Am Sonntag sollte es etwas schöner (vor allem stabiler) als am Samstag werden, deswegen hatten wir da den nächsten Versuch am Kraxelberg eingeplant (das letzte Mal hatte uns ja das lokalste aller lokalen Gewitter am Sattel vor der Gräner Ödenalpe abgeschreckt). Wir parkten wie üblich in Rauth.
Beim Losradeln war es zwar noch angenehm kühl, aber auch schon sehr schwül.
Wir ließen es gemütlich angehen und wurden auch bald von einer Gruppe Mountainbiker überholt (2 Bio, 2 E). An der Bank und an der Rauther Alm gab es die übliche Pause, dann radelten wir über den Meraner Steig an der Nordseite entlang. Es war sehr geröllig, deswegen musste ich vorm Wasserfall absteigen (passiert so gut wie immer).
Wir hatten uns für den langen Weg außen herum entschieden, um nicht so steil unter dem Lift raufradeln zu müssen, deswegen bogen wir nicht zur Krinnenalpe ab, sondern fuhren zu den Liften ab. Da stand eine Haflingerherde mit Fohlen und schaute uns unbeeindruckt an. Wir radelten sehr langsam durch, um niemanden zu erschrecken.
Der lange Weg außen herum war … naja, lang. Wenn man ganz hinten ankommt, tut einem üblicherweise dann schon der Allerwerteste weh, und da ist man dann noch lang nicht an der Nesselwängler Edenalpe, wo die Wege wieder zusammenlaufen. Dafür ist es weniger steil und anstrengend. Wir machten eine nette Pause im Wald auf einem sehr weichen Moosbett und radelten dann zum Joch vor der Gräner Ödenalpe weiter.
Dort parkten wir die Räder und legten die Radhosen ab. Der beste Allgäuer legte auch gleich die Schuhe mit ab, weil er barfuß gehen wollte. Der Weg zum Gipfel ist nicht weit, war aber doch anstrengend, weil es meistens windgeschützt und schwül war. Ab der Kletterei war es dann angenehm.
Erstaunlicherweise waren wenige Leute unterwegs und wir waren am Gipfel sogar eine Weile allein, deswegen gab es da eine längere Pause. Dann stiegen wir ab und gingen direkt zur Gräner Ödenalpe weiter, wo wir uns Kuchen und Bier gönnten. Die Wirtin erkannte uns (kein Wunder, wir sind da ja allenaselang) und deswegen gab es dann auch noch Schnaps für den besten Allgäuer.
Die Abfahrt nahmen wir natürlich über den Alpenrosensteig, denn der Blick von da auf die Tannheimer ist jedes Mal atemberaubend (und Gegenanstieg gibts da auch nicht) :-)

Radeln mit Blick auf die Leilachspitze

An der Rauther Alm (links, verfallen)

An den Liften mit Haflingern

Am Sattel vor der Gränder Ödenalpe

Anstieg vor der Krinnenspitze

In der Kraxelei

Am Vorgipfel

Am Gipfel

Abstieg

Abkraxeln

Rückweg

Einkahre mit Hüttenhund

Abfahrt vor toller Kulisse