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Treppensteigen

Freitag, Juni 07, 2019

Frühes Frühstück, dann Wärme. Die kurze Pause danach nutzte ich zum Radeln und da gingen 10 Löcher mit 70 Watt ohne Probleme :-) Danach war Wassergymnastik, die alles in allem eher langweilig war.

Eine Übung war aber doch neu und gut: von einem Bein auf andere hüpfen. An Land ist sowas noch völlig undenkbar, im Wasser geht es aber und das Besondere daran ist, dass sich das Bein plötzlich ganz normal anfühlt. So als wäre nie was damit passiert. Der Muskel arbeitet wie er soll, das Bein federt, wie es soll, das ist ein sehr ungewohntes Gefühl. Ein bisserl fordernd ist es auch, das geht noch nicht allzu lang am Stück.

Danach hatte ich eine längere Pause. Als erstes ging ich zur Rezeption und verlängerte das teure Internet. Soviel Luxus muss noch immer sein. Dann marschierte ich zum Haupteingang raus und am Söllbach runter zum See. Sehr konzentriert und mit den Stützen locker und verkehrt herum in der Hand. Ganz ‘ohne’ ist das noch nicht, aber wenn man sie so hält, benutzt man sie nur minimal. Und das ging wirklich gut! Nur an den Steilstücken an den beiden Brücken nahm ich die Stützen richtig, davor hatte ich noch ordentlich Respekt.

Danach legte ich mich auf eine der Liegen im Garten und hörte Musik. Die Narbe schmierte ich dick mit Sonnencreme ein. Erst lag ich im Halbschatten, aber da war es dann doch recht kühl und ich zog in die Sonne um.

Bei der Motorschiene liess ich wieder 110 Grad einstellen und das ging wieder sehr gut. Danach war Mittagessen, bei dem ich wie beim Frühstück völlig allein war. Für Ute und Nadine gibt es vermutlich bis nach Pfingsten keinen Ersatz (Reha-mäßig ist da ja nichts los) und Hedi hat einen völlig anderen Rhythmus. Ich mag das gern, gemütlich essen und dabei lesen (auf dem Handy, das geht erstaunlich gut und die Kindle-App ist eh großartig, nie wieder nix zu lesen!).

Weil sowohl Radeln als auch Motorschiene so gut gelaufen waren, hatte ich mittags beschlossen, nun immer Treppen zu steigen. Das Treppensteigen klappte zwar nicht immer gleich gut (das Bein hoch genug heben, bzw. beim Absteigen von der oberen Treppe zu heben, ist gelegentich schwierig), aber irgendwann muss man ja anfangen. Ich stieg ins Kellergeschoß zum Schwimmbad.

Mit vollem Bauch schwimme ich eigentlich nicht gern, aber die Aussicht auf ein leeres Schwimmbad war zu verlockend. Ich kraulte 500 Meter und machte dann meine Übungen. Wasser ist einfach toll.

Das medizinische Training hängte ich direkt dran, auch wenn die Haare noch tropften. Egal, es war eh so warm, da konnte etwas Kühlung nicht schaden. Dann endlich ging ich hoch - über die Treppe vom Keller in den 2. Stock - und stellte fest, dass mein Zimmerschlüssel nicht mehr funktionierte.

Ja klar, dem Schlüssel muss die Verlängerung auch mitgeteilt werden. ich ging also zur Rezeption (mit dem Aufzug, da war ich dann einfach zu faul) und liess den Schlüssel auch verlängern. Dann endlich Pause mit Coolpack auf dem hochgelegten Bein.

Am späten Nachmittag ging ich erst auf eine Schattenliege in den Klinikgarten und dann noch auf einen Eiskaffee ins Cafe runter. Draussen war so schönes Wetter, da kam es mir wie Verschwendung vor, drinnen zu bleiben. Und natürlich war beides schön.

Nach dem Abendessen war mir noch nach draussen sitzen und weil ich die Jungspundgruppe nirgends sah, machte ich etwas, was ich noch nie getan habe: ich setzte mich an einen Tisch wo Leute sassen, mit denen ich bisher nur freundliche Grüße getauscht habe. Das klappte erstaunlich gut, es waren nette Menschen und wir unterhielten uns gut. Die eine Dame war großartig sarkastisch, was in allerlei Lachsalven endete.

Das klappte erstaunlich gut, vielleicht sollte ich sowas öfters wagen?


Sonnen im Klinikgarten

Von engel am 07.06.2019 23:00 • diaryKnieOP

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