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Herbstwochenende

Dienstag, Oktober 06, 2009

Samstag gab es erst mal eine gemütliche Radelrunde zum Blender. Im Wesentlichen zum Kuchenessen unterwegs und Schwiegermutter-Zwiebelkuchen-Verdienen. Hat auch wunderbar geklappt, der beste Allgäuer und ich haben zusammen etwa 3/4 des riesigen Blechs verputzt. Mjam-Mjam, war wirklich genial gut!


Am Blender

Am Sonntag dann nochmal ein Versuch am Kleinen Widderstein, den wir ja schon einmal wegen Schnee und einmal wegen feucht und Bammel abgebrochen hatten. Diesmal aber galt Kneifen nicht nahmen wir uns vor und schleppten deswegen die gesamte Kletterausrüstung mit. Nunja, das eigentlich, um die gesamte Überschreitung bis zum Karlstor zu machen.


Wegloser Aufstieg zum Bärenkopf

Wie üblich stiegen wir über den Bärenkopf auf und folgten dem Grat hinüber zum Widderstein. Von unten hatten wir schon Leute gesehen, die die steile Rinne zwischen Bärenkopf und Widderstein aufstiegen. Als wir vor dem Abstieg in die Scharte Pause machten, konnten wir beobachten wie die alle gerade um den Gipfel herum stiegen und dann am Gipfel auftauchten. Sah nicht allzu schwierig aus.

In der Scharte rödelten wir komplett auf, die Seile allerdings blieben erst noch im Rucksack. Dann stiegen wir über die Einstiegsplatten auf den Pfad, den man ja ganz gut erkennen kann.


In der Scharte vorm Kleinen Widderstein

Weiter ist zwar nichts markiert und man hat des Öfteren mehrere Möglichkeiten, doch ist der Weg zum Gipfel trotz des Türmchen- und Scharten- und Rinnen-Durcheinanders relativ einfach zu finden. Mindestens einmal sind wir vom Weg angekommen, was nicht weiter schwierig aber unangenehm brüchig war. Insgesamt ist der Aufstieg weniger ausgesetzt, als man sich so vorstellt, wenn man direkt auf den Grat schaut.


Im Aufstieg

Tja, und schliesslich waren wir dann oben. Nach einem schönen aber weitgehend total unspektakulärem Aufstieg. Voll ausgerüstet und nichts davon benötigt ;-)


Am Gipfel!

Der Weiterweg über den zweiten Gipfel zum Karlstor sieht ziemlich wüst aus, soll aber laut Führer maximal III sein. Kein Problem also. Eigentlich. Aber mir tat das Knie weh, was meine Lust auf luftige Grat-Kletterei schon ziemlich beeinträchtigte. Der Ralle hatte sein Minimal-Ziel mit dem Kleinen Widderstein erreicht, daher hatte er nicht viel dagegen, es mit diesem Gipfel gut sein zu lassen.

Wir stiegen also über denselben Weg ab, wobei ich mich manchmal ziemlich schwer tat, weil das Knie instabil war. Am schwierigsten erschienen uns beim Abstieg wie beim Aufstieg die Einstiegsplatten mit den Rinnen. Kein Wunder, dass wir daran bei Nässe ohne Seil gescheitert sind.

Auf den langen Weg zurück über den Bärenkopf hatte ich keine Lust und überhaupt sind Runden ja viel schöner als derselbe Weg hin und zurück, daher stiegen wir über die steile Rinne zwischen Kleinem Widderstein und Bärenkopf ab. Die ist speziell im oberen Teil wirklich nicht gut zu gehen, was in Kombination mit meinem gestressten Knie dann dazu führte, dass ich beinahe die Rinne hinab purzelte.

Ich konnte meine Schritte nicht immer sanft genug gestalten, um dem lockeren Gestein unter den Stiefeln Rechnung zu tragen und so geschah es, dass mir ein grosser Fels nach einem grösseren Schritt unter den Füssen weg rollte. Dabei nahm er gleich ein paar weitere Steine und haufenweise Kies und Dreck mit, so dass ich es nicht mehr schaffte, Fuss zu fassen und erst mal hinfiel.

Und dann rutschte ich ein Stück auf dem losen Schutt und Geröll uns nahm beinahe Fahrt auf, bevor ich mich - ähnlich wie beim Rutschen auf Eis und Firn - auf den Bauch drehen konnte und liegen blieb. Glück gehabt!

Ziemlich Aua war die Aktion auch, Abschürfungen und ein paar leichte Prellungen bekam ich ab, die sich inzwischen in einen schönen Regenbogen blau-bunter Flecken verwandelt haben. Hachja, die Freuden weglosen Bergsteigens, sollte man halt nur machen, wenn man wirklich trittsicher ist ...


Rückblick in die fatale Rinne

Wir waren jedenfalls ziemlich langsam, bis wir endlich an der unteren Widdersteinalpe für Kaffee, Kuchen und Bier ankamen. Die Alpe ist ausnehmend nett mit Spielplatz und einem Bach mit Wasserrad und es gibt feinen Kaffee dort, nicht selbstverständlich für eine Alpe :-)

Von engel am 06.10.2009 20:17 • outdoorbergmtb
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