Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Samstag, 06.04.2019: Ausweich-Spaziergang

Mittwoch, April 10, 2019

Wir planten nochmal eine interessante Tour im Lechtal und standen früh auf, um früh in Boden zu sein. Waren wir auch, aber da war es zu unserem Erstaunen schon ganz schön voll. Erstaunlich viele Leute gingen wie wir links hinauf statt geradeaus, wie wir eigentlich erwartet hatten.

Natürlich war alles hart gefroren, aber die minimale Neuschneeauflage (auch gefroren) der letzten Tage hielt gut. Wir stiegen bis zu den ersten Häusern von Pfafflar auf und gingen dann etwa auf dem Sommerweg ins Fundeistal hinein. Andere bogen ein Stück früher ab und querten unten in den Wald rein (ich überlegte, ob die was wussten, was wir nicht wussten), aber die kamen dann oberhalb des sandigen Abbruchs wo das Wanderschild steht auf auf unseren Weg. Der Schnee war relativ hart, also zogen wir bald Harscheisen an, da waren wir aber in der Minderheit, die meisten liefen ohne.

Weiter vorn teilten sich Skitourengeher und Spuren auf. Die einen gingen noch weiter hoch, andere folgten dem Sommerweg abfallend in den Talgrund hinein. Wir nahmen den unteren Weg, weil im Führer stand man solle eher früher als später in den Talgrund abfahren.

Wir querten noch über den Abbruch drüber, dann war der beste Allgäuer von Allen genervt vom Quergehen, weil das weder den Druckstellen der Skistiefel noch dem Kreuz gut tat und stellte auf Steigeisen um. Ich fand das keine schlechte Idee und nahm die auch. Allerdings brach ich dann andauernd ein (ich bin halt schwerer) und als ich dann noch dazu mit den Eisen in einer Latsche stecken blieb, beschloss ich wieder auf Ski umzustellen. Der beste Allgäuer von Allen ging schon mal weiter.

Ich stand recht ungeschickt und musste erst mal Leute vorbei lassen. Dann packte ich die Steigeisen weg und zog wieder Ski an. Unterdessen kam der beste Allgäuer von Allen zurück und meinte, da vorn ging es wieder steil bergauf, wir hätten mal besser die andere Spur genommen. Und überhaupt sei das hier alles total doof, weil abartig steil. Wir gerieten in einen kleinen Streit (unterdessen gingen weitere Leute an uns vorbei, es waren wirklich erstaunlich viele hier unterwegs) und hatten dann keine Lust mehr auf die Tour und gingen erst mal zurück in die Sonne in Pfafflar.

Dann war natürlich die Luft raus.

Wir taten das, was wir in derselben Situation (ohne den Streit) schon mal gemacht hatten: wir gingen weiter ins Scharnitzkar. Weil im Bach diesmal wirklich beeindruckend große (und dreckige!) Lawinen lagen, gingen wir direkt rechts rauf und fanden so auch gleich einen viel schöneren Weg ins Scharnitzkar, von dem aus man anscheinend allerlei sehr interessante Dinge machen kann, denn da hatte es eine Spur, die die Nordwand des Muttekopfs hinauf führte, in ein Gelände, in dem ich wirklich keine Skispuren erwartet hätte.

Es zogen Wolken rein und die Ski stollten in dem kupierten Gelände (mal Sonne mit sehr nassem Schnee, mal fast Schatten mit eiskaltem Pulver) bald unerträglich und wir beschlossen, Pause zu machen und aufzuhören. Einen Gipfel würden wir ja eh nicht mehr erreichen.

Das war interessant, denn so konnten wir den beiden Muttekopf-Nordseite-Besteigern bei der Abfahrt zuschauen. Die fuhren nämlich nicht da ab, wo sie aufgestiegen waren sondern fuhren über 2 Rinnen und eine Querung ab, bei denen ich von unserem Standpunkt aus nie und nimmer einen Durchlass erwartet hätte. Cool, echt!

Die Abfahrt war ... sehr gemischt. Die schönsten Stellen hatten eine dünne Pulverauflage auf harter Unterlage (mit gelegentlichen, natürlich unsichtbaren, Spuren drin), sonst hatte es bremsenden nassen Neuschnee, fast Firn und Eis. Alles wechselte lustig durcheinander und man konnte sich nicht wirklich auf irgendwas einstellen. Am schönsten war die Abfahrt unterhalb von Pfafflar, wo es ‘richtigen’ Firn hatte.

So war das halt ein netter Skispaziergang statt einer fordernden Skitour. Und das Scharnitzkar ist sehr schön und ich glaube, da müssen wir wirklich mal als eigenes Ziel hin.


Wir starten nicht allein


Auf dem Weg ins Fundeistal


Zu Fuß mit Skiern am Rucksack


Immer wieder nett: Im Winter auf alter Motorradstrecke


Allein unterwegs


Netter Anstieg ...


... in ein wunderschönes Kar


Abfahrt

Von engel am 10.04.2019 21:22 • outdoorski

Name:  

E-Mail:  

URL:  

Angaben merken?

Nachricht bei weiteren Kommentaren?

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare


Have fun!