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Südtirol Teil III, Palon de la Mare

Montag, September 19, 2011

Ausser uns wollte am Dienstag niemand früh los, daher bekamen wir ein Thermos-Frühstück in einem kleinen kühlen Raum hinter dem Schuhraum. Das machte das Frühstück nicht unbedingt besser, weil der Kaffee nämlich trotz Thermoskanne ziemlich kalt war. Schade.

Zum Palon de la Mare geht man erst mal ein gutes Stück an der Zunge des Forni-Gletschers entlang (auf der alten Randmoräne also gute 100 Meter oder mehr über dem Eis) und biegt dann in die Rinne ab, wo der Bach des Mare-Gletschers hinab sprudelt. Spätestens hier wird es anstrengend weil es steil und geröllig und auch ein wenig klettrig wird.

Den Mare-Gletscher betritt man an einer flachen Stelle ein Stück oberhalb des Auslaufs. Das war genau die Stelle, wo wir endlich in die Sonne kamen, also ideal geeignet für eine kleine Pause.

Auf dem aperen Gletscher ging es weiter bis zum ersten (gar nicht unsteilen und immer noch aperen) Aufschwung, den man ganz auf der linken Seite ersteigen soll. Diesen Ratschlag beherzigten wir nicht gründlich genug und hatten am Ende des Aufschwungs erst mal ein wenig Mühe wieder aus dem Spaltenverhau zum Fels zu kommen.

Den Spaltenverhau umgeht man in einem grossen Bogen auf dem flachen oberen Mare-Gletscher. Durch die nächtlichen Abstrahlung war der Schnee an diesem Tag wunderbar har gefroren und wir hatten keine Probleme mit dem Queren der Schneebrücken über einige grosse Spalten.

Die letzten Meter zum Gipfel legt man auf einem gerölligen Grat zurück, wo uns ein eisiger Wind entgegen wehte. Wir liessen Seil, Pickel und Gurte samt Geraffel unter dem Grat zurück und legten die letzten Meter befreit ohne Steigeisen zurück. Am Gipfel waren wir ganz allein mit uns und der grossartigen Aussicht in alle Richtungen. Es war einfach nur genial da oben, vor allem als wir uns hinter dem Grat ein windgeschütztes Plätzchen in der Sonne bastelten (man will ja bequem haben) und uns eine gute Stunde da oben in die Sonne legten.

Beim Abstieg war die Schneedecke oben noch immer schön fest, aber man konnte inzwischen die Schneebrücken besser vom Eis unterscheiden, was beim Queren des Spaltenverhaus dann gelegentlich ein bisserl gruselig war. Den Steilaufschwung stiegen wir diesmal wie empfohlen ganz nah an den Felsen ab, was uns diverse Umwege um Spalten ersparte.

Unten auf dem flachen Teil des Gletschers waren wir ganz fasziniert davon, wieviel Wasser da inzwischen in verschiedenen Bächen über den Gletscher schoss und sich in verschiedene Gletschermühlen ergoss. Die grösseren Mühlen waren ausnehmend beeindruckend - und laut!

Auf dem Rückweg zur Hütt esuchten wir nach Anzeichen der 40 Jugendlichen, aber da sah alles ganz ruhig aus. Die waren wohl noch nicht da?

Waren sie doch. Aber wie die Wirtin schon gesagt hatte - das waren 2 Schulklassen und die hatten auf der Hüttenterrasse Unterricht, daher war es auch schön ruhig bis zum Abendessen. Wir konnten uns völlig ungestört auf Liegestühle in die Sonne legen. Man hörte zwar den Unterricht, aber weil der auf italienisch war, verschwand das Gemurmel bald im Hintergrund. Laut wurde es dann erst am Abend.


Frühmorgens steht noch der Mond über den Bergen


Endlich Sonne


Im Steilaufschwung vor dem Spaltenverhau


Ein Gipfel mit Aussicht


Gipfelpäuschen


Einer der Gletscherbäche


Die letzten Meter zum Rifugio


Scheinbare Abendruhe auf der Hütte (der Unterricht findet links neben mir statt)

Von engel am 19.09.2011 20:22 • outdooreis
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