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Wochenende

Donnerstag, Januar 28, 2010

Vor meiner ‘Kaltstellung’ haben wir es am Wochenende nochmal richtig krachen lassen. 2 Skitouren! Alle beide auf denselben Berg und alle beide nicht bis ganz zum Gipfel, aber das hat sich so ergeben und war nicht beabsichtigt.

Unser Beinahe-Gipfel war (vermutlich, so ganz genau konnte ich das nicht aus der Karte rauslesen) der Älpelekopf im Heiterbergkamm. Am Samstag war das tatsächlich der geplante Gipfel, was sich angesichts der zwei riesigen Schneeschuhgehergruppen zwischen den vielen kleineren Skitourergruppen im Bärgunttal als wahre Wohltat erwies, denn als wir endlich von der vielbegangenen Autobahn abbogen, war wir ganz allein in einer traumhaften Umgebung unterwegs. Dass sich da dann doch noch Leute an der Spur orientierten und uns nachstapften, was leider nicht zu verhindern, aber es waren glücklicherweise nicht viele.

Am Ende waren wir die einzigen, die tatsächlich auf die Sonnenseite wechselten und versuchten im immer weicher werdenden Schnee den supersteilen Gipfelhang zu bezwingen. Der Ralle spurte unverdrossen bis zu einer Rinne die gemein steil (50 Grad?) direkt vom Gipfel herab zog. Als er dort erst in Unmengen Schnee fast absoff und weiter drüben auf eine harte Schicht traf, unter der sich seltsam griesliger Schnee befand, liessen wir die letzten 40-50 Höhenmeter gut sein und machten im letzten festen Schnee gemütlich Pause in der Sonne.

Unsere schönen schattigen Nordosthänge zerfuhren uns die Nachsteiger, aber wir fanden noch genügend unberührten Pulverschnee um wohlverdient ins Tal schweben zu können. Zum Merken allerdings: Nicht jede unbekannte Spur führt auf neuen Wegen ins Tal! Am Ende folgte dann nochmal ein kurzer Aufstieg um zur bekannten Abfahrt zurück zu kommen.


Ganz allein in einem wunderbaren Kar


Hier ist dann erst mal Schluss


Abfahrtsfreuden

Den Sonntag wollten wir eigentlich dazu nutzen, die lange supersteile Nordrinne am gegenüberliegenden Berg zu machen. Am Samstag war uns sie schon ins Auge gestochen, aber wir hatten sie zu heikel befunden und wir hatten ja noch andere frische Hänge vor uns gehabt.

Mit grossem Abstand stiegen wir in den Nordhang ein. Und kamen nicht allzu weit. Wir waren noch gar nicht in der Rinne, als der Ralle eine kleine Geländewelle querte und plötzlich wie angewurzelt stehen blieb. Mit einem lauten ‘Wumm! - Zisch!’ hatte sich unter ihm der Schnee gesetzt. Wir setzten unverzüglich zum Rückzug an und nahmen eben doch nochmal den Älpelekopf zum Ziel.

Am Vortag hatte dann doch jemand versucht, zum Gipfel aufzusteigen und war die steile Rinne, der wir nicht getraut hatten, zu Fuss hinauf gestapft. Die Spur selber war zwar halbwegs hart und inzwischen hatte sich in der Rinne auch ein recht fester Harschdeckel gebildet, aber darunter war der Schnee noch immer widerlich grieslig und weich.

2 Leute stiegen mit Skiern in den Händen auf (Wozu???), der Ralle folgte ohne Ski. Ich machte 3 Schritte, rutschte bei jedem noch tiefer in die Griesschicht und befand das Unternehmen sowohl für zu anstrengend als auch für zu riskant. Nach dem Aufstieg würde unweigerlich der Abstieg folgen und vor dem graulte ich mich.

Der Ralle und die beiden mit den Skiern schafften es zwar weit hinauf, aber dann doch nicht bis ganz zum Gipfel. Unterhalb eines Felsens war dann Schluss. Der eine der beiden Skiträger fuhr dann die Rinne mit Skiern ab und hatte einige Schwierigkeiten mit der Steilheit und dem Harsch, kam aber von 2 Kehren abgesehen, die er auf dem Hintern sitzend ausführte, ganz gut runter. Der andere trug die Ski wieder runter, wobei er die ganz gut quer vor sich quasi als Anker benutzen konnte. Der Ralle mit seinen Stöcken - die noch dazu Tiefschneeteller haben - tat sich da schon um einiges schwerer, kam dann aber doch wohlbehalten wieder bei mir an. Erleichterung auf allen Seiten.

Inzwischen war natürlich noch mehr Hang zerfahren, aber wir fanden noch immer wunderbaren Schnee für viele schöne Schwünge, bevor wir den üblichen vielbefahren Weg von der Höferspitze erreichten. Der war inzwischen die reinste Buckelpiste und zumindest ich hatte viel Spass darauf :-)


Und wieder geht es ganz allein in das abgelegene Kar


*wumm* - *zisch*: Wir lassen die Rinne lieber Rinne sein.


Die Aufsteiger


Der Blick von oben in die steile Rinne

Hach, ein tolles Wochenende! Genau richtig, um sich auf die jetzt folgende erzwungene Ruhe vorzubereiten ...

Von engel am 28.01.2010 17:18 • outdoorski
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