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Aggenstein

Sonntag, Februar 11, 2007

‘Der is scho a Hundling, der Aggenstein. Immer wieder.’, meinte der beste Allgäuer von allen, als wir glücklich wieder vom steilen Schneefeld über den Gipfelfelsen runter waren und auf festem Boden standen. Ohja, der Aggenstein ist immer für ein wneig Nervenkitzel gut.

Aber von vorn:
Der Wetterprognose Glauben schenkend, hatten wir beschlossen, am Samstag noch ‘irgendwo rauf’ zu gehen, schliesslich sollte der Sonntag verregnet sein (ein Blick aus dem Fenster: stimmt!). Die Wahl fiel auf den Aggenstein, weil man bei dessen Südseite durchaus mit schneefreien Hängen rechnen konnte. Als wir um 9 am Parkplatz in Grän den ersten Blick auf unseren Berg werfen konnten, bestätigte sich das: Die Hänge waren weitgehend frei.

Was wir bei der Auswahl der Tour nicht bedacht hatten war, dass im Winter in der Früh kein einziger Sonnenstrahl den Aufstiegsweg bescheint und so war das untere Drittel ziemlich kühl, bis wir endlich im letzten Hang unter der Kissinger Hütte in die Sonne kamen. Der wenige Schnee lag hauptsächlich auf dem Weg (dorthin verblasen), war aber nicht allzu tief und meist hart gefroren, so dass es sich gut steigen liess.

Wie man von unten schon sehen konnte, befand sich der Schnee im Gipfelhang hauptsächlich auf dem Weg und in den Gipfelfelsen. Eine mehr oder weniger dicke Schicht noch recht unverfestigten Pulverschnees lag auf eisglatten Felsen und Eisplatten. Die Kette, die im Sommer den Aufstieg zum Gipfel erleichtert, war grösstenteils zugeschneit, so dass schon das erste Hindernis, eine grosse Wächte, eine rechte Wackelpartie war. Nirgendwo gab es verlässliche Tritte.

Der Weiterweg durch das Schneefeld über den eisigen Felsen und Schrofen war ebenfalls ziemlich unangenehm, weil der Schnee sich nur äusserst widerwillig zu Tritten formen liess. So richtig fest war keiner der Tritte.

So unangenehm war uns der Schneehang, dass wir gar nicht lang am Gipfel blieben, sondern bald mit aller gebotenen Vorsicht wieder abstiegen.

Die Pause verlegten wir auf eine sonnige Bank vor der Kissinger Hütte, wo wir den Wolken zuschauten die langsam das strahlende Kaiserwetter in die versprochene trübe Suppe verwandelten. Der Abstieg nach Grän hinunter war dank des inzwischen wunderbar aufgeweichten Schnees auf den Wegen fast schon angenehm, so dass ich auch diesmal das ‘Gummiknie’ im Rucksack lassen konnte.

Zum Abschluss eines perfekten Bergtages (Super Wetter, einsamer Berg, Nervenkitzel), gab es abends eine Pizza-Einladung obendrauf. War auch der Service im Toscana eher zweifelhaft, am Salat, den Pizzas und dem Tiramisu war nichts auszusetzen :-)

Von engel am 11.02.2007 17:07 • outdoorberg

Hach…auch eine schöne Tour.

Einzelheiten über eine schöne, Unütz(e) Schneeschuhtour ;-) gibts auf Alpinum.at

[1] Von hawkeye am 13.02.2007 22:38

Oder für berginterssierte Mitleser die Vollversion mit Bildern auf http://www.alpic.net/forum/index.php/topic,866.0.html

[2] Von hawkeye am 13.02.2007 23:35

Auch eine schöne Tour, hawkeye. Waren Schneeschuhe da tatsächglich nötig, schaut auch nicht nach allzuviel Schnee aus. Aber das/der (?) Rofan ist vom Allgäu aus eher ungünstig zu erreichen ...

[3] Von engel am 14.02.2007 06:36

Unten gings ohne, aber ab der Kotalm haben wir die Teile angelegt.
Vor allem in den Mulden des Latschengürtels wärs sonst wohl eine ziemliche Wühlerei geworden.

Stimmt; so nett es dort ist ... vom Allgäu ist es ziemlich umständlich, dort hin zu kommen.

[4] Von hawkeye am 14.02.2007 12:48
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