht mochte. Wir lagen eine Weile in der Sonne herum, dann ging der Allgäuer nochmal ins Wasser.

Unterdessen waren alle Seebesucher wieder verschwunden und wir dachten eigentlich, nun seien wir allein. Aber dann kamen doch noch zwei Gruppen größerer Jungs (naja, ein Mädel war auch dabei). Die erste Gruppe war laut und tönte rum, dass man dann aber unbedingt unter eine Scholle tauchen müsse, die Zweite (die mit dem Mädel) kam einfach an, alle zogen sich aus und gingen ins Wasser. Vielleicht lags an der Zusammensetzung.

Wir machten Platz und uns an den Abstieg. Auf der Steilabfahrt von der Schwarzenberghütte meldete das Bike des besten Allgäuers lautstark, dass er unbedingt Bremsbeläge wechseln sollte und pfiff dann die gesamte restliche Abfahrt erbärmlich. Wir kehrten im Giebelhaus auf ein wunderbares kühles alkoholfreies Weizen ein, das war super!

Ein schöner Tag, aber so heiß und so feucht brauche ich es nicht wirklich!


Radeln im Ostrachtal


Auf dem steilen Weg zur Käseralpe


Die letzten Meter mit Hochvogelblick


Füße-Kühlung


Im Anstieg zum Engeratsgundsee


Am See sieht es noch winterlich aus ...


... sehr winterlich


Eisseebaden


Bereit zum Abstieg


Im Abstieg ist wieder Hochsommer


Abfahrt

Von engel am 28.06.2021 18:20 • outdoorbergmtb

Samstag, 12.06.2021: Jetzt aber!

Donnerstag, Juni 24, 2021

Weil wir ja trotz bester Absichten nicht oben gewesen waren und weil das (bis auf den langen Schlag!) eine nette Radlstecke und überhaupt eine schöne Tour ist, schlug der beste Allgäuer nochmal den Litnis vor. Gern, ich mag den :-)

Das Wetter bei der Auffahrt zum war besser als bei ersten Versuch, aber nicht ganz so heiß wie beim Zweiten ;-) Das Sitzfleisch hatte sich auch einigermaßen erholt und so kamen wir fast erholt wieder beim Joch zur Gräner Ödenalpe an. Diesmal gingen wir aber weiter.

Ich hatte mit mehr Schnee gerechnet, aber es war eigentlich nur das lange Schneefeld direkt unter dem Gipfelaufbau zu quern, der Rest war frei und trocken. Voll war es auch nicht. Drei Leute stiegen gerade ab, als wir zum Gipfelaufbau starteten und 2 sassen am Gipfelkreuz zum Brotzeiten. Da war es aber windig, deswegen stiegen wir wieder zur Grasmulde unter dem Aufbau ab und machten da Pause.

Während wir da in der Sonne herum lagen, kamen die beiden vom Gipfel und die Dame meinte, da im Abstieg sei ein großer Stein locker (der Litnis ist ein Schutthaufen, vor allem die untere Rinne), und ob sie das irgendwo melden solle. Ich fand das echt niedlich :-) Wir versicherten, dass sich an einem Berg immer wieder Steine lockern und dass man das nicht melden müsse.

Nach einer Weile stiegen wir weiter ab und weil gerade nach der Latschen-Querung wieder die Sonne rauskam und weil es da so nette Wiese hat, machten wir nochmal Pause. Es war warm und bequem und wir sind da beide augenblicklich eingeschlafen. Als wir total groggy erwachten, war es eine Stunde später, die Sonne war weg und ich hatte einen Mords-Sonnenbrand auf dem Bauch (T-Shirt hochgekrempelt, um da auch etwas Farbe zu bekommen - da war dann echt viel Farbe). Uuiuiui, schlecht gemacht!

Bis wir bei den Rädern unten waren, waren wir immerhin wach genug, um problemlos bis zur Nesselwängler Edenalpe abfahren zu können. Dort gab es guten Kaffee und okayen Kuchen, dann fuhren wir zum Auto ab. Wie üblich gab es Regen auf der Heimfahrt.


Neuerlicher Start ;-)


Viele Löwenzähne in der Auffahrt


Fast am Joch


Erste Schneeflecken


Schneefeldquerung


Gipfelaufbaukraxelei


Oben :-)


Abstieg


Abfahrt


Der wunderbare Blick zu den Tannheimern

Von engel am 24.06.2021 19:18 • outdoorbergmtb

Donnerstag, 10.06.2021: Mordsschreck

Sonntag, Juni 20, 2021

Der Donnerstag sollte zwar gewittrig werden, aber wenigstens der Vormittag und der frühe Nachmittag sollten schön werden. Wir wollten wieder ins Ausland, aber da hatte das Wetter nichts von der Vorhersage mitbekommen. Es wurde mit jedem Kilometer düsterer und bewölkter.

Diesmal wollte der Soldat an der Grenze tatsächlich was sehen und zwar den positiven PCR-Test vom Januar. Die Pre-Travel-Clearance interessierte ihn dagegen nicht (weil, wie ich später feststellte, die seit genau diesem Donnerstag für Einreisen aus D nicht mehr nötig war). Wir tankten erst mal und stellten den Kangoo dann an der Krinnenbahn ab. Über der Krinnenspize war der Himmel nahezu nachtschwarz.

Kaum waren wir losgeradelt, begann es zu regnen. Erst eher Sprühregen, dann aber schon ganz ordentliche Tropfen, die immer dichter wurden. Wir packten die Rucksäcke ein, uns aber nicht, denn beim Bergaufradeln ist es ziemlich egal, ob man von außen oder unter der Jacke nass wird und Regen kühlt wenigstens.

Der Schauer hielt nicht lang an und wir trockneten schnell wieder ab. Über die Köllenspitze drüber rückte blauer Himmel an und wir hatten bald Sonne. Na also!

Wir machten Pause am Lift (da ist das erste Steilstück geschafft und man muss ‘nur noch’ weit außen rum - und 300 Höhenmeter - fahren) und radelten dann den langen Weg über die Nesselwängler Edenalpe zur Gräner Ödenalpe. Dort stellten wir die Räder ab.

Beim Rauskramen der Schlüssel fiel mir auf, dass mein rotes Täschchen, das mit dem Geldbeutel, den Ausweisen, den Führerscheinen und den beiden Handys, nicht im Rucksackdeckel war. Das hatte ich wohl im Auto vergessen. Naja, dann würde es halt keinen Kaffee und Kuchen irgendwo geben.

Wir gingen und los und mein Kopf spielte ohne mein Zutun allerlei Szenarien ab, wo das rote Täschchen eine Rolle spielte: Wie ich es in den Rucksackdeckel packte. Wie ich die Sonnenbrille aus dem vollgepackten (und der ist nur voll, weil da eben das Täschchen drin ist) Rucksackdeckel hole. Was mein Kopf mir nicht vorspielte: Wie ich das rote Täschchen wieder in den Deckel packe.

Nach 5 Minuten war ich fast überzeugt, das rote Täschchen am Liftmast liegen gelassen zu haben, und mir war schlecht. Mit all dem wichtigen Zeug da drin! Ich musste zurück und nachschauen. Ich bot dem besten Allgäuer an, dass ich das allein erledigen würde, er könne unterdessen gern zum Gipfel weiter gehen (er hat kostbaren Urlaub, ich hatte ewig lang frei), aber davon wollte er nichts hören. Wir fuhren beide zurück.

Am Liftmast lag nichts herum, auf der Bike-Plattform im Kangoo auch nicht, aber in der Fahrertür leuchtete es rot. Ufff! Meinem Magen ging es schlagartig besser :-)

Zur ‘Strafe’, meinte der beste Allgäuer, müssen wir jetzt nochmal hochradeln. Ich schlug vor, bis zur Krinnenalpe zu radeln und dort einzukehren, das wäre dann wenigstens eine Art Ziel. Und so machten wir das, aber zum zweiten Mal dieselbe Strecke zu radeln, wenn der Hintern schon ein wenig Bike-gestresst ist und es noch dazu erbärmlich schwül ist, das war schon hart!

Oben fanden wir ein nettes windgeschütztes Plätzchen und bestellten dann Kaffee und einen Kaiserschmarrn zu zweit (Kuchen gab es nicht). Das war eine irre Menge, aber leider war der Schmarrn nicht gut gebraten. Schade drum! Zwar schmeckte er am Anfang recht gut, aber dann lag er uns wie ein Stein im Magen. Wir schafften grad mal die Hälfte.

Unsere Pläne, uns auf der Abfahrt nochmal irgendwo in die Sonne zu legen, mussten wir leider begraben, denn es zogen schon wieder dunkle Wolken auf. Wir kamen aber trocken zum Auto, der Regen begann erst auf dem Rückweg :-)


Dicke Wolken über den Tannheimern


War fast zu erwarten: Regenradeln


Kurz drauf: Sonnenradeln


Das Ziel im Blick


Die letzten Meter mit dem Bike


Start zu Fuß


Abfahrt :-(


Auffahrt zum Zweiten ...


... es ist brutal schwül


Belohnung an der Krinnenalpe (leider nicht gut)

Von engel am 20.06.2021 16:19 • outdoormtb

Sonntag, 09.05.2021: Sommer!

Freitag, Mai 21, 2021

Es sollte warm werden. Sommerlich warm! Zeit, die Bikesaison zu eröffnen :-)

Wir radelten den üblichen Weg zum Hutbaum hinauf, ließen dann aber wegen vermutlich schrecklichem Matsch die Bike-Abfahrt nach Ermengerst lieber weg. Das war nicht nur wegen des Matsches (der auch auf dem ‘Normalweg’ ordentlich war) eine gute Idee, sondern auch, weil die Abfahrt aktuell komplett gesperrt ist, weil da anscheinend der Forstweg neu gemacht wird, wie wir von unten sahen. Ich fürchte, die Trial-Strecke fällt dem auch zum Opfer. Schade.

Danach ging es über die vordere steile Straße zum Fernsehturm hinauf. Ich kam ohne Absteigen (allerdings sehr schnaufend) oben an, damit hatte ich nach der Bike-Pause seit November oder so wirklich nicht gerechnet. Nach einer kurzen Pause in gebührender Entfernung zum bevölkerten Gipfelkreuz radelten wir weiter zum Weiher. Da fing dann so langsam das geschundene Sitzfleisch an, über die ungewohnte Belastung zu jammern.

Am See stellte ich kurz meine Füße ins Wasser (Brrrr!) und legte ich mich dann nur in die Sonne, der beste Allgäuer ging aber eine Runde schwimmen. Wenn schon, denn schon! Es gab auch viele Kinder, schätzungsweise 3 bis 9 oder so, die mit viel Freude, Geplansche und Geschrei ins Wasser und wieder raus sausten, die meisten Erwachsenen gingen aber doch nur bis zum Knie rein. Kinder sind härter im Nehmen scheint mir ;-)

Der Heimweg war dann hart fürs Sitzfleisch. Das jammerte ab der ersten Sekunde, aber der beste Allgäuer bestand trotzdem darauf, dass der Rückweg unbedingt noch mal über den Mariaberg (2 heftige Steigungen) und dann auch über Elmatried (die allerletzte und allerschlimmste Steigung) führen musste. Wir waren danach aber beide froh, als wir daheim waren.

Irgendwo vor dem Blender wurde das Display meiner Kamera locker und nach dem Weiher konnte ich die Kamera nicht mehr benutzen, weil das Display abzufallen drohte. Es waren zwei super-winzige Schräublein rausgefallen, von denen im Fundus des besten Allgäuers einfach keine Exemplare zu finden war. Schließlich demontierten wir eine alte Kamera, die wir eh nicht mehr nutzen, um meinen Quickie-Foto zu reparieren. Jetzt ist alles wieder gut :-)


Bike-Start :-)


Löwenzahnwiesen vorm Grünten


Steile Straße fast geschafft!


Pause am Blender


Weiherbild

Von engel am 21.05.2021 17:44 • outdoormtb
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