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Hatsch-Tour

Donnerstag, April 15, 2021

Die Donnerstags-Skitour hatten die S. und ich schon vor 2 Wochen ausgemacht. Unter der Voraussetzung, dass es dann noch Schnee haben würde, natürlich. Nun Schnee hatte es, in der Nacht kamen laut LLB sogar nochmal gute 10cm dazu. Und das Wetter sollte auch gar nicht sooo schlecht werden :-)

Wir hatten kurz diskutiert und uns dann für eine Tour entschieden, die wir schon ein paar Mal auf dem Schirm gehabt hatten. Die S. war da schon lang nicht mehr und ich war da noch gar nie nicht, nicht mal im Sommer. Wir trafen uns wie üblich in Waltenhofen und fuhren dann gemeinsam ins Stillachtal. Ich hatte ja eigentlich erwartet, dass es da unten kaum mehr Schnee haben würde, das ist ja schon relativ tief, aber es war wunderbar weiß und winterlich. Natürlich lag der Schnee direkt auf dem Boden, aber dafür hat es ja die Piste. Parken am Wanderparkplatz beim Fellhorn ist übrigens unverschämt teuer: 9€!

Wir marschierten erst mal die Piste bis zur Mittelstation rauf. Unten war ein ‘Loch’ in der Piste (da lag der Neuschnee direkt auf dem Gras) und wir mussten 4 Mal die Straße queren, aber das ging ganz gut. Wir konnten allerdings deutlich sehen, dass die Abfahrt da nicht die reine Freude werden würde: Buckel und Schneebollen noch und nöcher unter einer dünnen Auflage. Na, immerhin war der Altschnee nicht gefroren.

Von der Mittelstation aus querten wir ins Warmatsgundtal. Das sind knapp 2 Kilometer mehr oder weniger geradeaus (blöd wegen Rückweg) auf einer Teerstraße bis zu einem Wasserfall. Die Teerstraße war leider geräumt, aber es hatte netterweise genügend drauf geschneit, um da mit Skiern gehen zu können, man musste nur ein wenig aufpassen, die Felle nicht allzu nass werden zu lassen.

Danach geht es nochmal knapp 2 Kilometer auf einer Forststraße weiter bis man in einem weiten Kessel landet. Da geht es immerhin bergauf, also kann man am Rückweg abfahren. Es hatte von Anfang an mal mehr mal weniger geschneit und als wir in dem Kessel ankamen, standen wir noch dazu im Nebel und sahen echt wenig. Vor allem halt nicht, wo was war und wo wir eigentlich hin wollten (Griesgundkopf, Alpgundkopf). Immerhin war da aber ja eine Spur vor uns und wir gingen halt der nach, es sahen eh alle Hänge schön aus (wenn auch mit Baum-Slalom).

Die Abfahrt war oben ziemlich prima, wurde aber in den unpassenden Ausrichtungen teilweise schwierig und weiter unten wieder ziemlich gut. Es hatte eine schöne frische Pulverschneeauflage (immerhin ein Vorteil des ständigen Schneefalls), aber in der Mitte brach man immer wieder mal unvermutet in den aufgeweichten Altschnee unten drunter ein (das ist nach wie vor eine meiner Horrorvorstellungen: in weichen schweren Schnee einbrechen und dann so blöd stecken bleiben, dass ein Knie bricht). Passend dazu hatte es total flaches Licht und es waren kaum Konturen zu erkennen. Unten wurde die Altschneeschicht härter, das war besser. Aber das war trotzdem eine schöne Abfahrt :-)

Für den Rückweg fellte ich für den ersten Gegenanstieg an (die S. ging lieber ohne Felle). Danach kamen wir gut zum Wasserfall zurück, wobei ich das Beinahe-Loch an einem Bachlauf fast übersehen hätte und fellten für den restlichen Weg beide auf. Auf der Teerstraße lag nun noch mehr Schnee, das ging ganz gut.

Die Abfahrt von der Mittelstation war dann kein Problem, wenn auch nicht schön (Altschneebuckelpiste mit Bollen halt, immerhin aber nicht hart) und etwas nervig, weil man halt die Straße queren muss. Unten nutzte ich den Schnee bis zum letzten Meter mit Schieben aus, die S. ging zu Fuß, weil sie mit den Skistiefeln nicht in den Matsch steigen wollte. Ich hatte Glück, der Matsch hielt sich in Grenzen.

Das war eine echt hatschige Tour und direkt danach dachte ich noch, das war es aber nicht wert. So mit etwas Abstand: doch, war es. Mit Sicht, der richtigen Aufstiegsroute und einem Gipfel könnte man da vermutlich ein paar tolle Touren machen. Ich muss da mal im Sommer hin.

Den Nachmittag verbrachte ich nach einem ausführlichen Mittagessen mit Arbeit, bis der beste Allgäuer heim kam.


Start dicht unter den Wolken


Unten hat die Piste ein Loch (S.)


Kurz vor der Mittelstation in den Wolken


Auf der Teerstraße


Am Wasserfall (S.)


Im weiten Kessel mit Schnee und ohne Sicht


Rückblick in einem lichten Moment


Aufstieg


Lichtblick am ‘Ziel’


Abfahrt


Abfahrt (S.)


Spuren


Zurück am Wasserfall


Blick über Piste und Straße zum Parkplatz

Von engel am 15.04.2021 23:00 • outdoorski

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