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Die Figln waren ja nun durchgefallen und wir hatten ja schon am Vortag festgestellt, dass gar nicht mehr so viel Schnee lag wie wir gedacht hatten, deswegen ließen wir auch den Gedanken an die Minis sausen (für die wir die harten Hochtourenstiefel gebraucht hätten) und gingen ganz normal und unbelastet zu Fuß los.

Auch am Sonntag sah das Wetter beim Frühstück eigentlich eher unerfreulich grau-in-grau aus. Wir ließen uns erst mal Zeit beim Frühstück und fuhren dann nach Reichenbach. Da spitzte die Sonne immerhin schon hin und wieder durch die Wolken. Wir stiegen durch den schattigen Tobel auf (dessen Wintersperre erstaunlicherweise schon aufgehoben ist)

Die Luft war sehr feucht, deswegen schwitzten wir, obwohl es eigentlich kühl war. Als wir aus dem Tobel raus und in die Sonne kamen, zogen wir uns erst mal um: lange Hosen weg, kurze Hosen an. Und Sonnencreme natürlich. Dann stiegen wir bis zum Unteren Gaisalpsee auf, wo wir eine Pause machten und den vielen Frösche im Wasser zusahen.

Ich hatte schon am Vortag Druck an der rechten Ferse gehabt (beim Nachsehen: nix) und in der Früh beim Losgehen gespürt. Auf den letzten Metern zum See war der Druck spürbarer geworden, aber ich fand, es fühlte sich nicht nach Blase an. Wir gingen nach einer Pause weiter und schon nach wenigen Metern war klar: Jetzt musste was passieren.

An der erstbesten Sitzgelegenheit betrachtete ich meine Ferse und - dumm gelaufen - da war schon eine Blase. Ich scheute mich zunächst, die Blase für das Compeed-Pflaster aufzuschneiden, musste das dann aber nach einer Viertelstunde doch machen. Compeed auf einer zuenen Blase hilft einfach nix. Danach tat die Ferse natürlich weiterhin weh, aber mit wohlüberlegtem Auftreten war es immerhin auszuhalten. Ich nahm Stöcke zur Unterstützung (bergauf laufe ich sonst meistens ohne).

Nun waren wir zwar etwas langsamer unterwegs, kamen aber problemlos weiter. Im Joch oben lag natürlich noch Schnee. Der Trampelpfad zum Umgehen des Schnees war vor allem nasse Erde und wir scheuten uns, die Stiefel so dreckig zu machen. Als Alternative bot sich ein kleiner Trampelpfad nach links zur Umgehung. Der erwies dann aber als nicht so richtig toll (erst steiles kleinkalibriges Geröll, dann leichte Kletterei in brüchigem Fels), deswegen drehten wir um und nahmen doch den Dreckweg.

Der Gipfel war gar nicht so voll, wie wir erwartet hatten, wir wichen aber zur Pause trotzdem in die Mulde unter dem Gipfel aus. Als Weiterweg hatten wir die Runde übers Gaisalphorn und den oberen Gaisalpsee angedacht, aber wegen der Blase beschlossen wir, direkt wieder abzusteigen.

Auf halbem Weg zum Unteren Gaisalpsee ist links ein schönes Schneefeld. Ich war ganz sicher, dass wir da schon mal bis zum Gaisalpsee runter gekommen waren und schlug vor das als Abkürzung zu nehmen. Der beste Allgäuer von Allen meinte auch, dass wir da schon mal runter gekommen seien und so bogen wir ab, um den Abstieg bequem über Schneerinnen abzukürzen.

Das klappte erst mal auch ganz prima, aber auf halbem Weg ging der Schnee aus und es wurde unvermutet sehr steil. Zunächst konnten wir im steilen Gras zwischen den Latschen weiter absteigen, dann wurden die Latschen so dicht, dass wir nur noch in einen steilen Bachlauf ausweichen konnten. Da lag dann loses Geröll auf glatt poliertem Fels im Wasser und nebendran hatte es lose Steine in Steilgras.

Wir stiegen noch etwa 50 Meter im steilen Bachlauf ab, dann kam eine 3-Meter Stufe und auch danach ging es steil und stufig weiter. Der beste Allgäuer von Allen meinte, dass man die Stufe rechts umgehen könne, aber er hörte dann doch auf meine eindringlichen Bitten, doch lieber wieder aufzusteigen. Das waren dann knapp 300 Höhenmeter extra (weitgehend im Schnee, was gut für die Blase war), aber ich war da echt froh drum.

Endlich am Unteren Gaisalpsee angekommen, gingen wir ins hinterste Eck, ganz nah am Gaishorn-Fuß, wo es noch Schnee und Eis hatte. Ich setzte mich in die Sonne und der beste Allgäuer von Allen ging schwimmen.

Dann stiegen wir zur Gaisalpe ab und genossen ausgezeichneten Rhabarberkuchen, Kaffee und Weizen (doch, das passt prima zusammen). Mir taten da schon die Füße weh, als wir nach dem Tobel endlich beim Auto ankamen, war es noch schlimmer. Aber das war ein wunderbarer Tag, trotz Blase, Füße-Weh und Abenteuer-Abstieg und Gegenanstieg.


Im Tobel


Schusternägel mit Blütenstaub


Das Ziel im Blick


Frosch (?) kurz vorm Gaisalpsee


Krokusse vorm Gaisalphorn


Im Aufstieg


Klettern in Bröselzeug


Am Gipfel


Da geht es doch bestimmt zum See ...


... sieht gut aus, man sieht den See schon ...


... steiler Abstieg, der Schnee ist inzwischen aus ...


... weiter geht’s im Bach ...


... und dann doch nicht. Auf dem Rückweg.


Belohnung: Schwimmen


Rückblick

Von engel am 18.05.2018 13:45 • outdoorberg

Dinos!

Donnerstag, Mai 17, 2018

Auf dem Weg ins Büro komme ich jeden Tag am Süddeutsche Zeitung (oder Verlag?) Turm vorbei. Kann sein, dass der einen ‘richtigen’ Namen hat, den kenne ich aber nicht. Ich mag den Turm, weil er von allen Richtungen gut zu sehen ist (München ist auch aussen rum weitgehend flach), und wenn ich mich ein wenig verradelt habe, hab ich immer einen schönen Hinweis, wo in etwa Daheim ist ;-)

Und heute stand da vorm Eingang ein großer T-Rex! Ha, super! Ich hab mich gleich sehr gefreut und hätte ihn beinahe fotografiert, aber es regnete und ... naja, so wichtig war’s dann halt doch nicht.

Am Nachmittag kam endlich die Mail, dass GLS mein umgeleitetes Paket in dem Shop abgeliefert hatte, von dem ich annahm, er sei am nächsten beim Büro. Da hätte ich besser mal vernünftig recherchiert, es gäbe noch viel näher gelegene Shops! Ich radelte nach der Arbeit in strömendem Regen zum Shop und wurde patschnass, von innen wegen zu heiß, von aussen wegen Regen. Und das, obwohl es eigentlich nur 10 Minuten wirklich schlimm regnete.

Nach dem Shop hatte ich dann eine riesige Tüte am Lenker, dafür hatte der Regen aufgehört. Meiner Hand tat die Tüte nicht gut, die tat nachher fast so weh wie am Montag. Ich radelte ins Kino, um Rampage anzuschauen. Jaja, billigstes Action-Kino, in dem King-Kong, Godzilla (im weitestem Sinn ja auch ein Dino) und - Hmm, Cujo? - zusammengewürfelt und irgendwie in Independence Day gekippt wurden. Aber hey, mit Dwayne Johnson! Ich hab mich gut amüsiert, wenn auch zwischendurch über den Film selbst ;-) Ich kam trocken heim.

Von engel am 17.05.2018 21:36 • diary

Regen, wenig und viel

Mittwoch, Mai 16, 2018

Ich radelte in leichtem Regen ins Büro und musste leider den inzwischen dritten überfahrenen Igel an fast derselben Stelle wie die anderen beiden entdecken :-( Nein, das war nicht 3 Mal derselbe Igel. Die waren alle verschieden groß und verschieden breit gefahren und jeweils am Abend weg. Der letzte war noch ziemlich klein und .... Ach, Herrje :-(

Den Tag über musste ich mich mit dem allerungeliebtesten Thema überhaupt beschäftigen: Lizenzen und Sourcen für Open Source Komponenten zusammensuchen und an Legal zur Freigabe schicken. Natürlich ist es richtig zu prüfen, ob man die jeweilen OSS Komponenten auch als Firma nutzen darf und ich bin auch sehr dafür, dass niemand übervorteilt wird, aber ....... Boah! Ist das langweilig und nervig!

Es regnete den ganzen Tag über in variierender Intensität und hörte pünktlich auf, als ich gehen wollte. Nettes Wetter :-)
Ich sah den verschobenen Film vom Vortag: Aurore. Aber halt leider nicht OmU. Der Film ist ganz nett und doch erkennbar französisch, was dann dazu führte, dass mein Kopf gelegentlich versuchte, statt Deutsch zu hören Französisch einzusetzen. Das war höchst irritierend. Davon abgesehen hat mir Aurore aber gut gefallen. Also die Person vor allem, der Film aber natürlich auch.

Auf dem Heimweg kam er dann doch noch, der Regen. Es goß ziemlich und ich vermute, dass erst kurz vorher ein ordentliches Gewitter runter gegangen war, denn es hatte überall Stau, an dem ich zwar nass aber erfreut vorbei radeln konnte ;-)

Von engel am 16.05.2018 21:20 • diary

Unschönes

Dienstag, Mai 15, 2018

Das Frühlingserwachen zeigte sich auf dem Weg ins Büro zum zweiten Mal hintereinander an fast derselben Stelle von der arg unschönen Seite: es lag ein überfahrener Igel auf der Straße :-(

Auch unschön war, das mir schon in der Früh nach dem Aufstehen das linke Handgelenk weh tat. Das wurde beim Radeln nicht besser und vormittags im Büro sogar schlimmer. Schließlich schöpfte ich Verdacht (manchmal habe ich wirklich eine lange Leitung) und legte die Handgelenkschiene an. Dem Handgelenk ging es augenblicklich besser ... Tippen wurde augenblicklich schwieriger.

Nach kurzem Überlegen sagte ich dann das Mittwochs-Klettern ab. Wenn schon Tippen problematisch ist, kann Klettern nicht gut sein, auch wenn das natürlich eine ganz andere Bewegung ist. Das fiel mir sehr schwer, denn aufs nächste Klettern hatte ich mich nun schon 3 Wochen lang gefreut. Manchmal bin aber sogar ich vernünftig :/

Ich werde die Schiene wohl eine Weile nutzen müssen. Sobald ich sie ablegte, waren die Schmerzen wieder da.

Am Nachmittag hatte ich eigentlich Aurore im Theatiner anschauen wollen. Dieser Plan fiel buchstäblich ins Wasser, denn kurz bevor ich hätte losradeln müssen, legte ein ordentliches Gewitter los. Ich verschob Aurore (was leider bedeutet, dass ich den Film nicht OmU gucken kann) und arbeitete erst mal weiter.

Stattdessen ging ich am späten Nachmittag in I feel pretty. Der Film gefiel mir anfangs recht gut und ich wünsche mir ein bisserl, ich hätte so einen Film als Teenie mal gesehen. Aber am Ende wird er ein wenig doof, was aber bei einem Film mit Amy Schumer wohl zu erwarten war. Trotz einiger Defizite fand ich ihn aber insgesamt gut und hoffe, dass die Gruppe junger Mädels, die mit mir im Kino war, da das richtige draus mitnimmt :-)

Vor der SAN Telko dann nochmal Beschäftigung mit der DSGVO. Was aber für uns davon nun wirklich relevant und wichtig ist, da bin ich noch immer auf keinem grünen Zweig. *seufz* Hier komme ich wohl einfach mit einer Datenschutzerklärung für die Kommentare davon. Kommt noch. Irgendwann. Vermutlich.

Von engel am 15.05.2018 22:06 • diary

Infinity War

Dienstag, Mai 15, 2018

Der Montag begann mit ungewöhnlich anstrengendem Aufstehen und deswegen auch mit einer recht anstrengenden Fahrt nach München. Glücklicherweise passiert das selten. Nach ordentlich Kaffee in der Münchner Wohnung wurde ich endlich richtig wach.

In Erwartung eines gewittrigen Tages mit Regen packte ich allerlei warme und dichte Kleidung in den Rucksack. Und ich holte wieder die lange Hose raus. Ich habe immer Angst, mir könnte irgendwo zu kalt werden. Das Ergebnis war, dass mir zu heiß war und ich verschwitzt im Büro ankam :/

Am späten Nachmittag sah ich endlich Anvengers - Infinity War. Leider nicht in 3D, weil es in dieser Woche einfach zu keiner vernünftigen Zeit kommt, aber der Film ist auch ohne 3D ein Fest für’s Auge :-) Und ich habe mich prächtig amüsiert, obwohl ich im Vorfeld etwas Sorge hatte, ob es gut gehen kann, so viele verschiedene Superhelden-Universen einfach zusammenzukippen.

Doch, das hat gut geklappt. Die verschiedenen Erzählstränge spielen ganz gut miteinander und werden von Thanos zusammengehalten. Der ist am Anfang echt böse, ich fand daenn aber mit der Zeit auch seinen Standpunkt verständlich und ganz und gar böse ist er dann am Ende doch nicht. Was ich mir mir momentan nicht vorstellen kann, ist wie Marvel aus dem End-Szenario wieder raus kommt. Ich bin aber sicher, das geht irgendwie ;-)

Teenage Groot hätte allerdings noch ein bisserl mehr und öfter kommen können.

Von engel am 15.05.2018 01:00 • diary

Samstag, 05.05.2018: Figl-Fiasko

Mittwoch, Mai 09, 2018

Ich hatte ja jahrelang über Figln nachgedacht und irgendwann trotz des absurden Preises welche gekauft. Und dann war der erste Einsatz ja nicht wirklich vergnüglich gewesen. Wir waren da eigentlich schon der Ansicht gewesen, dass diese Figln Kunden-Nepp vom Feinsten seitens Kohla sind, denn die können eigentlich gar nicht wirklich funktionieren. Wir wollten den Teilen aber doch noch mal eine Chance geben und fuhren ans Oberjoch, um auf dem Runterweg den Schnee und die Restpiste nutzen zu können.

Beim Frühstück sah das Wetter entgegen der vollmundigen Ankündigungen nicht gut aus. Es war grau und trüb und es hatte ziemlich Wind. Wir fuhren trotzdem los und sahen am Oberjoch dann tatsächlich Sonne durch die Wolkenfetzen schimmern. Im Aufstieg quer über alle Pisten wurde die Sonne mehr und wir hatten großartige An- und Ausblicke zwischen Nebel, Wolken, Sonne und schöner Landschaft.

Wir waren ein wenig erstaunt, dass es inzwischen schon wieder so wenig Schnee hat (trotz des Tauern-Ausfluges, der das ja schon deutlich gezeigt hatte). Der Weg über den Grat war somit viel weniger aufwändig und anstrengend, als wir angenommen hatten.

Wir waren den ganzen Tag komplett allein gewesen, deswegen war die Truppe Bikesteiger, die sich am Iseler angeregt unterhielten, ziemlich lästig. Wir flohen Richtung Oberdorfer Kreuz und machten dort Pause. Dann kam die Abfahrt.

Pünktlich zu unserem Aufbruch kamen Wolken und wir standen unvermutet im Nebel. Wir mussten nur wenige Meter den Normalweg vom Iseler runtergehen, dann kam schon Schnee. Wir legten die Figln an und stellten uns an den Rand des Schneefelds. Der beste Allgäuer von Allen eierte (anders kann man das nicht beschreiben) gleich mal zu den Latschen rüber und wartete auf mich.

Ich stand mit den Figln am oberen Rand des echt steilen Schneefelds und hatte Angst. Der Schnee war oberflächlich relativ weich (und uneben) und drunter fest. Ich rutschte ein paar Meter und hatte Null Kontrolle, weil man mit den Figl einfach nicht rutschen kann. Ich sah mich stürzen oder wahlweise mit Karacho das Schneefeld runter rutschen und in die Latschen sausen oder das Knie verbiegen. Nein.

Ich zog die Figln wieder aus und stieg zu Fuß ab. Allerdings nicht auf dem Weg, sondern über das Schneefeld, denn ich meinte, wir sollten uns nicht trennen. Zu Fuß hatte ich zwar mehr Kontrolle, aber der steile Abstieg war dann trotzdem nicht lustig, weil der weiche Oberflächenschnee gern mal weg rutschte und ich immer Sorge hatte irgendwo durchzutreten und das Knie zu verbiegen. Zwei Mal stieg ich sogar rückwärts ab, weil es da besonders steil war.

Der beste Allgäuer von Allen hatte seine ganz eigenen Probleme. Die Figln haben kaum Seitenhalt und man kann deswegen nicht quer rutschen und der unebene Schnee erforderte höchste Konzentration, um nicht das Gleichgewicht nach vorn oder hinten zu verlieren. Er fuhr immer erst mal quer und schaffte in den flacheren (Haha!) Stücken sogar ein paar Kurven, in den steilen Stücken stieg er um. Es sah sehr anstrengend aus.

Er war natürlich schneller als ich und musste deswegen ständig im kalten Wind, der natürlich zum Nebel hinzugekommen war, auf mich warten. Als es dann endgültig etwas flacher zu werden schien, zog ich die Figln wieder an, und eierte mit ihm den Hang runter. Allzu lang ging das allerdings nicht, denn der Schnee ging aus.

Wir gingen ein Stück nach rechts und fanden dort - nun wieder mit Sicht, weil wir unter den Wolken angekommen waren - eine Lawinenrinne, die fast bis zur Piste führte. Ich betrachtete den unebenen Schnee und stieg weiter zu Fuß ab. Der beste Allgäuer von Allen stieg trotzig in die Figln (‘Ich schlepp das doch nicht den ganzen Tag mit mir rum und nehme das Zeug dann nicht!’) und fuhr ab. Teilweise sah das sogar nach Fahren aus - kleine Kurven, nette Spur - aber so ganz viel Spaß machte es trotzdem nicht.

An der oberen Station der Sesselbahn musste er nochmal aus den Figln steigen, dann kamen wir an die Restpiste. Die sah nun deutlich glatter aus und ich beschloss das mit den Figln nochmal zu probieren. Tja. Ja, die Piste war tatsächlich glatt. Sie war aber auch - Kunstschnee und von der Pistenraupe gepresst - hart und eisig und oben steil. Die Figln waren auch hier quasi unfahrbar ... keine Kanten, kein Druck drauf und nun konnte man nicht mal im weichen Schnee anhalten und wurde zudem ordentlich durchgeschüttelt.

Ein Stück weiter unten wurde es zwar flacher, aber nicht weicher. Diesmal war es uns beiden zu viel und wir gingen zu Fuß weiter. Mit den Stiefeln konnte man auf der Piste super laufen, teilweise sogar auf den Schuhen abfahren und hatte immer die volle Kontrolle. Im Vergleich zu den Figln war das echt eine Wohltat.

Unten ging natürlich der Schnee aus und wir liefen auf der erst braunen dann grünen Piste zurück zum Auto. Vom Figln abgesehen war das eine wunderbare einsame und schöne Runde. Und für die Figln war das möglicherweise der Todesstoß ...


Der erste (Kunst-) Schnee


Noch ist Nebel


Am Grat kommen wir in die Sonne


Der Schnee ist noch hart und die Wolken hängen auf der Nordseite


Am ersten Gipfel


Gipfelbesucher


Auf dem Weg zum zweiten Gipfel


Rückblick zum ersten Gipfel


Am zweiten Gipfel


Vorbereitung zur Abfahrt


Die Feigling geht zu Fuß ...


... und eiert später hilflos auf den Figln rum


Rasante Kurven in der Lawinenrinne


Rückblick


Unten ist Frühling

Von engel am 09.05.2018 21:58 • outdoorbergski

Eis

Mittwoch, Mai 09, 2018

Morgens zeigte das Thermometer 10 Grad an und ich zog vorsichtshalber Stulpen zur kurzen Rad-Shorts an, aber das war gar nicht nötig. Die Luft war mild und ich zog die Stulpen bald runter. Der blöden Blase wegen hatte ich die weichsten Joggingschuhe an, die ich besitze und das war gut so. Ich konnte schmerzfrei laufen. Das hätte ich am Montag besser auch mal gemacht!

Den Tag über beschäftigten mich mal wieder ungefähr 200 Dinge gleichzeitig. Passend dazu fiel am Vormittag im Rechenzentrum der Strom aus, was das Arbeiten weiter erschwerte. Am frühen Nachmittag wurde das Problem behoben, aber bis alle wichtigen Server wieder bereit waren, dauerte dann doch eine ganze Weile.

Nach der Arbeit radelte ich zur Bibliothek des DAV, wo ein paar Wanderführer auf mich warteten. Alle nur ‘für alle Fälle’, denn die Pläne für den Urlaub Anfang Juni sind eigentlich andere. Aber man weiß ja nie, was das Wetter so veranstaltet und Pläne B und C schaden ja nicht. Die Führer durchblätterte ich dann in der Sonne bei einem Eisbecher in einem Eiscafe nahe der Isar. Hachja, potentielle Urlaubspläne sind schon was Nettes :-)

Danach sah ich 55 Steps, der in der Vorschau - nicht zuletzt natürlich wegen Helena Bonham Carter - echt interessant ausgesehen hatte, dann aber doch eher langweilig war.

Von engel am 09.05.2018 01:00 • diary

Aua.

Dienstag, Mai 08, 2018

Ich fuhr bereits um 3:30h nach München, um vor dem anstehenden Clio-Kundendienst-Termin noch das Notebook und Lebensmittel daheim abliefern zu können. Dort musste ich auch meine Ferse - die mit der großen Blase vom Wochenende - neu verpflastern, weil das Compeed sich schon so halbwegs ablöste. So richtig toll war Laufen dann trotzdem nicht, wenn auch etwas besser.

Ich war bereits um 5:40h im Büro und verließ es um 7:00h erst mal wieder, um das Auto bei der Werkstatt abzugeben. Das dauert dann länger als erwartet, weil einerseits einige Leute schon dort warteten und weil andererseits mein Auto doch mehr Probleme hatte als erwartet (vorn links war die Stoßdämpferfeder - oder sowas in der Art - gebrochen) und deswegen die Aufnahme ein wenig dauerte. Immerhin waren alle Teile vorrätig und man versprach mir mein Auto für den Nachmittag.

Um kurz vor 8 marschierte ich dann zurück zu den Towers. Der Weg ist eigentlich ganz nett, wenn man einen kleinen Umweg geht und in den Grünflächen bleibt, aber - Blase sei Dank - war die Lauferei nicht so erfreulich wie ich gehofft hatte. Für den Rückweg würde ich den Bus nehmen, beschloß ich.

Mittags mussten wir zum Essen ausweichen, weil ‘unsere’ Kantine mal wieder wegen einer CSU-Veranstaltung geschlossen war. Ich nahm Spargel und der war sehr gut. Allerdings war das Mittagessen nicht sehr nahrhaft, ich musste nachmittags mit einem Brownie nachfüllen.

Ich nahm den Bus um zurück zur Werkstatt zu kommen und das war gut so, denn die Blase schmerzte mehr und mehr. Augen auf bei der Schuhwahl, kann ich Nachhinein nur feststellen. Weiche Joggingschuhe wären die bei Weitem bessere Wahl gewesen.

Ich war früh genug dran, um mit nur wenig Stau zurück nach Hause zu kommen. Dort war ich dann ziemlich platt, Folge des intensiven Wochenendes und des frühen Aufstehens vermutlich. Ich ging nur noch zur Apotheke und zum Einkaufen, dann gab es etwas zum Essen (nochmal Spargel :-)) und dann las ich ein bisserl im Internet und mein neues Buch und ging früh schlafen.

Von engel am 08.05.2018 01:00 • diary

3 Tage daheim

Freitag, Mai 04, 2018

Ursprünglich hatte ich ja gedacht, dass wir am Dienstag erst spät abends von den Hohen Tauern heim kommen würden und hatte deswegen Heimarbeit im Allgäu beantragt, um nicht nach 3 Stunden Schlaf nach München fahren zu müssen. Nun waren wir zwar früher heim gekommen, aber die Heimarbeit nahm ich trotzdem gern.

Das war ausgesprochen angenehm. Guter Kaffee, ein bequemer Arbeitsplatz an dem ich die Füße hochlegen kann und Essen und Trinken nach Lust und Laune. Und mein früheres Problem, dass ich keine Struktur in meinen Arbeitstag bekam, besteht inzwischen auch nicht mehr.

Das war also sehr nett, aber auch ausgesprochen nicht-erzählenswert. Zu erwähnen wäre höchstens, dass mir da der ‘Zwangssport’ von mindestens 2 Mal 45 Minuten Radeln fehlt. Da müsste ich mir noch was einfallen lassen, was ich dann auch tue (es gäbe da schon Möglichkeiten, aber ohne Zwang ...).

Am Mittwoch Abend ging ich Schwimmen und spulte 1500 Meter völlig ungestört auf einer ganz eigenen Bahn runter, was absolut großartig war. Das Cambomare ist wirklich sehr teuer (8 Euro für 2 Stunden!), aber es wird mich trotzdem für sämtliche Münchner Bäder versauen, denn da ist es immer furchtbar voll. Aber für ein so schön leeres Bad, gebe ich die 3-4 Euro mehr echt gern aus.

Freitag Vormittag geschah dann etwas von dem ich ja nie im Leben vermutet hätte, dass es jemals passieren würde: Ich bekam einen Prank-Call von Microsoft ;-) Ein sehr formal freundlicher Inder wollte mich überzeugen, dass da was mit meinem Computer sei, was er unbedingt via Remote Access reparieren müsse.

So im Nachhinein hätte ich da noch ein Weilchen mitspielen sollen, ich meine, wann passiert sowas schon mal? Aber ich war zu abgelenkt und auf ein Problem fokussiert, deswegen legte ich einfach auf. Schade eigentlich ;-)

Von engel am 04.05.2018 14:28 • diary

Sonntag, 29.04.2018: Abbruch

Donnerstag, Mai 03, 2018

Am Vorabend hatten wir das Ziel für den heutigen Tag diskutiert und ich hatte die Östliche Simonyspitze vorgeschlagen, weil die von der Hütte aus schön einsehbar schien und der zu erkennende Anstieg gut aussah. Yak hatte kurz mit dem Großen Geiger gegengehalten, aber am Ende einigten wir uns auf meinen Vorschlag. Auch die Frühstückszeit (6:30) war mein Vorschlag.

Und ich muss zugeben, beides war nicht sehr schlau.
Note to self: nächstes Mal besser recherchieren und vor allem vorher nachdenken!

Ich hörte es bereits um 4:30 über uns rumpeln, aber danach kehrte wieder Ruhe ein bis gegen 6:00 der allgemeine Rush auf das Frühstücksbuffet begann. Ralle und ich waren um etwa 6:20 die letzten an unserem Tisch und hatten kaum Zeit Marschtee zu bunkern und etwas zu essen, dann stürmten schon alle raus.

Das Wetter sah super aus und es war ... warm. Wir marschierten zunächst zur Ebene hinter Hütte runter und orientierten uns dann zum Simonykees. Der Schnee war selbst im Schatten nicht wirklich gefroren und wurde schnell weich, als wir in die Sonne kamen.

Im Steilstück des Gletschers fand sich bald Sulz mit einer rutschigen Seifenschicht oben drauf, auf der man andauernd ausrutschte. Und es war warm. Also eigentlich war es heiß! Der beste Allgäuer von Allen musste bald seine Blase neu verpflastern, weil selbst das gute Compeed bei der feuchten Hitze im Stiefel nicht hielt.

Während wir noch im Steilstück aufstiegen, verschwanden die beiden Simonyspitzen vor uns in Wolken und von Nordwesten rückten weitere Wolken an. Wir hatten schon ein Weilchen über die Sinnhaftigkeit unseres Tuns sinniert und als der Sulz immer noch tiefer und der Anstieg immer noch heißer wurden und die Aussicht auf den Gipfel weiter schwand (Nebel auf einem unbekannten Gletscher mit großen Spalten?), sank auch die Lust am Skihochtourengehen. Und die Aussichten auf die nächsten Tage war ja auch bestenfalls so mittel.

Nach dem Steilaufschwung war es dann so weit und wir erklärten, dass wir umdrehen und heimfahren würden. Mit etwas schlechtem Gewissen, zugegeben, aber lustlos auf einer Hütte Rumhängen, wenn man lieber im Grünen wäre, bringt ja auch nix. (Hätten wir allerdings geahnt, dass der Rest der Truppe dann auch aufgeben würde - weiter oben war noch tieferer Sulz, noch mehr Spalten - wären wir die 200 Höhenmeter natürlich auch noch mitgegangen.)

Die Abfahrt zur Hütte war ... sehr eigen. Der Schnee war schon so nass, dass die Ski sich quasi festsaugten und wir langsam wie in Molasse nach unten rutschten. Man musste in voller Anspannung auf den Skiern stehen, um nicht bei einer besonders nassen Stelle nach vorn über den Ski katapultiert zu werden. Für die Oberschenkel war das brutal und wir mussten öfter anhalten, um auszuruhen.

An der Hütte klärten wir die Seilbahn-Modalitäten (20€ für eine Fahrt) und ließen uns dann einen festen Müllsack geben, in den wir alles stopften, das auch nur annähernd schwer war. Dann gab es noch was zu essen und zu trinken und wir fuhren ab. Über viele der grasigen Stellen fuhren oder liefen wir einfach drüber, wo es Steine hatte, wurde abgeschnallt. Das war ein wenig lästig, aber wir kamen doch ganz gut voran.

Kurz nach dem Anfang des Lärchenwaldes war dann Schluss mit Abfahren. Der restliche Abstieg bis zur Materialseilbahn ging trotz der Ski am Rucksack (der trotzdem nicht sehr schwer war) ganz gut. Ich hatte ernsthaft Angst vor dem Abstieg mit den Skistiefeln gehabt, aber die Stiefel sind tatsächlich so beweglich, dass das Knie nicht übermäßig gestresst wurde. Die fehlende Dämpfung machte sich am Ende vor allem an den Füßen bemerkbar. Wir waren wegen mir natürlich arg langsam.

An der Materialseilbahn stopften wir wild durcheinander alles in den Rucksack, was im Müllsack gewesen war (da zeigte sich, dass vernünftig Packen schon was hat, das Zeug ging schwerer rein als vorher) und stiegen den restlichen Weg zum Parkplatz ab. Da jammerten das Knie und die Füße am Ende dann aber schon :-(

Für die Heimfahrt nahmen wir den Gerlos Pass, bei dem Google vorher gemeint hatte, der Weg sei genauso weit wie über Kitzbühel. Meine Idee, Motorradfahrer-Nostalgie ;-) Das war auch eine bescheuerte Idee, denn der kostet inzwischen knapp 10 Euro Maut (vor 20 Jahren war das nicht so). Unser Navi wollte uns dann unbedingt über Garmisch schicken, was wir aber standhaft verweigerten und so tatsächlich schon um 19:00 daheim waren.

Zusammenfassend: Interessanter Ausflug ;-)
Bisserl viel fahren für ein bisserl wenig Tour, aber bei den richtigen Bedingung wäre das sicherlich ein schönes Tourengebiet.


Start in der Senke vor der Hütte


Auf dem Weg zum Simonykees


Aufstieg ...


... zwischendurch ziemlich steil


Unser Gipfel verschwindet in Wolken


Abfahrt im Schatten


Der Schnee ist so schwer, dass Umsteigen angebracht ist.


Mit leichtem Rucksack ist gut lachen :-)


Ski in Gras und Blümchen


Drecklawinenquerung


Nach der Materialseilbahn ist der Rucksack wieder schwer

Von engel am 03.05.2018 18:32 • outdoorski
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