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Winter, zu Fuß

Donnerstag, Januar 02, 2014

Bisher zumindest weitgehend. Leider :-(

Dank der geschickten Lage der Feiertage rund um Weihnachten und Neujahr, haben wir seit dem Wochenende vor Weihnachten frei. Statt aber wie üblich in dieser Zeit eine Skitour nach der anderen zu machen und wundervolle Kurven in fluffigen Powder zu ziehen, waren wir fast nur zu Fuß unterwegs - von 1 1/2 Skitouren mal abgesehen.

Am Samstag vor Weihnachten kletterten wir bei angenehm warmen Temperaturen und Sonnenschein ohne Schneeberührung über den Aurikelgrat aufs Burgberger Hörnle und vervollständigten die Runde (mit Schneeberührung) mit einem Abstecher zum Jägerdenkmal am Übelhorn (Grünten). Weil es da recht voll war, legten wir uns kurz davor in eine trockene grasige Mulde, wo es tatsächlich so warm war, dass wir da eine gute halbe Stunde warm Pause machen konnten. Im Abstieg war dann teils Eis auf dem Weg.


Warmer Anstieg zum Aurikelgrat ...


... zu anregender Frühjahrs-Kraxelei.

Am Mittwoch nach Weihnachten gab es noch mal das Burgberger Hörnle über den Aurikelgrat. Wir starteten vom Grubenbähnle-Parkplatz und nahmen einen uns bislang unbekannten (und sehr steilen) Weg zur Forststrasse. Der Versuch weglos weiter zum Funkenweg zu gehen, steckten wir wegen zu trockenem Steilwald (sehr rutschig) wieder auf. Dafür nahmen wir diesmal auch den unteren Teil des Aurikelgrats (seilfrei) mit, wo ich in der Verschneidung als Erste einstieg und mich dann mangels eines guten Griffs in der Mitte erst mal nicht weiter traute. Im zweiten Anlauf klappte das dann, was auch gut war, denn Absteigen hätte ich mich erst recht nicht getraut. War alles weniger schlimm als befürchtet und der Rest war dann wieder ein sehr erfreulicher kurzweiliger Anstieg.


Im unbekannten recht steilen Weglein


Anfang der Einstiegsverschneidung ...


... die ich am Ende dann doch schaffte (unten der Baum, an dem ich Pause zum Sammeln machte)


Der Mann hatte natürlich keine Probleme

Nach dem kurzen Schlechtwettereinbruch ging es am Freitag nach Weihnachten bei schönstem Sonnenschein aufs Rubihorn. Oder zumindest hätte das der Plan sein sollen. Denn Sonnenschein hatte es überall, aber nicht in dem engen nordseitigen Tal zu den beiden Gaisalpseen. Genau deswegen hatte es wohl auch so unerwartet viel Schnee, dass wir am Unteren Gaisalpsee entnervt aufgaben, nachdem wir 200 Meter bei jedem Schritt erst Knietief, dann Oberschenkeltief einbrachen. Für die Pause stapften wir auf eine Erhebung über dem Gaisalpsee, wo uns immerhin eine knappe halbe Stunde Sonne vergönnt war. In der Rubihorn Nordwand konnten wir 3 Kletterer beobachten, die aber scheinbar relativ langsam voran kamen. Hoffentlich haben sie den Gipfel noch bei Licht erreicht.


Schattiger Anstieg.


Wir machen die ersten Spuren seit dem Schneefall.


Aufgegeben.


Aufstieg zum sonnigen Pausenplätzchen.

Am Samstag nach Weihnachten liessen wir es mit der Besteigung des Falkensteins (einschließlich einer warmen halbstündigen Pause in der Sonne am Aufstieg) recht gemütlich angehen. Der Abstieg über den Grat ist eine wunderschöne Erweiterung, die wir sicherlich nicht zum letzten Mal gemacht haben.


Aufstieg zum Falkenstein


Falkensteingipfel

Montag vor Silvester nahmen wir nach erneutem Schneefall in den Hochlagen die Höferspitze unter die Ski. Endlich eine Skitour! Und sie war ein voller Erfolg, denn der Schnee reicht unten grad so aus um über den verbuschten Einstiegshang zu kommen und war oben hoch genug, dass man tatsächlich weitgehend ohne Grundberührung fahren konnte. Weitgehend. Ich nahm kurz vorm Bach einen grossen Felsen unter dem Schnee mit, vor dem meine Ski dann einfach stehen blieben. Ich nicht. Ich fand mich 2 Meter vor dem Felsen im Tiefschnee wieder, skilos. Der Weg zurück zu den Skiern war kompliziert, weil der Schnee mich nicht trug. Ich musste also auf allen Vieren zu meinen Skiern krabbeln. Davon abgesehen war der Schnee traumhaft, lockerer trockener Pulverschnee, ideal für schöne Kurven. Yay!


Fönsturm über den Widdersteinen


Erwartete Schwierigkeiten (der Hang ist immer glatt)


Nochmal erwartete Schwierigkeiten (zu wenig Schnee)


Vor dem großen Widderstein


Am Skigipfel


Ausgleiten zur Bärgunt

Von der tollen Skitour verleitet, fuhren wir an Silvester ins Lechtal, um von Gramais aus ins Schafkar aufzusteigen. Im Lechtal liegt so wenig Schnee, dass wir zunächst versucht waren, direkt umzudrehen und etwas anderes zu machen. Auch Gramais hat nicht viel Schnee, es reichte aber immerhin zum Loslaufen. Im Bachbett vor dem Schafkar drehten wir dann vor der Schutthalde, auf der es links ins Kar hinauf geht, doch um. Von unten sah man viele große Felsen, die von oben schwer zu erkennen gewesen wären und die Skifahrer vom Vortag waren den alten Spuren zufolge bei einigen Kurven bis aufs Geröll durchgebrochen. Wir hakten den Ausflug als Skiwandern ab und drehten um. Die Tourengeher nach uns stiegen allerdings weiter auf und vielleicht hatten die oben tollen Schnee. Alles möglich.


Immerhin: man kann losgehen.


Lustige Spur durch wenig zugeschneite Latschen.


Rückblick auf keinen Schnee in der gegenüberliegenden Talseite


Abfahrt

Am Silvester-Abend liessen wir uns erst von meiner Mom durchfüttern und stiegen dann mit Stirnlampen auf dem Normalweg zum Burgberger Hörnle auf. Natürlich hatten wir nicht damit gerechnet, die einzigen da oben zu sein, dass aber der Parkplatz an der Alpe Weiherele fast voll war, erstaunte uns dann doch etwas. Der Normalweg zum Burgberger Hörnle war im unteren Bereich recht eisig, dort wo es steil und felsig war, aber ganz gut zu gehen, auch wenn man natürlich auch hier auf Eis aufpassen musste. Oben waren wir dann insgesamt 12 Leute. Da wir relativ spät oben ankamen, waren die ‘guten’ Plätze schon weg. Wir verzogen uns ein Stück unter den Gipfel wo wir in trockenem Gras halbwegs angenehme Sitzgelegenheiten fanden und die Foto-Stative aufbauen konnten. Das Feuerwerk von Sonthofen, Burgberg, Oberstdorf und der kleinen Dörfer dazwischen war sehr sehenswert. So ein Jahreswechsel bei bestem Wetter auf einem exponierten Berg hat schon was (und ist recht kühl) :-)


Halbwegs bequemes Gipfel-Plätzchen


Feuerwerk im Tal


Feuerwerk

Von engel am 02.01.2014 15:07 • outdoorbergski
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