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Krückenlieferung

Montag, Mai 13, 2019

Ich brauchte wieder Tropfen in der Nacht. Der Pfleger wusste das inzwischen schon und kam schon beim Klingeln mit dem Becherchen. Einschlafen war trotzdem schwierig, weil ein Strang des Oberschenkelmuskels anscheinend erwacht war und irgendwie keine Ruhe zu finden schien. Als ich dann endlich einschlief, schlief ich aber bis halb sieben durch, das war sehr angenehm.

Beim Messen fragte die Schwester, ob ich wieder duschen wolle und wir einigten uns darauf, dass sie nach dem Frühstück zum Duschpflasterkleben kommen würde. Nach dem Frühstück kam aber erst mal der Assistenzarzt vom Operateur, machte alle Pflaster ab, beschaute sich die Schlauchlöcher (sappeln noch ein wenig) und die Naht und prüfte Streckung und Beugung. Mit allem war er recht zufrieden. Ich auch, das sieht alles sehr schön aus ... auch weil das Bein oben hübsch ist und nur unten blau, das aber ordentlich.

Wegen der neuen Pflaster dachte ich, dass das mit dem Duschen nun doch nix werden würde (am Vortag war mit dem Duschpflaster gleich das Wundpflaster abgegangen), aber das kann man wohl auch getrennt abziehen, Duschen sei gar kein Problem. Also duschte ich erfeut.

Unterdessen war eine neue Zimmernachbarin gekommen, die auf die Abholung zur OP wartete, und auf dem dritten Bett war eine Beinschiene platziert worden. Die schöne Einsamkeit war dann wohl rum.

Die Therapeutin und das Mittagessen kamen gleichzeitig. Wir machten erst mal die manuellen Dinge (Bein beugen, strecken, durchbiegen, Fuß hochziehen), dann durfte ich Mittag essen. Nach dem Mittagskaffee kam sie wieder und ich bekam die Schiene, mit nochmal 10 Grad Beugung mehr eingestellt. Das tat anfangs weh, dann wurde es besser.

Die Beugung geht inzwischen echt gut, kriege ich im Liegen auch relativ weit allein hin (soll heissen, mit dem Bein allein, ohne Unterstützung), aber Streckung ist noch immer problematisch. Ich sehe schon Fortschritte, aber seeeeehr langsam.

Meine neue Bettnachbarin kam nicht zurück. Sie braucht nachts ein Atemgerät und musste deswegen auf der Intensivstation übernachten. Eine dritte Patientin kam aber auch nicht, so dass ich noch immer ein Privatzimmer hatte :-)

Am späten Nachmittag kam ein Herr, der mir meine Krücken brachte. Cooles Schwarz von oben bis unten und ergonomische Griffe. Ob ich von Letzteren so begeistert bin, weiss ich gar nicht, denn da muss man auf rechts und links achten. Aber es gab keine Auswahl, also hab ich die jetzt halt.

Vorm Abendessen ging ich mit den neuen Turbokrücken spazieren und schaute mir auch mal den kleinen Raucherbalkon im Stockwerk unter mir an (ich nahm den Aufzug, nicht die Treppe). Der ist sehr hübsch mitten in den Büschen und Bäumen des Innenhofs gelegen und es schien sogar grad Sonne drauf. Ich hatte aber kein Handy dabei, deswegen gibt’s kein Bild.

Den Abend verbrachte ich wieder mit Hörbuch, Fernsehen, Lagefinden und Übungen.

Von engel am 13.05.2019 23:00 • diaryKnieOP

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