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Ostern

Mittwoch, April 14, 2010

Hat lang gedauert, aber nun doch die Ostertouren von vor beinahe zwei Wochen. Der Regen heute hat Radeln gründlich verhindert, so dass ich erst mal dringend nötige Hausarbeit machen konnte nun sogar Zeit für Aufarbeitung habe.

Alle hochtrabenden und auch nicht so hochtrabenden Pläne für die 4 freien Tage wurden erst vom Wetter, dann von der Abwesenheit von völliger Gesundheit zunichte gemacht. Aber so Tage wie den Freitag und den Samstag kann man wirklich nur unter allerwidrigsten Umständen ungenutzt lassen.

Karfreitag ging es dann doch noch mal ins Lechtal. Frischer Schnee auf halbwegs durchgefrorenem Altschnee und noch dazu schönes Wetter, das kann doch nur Klasse werden. In Boden staunten wir erst mal ziemlich darüber, wie wenig Schnee es im Lechtal hat. Nichts wirklich Neues, aber trotzdem wieder erstaunlich.

Aber immerhin: es reichte, um zumindest den Hinweg zur Hanauer Hütte vollständig auf Skiern zurücklegen zu können. Ab der Ebene lag dann genug, um auch am Rückweg noch dienlich sein zu können :-)

Unten war es noch ziemlich frisch, ab dem Latschenhang unter der Hütte gab es dann endlich Sonne und es wurde umgehend warm. Erst angenehm, dann ziemlich, bis ich schliesslich bereute, kein T-Shirt dabei zu haben.

Wir waren ziemlich langsam unterwegs. Die eine Hälfte der Skitourer, die uns überholten, bogen nach der Hütte zur Westlichen Dremelscharte ab, wir gingen weiter zur Kogelseescharte und hinauf zur Kogelseespitze. Eine kleine Gruppe, die direkt vor uns oben war, zeigte uns dann die Abfahrt durch den steilen Osthang, die wir wohl ohne die Spuren nicht so einfach gefunden hätten. Der Schnee dort war absolut traumhaft, 40cm lockerer Pulver, der erst unten im Flachen ein bisserl schwerer wurde.

Bis in den Latschenhang unter der Hütte gab es schönen Schnee, dort war dann alles zerfahren, was wohl auch der Grund war, warum wir versäumten, rechtzeitig nach rechts über den Bach zu fahren. So blieb nichts als die Ski auszuziehen und zu Fuss durch den Bach zu stapfen ;-)

Nachmittags hatte die Wärme dem Schnee mächtig zugesetzt, so dass wir auf dem Forstweg gelegentlich abschnallen und laufen mussten.

Am Samstag fiel die Wahl dann auf die bisher noch nicht bezwungene Nordrinne im Kar unter dem Älpelekopf. Wie erwartet liegt im Kleinen Walsertal mehr Schnee als im Lechtal, aber es hatte nach dem warmen Freitag doch schon freie Stellen auf dem Weg, so dass wir erst mal zu Fuss losliefen.

Im Kar unter dem Älpelekopf waren wir fast allein (nur 2 Jungs hinter uns) und fanden nur eine einzelne Spur von gestern vor, die aber mitten im Kar bereits abbrach. Danach lag vor uns nur noch unberührter Schnee :-) Während wir uns ‘unserer’ Rinne zuwandten, stiegen die beiden Jungs zum Couloir unter der Heiterspitze auf, auch ein interessantes Ziel.

Je näher wir der Rinne kamen, umso tiefer wurde der Schnee. An etwa derselben Stelle wie beim letzten Mal (halbe Höhe) liessen wir die Rinne dann doch wieder sausen und machten uns an die Abfahrt, die im noch immer pulvrigen Schnee der Nordseite ganz prima war. Weiter unten wurde der Schnee dann weich und es fühlte sich beinahe schon wie eine Firnabfahrt an. Die beiden Heiterwand-Aufsteiger liessen es auch bald gut sein, etwa in der Mitte des des Couloirs (oben brachen auch schon Teile der Wächten ab) und fuhren ebenfalls ab.

Den Spuren nach war unsere Route übrigens die deutlich bessere :-) Die unwahrscheinlichere Erklärung wäre, dass wir viel besser skifahren können ;-))

Bei der langen Pause in der Ebene unter dem Kar auf einem Stein in der Sonne, überlegten wir noch, ob wir nochmal aufsteigen sollten, aber diesmal hatte sogar der Ralle keine rechte Lust. Also liessen wir es gut sein und fuhren zur Bärgunt-Alpe ab, um feinen Käsekuchen zu geniessen. Da verschwand dann auch langsam die Sonne und das schlechte Wetter für die nächsten beiden Tage kündigte sich an.

Sonntag und Montag verbrachten wir daheim, unterbrochen lediglich einem Ausflug an die Iller, um die ersten kleinen Bärlauchblättchen zu ernten. Das Sonntags-Abendessen wurde dann umgehend durch eine sehr hellgrüne und sehr wohlschmeckende Sosse variiert. Yummie!

Und jetzt noch Bilder:


Blick zur Hanauer Hütte


Balanceakt


Immer wieder schön: die Dremelspitze


Im Kar unter der Kogelseespitze


Aufstieg zur Kogelseescharte


Gipfelpanorama


Spuren im steilen Osthang (auch wenn der so nicht steil aussieht)


Die Schneebrücke am Bach haben wir bei der Abfahrt verpasst


Sonnenhalo


Start zur Skitour zu Fuss


Einsamer Zustieg


Aufstieg im Tiefschnee


Spuren im Schnee

Von engel am 14.04.2010 20:25 • outdoorski
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