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Tischdamen-Verlust II

Mittwoch, Juni 05, 2019

In der Früh war das Bein wieder etwas steif, aber das gab sich bald. Vor dem Frühstück sollte ich zum Wiegen kommen, ‘Abschlüßgewicht’. Nach dem Frühstück war ein Vortrag ‘Bewältigungsstrategien’. Da ging es um Stress, aber der Vortrag war leider ziemlich langweilig.

Danach war die erste ‘richtige’ Pilates-Stunde und ich glaube, damit kann ich mich anfreunden. Natürlich macht man hier nur wenige einfache Übungen, aber selbst die waren am Ende anstrengend.

Direkt danach bekam ich die verschobene manuelle Lymphdrainage bei einer jungen Therapeutin, die das sehr gut machte. Nett fand ich, dass sie zwischendrin ein wenig erklärte. Die knappe halbe Stunde danach überbrückte ich auf dem Bike (9 Löcher, 60 Watt, 15 Minuten), dann war der Vortrag ‘Gesundheitsbildung’. Da ging es um Sucht. Ich lernte nicht viel Neues, aber der Vortrag war trotzdem sehr gut.

Während ich danach auf den Hydrojet wartete, zeigte mir ein Mitpatient Bilder von einem Buntsprechtnest im Klinikgarten. Total nett, da guckte ein kleiner Specht aus einem Loch im Baum.

Beim Hydrojet konnte ich mich nicht mehr erinnern, wie stark der Jet das letzte Mal gewesen war. Der Therapeut stellte 75 (Prozent?) ein und ich meinte, das dürfe gern mehr sein. ‘Volle Kanne?’, fragte er. Ich bejahte das und das war genau richtig. Der harte Wasserstrahl massierte meine Rückseite rauf und runter, es war wunderbar. Ich konnte auch besser liegen als bei letzten Mal, aber so ganz problemlos kann ich noch immer nicht auf dem Rücken liegen.

Total tiefenentspannt ging ich vor dem Mittagessen nochmal aufs Rad und war mutig: 10 Löcher. Und das ging prima. 15 Minuten mit 70 Watt :-) Dann machte ich noch die Kraftübungen des medizinischen Trainings und ging zum Mittagessen.

Das Mittagessen musste ich kurz halten, denn auf meinem Plan stand trotz der Verlängerung noch immer ‘Abschlußuntersuchung’ beim Stationsarzt. Ich hatte das seltsam gefunden und immer drauf gewartet, dass das gestrichen würde. Ich wartete lang und schließlich kam der Arzt. Er war total erstaunt mich zu sehen, weil er mich ja grad verlängert hatte und entschuldigte sich. Der Termin hätte verschoben werden sollen. Naja, ein verkürztes Mittagessen und ein bisserl warten sind soooo schlimm auch nicht. Ich werde aber drauf achten, ob die Abschlußuntersuchung nächste Woche tatsächlich im Terminplan steht.

So hatte ich aber gut Zeit zur Motorschiene zu kommen, ich hatte mir schon wieder Sorgen gemacht. Ich liess mir wieder 105 Grad einstellen und das ging von Anfang bis Ende gut. Nächstes Mal versuche ich 110 Grad! Der Herr neben mir wollte 80 Grad, die Therapeutin überredete ihn aber zu 85 Grad. Das führte dazu, dass er bei jeder Beugung den Schmerz wegatmete. Es hörte sich wirklich so an, als läge er in den Wehen. Das ist eigentlich natürlich nicht lustig, aber uneigentlich natürlich schon.

Danach sauste ich runter zur Elektrotherapie und hängte direkt das medizinische Training dran. Bei den Beugungsübungen stacht es gelegentlich noch immer, aber seltener.

Die Pause danach nutzte ich zum Duschen und Knie kühlen, um auf die Gangschule vorbereitet zu sein. Bei der versuchte ich dann, die Stützen so wenig wie möglich zu nutzen, was weitgehend gut klappte. Mein größtes Problem ist derzeit noch, das Bein gebeugt zu heben oder anzufersen. Das tut weh, die vielen Grade auf der Motorschiene und die Kurbellöcher beim Radl hin oder her. Das ist auch das, was mich momentan vom Treppen steigen abhält. Die Beugung, die man da braucht, bekomme ich in der Bewegung gerade so nicht hin. Doof.

Nach der fordernden Gehschule radelte ich nochmal 15 Minuten locker (8 Löcher, 60 Watt) und ging dann zum Osteporose-Vortrag. Da glaube ich eigentlich, nicht gefährdet zu sein, aber der Diät-Assistent brachte üerzeugend rüber, dass man das nicht wissen kann und besser mal die Knochendichte messen lässt. Schaumermal, ob ich das bei der Visite in den Terminplan bekomme.

Dann kam ich zum ersten Mal an diesem Tag raus und legte mich erst gemütliich auf eine der Liegen im Schatten und gönnte mir dann noch einen Cappucchino. Das war sehr schön und sehr gemütlich :-)

Nach dem Abendessen gab es Nadines Abschiedsfeier im nahe gelegenen Freibad (kein Becken, das ist nur eine Liegewiese am See). Das war ganz nett, aber eigentlich waren mir da zu viele Leute. So was Kleines, Feines wie bei Utes Abschied ist eher auf meiner Linie. Ab dem nächsten Tag wäre dann also die nette Damenrunde komplett aufgelöst. Traurig.

Ich harre gespannt der beiden Neuen am Tisch.


Abendstimmung am Freibad

Von engel am 05.06.2019 10:24 • diaryKnieOP

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