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Besser als erwartet

Donnerstag, Februar 11, 2021

Für diesen Tag war zunächst volle Sonne versprochen worden, im Lauf des Mittwochs war die Sonne in der Vorhersage dann aber auf eher Mittag und Nachmittag gewichen. Und kalt sollte es werden, das hatten wir am Mittwoch schon gemerkt. In der Früh schneite es leicht bei -11 Grad. Der beste Allgäuer radelte gut eingepackt ins Büro, ich machte erst mal die tägliche ‘Arbeit’.

Am Vormittag räumte ich den wenigen Schnee vom Weg und grub mein Auto aus. Wobei sich der Schnee in Grenzen hielt, aber auf der Frontscheibe war eine dicke Eisschicht, die sich nur sehr mühsam und unwillig entfernen ließ. Es schneite zwar noch immer leicht, aber es war schon ganz hell und sah so aus, als würde die Sonne bald rauskommen. Also warf ich den Skikram ins Auto und fuhr Richtung Berge (das Knie war nach dem gestrigen kurzen Rückfall wieder OK).

Da wurde es dunkler und schneite mehr und von Sonne war keine Spur zu sehen. Ich parkte an der Sonnenklause und schaute mir die Schneedecke an. Die hatte von Weitem (vom Ofterschwanger Horn aus) ganz gut ausgesehen und sah nun auch von der Nähe OK aus, auch wenn nicht ganz so viel frischer Schnee oben drauf lag, wie ich gern gehabt hätte. Ich beschloss loszugehen (hätte der Schnee schlecht ausgesehen, wäre ich ins Gunzesrieder Tal gefahren).

Es war zwar kalt (-10 Grad), hatte aber keinen Wind, deswegen zog ich trotz des leichten Schneefalls bald die Jacke aus (und kurz drauf auch die Handschuhe). Der Schnee war kalt und entsprechend fluffig und der Altschnee war fest und ich hatte schon Visionen von locker-flockigen Schwüngen in der Abfahrt, aber dann kam ich zum großen Hang. Der ist steil und da schauten überall Gras und Kuhtritte raus.

Ich überlegte kurz, ob ich das dem Knie zumuten soll und ging dann weiter. Die Abfahrt würde dann halt nicht nett werden, schlimmstenfalls würde ich halt Stemmbogen fahren und irgendwann muss ich ja auch wieder lernen ‘schlechten’ Schnee zu fahren. Der Anstieg im großen Hang war ganz OK, die Steilstelle im Wald dagegen sah übel aus. Ich kam mit gelegentlichem Treppeln halbwegs gut hoch und schaute mir schon mal, wo ich am besten runter käme. Ohne Abschnallen und ohne irgendwo hängen zu bleiben.

Danach war es super. Mehr von dem tollen, fluffigen, kalten Schnee auf mehr Altschnee, so soll das sein :-) Ich ging zum Gipfel (4 Leute), schaute mir das Retterschwanger Tal und den Hindelanger Klettersteig an und packte dann wieder zusammen. Die Sonne konnte ich zwar hinter den Wolken erkennen, aber es schneite und war nicht direkt einladend. Ich wäre bloß ausgekühlt.

Die Abfahrt war bis zur Engstelle im Wald tatsächlich ziemlich prima. Ich konnte trotz der vielen Spuren im Altschnee ordentlich gedämpft durch den Neuschnee schöne Kurven fahren. Die Engstelle rutschte ich dann ganz einfach dort, wo genug Altschnee war, quer ab. Sowas zu fahren, lerne ich später mal wieder. Der große Hang ließ sich dann - mit ein paar taktischen Querungen - ganz erstaunlich gut abfahren. Stemmbogen waren absolut nicht nötig :-)

Und ganz kurz hatte es auch mal sowas wie hellen Schein ;-) ‘Richtig’ Sonne gab es allerdings erst, als ich Sonthofen hinter mir gelassen hatte. Egal, das war erstaunlich prima.

Daheim gab es dann was zu essen und zu trinken, dann brach ich kurz mit Decke auf dem Sofa zusammen (typisch für wenn es kalt ist). Den Rest vom Nachmittag und Abends nochmal daddelte ich im Netz herum und verbesserte mein persönliches Tourenbuchtool weiter.


Start bei Schneefall


Im großen Hang schaut Zeug raus :-(


Die Engstelle mit arg wenig Schnee


Der Gipfel ist in Sicht


Oben, Blick zum Heidelbeerkopf und Schnippenkopf


Kurz fast Sonne, man sieht sogar Kontouren

Von engel am 11.02.2021 23:00 • outdoorski
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