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Traum-Tag

Montag, Februar 22, 2021

Ich hatte den Wecker auf 5:00h gestellt, um gemütlich frühstücken und Netz gucken zu können. Da war es noch stockfinster. Gegen halb 7 packte ich meinen Skikram und fuhr ins Kleine Walsertal. Das Wetter war großartig und beim Zuschauen, wie es über den verschneiten Bergen immer heller wurde, war meine Welt total in Ordnung :-)

In Baad standen noch nicht viele Autos. Die wenigen Leute, die sich gerade bereit machten, stiefelten alle Richtung Güntlespitze und Grünhorn los. Auf dem Weg zur Bärguntalpe war ich total allein :-)

Der Weg war ausgesprochen eisig, aber doch nicht ganz so, dass sich Harscheisen gelohnt hätten. Die legte ich erst an, als ich nach der Bärguntalpe vor dem steilen Hang mit den Büschen stand. Der Hang sah einigermaßen gangbar aus, ich nahm aber doch lieber den Sommerweg durch den Wald (bzw. erst mal das Bachbett) und stieg mit den hier wirklich sehr nützlichen Harscheisen bis zur Ebene mit der Hütte auf.

Die eisharte Querung der Ebene auf den Harscheisen war ziemlich blöd, da stakst man auf den Eisen wie ein Storch. Im Anstieg zur Querung des Felsriegels waren die Eisen wieder total nützlich und in der Querung sowieso, das Staksen hatte sich durchaus gelohnt ;-) Zum Abnehmen und Wiederanlegen war ich natürlich zu bequem gewesen.

Kurz nach der Querung kam ich endlich in die Sonne, allerdings erwischte mich ab hier meistens auch der Wind. Es blieb also trotz Sonne etwa so kühl wie vorher (also genauso wenig kühl wie vorher). Im Anstieg zum Skigipfel merkte ich dann schon, dass mir gerade ein wenig Kondition fehlt, lange Touren habe ich schon recht lang nicht mehr gemacht.

Die weiten Hänge der Höferspitze waren allüberall zerfahren. Sämtlich Ost-ausgerichteten Teile des welligen Hangs waren hart und eisig, alles was eher Nord-ausgerichtet lag, war eher Schnee-hart mit Triebschnee obendrauf. Beides war manchmal blöd zu gehen und die Harscheisen leisteten gute Dienste :-)

Ich ging nur bis zum Skigipfel. Weil ich den steilen Hang vom Gipfel eh nicht abfahren wollte (auch wenn er pistig und ganz OK aussah), hätte ich den Grat hin und her laufen müssen und bei dem Wind da oben wäre das eher lästig als schön gewesen. Ich fellte gleich ab und fuhr bis an eine sonnige, windstille Stelle im oberen Teil des Hangs. Der Schnee war wie erwartet eher so mittel zu fahren (allerdings besser als letztens am Grünhorn).

Nach einer gemütlichen Pause in der Sonne fuhr ich weiter ab. Je weiter runter ich kam, umso eisiger wurde es. Aufgegangen war der Schnee nur an sehr wenigen sehr besonnten Stellen. Ich war aber auch früh dran, um kurz nach Mittag war ich zurück am Auto. Die Tour war insgesamt wunderbar :-)

Der beste Allgäuer von Allen hatte einen Spaziergang um den Schwabelsberger Weiher gemacht und kam genau mit mir zusammen zurück. Wir setzten uns erst mal auf der Terrasse in die Sonne und genossen den Frühling im Winter. Später holten wir den Kangoo vom Kundendienst.

Von einer Firma, bei der mich der lokale Recruiter vorgeschlagen hatte, kam eine Absage, ohne dass ich mich tatsächlich vorstellen durfte. Das finde ich total schade, denn das waren zwei tolle Jobs und bei denen hätte ich sehr gern gearbeitet. So langsam finde ich das ausgesprochen frustrierend, schöne Skitouren hin oder her.


Das Grünhorn in der Morgensonne


Schnee im Bach


Höferspitze und Weißer Schrofen von der Querung aus


Alles zerfahren


Widderstein


Am Skigipfel


Abfahrt mit okayem Schnee


Ab der Hüttenebene war es eisig

Von engel am 22.02.2021 23:00 • outdoorski

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