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Samstag, 25.02.2017: Kein Gipfel

Dienstag, Februar 28, 2017

Minimaler Schneefall am Freitag. So aus dem Tal raus war schwer zu schätzen, wieviel Schnee das wohl ergeben hatte (im Garten waren es 3 Zentimeter), aber wir wollten nutzen, was uns da geschenkt worden war. Wegen Fasching, Wochenende, Schneefall, usw. starteten wir recht früh und kamen um kurz vor 8 in Baad an. Der Verkehr war problemlos gewesen, aber die Idee mit recht früh hatten auch andere gehabt - der Parkplatz war schon fast voll.

In unsere Richtung gingen aber erst mal nicht allzu viele Leute los. Wir wurden unten von erst 4 dann 3 Leuten überholt, dann war erst mal Schluss. Nach dem kühlen Talhatsch und dem Anstieg durch die buschige Steilstufe sahen wir wüste Schneefahren um uns herum und vor allem deutlich mehr Skibergsteiger im weiteren Anstieg als nur die sieben, die uns bereits überholt hatten.

Kurzentschlossen bogen wir ab und spurten ganz einsam und allein in ein Seitenkar hinein.

Man kommt da auch hin, wenn man schon etwas früher abbiegt, deswegen war es keine Überraschung, dass es auch hier schon eine Spur hatte. Wir trafen drauf, als wir das hintere Ende des Seitenkars erreichten. Von dort sahen wir schon fast unser Ziel, die steile enge Nordrinne zu einer schönen Scharte hinauf (kein Gipfel heute).

Die Rinne wird oben so eng, dass wir unsere Vorausgänger und die Scharte selbst nicht sehen konnten. So war auch schwer abzuschätzen, wie weit sie vor uns waren. Das klärte sich als 4 Abfahrer einzeln nacheinander den extrem steilen Rücken neben der Rinne, bzw. durch die Rinne herunter kamen. Es waren Freerider, die weite schnelle Bogen in den Schnee zogen. Es sah trotzdem super aus :-)

Wir stiegen die Rinne hinauf. Im oberen, sehr steilen, sehr engen Teil war es ziemlich anstrengend, weil man alle 3 Meter eine Spitzkehre im ordentlich tiefen Neuschnee (es waren so um die 40-50 Zentmeter neue Auflage in die Rinne geblasen worden) machen musste. Außerdem hatten die 4 Jungs ihre schön angelegte Spur wieder kaputt gefahren.

Die letzten Meter nach dem Ausstieg aus der Rinne sind wieder einfach, man kommt in die Sonne und hat dann einen wunderbaren Ausblick Richtung Lechquellengebirge auf der einen Seite und übers Kleine Walsertal auf der anderen Seite. Wir machten gemütlich Pause und richteten uns dann zur Abfahrt.

Die ersten beiden Schwünge bringen einen zur Abbruchkante, wo man die Wahl zwischen der sehr steilen engen Rinne oder dem extrem steilen Gelände daneben hat. Der beste Allgäuer von Allen entschied sich für die Rinne und fuhr bis er am unten Ende links warten konnte, dann fuhr ich hinterher.

Nachdem wir den steilen engen Teil geschafft hinter uns gebracht hatten, warteten weite erste steile, später flachere Hänge auf uns, in denen es nur wenige Spuren, aber super Schnee hatte. Ein Traum! Weiter unten wurde es noch flacher und der beste Allgäuer von Allen fuhr tatsächlich bis hinunter zum Anfang des Kars in einem Rutsch. Was blieb mir übrig, als zu folgen und ein schönes Zöpflein zu flechten, auch wenn meine Oberschenkel am Ende vor Schmerzen schrien ;-)

Den restlichen Tee gab es in der Sonne, dann fuhren wir auf der inzwischen ausgefahrenen Abfahrt hinab ins Tal. Im ‘Kuhstall’ gab es Kaffee und Kuchen in der Sonne :-)


Start


Wir biegen ab ...


... und spuren einsam


Aufstieg durch die Rinne


Abfellen in der Scharte


Abfahrt in der Rinne ...


... und den weiten Hängen drunter

Von engel am 28.02.2017 22:53 • outdoorski
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