Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Strechen-Atlantis-Eisfall, Gesäuse

Donnerstag, Januar 15, 2009

Der heutige Tag sollte zum Eisklettern dienen, unter Anderem auch deswegen, weil der Wetterbericht Schneefall vorher gesagt hatte. An sich hätte Yak - der mit dem Eiskletterführer - ja gerne einen Start um 9 Uhr angesetzt, weil Claudine und er schon heute wieder abreisen wollten, doch das war für die Alm-Übernachter wegen des Frühstücks nicht machbar. Wir setzten 9:30h an, aber auch das war zu knapp, bis alle runtergerodelt und von Ski- auf Eiskletter-ausrüstung umgestellt hatten, war es dann doch fast 10 Uhr.

Nach einer knappen Stunde Fahrzeit (die Alm ist wirklich weit weit weg) parkten wir dann schliesslich in einem Nebental an einem Wasserkraftwerk. 5 Minuten Zustieg hiess es im Eiskletterführer.


Angekommen

Das war sogar masslos übertrieben, 2 Minuten Fussweg die Strasse hinauf standen wir vor dem Eisfall, der 10 Meter von uns entfernt über eine steile Flanke nach unten purzelte. Getrennt von uns lediglich durch ein kleines Mäuerchen und einen Bach.


Der Wasserfall

‘Über die Mauer und den Bach zum Einstieg’, statierte der Führer. Ähem. Der Bach war nicht allzu breit und auch nicht allzu reissend, aber doch tief und vereist genug, dass niemand da einfach durchstapfen wollte. Ratlos standen wir am Strassenrand.

Erst entdeckte der Yak eine Leiter, über die man gut zum Bach und wieder zur Strasse hinauf steigen konnte. Dann fand der Ralle an der Felswand auf der anderen Seite der Strasse einen Balken, der ganz eindeutig als Brücke über den Bach gedacht war. Mit einiger Anstrengung gelang es dann auch, die Brücke zu platzieren.


Das Anlegen der Brücke

Yak und Ralle bauten eine Seilsicherung zum Wasserfall (damit niemand vom vereisten Steilufer in den Bach rutschte) und stiegen in den Wasserfall ein. Laut Topo sollte nach dem ersten Steilaufschwung ein Bohrhaken im Fels zu finden sein.


Yak und Ralle bereiten den Aufstieg vor

Yak stieg vor, doch das Seil war zu kurz, um bis zum Bohrhaken zu reichen. Er baute einen Stand und der Ralle stieg nach und zog ein weiteres Seil mit hinauf, an dem wir dann später klettern sollten, während aus dem anderen Seil mit dem zweiten Halbseil eine Abseilpiste eingerichtet wurde. Das dauerte alles ziemlich lang, so dass Yak, nachdem alles eingerichtet war, schon wieder gehen musste.


Yak und Ralle im Aufstieg

Auf die nächsten Seillängen des Wasserfalls verzichteten wir in gemeinschaftlichem Einverständnis. Mit sieben Leuten braucht man für alles so viel Zeit, dass es einfacher war, die untere Seillänge öfters zu steigen, als nochmal ein Seil einzurichten.

Wir anderen hatten dann eine ganze Weile Zeit, uns an den beiden Seilen zu vergnügen, bevor es daran ging, alles wieder abzubauen. Bis auf Berni und Hawkeye konnten wir alle (Ralle, Mali, ich) zwei mal hinauf und hinunter steigen.


Fast oben

Ralle und Hawkeye waren schliesslich diejenigen, die alles da oben abbauen mussten. Dabei zahlte sich Ralles Gründlichkeit mal wieder aus, denn der Knoten in der vorhandenen Reepschnur (die neu und gut aussah) im Bohrhaken war nur halb zuende geknüpft und wäre bei der ersten Belastung wohl aufgegangen.

Am Ende kamen alle wohlbehalten runter. Für unseren ersten Wasserfall war das Ding gar nicht schlecht. Stufe WI1-WI2, an keiner Stelle wirklich schwierig und weitgehend eher weiches Eis. So im Nachhinein würde ich sagen, da würde ich mir auch einen Vorstieg zutrauen. Jetzt, da noch nicht.


Die Eisgeräte warten auf den Einsatz

Bis wir dann alle zurück am Ebner Hof waren, war es bereits dunkel. Werner stieg gleich wieder zur Alm auf, Mali duschte noch bei uns, bevor sie ihm nachstieg. Wir liessen uns ein wenig Zeit, bevor wir uns auf den Weg zur Alm machten und waren somit die einzigen, die nicht vom Georg (dem Alm-Wirt) im Jeep aufgesammelt wurden, weil die nette Hofwirtin soviel Mitleid mit dem armen Mädel (= Mali) hatte, dass sie ihren Sohn nochmal mit dem Jeep zur Alm schickte um die Mali aufzusammeln :-)

Von engel am 15.01.2009 13:40 • outdooreis

Tsts, ich dachte du bist krank und kannst nicht mal Schnee schippen. ;-)

[1] Von Fischer am 17.01.2009 16:12

Bah! Ich *bin* krank. Der letzte kalte Tag dieser Woche, heute nämlich, ist dem auch zur Opfer gefallen, ich bin noch immer zu kaputt für sowas.
Das ist der nachgereichte Eiskletterbericht vom Silvester-Urlaub.

[2] Von engel am 17.01.2009 21:36
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare


Have fun!