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Samstag, 03.07.2021: Lang und einsam

Sonntag, Juli 18, 2021

Am einzigen schönen Tag des Wochenendes mit noch dazu vergleichsweise wenig Gewitterneigung wollten wir mal wieder ins Lechtal. In das wunderbare Lechtal, in dem wir nun so lang nicht mehr waren. Reinfahren war die reine Freude :-)

Wir stellten den Kangoo an der Straße nach Hinterhornbach ab (was einer Bewohnerin von Vorherhornbach nicht gefiel, sie bat uns am neuen Friedhof zu parken, was wir uns sonst nie und nimmer getraut hätten) und gingen los. Unten verliefen wir uns 2 Mal ein kleines Stück, weil wir einen unbezeichneten Steig nehmen wollten, den wir dann dank altem Track auf dem Navi dann doch schnell fanden. Vorher die Karte genauer anschauen hätte natürlich auch geholfen ;-)

Unser einsamer Steig ging - teilweise schwer erkennbar - unten durch lichten Wald und führte, abgesehen von einem kurzen Stück auf der Forststraße, immer steil und direkt nach oben. Zwischendurch war der Weg ein wenig schwer zu finden, aber mit dem Pfadfindergespür des besten Allgäuers und dem Track auf meinem Navi zusammen fand wir den Steig immer wieder.

Nachdem wir aus dem lichten Wald gekommen waren, führten uns die Steigspuren über eine schöne Felsrampe mitten im Latschengürtel und dann ziemlich verwunden (rechts-links-rauf-runter) zum normalen Aufstiegsweg. Am Ende kürzten wir über eine freie Steilwiese ein wenig ab und waren dann auf dem Normalaufstieg, der uns in kurzer Zeit zum Gipfel führte. Den gesamten Aufstieg über hatten wir gerade mal 2 Leute getroffen und die sahen genauso erstaunt aus wie wir ;-)

Oben war es windig und es waren auch schon Wolken reingezogen. Wir blieben nicht lang, sondern stiegen zu einer grasigen Mulde ab, wo wir uns eine nette Pause gönnten und beide sofort in der Sonne einschliefen :-) Danach war die Sonne weg.

Für den Abstieg nahmen wir den Normalweg. An der ersten und einzigen Wegekreuzung verstiegen wir uns nochmal ein kleines Stück, weil ich die Karte falsch im Kopf hatte. Natürlich hätte ich nachschauen können, aber der Weg kam mir erst seltsam vor, als wir schon im Hornbachkar waren. So kamen halt noch 100 Höhenmeter und ein Stück Weg extra dazu.

Der Abstieg auf dem Normalweg ist sehr steil und geröllig, das fand ich zwischendrin einigermaßen anspruchsvoll, weil man nicht immer die Wahl hatte, mit welchem Bein man die großen Schritte macht. Als wir das steilste Stück hinter uns hatten, erschreckten wir einen jungen Einheimischen total (der sass auf einem Stein und rauchte und hüpfte vor Schreck beinahe, als wir von hinten kamen), der den ganzen Tag niemanden gesehen hatte und sich völlig alle wähnte.

Danach ist der Abstieg vor allem lang (und ja, auch nett und idyllisch), weil man den ganzen Berg queren muss. Wir waren beide froh, als wir endlich unten waren. Mir taten sowohl die Füße als auch beide Knie ein wenig weh, aber so viel Abstieg zu Fuß (1300 Höhenmeter, 13 Kilometer) hatte ich seit Jahren nicht mehr. Am nächsten Tag war ich etwas lahm rundrum, aber dem Knie ging es weitgehend gut :-)

Das war ein wunderbarer Tag mit einem wunderbar einsamen und anspruchsvollen Gipfel. Yay!


(Fehl-)Start mit Klimmspitze im Hintergrund


Aufstieg durch steilen lichten Wald


Die Wegfindung ist nicht immer einfach


Lechtalblick


Auf dem Weg durch den Latschegürtel


Wegloser Steilanstieg mit Lech im Hintergrund


Die letzten Meter auf dem Normalweg


Gipfelbild


Falscher Abstieg ins Hornbachkar


Gerölliger Abstieg


Auf der Runde um den Berg

Von engel am 18.07.2021 12:13 • outdoorberg

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