Wie es im Kleinen Walsertal aussah, wussten wir ja nun. Zeit also für eine Lechtaltour. Wieder war es daheim ordentlich kalt (-17 Grad). Im Lechtal hatte es beinahe milde -9 Grad, die aber durch den leichten Wind im Talhatsch sehr gut kompensiert wurden (Brrrr!).
Wir bogen rechts von der Hauptroute ab und begutachteten dann erst mal die Lawinenhänge auf der rechten Seite. Wie erwartet sah man im steilen Grasgelände schon einige frei Stellen, von denen die üblichen Gleitschneelawinen abgegangen waren. Wir sausten schnell und einzeln über die beiden Lawinenrinnen und stiegen weiter durchs Bachbett auf. Es hat einfach noch nicht viel Schnee und so stellte sich der linke Hang, den ich eigentlich als frei in Erinnerung hatte, als Latschenfeld heraus. Nunja, immerhin war Platz zwischen den Latschen. Der große Gipfelhang war aber immerhin so ununterbrochen weiß wie wir erwartet hatten :-)
Nach einer kurzen Pause an einer windgeschützten Stelle im Gipfelgrat machten wir uns schnell an die Abfahrt, um der großen Gruppe, die kurz nach uns oben angekommen war, zuvorzukommen.
Die Abfahrt war traumhaft! Nach 2 Schwüngen in oberflächlich verharschtem Schnee kamen wir in wadl-tiefen Pulver, in dem wir talwärts schweben konnten. Selbst der Latschenhang war noch ausnehmend gut zu fahren :-)
Auf dem Rückweg kehrten wir in Stanzach auf Kaffee und Kuchen ein und abends gingen wir im Birkenmoos essen. Perfekt!

Tiefster Winter im Tal

Aufstieg durch den ‘freien’ Latschenhang

Endlich Sonne im Gipfelhang

Die letzten Meter

Abfahrt :-)

Abfahrt :-)
Und hier vermute ich den Karleskopf?!?
Auf alle Fälle habt Ihr schöne Touren gemacht. Der Schnee sieht super aus!
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