Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Freitag, 15.03.2019: Schnee, Schnee, Schnee

Donnerstag, März 28, 2019

Es hatte wie angekündigt die ganze Nacht über geschneit. Der Kangoo war in der Früh nicht mehr zu erkennen, er war einfach nur unter einem riesigen Schneehaufen begraben. Und es schneite weiter. Heftig.

Der Lawinenlage hatte das natürlich nicht gut getan. Wir schauten uns wieder die Hangneigungskarten genau an, und beschlossen dann, einfach so weit auf dem Bergwerkweg zur Rötalm zu gehen, wie uns das sicher erschien, denn die südseitigen Hänge sind erst mal sehr steil. Oben wird das Gelände dann zwar schön flach (man bleibt also wahrscheinlich bei der Abfahrt stecken), aber mit wenig Sicht und Null Ortskenntnis war uns das trotzdem zu heikel. Den Bergwerkweg kennen wir wenigstens und er ist schön.

Wir ließen uns nach dem Frühstück wieder viel Zeit und waren wieder so gut wie die Letzten, als wir unser Zeug aus dem Skiraum holten. Dann gingen wir runter zur Brücke.

Da fand sich dann leider eine Spur und wie erwartet führte die in den Wald auf den Bergwerkweg. Das war ein bisserl schade, denn noch so ein Tag mit ganz allein und gar keine Spur hätte mir schon gefallen. Andererseits war der Schnee ganz schön tief und schwer und da ist so eine Spur schon ganz nett. Es waren eh nur zwei Leute vor uns.

Die Spur führte erst ganz richtig auf dem Sommerweg durch den Wald, bog dann aber in den Bach ab. Wir dachten, da würden wir vielleicht was lernen und folgten der Spur, aber das war eher nicht so gut, die beiden hatten sich da nämlich verlaufen. Als sie das gemerkt hatten, waren sie mitten durch den Wald zum Sommerweg zurück gekehrt und das beinhaltete auch eine 10-Meter-Abfahrt zwischen ein paar Bäumen hindurch. Ich war vorn dran und rutschte vorsichtig runter. Das war aber nicht vorsichtig genug, denn ich blieb an einem dicken Ast unter dem Schnee hängen und kippte um.

Ich war so langsam, dass nichts passierte, aber sich wieder unter diesem Ast (eigentlich eher ein halber Baum) raus zu wurschteln, das war schon anspruchsvoll (und dauerte, der Ralle fing schon an zu frieren, weil wir beide ziemlich feucht vom konstanten Schneefall waren).

Kurz drauf waren wir wieder auf dem Sommerweg und konnten der Spur weiter bis zum breiten Hang vor dem Start in den Tobel folgen. Dort sahen wir dann auch unsere Vorgänger, die nur bis zu eben diesem Hang gegangen waren und sich eben auf etwa halber Höhe (da wird es dann steiler) anschickten, abzufahren. Wir gingen noch ein Stück in der Spur und bogen dann ab.

Und hui! Diesmal war der Schnee aber deutlich kompakter, tiefer und schwerer als die letzten Tage. Das Spuren artete umgehend zu echter Arbeit aus. Erst war ich vorn, dann spurte der Ralle.

Als wir zum dem Kessel mit den beeindruckenden Felsen kamen, entschlossen wir uns wieder, links hinauf zu spuren, statt durch den (zwar kleinen aber sehr steilwandigen) Kessel zu gehen. Als wir links oben auf dem Absatz waren, war dann aber Schluss, denn für den Weiterweg hätten wir doch an der steilen Kesselwand entlang müssen. Da war uns die Gefahr, mitsamt einem Schneebrett in den Kessel zu rutschen und dort begraben zu werden, doch zu hoch.

Viel Platz war nicht da oben auf der kleinen Plattform. Wir mussten also jeder quasi auf einem Bein stehend abfellen. So langsam haben wir aber Übung mit Umdrehen an mehr oder weniger jeder Stelle, da ging dann schon.

Die Abfahrt war insgesamt trotz Neuschnee nur solala. Es hatte nämlich so viel Neuschnee, dass man in den flacheren Stücken (und genau da waren wir ja extra), kaum Kurven fahren konnte, weil man im Schnee stecken blieb. Und der Schnee wurde immer schwerer, weil es wärmer wurde. Wir kamen dennoch mit nur wenig Schieben und Laufen unten an.

Zurück im Hotel war es gerade mal kurz nach Mittag. Wir tranken erst Kaffee und sahen Biathlon im Fernsehen. Dann aßen wir unten Gulaschsuppe und schließlich gingen wir noch gemütlich in die Sauna. Mit einem netten Hotel hält man auch schlechtes Wetter aus.

Am Abend ging der Schnee dann in Regen über.


Start mit Skieren noch vor dem Brückle


Wir biegen wieder von der Loipe auf den Bergwerkweg ab


Auf der falschen Spur, es geht zurück in den Wald


Endlich von dem großen Ast befreit, links hat es ein paar Zweige, der Ast selbst ist unterm Schnee


Es schneit ...


... und wir müssen spuren


Kurz vor dem kleinen Kessel ...


... wir gehen auf der linken Seite hoch ...


... schauen uns die Sache gut an und ...


... fahren da dann auch wieder ab

Von engel am 28.03.2019 21:49 • outdoorski
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare


Have fun!