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Sonntag, 05.01.2020: Nochmal die Pistenskitour

Freitag, Januar 10, 2020

An den beiden Tagen Ruhe mit Niederschlag hatte ich ständig nach den Webcams allüberall geschaut, um die Schneelage zu checken. Es hatte fast überall ordentlich geregnet, aber im Tannheimer Tal hatte es nach Schnee ausgesehen. Teilweise jedenfalls. Ich wollte nochmal mit Skiern raus. Und weil es dem Knie die letzten Tage so gut gegangen war, auch ohne Ibu, beschloß ich den Tag ohne Drogen zu versuchen.

Auf dem Weg nach Grän stellten wir dann fest, dass es viel weniger geschneit hatte, als wir gehofft hatten. Dafür wurde das Wetter viel schneller besser als die Vorhersage versprochen hatte.

In Grän war es eiskalt und alles war eisig. Wir eierten staksig mit den Skistiefeln zum Anfang des Sommerweges und bedauerten, keine Harscheisen mitgenommen zu haben. Aber der Anfang vom Sommerweg war zwar eisig und hart, aber es hatte eine dünne Graupel-Auflage, auf der man ganz gut gehen konnte. Im Wald war der Schnee dann wie befürchtet erst mal weg und wir mussten die Ski tragen.

Glücklicherweise war die Tragestrecke noch immer nicht sehr lang und je höher wir kamen, umso mehr Schnee, auch Neuschnee, hatte es. Der Schnee war allerdings etwas seltsam: da wo er kompakt war, war es sehr glatt. Und unter dem neuen Schnee hatte es den alten Schnee, der teilweise sehr nass gewesen war und nun eishart zusammen gefroren war. Das machte das Laufen etwas anspruchsvoll.

Der beste Allgäuer von Allen rutschte dann auch bei der Abfahrt von dem kleinen Hügel vor den Forststraßen auf Eis aus. Ich bekam das gar nicht mit, weil ich so mit mir selber beschäftigt war, um da unbeschadet runter zu kommen. Denn kein Ibu zu nehmen, war nicht die beste Idee gewesen. Das Knie war sehr empfindlich und ich traute ihm nicht so recht.

Ich kam den Hügel gut runter, aber ich wollte danach doch lieber die Kurven der Forststraße laufen statt den Sommerweg zu nehmen. Denn der ist steil und eng und der Schnee war so komisch und ich hatte Bedenken auszurutschen. Nur die letzte Kurve der Forststraße kürzten wir ab, weil da schön viel Platz im Wald war.

An der Alpe Gessenwang war es sonnig und warm ... und voll. Wir gingen ein paar Meter weiter und setzten uns vor einen Baum in die Sonne mit Blick auf die Spur. Angesichts der Schnee- und Wetterlage war es nicht verwunderlich, dass alle, die auf eine Skitour wollten, hier waren (wir ja auch), aber die Menge der Menschen war schon beeindruckend!

Wir gingen wieder bis zum Gamskopf, wo es - im krassen Gegensatz zu weiter unten - leichten Wind hatte und wirklich empfindlich kalt war. Wir blieben nicht allzu lang und fuhren dann auf der Piste ab. Die Piste hatte schon arg gelitten, besonders in der Mitte, wo es einen kurzen südseiten Abschnitt hat. Da gab es haufenweise blanke Flecken.

Die Abfahrt war ... anstrengend. Kein Ibuprofen haut mehr rein, als man sich mit Ibu vorstellen kann. Das Bein war stabil, ich konnte es belasten und das Knie machte alles mit. Aber halt nicht klaglos. Jede Belastung, die ein wenig aus der Beinachse heraus erfolgte, stach ein wenig. Nie schlimm, aber konstant, mal mehr, mal weniger. Und plötzlich fühlte ich mich schon nicht mehr so gesund. ‘Ein Jahr mindestens’, hiess es. Ist wohl so.

Trotzdem war das eine wunderschöne Tour bei großartigem Wetter. Und zur Standort-Bestimmung der Heilung (das wird noch dauern) war das auch ganz gut.


Wie die letzten Male: Start in Grän


Im Wald fehlt schon ordentlich Schnee


Es sieht schön winterlich aus


In der Querung


Pisten-Anstieg


Man beachte: das rechte Bein ist fast gestreckt :-)


Gipfel :-)


Sehr winterliche Aussicht :-)


Abfahrt, geht auch ohne Ibu lässig


Die Piste hat schon arg gelitten

Von engel am 10.01.2020 18:45 • outdoorski

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