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Halbpflaster

Donnerstag, Mai 23, 2019

Schon beim Aufwachen mekte ich: Das Bein hatte sich wieder ein wenig beruhigt :-) Der erste Vormittagstermin war relativ spät. Ich ging recht früh zum Frühstück, um die Pause zum Duschen zu nutzen, denn ich musste ja danach ins Schwesternzimmer, um das Pflaster wechseln zu lassen.

Die Schwester betrachtete die Narbe und meinte, ganz ohne ginge noch nicht. In der unteren Hälfte der Narbe hat es eine Stelle, die noch immer ein wenig nässt, da musste ein Pflaster drauf. Aber ich bekam immerhin nur ein halblanges Pflaster auf die untere Hälfte der Narbe. Oben ist jetzt frei und das ist schon wieder ein großer Fortschritt, denn nun kann ich das Bein abknicken, ohne dass das Pflaster zieht :-)

Danach war ‘Cryojet’, der Kältestrahl. Und diesmal merkte ich auch, wie gut das tat. Kurzzeitig war auch das Restgemotze im Bein weg.

Danach wartete ich auf die Ärztin. Diesmal kam die, die tatsächlich für diese Station zuständig ist. Sie war sehr zufrieden mit dem Bein, auch mit der Streckung. Dafür dass die OP noch nicht so lang her ist, sei ich schon sehr weit. Sie schlug einen Kompressionsstrumpf vor und naja, da kann man ja schlecht ablehnen. Dass der Erguss da raus kommt und das Bein dünner wird, ist schon wichtig. Ich bat um etwas mehr Sport im Plan und sie versprach Pilates aufzuschreiben. Schaumermal.

Die Ärztin war relativ spät gekommen und ich musste direkt danach zur Krankengymastik sausen. Ich kam gerade noch rechtzeitig. Die Krankengymnastin massierte erst mal den Oberschenkelmuskel, alle 4 Köpfe des Quadrizeps und - oooh! - da waren ein paar Verspannungen drin. Dann übten wir den Muskel. Ich musste in allen möglichen Stellungen gegen ihre Hand und ihr Bein drücken, mal vor mal zurück und es war wirklich erstaunlich anstrengend. Sehr positiv dabei war, dass ich die Ansatzpunkte des Muskels merkte. Die, die jetzt seit Jahren wegen der fehlenden Streckung eigentlich still gelegt waren. Die sind allerdings ganz schön schlappi, diese Muskeln ...

Direkt danach durfte ich wieder zur Motorschiene und irgendwie habe ich da wohl die Therapeutin genervt. Nur weil ich finde, dass man bitte schön in der Reihenfolge des Kommens eingestellt wird. Ich verstehe ja, dass der Herr im Rollstuhl, dem sie eh auf die Liege helfen muss, vor mir eingestellt wird, aber warum alle anderen auch, obwohl sie nach mir kamen? Natürlich waren das alles alte Leute, aber ich bin auch kaputt. Ich hab nichts gesagt, ich setzte mich lediglich auf auf meiner Liege, damit ich nicht übersehen werde. Ich kam trotzdem als letzte dran und wurde als erste wieder abgestellt. Ich will wie Nadine zu den Schienen in der Sportreha, wo man selber einstellen kann. Pfffff!

Dann war Mittagessen und danach ging ich zum Training. Mit MP3-Player, das fühlte sich gleich noch ein bisserl besser an als es eh schon tut :-) Ich nahm wieder 5 Löcher und 30 Watt. Und weil keiner hinter mir auf ein Fahrrad wartete, legte ich gleich noch 5 Minuten drauf und trat die letzten 2 Minuten rückwärts. Das ging alles wunderbar und ich nahm mir vor am nächsten Tag auf 6 Löcher zu erhöhen. Über der Mitte!

Der Rest vom Training ging auch gut, aber dann war das Knie bedient und ich ging hoch, um Eis drauf und das Bein hoch zu legen. Der Plan war eigentlich gewesen, danach noch nach ein paar Übungen zu fragen. Ich verschob das auf den späteren Nachmittag.

Da durfte ich erst zum ‘Lymphamat’, dann ging ich zurück ins Bewegungscenter und fragte, ob ich noch ein paar Übungen für den Oberkörper bekommen könne. Mehr für’s Bein wäre vermutlich eher kontraproduktiv. Ich radelte 15 Minuten, dann bekam ich eine Karte, die dann für 3 Geräte frei geschaltet wurde. Die Geräte im Bewegungscenter funktionieren so, dass der Trainer Anfangs- und Endpunkt der Bewegung einstellt. Das wird auf der Karte gespeichert und die lässt einen dann genau 3 Sätze mit 15 Wiederholungen machen. Pause sind 30 Sekunden und drunter kommt man nicht (länger geht schon). Ohne Karte geht gar nichts. Ich komme mir da ein wenig bevormundet vor und würde gern wie Nadine in der Sportreha trainieren. Aber ich fürchte, da komme ich nicht hin, ich hab die falsche Versicherung. Aber immerhin 3 Extra-Geräte. Besser wie nix.

Vor dem Abendessen ging ich noch runter zum See, der nur minimal zurück gewichen war. Neben den Stiefmütterchen schwamm ein Blesshuhn. Draussen hatte den ganzen Tag die Sonne geschienen, aber ich sah die Sonne da das erste Mal so richtig. Ich wäre ja schon gern raus gegangen, aber noch braucht das Bein eher Ruhe und Eis als auf einem Gartenstuhl runter zu hängen. Nächste Woche, hoffe ich :-)


Der Tegernsee zieht sich laaaangsam zurück


Blesshuhn am Beet

Von engel am 23.05.2019 23:00 • diaryKnieOP

Hast Du Dich für diese Klinik entschieden, weil sie auf Knie-TEP spezialisiert ist? Die Vielfalt der Anwendungen finde ich beeindruckend. Ist das in anderen Reha-Kliniken auch so oder war das ausschlaggebend für Deinen Klinikwunsch? Wolltest Du nicht nach Pfronten oder Hopfen zur Reha?

[1] Von Sabine am 24.05.2019 20:07

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