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Sonntag, 30.10.2022: Schön, steil, lang

Mittwoch, November 02, 2022

Eigentlich war diese Nacht Zeitumstellung gewesen, wir hatten aber beschlossen, im Kurzurlaub noch in der Sommerzeit zu bleiben. Damit musste der beste Allgäuer gefühlt nicht früher aufstehen, wir waren aber trotzdem eine Stunde vor den anderen dran :-)

Entsprechend leer war es auf dem Weg durch den Tunnel nach Berwang. Wir stellten den Kangoo an der Almkopfbahn ab und waren kurz die Ersten und Einzigen.

Wir nahmen erst mal den Weg zum Niederjoch, was netterweise unten öfter angeschrieben ist, denn der Pfad ist klein und unscheinbar. Dafür ist er sehr nett zu gehen und bei Weitem nicht so steil wie der vom Vortag, was die Waden ausgesprochen gut fanden. Richtig Muskelkater hatte ich nicht bekommen, aber doch ganz schön lahme Beine.

Zum Niederjoch geht es anfangs schön durch Kiefernwald (eindeutig Ammergauer :-)) und später auf ausgeschnittenen Wegen durch Latschen. Man geht erst weit nach links und quert dann rüber zum Joch vor der Kohlbergspitze. Bevor wir dort in den Schatten kamen (Westseite, da war noch keine Sonne), machten wir Pause zwischen den Latschen. Wir waren nicht weit weg vom Schärtle (zwischen Niederjoch und Kohlbergspitze), aber ein Weg war nicht zu erkennen.

Aber da ist ein Weg und er ist auch gut markiert. Vom Joch geht es kraxelig über bröselige Felsen und Rinnen ein Stück die Kohlbergspitze hinauf, dann quert man auf einem sehr schmalen Weg (eher Trittspuren) ein sehr breites und steiles Geröllfeld bis rüber zur Zingerspitze.

Dort rauf sind es nur ein paar Meter (an einer Kette über eine Stufe und eine Rampe einmal rum und von hinten hoch), aber wir stiegen direkt zur Kohlbergspitze weiter. Der Anstieg ist zwar gut markiert, aber außerordentlich steil. Man muss nicht wirklich klettern, aber echt hohe Stufen in Fels, Gras und Schrofen nehmen.

Am Gipfel waren wir erst mal allein, das hielt aber nicht lang an. Von hinten kamen erstaunlich viele Leute, die auch den Steilanstieg genommen hatten und von vorn kamen allerlei Menschen den Normalweg hoch. Wir verzogen uns nach einer Weile den riesigen Grashang runter und machten in einer bequemen sonnigen Mulde noch mal Pause vor dem Abstieg.

Und der hat es dann in sich, der Abstieg! So steil und direkt der Anstieg von der Zingerspitze ist, so lang und flach ist der Abstieg auf dem Normalweg. Man hat das Gefühl, der Talboden ist unerreichbar weit unten. Dafür hat es aber großartige Ausblicke auf Ehrwald und die Zugspitze :-)

Wir machten ein paar Pausen und kamen irgendwann tatsächlich unten an, obwohl zwischendrin ernsthaft gezweifelt hatten ;-) Danach mussten wir noch 2 Kilometer auf der Forststraße von Berwang zurück zur Almkopfbahn laufen, was sich nach dem endlosen Abstieg noch mal echt lang anfühlte.

Allem Abstiegsgejammer zum Trotz: das ist eine sehr schöne Runde :-)


Start mit dem Ziel im Blick


Auf dem kleinen Weg zum Niederjoch


Anstieg zwischen Kiefern in Fast-Sonne


Latschenquerung


Kurz vorm Schärtle, hinten der Thaneller


Anstieg vom Schärtle


In einer Rinne über dem Schärtle


Querung zum Zingerstein


Anstige zur Kohlbergspitze ...


... ordentlich steil ...


... und anstrengend


Unter dem Riesenkreuz


Abstieg zu einer ruhigeren Mulde


Der Riesen-Grashang der Kohlbergspitze


Abstieg mit Aussicht auf Ehrwald und Zugspitze


Idyllischer (und langer) Abstieg


Zurück an der Almkopfbahn

Von engel am 02.11.2022 14:21 • outdoorberg

“Allem Abstiegsgejammer zum Trotz: das ist eine sehr schöne Runde :-)” Genau das habe ich mir auch gedacht, als ich diese Tour letzte Woche gemacht habe :-))

[1] Von Sabine am 02.11.2022 17:43

*lol*
Bin ich also nicht allein damit.

Hab schon intensiv die Karte studiert, aber nix Direkteres gefunden ...

[2] Von engel am 02.11.2022 18:32

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