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Sonntag, 29.09.2019: Bahntour

Dienstag, Oktober 01, 2019

Nachdem wir am Samstag den Kangoo ausgeräumt und zurück gebaut hatten (Plattform raus, Rückbank rein), wäre eine Bike&Hike Tour zwar möglich aber umständlich gewesen. Ich hatte deswegen ein paar Bahntouren (zu Fuß rauf, mit der Bahn runter) rausgesucht. Bahnen sind bei uns größtenteils auf den Nordseiten der Berge zu finden, deswegen landeten wir am Ende bei der einzigen Bahn, bei der man südseitig aufsteigen kann.

Wir stellten den Clio im Ort ab und gingen auf dem Fußweg zum Jöchl. Den ‘richtigen’ Weg (also: den ausgesuchten mit den wenigsten Forststraßen-Abschnitten) zu finden war unten nicht ganz einfach, denn es gab unendliche viele Wege und Forststraßen und an allen stand unser Ziel in fast allen Richtungen angeschrieben. Nächstes Mal male ich mir auch vermeintlich einfache Wege ins GPS.

Nachdem mir am Vortag den ganzen Tag das Knie weh getan hatte und ich Nachts sogar überlegt hatte, was wir alternativ machen könnten, war ich total froh, dass es dem Knie richtig gut ging. Bergauf merkte ich quasi gar nichts, geradeaus ein bisserl und an den wenigen bergab-Stellen im unteren Bereich humpelte ich halt irgendwie runter, denn Stöcke wollte ich erst oben nehmen. Und auch das ging - den Umständen entsprechend, wie es so schön heißt - ganz gut.

An zwei sonnigen Bänken machten wir Pause. Am ersten meiner mentalen Check-Points (die, an denen man verkürzen oder vereinfachen könnte) gingen wir links, also den langen Weg.

Unten hatte es relativ wenig Wind gehabt, aber je höher wir kamen, umso windiger wurde es. Auf dem Weg zur Scharte entdeckte der beste Allgäuer von Allen eine sonnige, windgeschützte, grasige Mulde zwischen den Latschen, die für eine längere Pause geradezu prädestiniert war. Es war noch ein wenig früh dafür und bis zum Gipfel war es auch noch ein Stück, aber man muss die Pausen halt nehmen wie sie kommen ;-)

Wir legten uns ins Gras. Es war warm, es war ruhig, über uns rauschte der Wind in den Latschen ... wir schliefen beide umgehend ein :-) Nicht lang, aber wir blieben eine gute Weile in unserer Mulde, es war einfach so nett und so warm und so gemütlich. Aber es half ja nix, so würden wir nicht auf den Gipfel kommen. Wir rafften uns auf und gingen weiter.

Zur Scharte war es nicht mehr weit und von da konnten wir den geplanten Gipfel gut sehen. Südseitig, wo in meiner Karte kein Weg ist, stiegen Menschen rauf und runter und das sah erfreulich klettrig aus. Auf der Nordseite muss man auch etwas klettern, aber eine Überschreitung ist doch viel besser als denselben Weg rauf und runter zu gehen. Dem Knie ging es gut und so konnten wir auch am zweiten Check-Point auf dem geplanten Weg weiter gehen, statt den Berg alternativ zu umrunden.

Wir näherten uns dem Gipfelaufbau und stiegen erst auf einem gerölligen Pfad, dann über Schrofen und Felsen und schließlich sogar über einen Mini-Klettersteig (also 5 Meter mit 3 Klammern und Drahtseil) zum Gipfel. Das war unerwartet und sehr erfreulich :-)

Oben war es aber windig und relativ kühl, deswegen blieben wir nicht lang dort. Der Abstieg ging oben prima (da durfte man abklettern), im mittleren Teil sehr ungelenk (ein steiler Pfad mit Steilstellen und Schwierigkeiten) und unten ganz OK (das war dann ein normaler Bergweg). Insgesamt war das nicht viel, knapp 200 Höhenmeter, dann waren wir am Jöchl mit der Bahn.

Wir hatten eigentlich auf K&K spekuliert, aber das Restaurant da ist ein SB-Ski-Massenbetriebs-Dingens und war voll und stank nach Pommesfett. Wir fielen quasi rückwärts wieder raus und gingen direkt zur Abfahrt. Das war bequem und wir hatten auch schöne Aussicht, aber das ist eine Kabinenbahn mit riesigen Fenstern und es war arg heiß da drin.

Der Abstieg zum Parkplatz (50 Höhenmeter, ein Kilometer) war dann nochmal etwas anstrengend für das Bein, denn ich hatte die Stöcke schon weg gepackt und ging ‘ohne’ zum Auto.

Das war eine sehr schöne Runde und dafür, dass das direkt neben der Bahn ist, noch nicht mal sehr voll. Das Bein nahm mir die Tour am Abend einigermaßen übel (kein Wunder, das waren insgesamt knapp 8 Kilometer, so weit bin ich seit der OP noch nie gelaufen, auch nicht im Flachen), aber am nächsten Tag war es zufrieden. Das war super :-)


Blick aufs Jöchl und den geplanten Gipfel rechts davon


Bohlenweg über die immer nasse Matschwiese


Kurzes Steilstück kurz vor der Pausenmulde


Gipfel voraus (links hinten) !


Nette Kletterei ...


... und ein Mini-Klettersteig :-)


Allein am Gipfel :-)


Abstieg ...


... zum Teil echt ungelenk


Auf dem Weg zur Abfahrt

Von engel am 01.10.2019 18:09 • outdoorberg

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