Für den ersten Urlaubstag hatten wir uns gleich mal eine ordentliche Runde ausgesucht, für die wir an den Brücke am Sägewerk parkten. Beim Radeln ins Retterschwanger Tal war es noch einigermaßen kühl, aber schon sehr schwül, deswegen schwitzten wir trotzdem.
Anfangs waren wir noch sehr allein unterwegs, im hinteren Teil überholten uns dann doch einige der allgegenwärtigen E-Biker. Bio-Biker wie uns gab es aber auch ein paar.
An der Hinteren Entschenalpe stellten wir die Räder ab und gingen dann erst noch ein Stück, um uns hinter dem großen Stein bei einer Pause wanderbereit umzuziehen.
Wir gingen der Schwüle entsprechend langsam bis zum Sattele. Mein Versuch, dem ständigen Füße-Weh mal mit ‘richtigen’ Bergstiefeln entgegenzutreten, war nur so halb erfolgreich. Die harten Sohlen der Stiefel schienen meine Füße zwar ganz gern zu mögen, aber im Anstieg zum Sattele fingen dann die Fersen an zu brennen. Vorm Sattele verpflasterte ich sie, im Sattele musste ich dann aber um Abbruch vor der langen Querung bitten, um nicht gleich am Anfang des Urlaubs Blasen zu bekommen.
Wir stiegen also noch den ersten felsigen Absatz hinauf und machten dann Pause. Ich zog die Stiefel aus, um den geschundenen Fersen etwas Erholung zu verschaffen. Der beste Allgäuer schaute erst etwas seltsam und nahm sich dann den linken Stiefel: dem fehlte komplett die Sohle! Und ich hatte absolut nichts gemerkt! Na, dann hätten wir hier ja eh abbrechen müssen.
Ich merkte auch im Abstieg nicht viel von der fehlenden Sohle, weil der vorhandene Gummi auf den Felsen ganz gut hielt. Wir hielten beide Ausschau nach der Sohle, um meinen Müll wieder mit vom Berg zu nehmen, fanden sie aber leider nicht. Der Stiefel hielt immerhin problemlos bis zu den Rädern.
Wir unterbrachen die Abfahrt an der Mitteralpe, wo wir gerade noch Kuchen, Joghurt und Bier bekamen, bevor sie zumachte. Am Nebentisch war ein E-Biker, der sich ernsthaft wunderte, dass wir es ohne Motor bis zur Alpe geschafft hatten. Wir kommentierten das lieber nicht, denn der Weg bis zur Alpe ist weder schwer noch steil.
Das war trotz des Sohlenmissgeschicks ein schöner Urlaubsauftakt :-)

Im Retterschwanger Tal

Vor der Hinteren Entschenalpe

Schlauchenzian

Im Anstieg (noch mit Sohle am linken Stiefel)

Im steilen Abschnitt am Grat

Am höchsten Punkt unserer Tour

Abstieg ohne linke Sohle

Abstieg

Abfahrt

Einkehr
Vom Tennisplatz zum Kreuz und dann wieder runter. Auf dem Runterweg Brombeeren naschen und mit Hochland-Kälbern sprechen :-)

Bei der Überlegung, was wir mit dem schön (und heiß und schwül) angesagten Samstag machen sollten, hatte der beste Allgäuer den Aurikelgrat in den Ring geworfen und da war ich sofort dabei. Da waren wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr und so ein bisserl Gekraxel ist doch immer was Nettes :-)
(Bevor das jemand falsch versteht: Das ist ein ernstzunehmender Grat! Zwar nicht schwierig, aber ein Ausrutscher kann – und hat auch schon mehrmals – zu Absturz und Tod führen.
Wir parkten also and der Grüntenstraße und stiegen über den steilen Seitenweg (aktuell sehr zugewachsen) zur Straße und dann zum Normalweg auf. An der Kehre bogen wir auf den Weg zum Burgberger Hörnle ab. Den Abzweig zum Grat übersahen wir erst und musst wieder ein Stück runter.
Eigentlich kann man an der unteren Frontwand in den Grat einsteigen und wir hatten das auch schon mal gemacht, aber dem fühlten wir uns nach so langer Zeit nicht gewachsen. Wir umgingen die Wand (wie so gut wie alle anderen auch, denn der Pfad war gut ausgetreten).
Dann stiegen wir in den Grat ein. Wir hielten uns meist an der Gratschneide, wichen aber einmal in die Schrofen auf der linken Seite aus. Das Kraxeln war kurzweilig, aber anstrengend. Das letzte Stück gingen wir auf dem Normalweg zum Gipfel.
Am Südwestgrat hatten wir 2 Leute, die gerade an der schweren Stufe oben waren, gesehen, die kamen kurz nach uns auf den Normalweg, stiegen für das letzte Stück zum Kreuz aber noch mal in die Wand ein,
Wir machten Pause an der Gipfelbank und stiegen dann auf der anderen Seite vom Hörnle auf dem Normalweg ab. Es war heiß und schwül und das machte den Weiterweg über den Seichenberg sehr anstrengend. Ich schlug deswegen vor, danach direkt zu, Grüntenhaus zu gehen und fand ein offenes Ohr beim besten Allgäuer der auch grad alles recht anstrengend fand. Wir gingen also zum Haus, wo es Bier und Käsekuchen gab :-)
Der Abstieg war dann wie üblich länger als man vorher denkt ;-)

Schwüler Anstieg durch Kraut

Admiral

Abzweig zum Hörnle

Umweg zum Grat

Einstieg

Einstieg

Am Grat

Tiefblick

Am Hörnle-Gipfel

In der Querung

Pfauenauge

Kleiner Fuchs und C-Falter

Schwalbenschwanz

Bier und Käsekuchen :-)

Abstieg
Mitten in der Woche dachte ich, ich muss doch endlich auch mal raus und der beste Allgäuer ging mit. Wir starteten am Tennisplatz und wurden unten von vielen Jungrindern begrüßt, die anscheinend alle schauen wollten, wer da kommt.
Wir stiegen auf dem üblichen Weg zum Kreuz und gingen dann weiter zum Rauenstein, wo man in die Berge schauen kann. Auf der großen Wiese waren die Hochlandrinder und schauten uns beim Überqueren zu. Es hatte auch Kälber, deswegen blieben wir nicht stehen und schauten die Rinder auch nicht direkt an.
Am Aussichtsplatz konnten wir sehen, dass von Nordwesten Gewitter heranzogen, deswegen drehten wir um und stiegen auf dem direkten Weg zurück zum Auto ab. Wir wurden nicht nass :-)





So wirklich verregnet war der Urlaub bisher nicht gewesen, aber es gab so viel zu tun (im Garten vor Allem, aber auch so), dass uns das mittelschöne Wetter nicht wirklich rausgetrieben hatte. Irgendwann wollte ich dann aber doch raus und deswegen gingen wir am Mittwoch, dem bislang schlechtesten Tag, über den Illertalhügel.
Aufstieg über die Nordseite, dann über den Grat und in der Mitte zurück auf die Nordseite. War nett und nötig ;-)




Am Sonntag sollte es etwas schöner (vor allem stabiler) als am Samstag werden, deswegen hatten wir da den nächsten Versuch am Kraxelberg eingeplant (das letzte Mal hatte uns ja das lokalste aller lokalen Gewitter am Sattel vor der Gräner Ödenalpe abgeschreckt). Wir parkten wie üblich in Rauth.
Beim Losradeln war es zwar noch angenehm kühl, aber auch schon sehr schwül.
Wir ließen es gemütlich angehen und wurden auch bald von einer Gruppe Mountainbiker überholt (2 Bio, 2 E). An der Bank und an der Rauther Alm gab es die übliche Pause, dann radelten wir über den Meraner Steig an der Nordseite entlang. Es war sehr geröllig, deswegen musste ich vorm Wasserfall absteigen (passiert so gut wie immer).
Wir hatten uns für den langen Weg außen herum entschieden, um nicht so steil unter dem Lift raufradeln zu müssen, deswegen bogen wir nicht zur Krinnenalpe ab, sondern fuhren zu den Liften ab. Da stand eine Haflingerherde mit Fohlen und schaute uns unbeeindruckt an. Wir radelten sehr langsam durch, um niemanden zu erschrecken.
Der lange Weg außen herum war … naja, lang. Wenn man ganz hinten ankommt, tut einem üblicherweise dann schon der Allerwerteste weh, und da ist man dann noch lang nicht an der Nesselwängler Edenalpe, wo die Wege wieder zusammenlaufen. Dafür ist es weniger steil und anstrengend. Wir machten eine nette Pause im Wald auf einem sehr weichen Moosbett und radelten dann zum Joch vor der Gräner Ödenalpe weiter.
Dort parkten wir die Räder und legten die Radhosen ab. Der beste Allgäuer legte auch gleich die Schuhe mit ab, weil er barfuß gehen wollte. Der Weg zum Gipfel ist nicht weit, war aber doch anstrengend, weil es meistens windgeschützt und schwül war. Ab der Kletterei war es dann angenehm.
Erstaunlicherweise waren wenige Leute unterwegs und wir waren am Gipfel sogar eine Weile allein, deswegen gab es da eine längere Pause. Dann stiegen wir ab und gingen direkt zur Gräner Ödenalpe weiter, wo wir uns Kuchen und Bier gönnten. Die Wirtin erkannte uns (kein Wunder, wir sind da ja allenaselang) und deswegen gab es dann auch noch Schnaps für den besten Allgäuer.
Die Abfahrt nahmen wir natürlich über den Alpenrosensteig, denn der Blick von da auf die Tannheimer ist jedes Mal atemberaubend (und Gegenanstieg gibts da auch nicht) :-)

Radeln mit Blick auf die Leilachspitze

An der Rauther Alm (links, verfallen)

An den Liften mit Haflingern

Am Sattel vor der Gränder Ödenalpe

Anstieg vor der Krinnenspitze

In der Kraxelei

Am Vorgipfel

Am Gipfel

Abstieg

Abkraxeln

Rückweg

Einkahre mit Hüttenhund

Abfahrt vor toller Kulisse
Vom Tennisplatz schnell auf direktem Weg zum Gipfel und dann direkt wieder runter.

Am letzten schönen Tag des langen Wochenendes sollte es wieder schön und schwül und am Ende möglicherweise gewittrig werden, allerdings waren die möglichen Gewitter für deutlich später angesagt. Wir entschieden uns für eine längere Bik&Hike-Tour direkt ums Eck von der letzten (die Bikes steckten ja eh schon im Auto) und fuhren wieder ins Tannheimer Tal. Diesmal parkten wir auf dem großen Parkplatz bei Tannheim.
Der Weg hinauf zur Älpele-Alpe war zwar erst mal angenehm kühl im Wald, aber es war so schwül, dass wir trotzdem schwitzten. Und dann kamen wir in die Sonne und schwitzten noch ein bisserl mehr ;-) Unten hielten uns zwei Jungs sehr nett das Gatter auf und überholten uns kurz drauf, als wir Pause an der Bank an der Kehre machten. Kurz vor der Älpele-Alpe waren alle Kühe vor dem Gatter versammelt, deswegen machten wir das Gatter lieber nicht auf, sondern hoben die Räder übers Gatter drüber (der beste Allgäuer hob mein Rad, weil meine Handgelenke schmerzten).
Wir stellten die Räder an der Alpe ab und gingen zu Fuß weiter. Nach der Abzweigung zum Zirlessattel kommt die Wiese mit den vielen Enzian und da hatte es einen hellblauen Enzian! Hatten wir noch nie gesehen und liess sich leider auch nicht identifizieren.
Bis zum Rücken zur Nordseite waren wir allein, dann trafen wir auf Leute, der Betrieb hielt sich allerdings in Grenzen. Im Nordhang hatte es natürlich ein paar Schneefelder, die aber alle sehr gut gespurt und auch gut zu queren waren. Unten hatten wir noch Sonne gehabt, nun zogen Wolken rein und die Sonne verabschiedete sich.
Auf halbem Weg im Nordhang kam uns einer der netten Jungs entgegen und stieg extrem vorsichtig ab. Weiter oben trafen wir auf seinen Kumpel, der meinte, sein Freund käme aus dem Flachland und der Anstieg sei ihm zu viel gewesen. Kann ich verstehen und Kudos für den jungen Mann, dass er das zugegeben hat, aber dass er allein absteigen musste, das ist nicht OK. Das macht man nicht. Aber das haben wir dem anderen Jungen nicht gesagt.
Am Gipfel war es moderat voll und kühl. Wir suchten uns einen windgeschützten Platz und machten eine kurze Pause. Dann stiegen wir über den Nordgrat ab. Bei der Querung der großen Wiese kam endlich ein großes Sonnenloch und wir legten uns eine Weile ins Gras :-) Dann stiegen wir zur Älpele-Alpe ab, wo es ausgezeichneten Kuchen und Bier gab.
Die Abfahrt danach war einfach und ging schnell :-)

Start in Tannheim

An der Älpele-Alpe

Anstieg

Super-blauer Enzian

Hellblauer Enzian

Schneefeldquerung unten

Schneefeldquerung oben

Gipfel in Sicht

Sonst aber wenig Sicht

Abstieg

Abstieg

Kuchen und Bier an der Älpele-Alpe

Abfahrt
Es sollte weiterhin heiß und schwül bleiben, natürlich mit Gewittern am Nachmittag, deswegen entschieden wir uns am Feiertag für eine eher kleine Tour und parkten den Kangoo mit den Bikes am Parkplatz der Wannenjochbahn.
Gleich nach dem Parkplatz geht es eine kleine steinige Rampe hinauf. Wo mir direkt das Hinterrad wegrutschte. Kein Sturz, aber ich musste natürlich absteigen, wobei ich mir einen der scharfen Nippel vom Pedal ins Schienbein rammte. Aua! Blutete anfangs ganz schön ordentlich.
Die Forststraße bis zur Abzweigung des Wanderwegs ist nicht allzu steil und eigentlich gut zu radeln, erwies sich dann aber doch als gröber, als wir in Erinnerung hatten. Man musste gut drauf achten, nicht ins allzu tiefe Geröll zu geraten.
An der Abzweigung stellten wir die Bikes in den Wald und gingen zu Fuß weiter. Ich hatte die blauen Barfußschuhe an, was echt gut ging. Wir stiegen gemütlich zum Zirlessattel auf und gingen nach einer kleinen Pause weiter über den felsigen Grat zum Gipfel. Unten war es sehr schwül gewesen, hier oben hatte es einen reichlich frischen Wind. Dass inzwischen viele Wolken aufgezogen waren, half natürlich auch nicht.
Am Gipfel suchten wir uns ein windgeschütztes Plätzchen und machten Pause. Zwischendurch kam immer wieder die Sonne heraus und wärmte uns (bzw. erhitzte uns auch mal), dann kamen wieder Wolken und es wurde ungemütlich. Nerviger waren aber die Leute weiter vorn, die sich sehr laut über das Weltgeschehen unterhielten. Warum so laut? Man kann sich doch auch in normalem Ton unterhalten!
Wir bleiben trotzdem eine Weile (wegen Sonne :-)) und stiegen dann vorn über den langen Rücken ab. Oben war es kühl, weil gerade Wolken waren und es natürlich Wind hatte, unten kam Sonne, da waren wir zwischen den Latschen und es wurde wieder sehr warm. Der Abstieg ging wie üblich schnell und die Abfahrt sowieso (war aber ganz schön ruppig).

Start mit Ziel im Blick

Auf den letzten Radl-Metern

Es geht zu Fuß weiter

Latschenweg mit Blick auf den Ponten

Enzian :-)

Anstieg zum Zirlessattel

Zirlessattel mit Wolken

Weiterweg vorm Gaishorn

Am felsigen Grat

Gipfelkreuz in Sicht

Am Gipfel

Abstieg
Wir wollten eine nicht allzu lange Tour ohne weit fahren zu müssen, deswegen stellten wir den Kangoo nach einem gemütlichen Start bei Hinang ab. Für den Parkplatz an den Wasserfällen muss man inzwischen auch zahlen, aber weil der Automat kaputt war, konnten wir eine Parkscheibe ins Auto legen.
Der Weg über die Wasserfälle war wie immer nett und im Schatten auch noch angenehm kühl. In der Sonne weiter oben war es dann wie ‘versprochen’ reichlich schwül. Wir gingen auch über den oberen Teil der Wasserfälle und stiegen dann über den netten kleinen Umweg, den ich letztens entdeckt hatte, und dann über den Normalweg zum Sonnenkopf auf.
Es war eh schon heiß und schwül und der steile Anstieg trug auch dazu bei, dass es ziemlich anstrengend war. Einem älteren Herren (so langsam wird der Ausdruck gefährlich ;-)) schien der Aufstieg sehr zuzusetzen. Als wir an der Diana-Hütte Pause machten (der beste Allgäuer steckte den Kopf in den Wassertrog), sahen wir, wie er immer 10 Schritte ging (zu schnell) und dann wieder Pause machen musste und einen hochroten Kopf hatte. Zwei junge Frauen gaben ihm Wasser und überredeten ihn und seine junge Begleitung, besser umzudrehen. Gut so.
Wir gingen bis zum Gipfel, wo ich entschied, nicht weitergehen zu wollen, weil es mir einfach zu heiß für noch zwei Anstiege und die blöde Teerstraße war.
Wir stiegen auf demselben Weg ab, über den wir gekommen waren, ab und kehrten in der Sonnenklause ein. War eher so mittel. Wir hatten schon im Abstieg zur Klause gesehen, dass sich über Oberstdorf Gewitter zusammenbrauten und erwarteten eigentlich, im weiteren Abstieg nass zu werden, aber wir kamen problemlos und trocken beim Auto an :-)

Anstieg über die Hinanger Wasserfälle

Am großen Wasserfall

Zwichen Unteren und Oberen Fällen

Im Wald

Querung über den Bach

Allgäu-Idylle

Kurz vor der Diana-Hütte

Fast allein am Gipfel

Abstieg

Abstieg