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Sonntag, 20.03.2022: Hindernisse

Freitag, April 08, 2022

Die viele Schneestapferei war dann doch ganz schön stressig gewesen, deswegen hatten wir uns schon auf dem Heimweg einen Sonnenberg ausgesucht, der ein bisserl mehr und vor allem anders als der Illertalhügel ist.

Wir schliefen aus und fuhren nach einem gemütlichen Frühstück nach Unterjoch, wo das Parken tatsächlich unglaubliche 10€ kostet! Wäre mir auf die Schnelle etwas anderes eingefallen (abgesehen vom Illertalhügel), wären wir woanders hingefahren, aber mir fiel nichts ein, deswegen schluckte ich die Unverschämtheit und zahlte. Dem besten Allgäuer erzählte ich nichts, sonst wären wir nämlich tatsächlich am Illertalhügel gelandet.

Wir marschierten also los, erst mal durch die ‘Fallanlage’ (natürlich gesperrt, aber nett wie immer) und dann den langen Bogen der Straße entlang. Das ist zwar langweilig, die gute Nachricht ist aber, sowas geht jetzt (selbst mit gestressten Knien) viel besser als die letzten Jahre, wo so gleichförmiges Gehatsche immer zu Schmerzen führte. Am letzten Hof amüsierten uns 2 Schafe, die das juckende Winterfell an ihrem Häuschen loswerden wollten und sich energisch dran rieben.

Danach war die Straße aus und der beste Allgäuer stellte auf barfuß um, wenn schon denn schon. Wir gingen direkt die sonnige Wiese anstelle des Weges, der im Schatten lag, hoch und gingen oben auf der Querung weiter. Da wurde es dann etwas abenteuerlich, denn die Stürme der letzten Monate hatten da Mikado gespielt und wir mussten über allerlei Bäume klettern. Es hatte auch immer wieder Schnee, über den der beste Allgäuer aber stoisch drüber marschierte.

An der steilen Wiese gibt es inzwischen einen neuen Weg, der statt nahezu gerade hoch in vielen Kehren auf der anderen Seite des Waldes entlang führt. Das ist im Sommer bestimmt prima, weil es da dann nicht so heiß ist, jetzt war es kalt, matschig und schneeig, das war nicht so schön.

Am Grat/Rücken machten wir eine kurze Pause in der Sonne und stiegen dann zum Zinken auf. Da hatte es weniger Schnee und Eis als befürchtet und außerdem ein neues Drahtseil. Wir kamen problemlos zum Gipfel, der beste Allgäuer natürlich barfuß. Der einzige andere Gipfelbesucher bat darum, ein Beweisfoto für seine Frau machen zu dürfen, ‘sonst glaubt die das ja nicht!’

Am Gipfel hatte es etwas Wind und es war eh nicht allzu bequem, deswegen stiegen wir bald ab und gingen zurück zu der Mulde, in der wir im Aufstieg schon Pause gemacht hatten, und legten uns da eine lange bequeme Weile in die Sonne.

Den Abstieg nahmen wir direkt. Geradeaus vom Ende des Gratrückens auf dem ‘alten’ Weg zum Wald, geradeaus vom Wald über die Wiese und dann, den langen Straßenbogen abschneidend, geradeaus runter zur Teerstraße. Muss man ausnützen, wenn man noch über die Wiesen laufen darf :-)


Auf dem Weg durch die ‘Fallanlage’


Schaf mit juckendem Fell


Frühlingsbote am Berg


Kleiner Fuchs


Baumstammklettern


Mikado


Anstieg zum Durchlass


Nachstieg


Gipfel mit Aussicht


Aussicht in die andere Richtung


Abstieg


Abstieg


Auf dem alten Weg


Wiesenabstieg

Von engel am 08.04.2022 15:52 • outdoorberg
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