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Radeln: Meh.

Dienstag, November 24, 2020

In der Früh holte ich erst mal die Bearbeitung der vielen Mails vom Wochenende und von Montag nach und machte mich dann an den Update der SAN-Site, der schon seit einer Woche vorbereitet auf meinem Rechner liegt. Weil an der SAN-Site mehr dran hängt als bei meiner eigenen Site, ist das immer ein bisserl stressig. Schief gegangen ist der Update eigentlich nur einmal und der Grund dafür war ich selbst gewesen, aber der Stress von damals hängt mir immer noch nach. Alles klappte prima und nun ist die Site, man darf das eigentlich gar nicht laut sagen, das erste Mal seit ein paar Jahren tatsächlich auf dem aktuellsten Stand. Und zwar sowohl PHP als auch CMS. Yay! (Nicht, dass man das wirklich irgendwo sehen oder merken würde.)

Dann bereitete ich mich aufs Radeln vor. Nach den Wochenendtouren, die Lange vom Samstag sogar ohne meine medizinischen Einlegesohlen (genau genommen sogar ganz ohne Innensohlen, weil ich die vergessen hatte), sassen mir noch ziemlich in den Füßen und ich wollte denen noch ein bisserl Pause lassen. Ich hatte mir am Vorabend eine Runde mit Fernsehturmhügel und ein paar neuen Wegen ausgesucht.

Aber das machte insgesamt wenig Spaß. Obwohl mir am Opiolkaberg innen ordentlich warm wurde, bekam ich kalte Füße und natürlich auch einen kalten Po. Am Mariaberg gab es dann abwechselnd Matsch oder gefrorenen Boden oder beides und ich bekam fast schon ein schlechtes Gewissen auf dem Wiesenweg, wo die Stollen im Matsch auf dem Eis drunter das Gras wegrutschten. Auf der Bank beim Kutscher-Denkmal machte ich Pause, schaute mir den Fernsehturmhügel an und beschloss abzubrechen.

Der Entschluss wurde gleich drauf noch bestätigt, denn runter zum Herrenwieser Weiher war es a…kalt und ich begann beinahe zu frieren. Ich radelte über Elmatried zurück und zog auf der letzten Abfahrt alles an, was der Rucksack hergab, auch die Daunenhose. Daheim war mir trotzdem kalt. Im Winter ins Büro radeln ist übrigens was total anderes, weil es nicht so lang dauert und weil der Zweck halt auch nicht Spaß an der Freude ist.

Daheim genoss ich gerade langsame Aufwärmung unter der Decke auf dem Sofa mit Sonne im Gesicht, als einer der Ex-Kollegen anrief. Das war nett und vielleicht können wir uns beim nächsten München-Besuch ja mal auf einen ToGo-Kaffee im Freien treffen. Schaumermal, was das Wetter dazu meint.

Von engel am 24.11.2020 23:00 • outdoormtb

Samstag, 14.11.2020: Grandiose Fehlplanung

Freitag, November 20, 2020

Ein schöner Samstag, da war wie in letzter Zeit üblich viel Betrieb zu erwarten. Wir hatten eine nette Idee im Tannheimer Tal, aber da ist leider ab November, egal wie das Wetter und die Schneelage sind, Radeln auch auf den frei gegebenen MTB-Strecken verboten (ich hatte extra bei der Touri-Auskunft nachgefragt) und derzeit ist es vermutlich keine allzu gute Idee, sich über egal welche Verbote hinweg zu setzen. *seufz* Dann halt nicht.

Wir suchten uns halt was anderes aus und hofften darauf, nur oben viele Leute zu treffen. In der Früh war es natürlich reichlich frisch, aber ins Retterschwanger Tal geht es gleich bergauf und man kommt - Tadaaa! - auch ziemlich bald in die Sonne. Wir überlegten schon, die Jacken und Handschuhe abzulegen, da war sie schon wieder weg, die Sonne. Und sie blieb weg, weil das Tal so tief und eng ist, dass um diese Jahreszeit ganz einfach überhaupt keine Sonne rein kommt.

HHoch geht es nach der anfänglichen Steigung auch nicht mehr und deswegen wurde uns kalt und kälter. Und der Verdacht drängte sich auf, dass es hinten im Tal auch keine Sonne haben würde. Rechts neben uns beschien die Sonne warm leuchtende Almwiesen, alle in unerreichbarer Nähe. Ich bekam schlechte Laune, denn an einem sonnigen Herbsttag in einem tiefen Tal zu frieren, ist die totale Verschwendung. Als dann vor der letzten Steigung ein uns bisher unbekannter Weg abzweigte, der direkt in die Sonne zu führen schien, hatte ich die Nase voll und schlug vor, ganz einfach dort hinauf zu gehen. Dem besten Allgäuer von Allen war alles egal, also änderten wir das Ziel.

Der Weg verlief sich erst mal unauffindbar in der Kuhwiese (und ist nicht auf der GPS-Karte eingezeichnet), aber weil ziemlich klar war, wo er in den Wald führen musste, fanden wir ihn dort wieder. Und dann kamen wir tatsächlich in die Sonne! Halbsonne zwar, weil wir im lichten Wald unterwegs waren, aber es wurde sofort wärmer, sah ungleich schöner aus und die Laune hob sich ungemein :-)

Und dann war alles wieder vorbei, denn der Weg begab sich in den tiefen, dunklen, kalten Schatten des Entschenkopfs. Hätte man sich denken können, denn da ist eine steile Felswand und den oberen Teil des Weges kennen wir. Nunja, wenn man läuft, ist es nicht so kalt, der Weg war neu und deswegen interessant und es war - Warum nur? - total einsam.

Leute trafen wir erst, als wir oben am Sattel vor dem Entschenkopf auf den Normalweg trafen. Da war dann ordentlich was los und am Schnippenkopf, dem eigentlichen Ausweichziel sah es so aus, als stapelten sich da die Leute. Wir setzten uns erst mal abseits des Weges auf einen sonnigen windgeschützten Buckel und wärmten uns auf. Und da blieben wir dann. Anderthalb Stunden, in der Sonne, in der Wärme, ganz allein, und schauten den vielen Menschen zu, die auf den Entschenkopf gingen.

Irgendwann war es dann auch genug mit der Sonne und wir stiegen auf unserem einsamen Weglein im Schatten zurück zu den Rädern. Unten in der Kuhwiese verloren wir sogar im Abstieg den Weg, kein Wunder, dass wir ihn im Aufstieg nicht gefunden hatten. Die Abfahrt war wie erwartet ziemlich kühl.

Das war planungstechnisch der totale Reinfall, aber dank des einsamen Weges und der langen schönen Sonnenpause aber insgesamt doch irgendwie OK. Vielleicht ist inzwischen die Radlzeit ja auch vorbei ...


Radeln in Halb-Sonne ...


... und dann im tiefen Schatten.


Weglos zur Sonne


Wieder Halb-Sonne ....


... und dann tiefer Schatten. Aber einsam ;-)


Endlich warm!


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 20.11.2020 16:36 • outdoorbergmtb

Sonntag, 08.11.2020: Unerwartet windig

Sonntag, November 15, 2020

Nach dem frostigen Samstagsradeln starteten wir am Sonntag mit mehr Warmzeug im Rucksack. Der Parkplatz an der Säge war schon relativ voll, als wir ankamen, aber auf dem Weg zur Scheidwang waren wir nahezu allein (ein paar vereinzelte Wanderer waren unterwegs).

Auf etwa halbem Weg zur Scheidwang kamen wir in die Sonne. Theoretisch zumindest, praktisch ist da Wald und die Sonne erreichte uns arg gefiltert. An der Scheidwang bogen wir auf die Fahrstraße zur Oberen Gelchenwang ab und machten dort auf einem netten Bänkle in der Sonne erst mal Pause.

Ab hier hatte ich eigentlich zu Fuß gehen wollen, aber der Forstweg sah sehr radelbar aus und probierten wir halt mal wie weit wir kommen würden. Mit gelegentlichem Schieben in ein paar Steilstücken kamen wir tatsächlich bis zum Abzweig des Fußwegs zur Oberen Gelchenwang. Prima!

Der Weg über die Obere Gelchenwang ist ein Umweg, aber den kannte ich noch nicht und deswegen wollte ich ihn mal gehen. Er ist schmal und gewunden und durchaus nett, aber um diese Jahreszeit leider total schattig. Wir kamen erst an der Oberen Gelchenwang in die Sonne und da kam dann auch das erste Mal deutlich spürbar Wind auf.

Auf der Querung in die Senke wurde der Wind stärker und als wir auf den langen Rücken kamen, war Sturm. Der Weg zum Rindalphorn ist lang und kommt einem dank Abwechslungslosigkeit noch länger vor. Es hatte zwar Leute, aber die Menge war überschaubar (am Hochgrat war viel mehr los). Am Gipfel war es leer, weil alle nur kurz anschlugen und sich dann woanders ein windgeschütztes Plätzchen suchten. Wir nahmen eine kleine Wiese kurz vor dem nordseitigen Steilabruch und das war ganz unerwartet super-angenehm. Windstill, warm und bequem :-)

Leider nicht lang, denn die angekündigten Wolken rückten an und verschleierten die Sonne. Damit war die Wärme futsch und wir machten uns an den Abstieg. Wir hatten uns vorher schon angeschaut, wo man direkt zu der Forststraße zu den Rädern absteigen konnte und gingen über mittelsteile Kuhwiesen und zwei Rinnen zur Straße runter. Der kleine Forstweg durch die Steilwand ist eigentlich nett, uneigentlich ist Forstweggehen aber halt langweilig. Es dauerte nicht lang bis zu den Rädern.

Wir radelten erst zum Bänkle oberhalb der Scheidwang zurück und packten uns dann - schlauer als am Samstag - warm für die Abfahrt ein. Das war sehr erfolgreich, wir kamen warm und überhaupt nicht fröstelig bei den Rädern an :-)


Schon wieder Frost auf den Wiesen


Die letzten Meter vor der Scheidwang


Päuschen in der Sonne


Wir radeln neue Wege


Idyllischer Pfad zur Oberen Gelchenwang


Der Weg zum Ziel ist elendslang!


Im Sturm am Gipfel


Direkter Abstieg ...


... bis zum Fahrweg


Abfahrt (warm eingepackt!)

Von engel am 15.11.2020 17:39 • outdoorbergmtb

Samstag, 07.11.2020: Eiskalt und (fast) heiß

Mittwoch, November 11, 2020

Da wir ja seit dem letzten Wochenende wussten, dass sich der Schnee aus den Bergen weitgehend wieder zurückgezogen hatte, hatten wir uns die verschobene Tour vom letzten Wochenende erneut vorgenommen und stellten den Kangoo relativ früh am E-Werk von Hinterstein ab, um die Räder auszuladen. Es hatte schon einige Autos am Parkplatz, aber wirklich voll war es nicht.

Dafür war es kalt. Knappe Minusgrade mit eis auf den Pfützen, durch die man wunderbar knirschend durch fahren konnte. Es war ziemlich frisch an den Händen und arg kalt an den Füßen, denn bei der Kleidungswahl hatten wir vor allem an den schönen warmen Tag oben in der Sonne gedacht und nicht ans eisige Radeln in der Früh. Der beste Allgäuer von Allen klagte bald, dass er seine Zehen nicht mehr spüre. Meine Schuhe waren dichter, da zog es nicht so durch.

Wir kamen erst deutlich nach dem Giebelhaus in die Sonne. Wir machten eine Pause an der Abzweigung zur Schwarzenberghütte, damit der beste Allgäuer seine Zehen durch Herumlaufen ein wenig re-aktiven konnte. Auf der steilen Auffahrt in der Sonne zur Hütte wurde uns dann schnell warm und an der Kurve vorm steilsten Stück konnten wir auf T-Shirt und kurze Hosen umstellen :-)

Bis zur Käseralpe waren wir allein unterwegs gewesen, beim Anstieg zum Engeratsgundsee trafen dann doch ein paar Leute. Viel war aber nicht los. Wir hatten beide lahme Beine (der Allgäuer vom Joggen, ich vom Test der Online-Trainings-Plattform) und nahmen am See dann doch Stöcke. Das war gut so, denn der steile Anstieg zur Hengst-Scharte war auch so recht anstrengend. Von ‘drüben’ allerlei Menschen hochgestiegen, darunter auch welche, die wir unten schon mal gesehen hatten, mit irgendwas Figl-Artigem am Rucksack (die hatten die Schneelage klar überschätzt ;-)).

Der Anstieg zum Kleinen Daumen war dann noch mal anstrengend. Wir suchten uns oben einen flachen Fleck in der Sonne und genossen den schönen Herbsttag. Für mich war es das erste Mal hier oben seit der OP, es fühlte sich ein klitzekleines bisserl an wie ein Meilenstein :-) Zum Großen Daumen war es mir aber doch zu weit. Im Frühjahr dann!

Im Abstieg machten wir noch mal windgeschützt Pause am See in der letzten Sonne und stiegen dann weiter zu den Rädern. Da hatte es bald Schatten und es wurde kühl. Die Räder konnten wir noch mit Sonne entsperren, dann war sie auch hier weg. Wir rüsteten wieder auf lange Hosen und Pulli mit Jacke und Handschuhe um.

Aber die Handschuhe waren zu dünn und die Jacke war zu wind-durchlässig. Am Giebelhaus zog ich noch die Simony-Jacke drüber, dann war mein Rucksack leer. Leider reichte auch das nicht aus und ich kam tatsächlich zitternd und bibbernd am Auto an. Das war eine totale Fehleinschätzung der Temperaturen! Aber sonst war es ein total netter Tag :-)


Start mit Frost auf den Wiesen


Am Giebel ist es noch immer kalt ohne Sonne


Sonne!


T-Shirt und kurze Hose :-)


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Im Schneefeld unter dem Gipfel


Die letzten Meter


Abstieg zum See


In der letzten Sonne


Abfahrt

Von engel am 11.11.2020 10:55 • outdoorbergmtb

Bikerunde

Montag, November 02, 2020

Ich verbrachte den Vormittag mit allerlei Daten-Umherschaufelei. Beim Abziehen der Super-Duper-Musik-Sammlung vom Tablet des besten Allgäuers hätte ich mal besser auf seinen Rat gehört (Nimm die SD-Karte raus und steck sie in den Adapter.), denn die angeblichen 1 1/2 Stunden fürs Abziehen beliefen sich dann auf locker 4 Stunden. Für knapp 100GB. Beim Einspielen auf mein Handy befolgte ich den Rat dann :/

Zwischendurch musste ich auch noch mal bei Vodafone anrufen, weil Freitag Nachmittag eine Mail gekommen war, dass unsere Störung behoben sei. Was natürlich nicht der Fall war, übers Wochenende brach nachmittags das Netz ein, abends war es quasi nicht vorhanden, alles wie gehabt. Diesmal hatte ich eine Dame an der Leitung, die eigentlich zu nichts etwas sagen konnte. Naja doch, irgendein Kabel am Knoten für Kempten oder vielleicht auch ‘nur’ für unseren Teil von Kempten sei defekt und man suche, welches das sei, deswegen könne sie auch nicht sagen, wann die Störung behoben sein wird. *seufz*

Mit dem Scannen und Checken der diversen Job-Emails, dem Telefonat und dem Datenrumschaufeln (auch Rechner-intern auf beiden Systemen, der besseren Übersichtlichkeit halber) war dann in Nullkommanix der Vormittag rum und es war Zeit für die Therapie beim S. zu packen. Weil das Wetter so schön war, hatte ich gleich eine kleine Bike-Runde für danach geplant. Es war so warm, dass ich direkt mit T-Shirt und kurzer Hose losfuhr :-)

Da mein Knie vom Wochenende doch gestresst war, schaute der S. erst mal, ob meine Beine noch immer frei und gerade sind (Ja.) und befasste sich dann mit meinem Fuß, der - Aua! - total verspannt war. Als neue Übung bekam ich die Aufgabe, mit den Zehen ein Theraband zu greifen und den Fuß dann mit dem Band erst auf und ab und dann kreisend zu bewegen. Das dürfe ruhig wackelig sein ... ist es, sehr.

Nach der Therapie radelte ich noch eine Runde am Stadtweiher vorbei auf den Mariaberg und von da nach Hause. Der neue Weg war ein Reinfall, er ist viel zu steil zum Radeln. Oben ließen Kinder wunderbar bunte Drachen steigen :-) Ich machte am Ende eine Pause in der Sonne am letzten Bänkle und sah den Schafen zu, das war ausgesprochen nett.

Von engel am 02.11.2020 23:00 • outdoormtb

Solo Bike&Hike

Donnerstag, Oktober 22, 2020

In der Früh war unser Anschluss natürlich wieder OK. Die volle Download- und Uploadgeschwindigkeit. Da braucht man sich ja auch nicht mehr beschweren, was sollten die tun?

Nach dem üblichen Nachrichten-Update in der Früh steckte ich mein Ghost in den Kangoo und fuhr nach Gunzesried. Beim Bedienen der Parkster-App, die in Gunzesried (derzeit?) die einzige Möglichkeit ist, den Parkschein zu bezahlen, stellte ich mich, ich muss das zugeben, erst mal total bescheuert an. Irgendwann hatte ich dann aber den Parkschein. Aber nur App, kein Automat, das finde ich überhaupt nicht gut.

Weil ich ja allein unterwegs war und der beste Allgäuer nicht monieren konnte, dass so kurz radeln sich ja überhaupt nicht lohnt, hatte ich das Bike dabei. Ich radelte bis zum Kapellchen und stellte dort das Ghost an den Zaun. Dann stieg ich über den steilen Waldweg zum Steineberg auf. Das war sehr schön und sehr einsam, ich traf selbst im oberen Bereich, wo der Weg markiert und ‘offiziell’ ist, nur einen einzigen Menschen.

Oben war natürlich einiges los, ich nehme an, die Mittagbahn lief. Die Leiter war für viele eine echte Herausforderung. Eine Frau schüttelte sich oben und sagte, da würde sie nicht absteigen, eine andere stieg hoch konzentriert, den Blick starr auf die Leiter gerichtet, gaaaanz langsam, Stufe für Stufe hinauf. Von oben ermunterte sie ihr Mann: “Du hast die Hälfte geschafft! Zwei Drittel! Noch 2 Meter!” Das war bestimmt das totale Abenteuer :-)

Am Gipfel schien fast die Sonne, es war aber auch windig, deswegen blieb ich nicht lang. Nachdem ich die Leiter abgestiegen war, versuchte ich mich an einem neuen Abstieg, weglos über die Wiese zwischen Grat und Felswand zum Üben. Die ist doch einigermaßen steil und das ging ausgesprochen gut, obwohl ich nur die schaftlosen Trekkingschuhe anhatte. Weglos wird langsam wieder, hoffe ich.

Der restliche Abstieg war dann aber schon ein wenig anstrengend. Auf der Straße noch mehr als auf der Wiese, deswegen nahm ich dann doch meistens die Wiese. Dem Knie ging es aber unten auf der Querung zum Rad echt gut.

Daheim ging ich noch kurz Einkaufen und die Gartenabfälle wegbringen, dann brach ich erst mal auf dem Sofa zusammen. Abends gab es dann noch eine weitere Kata und ich musste mich doch an Vodafone wenden. 2MBit, das ist doch kein Zustand! Das Problem bei uns in der Gegend sei bekannt, man arbeite dran, hieß es. Na toll! Immerhin haben wir jetzt ein Ticket und werden informiert. Bald, hoffe ich!


Start in Gunzesried


Mein Rad vor dem Kapellchen


Finde ich noch immer total entzückend


Der Ausstieg vom Waldweg


Blick zum Gipfel


Rückblick von meinem Abstiegsweg


Übersichtsbild


Herbstbild :-)

Von engel am 22.10.2020 07:52 • outdoorbergmtb

Dienstag, 22.09.2020: Erholungstag

Samstag, September 26, 2020

Ich hatte am Vortag schon gemerkt, dass ich so langsam eine Pause brauchte. Nicht unbedingt wegen der Kondition, sondern wegen Knie und Füßen und dem Abstiegsmuskelkater im rechten Bein. Also mehr Radeln und weniger Laufen. Wir nahmen uns mal wieder den zackeligen Gipfel im Tannheimer Tal vor.

Nach einem gemütlichen Frühstück stellten wir den Kangoo an der Bahn ab und radelten los. Die Forststraße ist unten etwas steiler, aber nach den Anstiegen zur Tuftlalm und zur Speicherhütte war das geradezu gemütlich, auch ohne Teer ;-)

Auf dem langen Weg hintenrum sprangen uns die vielen Pilze im Wald an. Vom Rad aus war nichts Verwertbares dabei, aber es hatte endlich mal überhaupt Pilze :-) Das eröffnete doch gleich Möglichkeiten für die nächsten Tage, für die geradezu grusliges Wetter angesagt war.

Im Joch stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Da war die morgendliche Sonne dann schon weg und dicke Wolken waren aufgezogen. Eine kurze Pause gab es trotzdem.

Danach nahm ich Stöcke, denn meine Beine waren deutlich gestresst. Verglichen mit den letzten Malen hier ging das Laufen aber ausgezeichnet :-)

Am Gipfel waren wir allein, wir blieben aber trotzdem nicht allzu lang, denn es war windig und kühl. Wir wollten dann eigentlich zur Abwechslung mal bei der Gräner Ödenalpe einkehren, aber dort schickte man uns weg, weil alle Kräfte beim Viehtrieb benötigt wurden. So gab es K&K wieder in der Nesselwängler Edenalpe, gut wie immer.

Wir kamen trocken ins Tal. Es begann tatsächlich erst zu regnen, als wir die Räder ins Auto geladen hatten :-)


Radeln vor toller Kulisse


Das Ziel im Blick


Anstieg zum Gipfel


An derselben Stelle


Oben :-)


Abstieg zur Gräner Ödenalpe


K&K an der Nesselwängler Edenalpe


Abfahrt, die Kulisse ist weg

Von engel am 26.09.2020 15:23 • outdoorbergmtb

Montag, 21.09.2020: Knapp entwischt!

Samstag, September 26, 2020

Der Montag sollte noch mal relativ stabil schön werden. Und weil es nicht Wochenende war, konnten wir auch mal wieder den Tunnel riskieren. Das klappte gut, kein Stau, keine Blockabfertigung und nur ein paar LKWs als Hindernisse. Wir kamen problemlos nach Ehrwald, von schönem Wetter war allerdings erst mal nichts zu sehen. Es war neblig und kühl beim Ausladen.

Die Straße zur Tuftlalm fängt ganz kurz einigermaßen bequem an und wird dann richtig steil. Man kann das radeln, weil es eine Teerstraße ist, aber der Aussichtspunkt mit den beiden Bänken nach dem steilsten Stück ist dann schon sehr willkommen ;-) Da hatten wir dann auch volle Sonne und beste Aussicht.

Danach wird es minimal flacher, ist aber weiterhin durchgehend anstrengend, bis man endlich auf die flache Forststraße rüber zur Tuftlalm kommt. Entschädigt wird man für die Anstrengung durch wunderbare Ausblicke ins Zugspitzgebiet und den netten herbstlichen Mischwald bei der Auffahrt. Alles in allem ist das ein sehr schöner Bike-Anstieg :-)

An der Tuftlalm legten wir die Räder ins Gras und gingen gleich ein Stück auf dem Steig weiter, um uns bequem und gemütlich in der Sonne umziehen zu können. Der beste Allgäuer ging barfuß.

Der Weg zum Daniel führt erst lang und mäßig steil durch Wald, bis man in den Latschgürtel kommt. Da wird der Weg dann deutlich steiler und sowohl felsig als auch schottrig. Oberhalb der Latschen folgt dann noch die Querung unter der Upsspitze durch und dann ist man am Gipfel.

Während wir da hinauf stiegen, zog es zu und oben standen wir dann mit Null Sicht in den Wolken. Was schade ist, denn vom Daniel hätte man großartige Aussicht auf den Wetterstein, die Mieminger, Ehrwald und überhaupt ganz viel tolle Gegend. Wenigstens war es nicht ganz so kühl und windig da oben, wie wir befürchtet hatten, die Pause fiel aber doch eher kurz aus.

Weil es (noch?) nicht regnete, beschlossen wir auch noch über die Upsspitze zu gehen und über einen uns bisher unbekannten Weg zum Grünen Ups abzusteigen. Das war eine gute Idee, denn gleich hinter dem Ups kam ein wenig die Sonne durch und wir fanden eine super-bequeme windgeschützte Mulde für eine ausgedehnte Pause. Das war sehr nett da!

Der weitere Abstieg war zwischenzeitlich ordentlich anspruchsvoll für mein Bein, denn es war sehr steil und sehr geröllig und felsig. Toller Abstieg und das Knie kam echt gut zurecht. Über die Pause am Grünen Ups war ich dann aber schon froh.

Der Rückweg zur Tuftlalm zog sich dann ziemlich, weil man die Alm zwar vom Grünen Ups aus schon sehen kann, aber dann allerlei Gelände-Falten ablaufen muss, und das dauert halt. Wir kehrten ein und weil es keinen Kuchen mehr gab, bestellten wir uns zu zweit Kaiserschmarrn. Der Kaffee dort ist klein, aber gut.

Der Kaiserschmarrn war auch gut, es zog sich aber eine gute Weile, bis er fertig war und in der Zwischenzeit wurde es am Daniel immer dunkler. Gerade als wir los radelten, grummelte es da oben bedrohlich und es tröpfelte los.

Wir gaben ordentlich Gas, um dem Gewitter davon zu radeln. Auf einer Teerstraße abfahren ist total einfach und man kann da echt schnell werden, aber das stresst die Bremsen dann ganz schön. Beim besten Allgäuer von Allen, der ja immer viel schneller fährt als ich, begannen dann auf der halben Abfahrt auch die Bremsen seltsam zu riechen.

Wir legten am Aussichtspunkt mit den beiden Bänken eine kleine Zwangspause ein, denn versagende Bremsen sind nicht lustig. Das Gewitter hinter uns blieb, wo es war, deswegen konnten wir nach einer Weile ganz bequem (und viel langsamer) den steilsten Teil der Abfahrt angehen.

Wir kamen trocken bis ans Auto. Das war echt Dusel, denn anderswo, das sahen wir auf der Rückfahrt, hatte es allerlei heftige Gewitter. Ins möglicherweise Heftigste fuhren wir dann auf der Autobahn rein, wo vor uns erst ein paar Auto warnblinkten und dann plötzlich eine regelrechte Wasserwand vor uns stand.

Es regnete so heftig, dass wir auch mit Scheibenwischer auf Höchststufe kaum was sahen und auf der Autobahn stand das Wasser kurz zentimeterhoch. Das dauert aber nicht lang und immerhin wurde das Auto da wirklich gründlich gewaschen ;-)


Start im Nebel


Bald kommt Sonne


Radeln neben dem Wetterstein


Es geht zu Fuß weiter


Vor Upsspitze (links) und Daniel (rechts)


Am Gipfel


Tiefblick mit Wolken


Abstieg von der Upsspitze


Pause :-)


Am Grünen Ups, hinten die Ehrwalder Sonnenspitze


K&K an der Tuftlalm


Flucht vor dem Gewitter


Zwangspause

Von engel am 26.09.2020 14:53 • outdoorbergmtb

Sonntag, 20.09.2020: Nix Köpfle

Samstag, September 26, 2020

Bei den Überlegungen, wo wir denn noch weitere Bike&Hike Touren finden könnten, hatte der beste Allgäuer die Speicherhütte in den Ring geworfen. Da waren wir schon sehr lang nicht mehr und ich hatte mir alle möglichen Touren da hinten angeschaut. Aber da ist alles sehr lang und das wollte ich dem Knie noch nicht zumuten. Am Ende beschlossen wir, da einfach hinzuradeln und dann zu schauen, ob wir einen der kleineren weglosen Hügel über der Mindelheimer Hütte schaffen. Und wenn nicht, dann halt nicht.

Wir parkten an der Fellhornbahn. Es war arg frisch da in dem zugigen Tal, denn um diese Jahreszeit schafft es die Sonne erst spät bis unten. Warm wurde es uns erst, als es an der Abzweigung ins Rappenalptal steiler wurde. Die Teerstraße geht für eine Weile relativ steil hoch und wird dann wieder flacher. Und sie ziiiiieht sich. Es dauerte Ewigkeiten, bis wir endlich die Schwarze Hütte und danach - Endlich! - Sonne erreichten. Wir machten erst mal Pause.

Danach beginnt der interessante Teil der Radelstrecke, es geht nämlich bergauf. Teilweise wirklich ordentlich bergauf! Obwohl die Straße bis zur Speicherhütte durchgehend geteert ist, musste ich an 2 Stellen absteigen und schieben (der beste Allgäuer natürlich nicht). Der einzige andere ‘richtige’ Biker ausser uns schob da auch, allerdings stellte ich nachher fest, dass der Mann gut über 70 sein musste und fühlte mich nicht mehr ganz so zufrieden :/ Ausser uns 3en waren nur E-Bikes an der Hütte.

Wir stellten die Räder am Zaun ab und gingen zu Fuß weiter. Den Weg zur (also eher: von der) Mindelheimer Hütte sind wir bisher ausschließlich in umgegekehrter Richtung gegangen und ich war doch erstaunt, wie steil der ist. Ich musste ordentlich schnaufen, hatte aber trotz des anstrengenden Radeln nicht das Gefühl, gleich zusammen zu brechen. Vielleicht wird das ja wieder was mit der Kondition :-)

An der Mindelheimer Hütte liefen wir vorbei und legten uns ein paar Minuten später erst mal in einer windgeschützten Mulde ins Gras und in die Sonne und schauten die beiden potentiellen weglosen Hügel an. Der Linke war steil und grasig, der Rechte steil und bröselig. Als die Sonne hinter Wolken verschwand, entschieden wir uns für den linken Spitz.

Der weglose Aufstieg war erst mal problemlos. Als wir uns dann langsam der steilen grasigen Rinne näherten, wurden die Schritte größer und ich schaute immer wieder mal runter, um den Abstieg abzuschätzen. Schließlich musste ich doch zugeben, dass ich mir einen noch steileren Abstieg nicht zutraute und die Rinne steilte mehr und mehr auf.

Obwohl es so aussah, als müssten wir lediglich noch 30 Höhenmeter oder so aufsteigen, brachen wir ab. Das Knie kaputt machen wäre eine blöde Idee. Zurück an der Hütte stellten wir allerdings fest, dass wir uns ganz schön getäuscht hatten. Das wären noch wenigstens 150 Höhenmeter gewesen! Der Abbruch war schlau gewesen.

Es war schon die ganze Zeit immer dunkler geworden und es hatte dieses komische gelbe Gewitter-Licht. Auf dem halben Abstieg fing es dann auch an zu regnen, mal mehr, mal weniger. Wir kamen aber relativ trocken bis zur Speicherhütte, wo der Regen nochmal zulegte. Unter dem Halbdach der Hütte konnten wir uns bequem und fast trocken umziehen.

Auf der Abfahrt liess der Regen netterweise nach und wir konnten an der Schwarzen Hütte auf Kaffee und Kuchen einkehren. Das war sehr nett :-)

Wir kamen danach sogar fast trocken bis zum Auto, dann aber legte ein Gewitter derart los, dass das Wasser auf der Straße neben dem Parkplatz zentimeterhoch stand. Wir wurden beim Einladen total nass. Immerhin wurde dann auf dem Heimweg das Auto einigermaßen gewaschen ;-)


Start zur Speicherhütte


Im Wald ist es steil und kühl


Endlich Sonne!


Im Steilstück vor der Speicherhütte muss ich schieben


Murmel an der Speicherhütte


Auf dem Weg zur Mindelheimer Hütte


Anstrengender Anstieg


Steile Rinne links oder Bröselrinne rechts?


Anstieg zur steilen Rinne links


Gewitterstimmung


Gewitter-Ausläufer erwischen uns


Gerüstet zur Abfahrt


K&K an der Schwarzen Hütte


Abfahrt

Von engel am 26.09.2020 10:50 • outdoorbergmtb

Samstag, 19.09.2020: Kraxeln

Samstag, September 26, 2020

Der Samstag sollte der schönste (also: trockenste) Tag des gesamten Urlaubs werden, deswegen hatten wir uns für diesen Tag einen etwas anspruchsvolleren Berg ausgesucht. Mit Weg allerdings, um den Abstieg nicht ganz so schwierig zu gestalten.

Nach einem mittelfrühen Start landeten wir direkt am Tunnel in die Blockabfertigung (echt jetzt, selbst wenn NIX los ist?) und fuhren durch Füssen nach Musau (was so früh zwar gut ging, aber vermutlich dann auch nicht schneller war, als einen Block am Tunnel zu warten). Dann radelten wir zur Musauer Alm hoch.

Dort war der Viehzaun schon abgebaut, deswegen fuhren wir direkt weiter über den Bach bis zur Abzweigung des Wanderwegs (spart einen halben Kilometer und vielleicht 20 Höhenmeter, immerhin). Der Anstieg im Schatten auf den schmalen Weglein war erstaunlich kühl.

Im Saba-Hochtal machten wir erst mal Pause in der Sonne, denn wie lange die uns die Ehre geben würde, war ja nicht absehbar ;-) Dann stiegen wir ins Gehrenjoch auf.

Dort landeten wir gleich mal in der Halb-Halb-Langhaar-Ziegen-Herde, die da schon seit ein paar Jahren wohnt. Inzwischen sind es erstaunlich viele Ziegen und es sind jetzt auch ‘normale’ Ziegen dabei. Alle sind total unerschrocken und scheren sich überhaupt nicht um die Leute, die zwischen ihnen durchgehen. Es stiegen erstaunlich viele Leute ab, wir befürchteten schon, dass es oben voll sein würde.

Vor der Kraxelei machten wir nochmal Pause und stiegen dann in die felsige Rinne ein. Mit uns stiegen 2 Leute auf und mehrere ab. Es war wirklich auffallend, das sich alle total Mühe gaben, keine Steine zu werfen, das war super! Die Kraxelei ging prima, aber rauf ist ja eh nie ein Problem.

Oben war dann viel weniger los, als wir gedacht hatten, grad mal 6 Leute am Gipfel :-) Wir blieben nicht allzu lang am Gipfel, denn es hatte leichten Wind und Wolken zogen auf und es war nur so halb angenehm da oben.

Der Abstieg war dann ... anspruchsvoll. Oben könnte man, wenn man könnte, relativ viel auf den steilen Platten einfach runter laufen, aber für mein Bein war das zu steil (Stolpern wäre auch eine blöde Idee). Ich ‘ging’ deswegen das meiste rückwärts auf allen Vieren runter, was natürlich ohne Probleme funktionierte, aber halt ein wenig länger dauerte. In der Rinne sind dann keine Platten sondern Schrofen, aber auch die sind meistens noch zu steil für’s Bein. Ich ‘ging’ auch hier meistens rückwärts runter. Alles in Allem klappte das sehr gut :-)

Wir stiegen bis ins Joch ab und wollten danach, möglichst aus dem Wind, nochmal eine Pause machen. Da war die Sonne leider schon verschwunden und es war empfindlich kühl. Als wir endlich eine bequeme und windstille Mulde gefunden hatten, war dann schon eine Jacke nötig.

Der Abstieg zu den Rädern zog sich dann ziemlich und ich war echt froh, endlich nicht mehr laufen zu müssen. Dem Knie ging’s ganz gut, aber meine Füsse jammerten (900 Höhenmeter Abstieg, das hatten wir schon lang nicht mehr). In der Musauer Alm gönnten wir uns noch K&K und fuhren dann zum Auto ab.

Am Heimweg konnten wir von Musau aus schön den Stau wegen der Grenzkontrollen vorm Tunnel sehen und fuhren lieber über Pfronten heim.


Start an der Bärenfalle


Vor der Kellenspitze


Anstieg im Schatten


Sonne! Und das Ziel rechts hinten im Blick.


Die Ziegenbande


Anstieg durch die Rinne


In den Felsen im oberen Teil


Gipfel!


Im Abstieg oben


Rückwartsgehen


Kellenspitze in Wolken.


Abstieg


Rückblick. Der Gipfel ist links.

Von engel am 26.09.2020 08:44 • outdoorbergmtb
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