Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Montag, 06.01.2020: Berg mit Leiter

Mittwoch, Januar 15, 2020

Der letzte Urlaubstag (eigentlich ja ‘nur’ ein Feiertag, aber am Ende vom Urlaub fühlt sich der halt auch an wie Urlaub) sollte nochmal schön werden. Der Beste Allgäuer von Allen hatte meinen eigentlichen Plan eher ungut gefunden, weil das Bein ja noch arg reaktionsschwach ist und wir hatten uns deswegen für ein näheres Ziel entschieden, wo dann auch beim Rückweg kein Stau zu erwarten war.

Wir parkten in Gunzesried und hatschten erst mal die Straße entlang. Aktuell braucht man ja dichte Stiefel mit guter Sohle, aber das macht mich anfangs immer total fertig. Mein linker Fuß bekommt beim Straßen-Hatschen immer fürchterliche Krämpfe unter dem Spann, so dass ich anfangs nur humpeln kann. Links schmerzt der Fuß, rechts das Knie. Wobei, an diesem Tag tat mir eigentlich nur der Fuß wirklich weh.

Als wir dann auf den Wald-und-Wiesen-Pfad abbogen gab sich das erfreulicherweise schnell. Unten war es teil gefroren, teils (wo die Sonne schon drin war) matschig, wie immer. Der Schnee begann weiter oben als beim letzten Mal hier, wurde dann aber schnell genauso hoch. Inzwischen hatte sich ein recht guter Weg im Schnee gebildet und der lief sich gut (diesmal brauchte ich keine Stöcke beim Aufstieg).

An der Alpe Vordere Krumbach machen wir auf dem Bänkle eine lange gemütliche und wirklich warme Pause in der Sonne und gingen dann weiter. Am Sattel wandten wir uns nach links und stapften - nun leider im Wald, wo es bald kühl wurde - die vergleichsweise wenig begangene Spur hinauf. Ich ging weiterhin ohne Stöcke und das ging gut (naja, abgesehen von dem Mini-Abstieg vor der Querung).

In der Querung zum Gipfelaufbau wurde die Spur dann deutlich schmaler - einzelne Tritte statt durchgehender Spur. Und es wurde kalt, denn wir kamen in den Schatten. Ich zog erst mal Handschuhe an, um in den Schnee greifen zu können, denn noch fühlte sich das Gehen ohne Stöcke gut an. Die Handschuhe waren dann auch hilfreich, denn den einen oder anderen hohen Tritt schaffte ich dann mit Rechts doch nicht gut. Und der steile Anstieg zur Leiter, wo es ziemlich hohe Stufen hatte, war echt anstrengend!

Wir waren nicht ganz allein, aber mit insgesamt 3 Leuten (und einem Kleinkind) am Gipfel und unterwegs war wirklich nicht viel los. Leider wehte oben ein kalter Wind, gegen den auch die Sonne nicht viel ausrichten konnte. Wir blieben nicht allzu lang.

Für den Abstieg wollte ich gern auf der Südseite runter. Einerseits, weil das dann eine Runde ergab und ich mag Runden und andererseits, weil mir vor dem steilen Abstieg unter der Leiter graute. Die hohen Stufen! Der beste Allgäuer von Allen wäre lieber auf der bekannten Seite runter gegangen, liess sich dann aber doch überzeugen.

Für den Abstieg nahm ich dann natürlich Stöcke. Es hatte nur wenige Spuren, deswegen liefen wir im fast unberührtem Schnee, das ging trotz gelegentlichem Durchbrechen recht gut. Der Schnee war nicht sehr hoch. Wir folgten dem Sommerweg und mussten deswegen die kleine Felswand queren, was ein bisserl blöd war. Oben nach links queren und dann die steile Rinne runter laufen, wäre besser gewesen. Nach der Alpe geht es nach links und man kommt bald in Wald. Kurz vorher war es windstill und wir fanden eine sonnige Mulde, in der wir beinahe bequem nochmal Pause machen konnten. Im Schnee allerdings, deswegen wurde es dann doch irgendwann kühl von unten.

Der Abstieg führt dann erst auf einem schmalen Weg durch den Wald und dann auf der kurvigen Forststraße zurück zum Aufstiegsweg. Die Forststraße war relativ ungut zu gehen, weil es viele Tritte, aber keine Spur hatte und man gelegentlich einbrach. Das halte ich noch nicht gut aus. Ich versuchte genau in den Spuren des besten Allgäuers zu gehen, aber der macht größere Schritte als ich, das war gelegentlich auch schwierig. Irgendwas ist immer.

Als wir die Straße erreichten, machten wir am letzten Bänkle in der Sonne noch mal Pause und stiegen dann zum Auto ab. Das war am Ende dann relativ stressig für das Knie, aber es hatte keine weiteren Folgen :-)

Feine Tour und so langsam geht echt was :-)


Anfangs noch totales Herbstfeeling ...


... aber bald fängt der Schnee an ...


.. und dann sieht es doch nach Winter aus


Wo man einbrechen kann, laufe ich vorsichtig ;-)


Der Gipfelaufbau


Der Anstieg zur Leiter ist steil ...


... und entsprechend schwierig


Gipfelpause mit Dohle


Verfroren am Kreuz mit Illertal


Abstieg mit wenigen Spuren ...


... aber einem netten fast warmen Sonnenplätzchen


Abstieg zur Forststraße


Abendsonne

Von engel am 15.01.2020 22:13 • outdoorberg

Lustig: Diese Tour habe ich heute gemacht - in umgekehrter Richtung :-)

[1] Von Sabine am 15.01.2020 22:46

Mit Abstieg über die Leiter also. Davor hatte ich mich ein wenig gefürchtet ;-)
Nicht wegen der Leiter, sondern wegen dem steilen Hang darunter ....

[2] Von engel am 17.01.2020 08:28

Das verstehe ich in Deinem Fall natürlich. Bei meiner Begehung war auf der Tour schon weniger Schnee als noch bei Euch, der steile Hang unterhalb der Leiter war schon ein bisschen hart und gar nicht so angenehm zu gehen!

[3] Von Sabine am 17.01.2020 09:20

Das glaube ich!
Zur Zeit haben wir vorsichtshalber immer Grödel im Rucksack. Man braucht die nicht oft, aber wenn, dann ist es schon nett, wenn man sich Zacken unter die Stiefel packen kann :-)

[4] Von engel am 17.01.2020 10:53
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare


Have fun!