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Samstag, 08.02.2020: Skitour-Skitour!!!

Donnerstag, Februar 13, 2020

Also, eine Skitour mit Abfahrt im freien Gelände und keine Skitour mit Abfahrt auf einer Piste. Und das ging erstaunlich gut :-) Auch wenn der Anfang alles andere als vielversprechend war.

Bei der Auswahl am Vorabend hatte ich mir sehr schwer getan, denn die Sache mit dem Schnee war ja alles andere als ideal. Am Ende fiel die Wahl dann doch aufs Gunzesrieder Tal, denn auf der Webcam der Gunzesrieder Bergbahn sah es so aus, als könne da genug Schnee liegen, um auch den unteren Hang im Tourengebiet fahren zu können. Grad so. Anderswo lag mehr Schnee, aber da waren die Touren auch allesamt lang und ob das alles so klappen würde wie erhofft, war ja nicht abzusehen.

Wir fuhren also durchs grüne Allgäu ins Gunzesrieder Tal, wo dann anfangs tatsächlich Schnee lag, aber das waren grad mal 2 Zentimeter oder so. Je weiter wir hinter kamen, umso mehr Schnee wurde es, aber Skitouren-tauglich sah das nicht aus. Es schaute Gras raus und bestenfalls in den Mulden lagen ein paar mehr Zentimeter. Selbst auf den Kuhwiesen weiter hinten, war da nicht wirklich an Abfahrt zu denken :-(

Aber nun waren wir schon da und sinnvolle Alternativen gab es ja auch nicht (naja, sich in den Stau nach Oberstdorf zu stellen, in Baad keinen Parkplatz zu finden und dann in einer Schlange irgendwo hoch laufen - wir waren viel zu pät dran für sowas :-() und irgendwie würden wir den unteren Hang schon runter kommen (Zu Fuß?) und oben würde es doch ganz bestimmt viel Schnee haben. Wir gingen los.

Beim Blick in die Umgebung kamen allerdings leichte Zweifel an der letzten Theorie auf. Der Regen der Vorwoche hatte dem Schnee überall den Garaus gemacht und auch wenn es momentan überall oberflächlich weiß war, sah man Grashalme, Büsche und Geländeformationen. Immerhin lag genug Schnee auf der Forststraße, dass wir da abfahren können würden. Die eventuelle Verlängerung übers Rangiswanger war aber schon vom Tisch, denn der Hang sah so weit das Auge reichte aus wie der untere: kaum mit Schnee bedeckt.

Wir liefen an der Alpe vorbei und hinten ums Eck rum, aber der Schnee wurde nicht wesentlich mehr. Erst nach dem kleinen Waldstück mit dem Bach sah dann doch so aus, als würde die Tour ein gutes Ende nehmen. Endlich lag Schnee. Nicht grad viel, aber genug zum Fahren.

Der Aufstieg zum Gipfel wurde dann ein bisserl anstrengend. Die Sache mit der Kondition hat auch noch Luft nach oben. Unterwegs und dann auch am Gipfel ließ jemand immer wieder eine Drohe steigen. Boah, nervig! Aber für einen Schneeball war das Ding zu weit weg (nicht, dass mein Zielvermögen für irgendwas in der Art reichen würde).

Nach einer langen sonnigen Pause am Gipfel kam die Abfahrt. Oben war der Schnee schon schwer geworden und meine Versuche, da ordentliche Kurven zu machen, waren eher unbeholfen. Wo es steil wurde, überlegte ich alle Kurven gut und hatte immer gute Gelegenheiten zum Drehen und Bremsen. Das war nicht flüssig oder schön, aber ging ganz gut, auch wenn die seitliche Belastung gerade im schwereren Schnee ein wenig schmerzte.

‘Unser’ steiler Hang im Wald war noch völlig unverspurt. Er lag im Schatten und die Sicht war nur so mittel, deswegen fuhr der beste Allgäuer von Allen als erster ab. So hatte ich mehr Übersicht über den Hang. Bei der ersten Kurve war ich noch etwas unsicher, aber der Schnee war locker und gleichmäßig, ich konnte fast unbeschwert abfahren :-) Die Kurven waren allerdings größer und weiter als sonst und am lockeren Schwingen muss ich noch arbeiten. Aber trotzdem: das lief super und tat fast gar nicht weh :-)

Den unteren Teil vom Hang fuhr ich vor, das war dann wegen der schlechten Sicht und einem Harschdeckel unter dem Pulver etwas schwieriger und unsicherer, aber auch das lief prima :-)

Wir stiegen dann noch ein Stück Richtung Rangiswanger Horn auf. Einerseits, um nicht nervig aus dem Bachloch raustreppeln zu müssen und andererseits, weil da nochmal ein netter Hang zu sein schien. ‘Schien’, denn da war dann teilweise schon die Sonne reingekommen und der Schnee war schwer oder hatte einen leichten Deckel. Nebendran war aber auch Pulver, das war also sehr gemischt.

Danach brauchten wir nur noch die Forststraße runter rutschen. Eigentlich hatten wir die bis zum Ende fahren wollen, aber genau am letzten Abfahrtshang kamen plötzlich Steine raus und wir fuhren doch den Hang runter. Das war dann so eine Art Grasbollen-Slalom, vor dem ich mich etwas gefürchtet hatte, aber das ging erstaunlich gut.

Also, eine Skitour :-) Ha!

Das Knie hatte am Ende bei den Rechtskurven, also ohne Last weil Innenski, ziemlich geschmerzt, bei den Linkskurven, also mit Last, nur minimal weh getan. Unten, im Auto, daheim und beim Abendessen bei der besten Mama hatte es gelegentlich wirklich weh getan und gelegentlich, auch beim Draufstehen, überhaupt nicht. Das war alles seltsam und ungewohnt. Ob das eine Überlastung werden würde, würde erst am nächsten Tag rauskommen.


Seeehr magere Schneedecke unten


.. und auf dem Weg wird es erst mal auch nicht viel besser


Bachquerung ...


... und dann tatsächlich sowas wie Schnee :-)


Gipfel


Abfahrt ...


... und die geht weitgehend echt gut :-)


Meistens jedenfalls ;-)


Weiter unten hat es einen Harschdeckel drunter


Im schwereren Schnee tu ich mich schwerer

Von engel am 13.02.2020 21:09 • outdoorski

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