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Samstag, 18.11.2023: Schneestapfen

Montag, November 27, 2023

An diesem Wochenende sollte es einen halben schönen Tag mit Sonne geben, sonst war Schmuddelwetter vorhergesagt. Der beste Allgäuer hatte einen Tourenvorschlag, deswegen nahmen wir den und parkten an der Brücke am Wertstoffhof von Hinang.

Es war kühl, aber die Sonne war gegenüber vom Illertal schon zu sehen. Wir gingen rechts vom Hinanger Tobel hoch und kamen nach der Abzweigung zu den Wasserfällen kurz in Sonne, bevor es im oberen Teil des Tobels wieder schattig wurde. Da geht es sehr nett am Bach entlang zur Sonneklause.

Unten war minimal Schnee gelegen, an der Sonnenklause hatte es dann schon eine ordentliche geschlossene Schneedecke. Wir stapften auf dem Skitourenweg über die Wiese :-)

Danach trafen wir auf den Sommerweg, auf dem schon ein paar wenige Leute gelaufen waren. Der Schnee wurde spürbar mehr und es war wunderbar winterlich :-)

Im Aufstieg zur Dianahütte zogen dann schon die ‘versprochenen’ Wolken heran, aber wir erwischten am Sonnenkopf dann doch noch ein kleines Wolkenloch für die Pause.

Den Abstieg nahmen wir durch den Wald und dann die Straße runter. Mit 20 Zentimeter Schnee drauf ist auch die grässliche Straße ganz gut zu gehen.

Unten nahmen wir den kleinen Umweg über die Hinanger Wasserfälle, die wegen des Herbstschmuddelwetters schön viel Wasser führten und entsprechend toll aussahen.

Schöne Runde und schön Winter :-)


Start bei Hinang


Im oberen Teil des Tobels


Oben wird es richtig Winter :-)


Anstieg mit Blick übers Illertal


Sonne :-)


Auf den letzten Metern vorm Gipfel


Gipfelbild


Abstieg durch den Wald ...


... und über die Straße


Rückweg über die Hinanger Wasserfälle


Viel Wasser

Von engel am 27.11.2023 19:42 • outdoorberg

Wie jedes Jahr hatte Yak zum Winterraumfondue geladen und wir hatten Zeit. Ursprünglich war die Kaltenberghütte am Arlberg geplant gewesen, aber da sich das Wetter geradezu gruselig winterlich entwickelte (-16 Grad da oben, viel Schnee, 70 km/h Wind), plante Yak am Freitag um und das neue Ziel war die Lindauer Hütte. Auch im Montafon aber etwas tiefer und vor allem deutlich geschützter gelegen.

Wir trafen uns um 12 am Speichersee an der Golmerbahn, den wir mit nur einem kleinen Schlenker (zu früh abgebogen) erreichten. Wir waren die Letzten (was eher ungewöhnlich ist) , die anderen waren aber sicherlich noch nicht lang da, die waren auch noch mit Umziehen und Herrichten beschäftigt. Am See war es grün, deswegen ließen wir die ausgeliehenen Schneeschuhe im Auto (großes Gelächter allüberall, weil ich Schneeschuhe dabei hatte). Dann gingen wir los, wobei die Hochtourenstiefel (ich) und Expeditionsstiefel (der Allgäuer) erst mal arg überdimensioniert schienen.

Wir marschierten gemeinsam ins Gauertal hinein und nahmen nach der ersten Steigung den rechten Weg (weil keiner was sagte und ich nach rechts wollte – sah auf der Karte kürzer aus). Nachdem wir ein Stück ins Tal hineingelaufen waren, lag dann endlich der erste Schnee auf der Wiese :-) Kurz drauf begann es dann auch zu schneien (keine Überraschung).

Die Teerstraße endete an einer Alm, dann ging es auf einem gut ausgebauten Bergweg weiter. Der Schneefall nahm zu, der Schnee auch :-) Bei der nächsten Alm hatte es dann schon eine ordentliche geschlossene Schneedecke und der Weg (Spuren unter dem Neuschnee) war nur mehr schwer zu erkennen.

Die Gruppe marschierte dann geradeaus an der Alm vorbei auf einen steilen Hang zu, der mir ganz und gar nicht wegig aussah (und wo es deswegen potenziell unsichtbare blöde Löcher zum Rein- und Durchtreten haben könnte). Der Weg auf dem Navi führte auf der anderen Seite um die Alm herum und ich ging da entlang. Der beste Allgäuer und Climby folgten mir.

Nach dem steilen Hang wurde der Weg flacher und geradezu romantisch winterlich :-) Ich stapfte neben dem Weg durch 40 Zentimeter fluffigen Pulver, das war großartig! Danach erreichten wir bald die Hütte und traten in den komfortabelsten Winterraum, in dem wir je waren (was jetzt so schwer auch nicht ist, das war der 2. oder 3. jemals). Licht, Heizung, Strom, fließendes Wasser, eine funktionierende Toilette und schöne Lager. Alles super!

Wir waren deutlich hinten dran und als wir kamen, war es schon warm im Raum und alle saßen mit Getränken um den Tisch herum. Wir packten aus (Bier, Limo, Käse, Brot, Knabberkram, Lebkuchen), bezogen unsere Lager, machten Kaffee und setzten uns dazu. Der Abend wurde dann sehr nett mit viel Essen, Käsefondue, Fleischfondue, allerlei Getränken und überhaupt einer lustigen Runde. Draußen stürmte und schneite es, was das Zeug hielt.

Am nächsten Morgen war ich als Erste wach und weil ich, wenn ich wach bin, halt wach bin, stand ich auf und räumte die Küche auf. Das dauerte etwa eine Stunde, dann konnte ich endlich Kaffee machen und die anderen tauchten auf. Statt Frühstück gab es Gulasch aus den Fleisch- und Gemüse-Resten, das bereiteten aber andere zu :-)

Nach dem Gulasch machten wir uns langsam für den Abstieg bereit und putzten den Winterraum, wie sich das so gehört. Der Menge Dreck beim Kehren nach zu urteilen, verließen wir die Hütte sauberer als sie gewesen war. Auch wurscht :-)

Draußen schneite es nach wie vor dicke Flocken, der Wind hatte aber weitgehend nachgelassen. Wir nahmen den ‘Alten Alpweg’ zurück ins Gauertal. Ich durfte durch den fluffigen Schnee vorne weg stapfen und hatte da viel Freude dran. Oben wären Ski nicht ganz verkehrt gewesen, aber schon bald war die Schneedecke arg dünn. Sie dämpfte aber bis auf die letzten Meter den Abstieg sehr freundlich ab.

Unten verteilten wir uns auf die Autos und dann ging es zurück nach Hause.


Treffen am Parkplatz


Auf dem Weg ins Gauertal


Es schneit!


Die Anderen abseits des Weges


Climby und ich am Weg


An der Lindauer Hütte


Käsefondue


Fleischfondue


Frühstücksgulasch kochen


Frühstücksgulasch essen


Hüttenabstiegsbild


Abstieg


Auf den letzten Metern

Von engel am 22.11.2023 20:00 • outdoorberg

Samstag, 04.11.2023: Schneetour

Dienstag, November 21, 2023

Noch mal ein halber schöner Tag nach und vor schlechtem Wetter. Es war die Woche über immer wieder mal kühl gewesen, sodass mit Schnee zu rechnen war, aber wie viel und in welcher Qualität war natürlich nicht klar.

Wir parkten in Berg und konnten (nach frostigem Ausladen) bald in schöner Sonne dem Einstein entgegen steigen. Das sah super aus: unten Herbst, oben Winter.

Wie kamen dann auch bald zum Schnee, der vor allem dadurch auffiel, dass er auf den Bäumen lag und deswegen sah alles wunderbar winterlich aus. Auf dem Boden lag natürlich genau so viel Schnee, aber da fiel das Bisserl kaum auf.

Der Anstieg durch die Rinne und dann oben quer zum Gipfel war super. Oben Winter, unten Herbst bei Sonne und blauem Himmel. Es war sogar nahezu warm, obwohl es oben dann natürlich Wind hatte.

Am Gipfel war es uns dann doch zu frisch für eine Pause. Wir stiegen bis in die Flanke über der Rinne ab und setzten uns dann im Schutz einiger Latschen in die Sonne. Das war eine kurze Weile wunderbar warm und gemütlich, dann erreichten uns die von Westen anrollenden Wolken und es wurde kühl.

Die Pause war gerade lang genug gewesen, um den ersten Tourentee der Saison trinken zu können ;-) Der Abstieg danach ging schnell und war oben schön ‘schneeig’ (unten nicht mehr so).


Herbst-Winter in Berg


Anstieg


Schneeanstieg über grünem Tal


Winter :-)


Am Gipfel mit Aussicht


Abstieg mit Sonne


Abstieg ohne Sonne

Von engel am 21.11.2023 19:30 • outdoorberg

Mittwoch, 01.11.2023: Erster Schnee

Sonntag, November 19, 2023

Für den Feiertag am Mittwoch hatte das Wetter ein Einsehen und wurde freundlich. Die Tage zuvor war es kühl und regnerisch gewesen, deswegen waren bei der Anfahrt alle Gipfel weiß.

Wir fuhren nach Rauth und starteten bei wunderbaren Herbstfarben und waren zunächst komplett allein. Aber das war natürlich nicht von Dauer.

Nach dem verfallenen Hüttchen war es wie erwartet matschig. Nach den oberen Hüttchen machten wir eine schöne Pause in der Sonne und nahmen dann den Direktanstieg. Wir trafen bald auf den ersten Schnee und hatten kurz drauf eine geschlossene Schneedecke unter den Füßen. Die war allerdings recht dünn, deswegen rutschte man immer wieder mal weg. Ich knallte dann auch mal voll aufs Knie, was mich aber eher erschreckte als wehtat, Schnee und Wiese dämpften gut.

Oben hatte es Wind. Inzwischen war die Sonne leider schon wieder nahezu verschwunden und es wurde kühl. Wir erwischten den Gipfel noch relativ allein und gingen direkt wieder, denn kurz nach uns kamen mindestens 20 Leute aus verschiedenen Richtungen.

Wegen des wenigen Schnees auf glattem Gras wollte ich auf dem Weg absteigen, aber das war eher so mittel, denn das war wie üblich bei solchen Bedingungen eine Schlammschlacht. Außerdem taten sich das alte Gras und der Matsch zusammen und formten dicke Lehmklumpen unter den Sohlen, was den Abstieg noch rutschiger machte. Ich hatte schon bessere Ideen :/

Die Sonne war zwar weitgehend weg, aber die Pause bei den Hütten war mit wenig Wind und minimalst Strahlung trotzdem recht angenehm.


Start bei Herbstfarben in Rauth


Am Enzianweg


Oben liegt Schnee


Sonnenpause


Direktanstieg


Der Felsblock auf den letzten Metern


(Noch) fast allein am Gipfel


Zurück in Rauth

Von engel am 19.11.2023 17:42 • outdoorberg

Sonntag, 29.10.2023: Stachus-Feeling

Freitag, November 03, 2023

Der Sonntag nach der SAN-Mitgliederversammlung sollte eigentlich schön werden, aber beim Frühstück war es noch recht wolkig. Ich glaubte ans Gute (18 Grad!) und zog eine 3/4 Hose an. Und Pulli und Jacke, es war recht frisch.

In Gunzesried kam dann gleich noch der übliche Talwind dazu, und es war wirklich empfindlich kühl beim Losgehen. Aber nicht lang :-) Am letzten Haus kamen wir in Windschatten und ich konnte Pulli und Jacke ausziehen. Inzwischen hatte sich auch die Sonne weitgehend durchgesetzt, es war sehr herbstlich bunt und fast warm.

Auf dem Weg rüber zum Kapellchen kamen uns erstaunlich viele Menschen entgegen, aber danach waren wir wie üblich allein. Die Querung des Baches vor dem Felskessel ist inzwischen wegen eines umgefallenen Baums ein Stück weiter nach oben gewandert, ist aber auch da schwer zu finden. Oberhalb des Waldes setzten wir uns gemütlich in die Sonne und machten Pause, weil wir annahmen, dass wir demnächst wieder in den Wind kommen würden. Die Sonne machte auch schon Anstalten, sich hinter Wolken zu verziehen.

Auf dem Weg zum Gipfel verschwand die Sonne dann weitgehend hinter Wolken, dafür wurde es immer windiger. Bis zum Gipfel hatten wir zwar ein paar Leute gesehen, aber allzu voll war es uns nicht vorgekommen. Oben war dann plötzlich sehr viel los: haufenweise Leute am Gipfel und wir sahen viele Leute im Anstieg zur Leiter. Wir machten nur ein paar Fotos und stiegen dann die Leiter runter.

Unterhalb der Leiter traf der beste Allgäuer einen Ex-Arbeitskollegen und die beiden ratschten ein wenig. Dann gingen wir weiter und das war dann wirklich erstaunlich, denn es kamen uns mehr oder weniger im Minutentakt Gruppen von Leuten entgegen. Bis zur Senke waren es bestimmt 100 oder mehr.

Dort bogen wir vom Hauptweg ab und machten Pause vor ein paar Bäumen. Allerdings waren die Bäume weniger Windschutz als erhofft und die Sonne war auch gerade nicht zu sehen. Es war reichlich kühl und deswegen brachen wir bald wieder ab und gingen weiter.

Im Abstieg über die Vordere Krumbach war dann wieder normal viel los – ein paar Leute halt, wie an einem Herbsttag zu erwarten. Die Sonne kam auch wieder raus und es wurde noch mal angenehm warm. Wir holten gleich mal Pause abseits des Weges nach.

Der restliche Abstieg zum Auto ging dann schnell.


Bunter Start :-)


Am Kapellchen


Waldanstieg


Schnee in den höheren Bergen


Gipfelbetrieb


Leiterabstieg


Auf dem Weg zur Vordern Krumbach


Herbstbild

Von engel am 03.11.2023 17:38 • outdoorberg

Sonntag, 22.10.2023: Gratrunde

Donnerstag, November 02, 2023

Für den weitgehend schön vorhergesagten Sonntag fuhren wir ans Oberjoch und parkten an der Bahn. An der liefen wir natürlich vorbei und stiegen zu Fuß zum Schmugglerpfad auf. Das ist Westseite und wir sahen Sonne nur gegenüber am Bleicher Horn. Erst als wir den Beginn des Grats mit dem Zollhäuschen erreichten (das erste Mal gesehen: da sitzt ein Zöllner drin ;-)) kamen wir in die Sonne.

Mit der Sonne kam natürlich auch Wind, deswegen wurde es zwar wärmer, aber auch kühler, je nachdem, wo wir uns am Grat gerade befanden und ob die Sonne gerade durch die Wolken schaute. An der Kühgrundspitze machten wir nur ein paar Bilder, dann stiegen wir weiter auf und suchten uns vor den Latschen eine windgeschützte Mulde. Wir hatten Glück, denn kaum hatten wir es uns dort gemütlich gemacht, kam ein größeres Sonnenloch. Das war sehr nett :-)

Als die wieder hinter Wolken verschwand, wurde es kühl und wir gingen weiter. Inzwischen waren einige Leute unterwegs und am Iseler war es ziemlich voll. Wir machten nur ein paar Bilder und gingen dann weiter.

Nachdem wir vom Grat Richtung Oberjoch abgebogen waren, war leider Schluss mit Sonne, weil wir in den Bergschatten kamen. Auf der Querung zur Wiedhag zeigte sich dann aber, dass wir oben auch keine Sonne mehr gehabt hätten: die Wolken hatten sich auf die Gipfel und der Grat gelegt.

Wir steigen zur Gundalpe ab und kehrten dort auf K&B&K ein. Der Käsekuchen war prima, allerdings war es mangels Sonne mit der Zeit ganz schön frisch. Wir gingen bald wieder.

Mein Plan, auf der Skipiste zurück zum Auto zu gehen und so den Bogen durch den Ort zu sparen, ging leider nicht auf. Die Weise war eingezäunt und es weidete Vieh.

Das war eine nette Runde und kurz genug, um abends noch Zeit für die Zubereitung von ‘Herbstessen’ zu haben :-)


Wintervorbereitungen


Anstieg im Schatten, gegenüber ist schon Sonne


Sonne am Grat


Auf dem Weg zur Kühgrundspitze (hinten oben)


Wenig Sonne am ersten Gipfel


Weg über den Grat


Nochmal Sonne vorm Iseler


Viel Betrieb am Iseler


Am Ende ist der ganze Grat voller Wolken

Von engel am 02.11.2023 19:13 • outdoorberg

Sonntag, 08.10.2023: Aussichtsgipfel

Freitag, Oktober 27, 2023

Nach dem prima Frühstück im Hotel packten wir unsere Siebensachen und fuhren in das Seitental auf der anderen Seite des Lechtals nach Kaisers. Wir parkten in der Nähe vom Edelweißhaus, wo es gegenüber vom Feuerwehrhaus ein paar freie Parkplätze hat. Von der anderen Seite des Lechtals lachte uns die Ellenbognerspitze in der Sonne an.

Wir starteten auf einer Westseite, deswegen hatten wir vollen Schatten und es war ein bisserl fröstelig, als wir losgingen. Das gab sich dann bald, als es bergauf ging und erst recht, als wir den Wald erreichten, wo der leichte Wind komplett weg war.

Der untere Teil des Weges führt über Viehweiden. Das Vieh stand am oberen Ende der Weide, wo der Weg auf einen Durchgang zuführte. Ein junger ‘Bub’ fühlte sich von uns gestört und wandte uns den gesenkten Kopf zu - wir machten lieber einen Bogen, der war schon ganz schön groß.

Der Weg führte ein ganzes Stück in schönen Kehren durch den Wald den steilen Hang hinauf. Kurz nach ein paar Lawinenverbauungen im Wald kamen wir ins Freie. Und nutzten einen windgeschützten Platz zu einer kurzen Pause.

Der Weg führt in einem Bogen zu einem Absatz mit einer Hütte, wo wir auf 5 Männer trafen, die von der anderen Seite hochgekommen waren und die wir schon von Weitem gehört hatten. Die Herren unterhielten sich weiterhin angeregt und hatten leider das exakt selbe Tempo wie wir. Wir machten Pause auf dem Absatz, wo man das Falmedonjoch das erste Mal sehen kann. Die 5 Männer bogen kurz drauf zum Hahnleskopf ab.

Das Hochtal zum Falmedonjoch ist ziemlich lang und es wurde umso windiger, je näher wir dem Joch kamen. Kurz vor dem letzten steilen Anstieg ins Joch zogen wir dann doch was über. Das war gut so, denn im Joch pfiff der Wind ganz schön durch. Wir hatten einen schönen Blick auf die Frederick-Simms-Hütte und die Holzgauer Wetterspitze mit dem riesigen Geröllhang, den man hochgeht. In der Draufsicht vom Joch aus sieht der Hang absolut nicht begehbar aus.

Für uns ging es nun nach links, den Grat zur Rotschrofenspitze hinauf. Im Führer stand etwas von steil und absoluter Trittsicherheit und der Grat war durchaus steil, aber gut zu gehen. Einerseits hatte es überall gute Tritte und andererseits waren wir ja nun Extremeres gewöhnt ;-)

Am Gipfel waren 2 Leute mit Hund, die gerade gingen, als wir kamen. Die beiden waren schon, seit wir im Joch gestartet waren, da oben gesessen und wir hatten uns angesichts des kalten Windes gewundert, wie lange die das da oben aushalten. Aber der kleine Sitz auf dem steilen spitzen Gipfel lag ganz unerwartet im totalen Windschatten und es war ziemlich gemütlich da oben, obwohl die Sonne inzwischen Wolken gewichen war. Wir hatten aber vorsichtshalber beide Jacken angezogen.

Der Abstieg ins Joch war nicht schwerer als der Aufstieg und ging schnell. Auf dem Weg das Hochtal runter fing es an zu tröpfeln und wir waren eigentlich schon darauf gefasst, nun den Rest des Weges im Regen gehen zu müssen, aber das Wetter war dann doch freundlich und schickte nur gelegentlich leichten Niesel, blieb aber weitgehend trocken. Die ursprünglich angedachte Runde über den Hahnleskopf ließen wir aber aus.

Unten kehrten wir noch im Edelweißhaus ein, wo es Kaffee, Bier und einen sehr guten riesigen Käsekuchen gab. Die Heimfahrt danach lief problemlos, weil wir den Weg übers Tannheimer Tal nahmen, um zu tanken und so dem Stau am Tunnel (alles rot auf Maps) aus dem Weg gingen.

Schöner Herbsturlaub :-)


Rückblick auf Kaisers


Anstieg vor dem Pimig


Endlich in der Sonne


Auf dem Weg zum Falmedonjoch


Im Falmedonjoch


Start zum Grat zur Rotschrofenspitze


Felsige Stelle am Grat


Am Gipfel


Auf der anderen Seite des Gipfels


Abstieg ...


... warm eingepackt wegen des Windes


Kurzzeitig mit Regenjacke unterwegs


Abstieg


Blick auf Kaisers


K&B&K

Von engel am 27.10.2023 17:05 • outdoorberg

Zur zweiten Tour des Kurzurlaubs konnten wir direkt vom Hotel aus starten. Nach einem ausgezeichneten Frühstück (Yay! Rührei!) luden wir die Räder aus und radelten noch etwas fröstelnd (die Sonne hatte das Hotel noch nicht erreicht) los.

Es ging zunächst einen halben Kilometer steil die Straße nach Oberellenbogen hinauf, dann bogen wir rechts auf eine Forststraße ab, die weitgehend waagerecht zum Hager hinüber führte. Nach ein paar Metern auf der Piste kamen wir in die Sonne und die Temperaturen wurden angenehmer. Die letzten Meter nach der Abzweigung zurück nach Steeg waren dann etwas steiler. Wir stellten die Räder vor einem Gatter an der Abzweigung zum Holzgauer Muttekopf ab.

Der schmale Pfad führte uns erst noch ein Stück quer, dann relativ steil zu ein paar Hütten am Hager hinauf. Danach wurde der Pfad deutlich schmaler und sehr viel steiler und anstrengender und führte meistens in direkter Linie geradeaus hinauf Richtung Nagelskopf. Es gab nur gelegentlich ein paar Kehren um einzeln stehende Bäume herum.

Den Holzgauer Muttekopf sahen wir schon bald, unser Ziel sahen wir aber erst, als wir schon fast den Nagelskopf erreicht hatten. Da oben wurde es windiger, deswegen machten wir vor der Querung neben ein paar Latschen gemütlich Pause.

In der Mitte der Querung war ein großer Stein mit Pfeil. Der Pfeil wies direkt auf die Wildmahdspitze zu, das war unsere Abzweigung. Der Weg führte erst mal gerade hinauf ins Kar und dann über viele weitgehend bewachsene Karstrippen auf das lange steile Geröllfeld, das bis ins Kar runter reichte, zu. Trittspuren oder gar ein Weg war nicht zu erkennen, aber es hatte gelegentlich Markierungen.

Der beste Allgäuer meinte beim Anblick des Geröllfelds: ‘Weia, da müssen wir bestimmt rauf, das wird Dreck!’. Ich war noch der Meinung, da würde es dann schon einen Pfad geben, aber der beste Allgäuer hatte Recht, es ging weglos über das steile Geröllfeld hinauf. Wir sahen drei Markierungen, einmal in der Mitte des Geröllfelds an einem großen Stein, einmal weiter oben an einem Felsen und ganz oben am Beginn der Felswand. Von Weg keine Spur und die Markierungen waren vermutlich da, wo sie waren, weil man sie da halt sehen konnte.

Wir versuchten es erst im Geröll, dann links im Gras. Letzteres war keine gute Idee, denn wir mussten oben die direkte Rinne mit sehr losem Zeug queren. Rechts ging es danach immerhin meistens mit grasigen Tritten bis zum Fels hinauf.

Nachdem wir die Felswand erreicht hatten, sahen wir zwar weit oben eine Markierung, aber nicht direkt, wie wir zu der Markierung gelangen konnten. Wir hielten uns deswegen immer am Fels, erst rechts entlang der Felswand geradeaus hoch, dann unterhalb der querenden Felswand nach links. Es war geröllig, bröselig, steil und halt alles, was so ist, wenn man weglos durch und über Geröllfelder geht.

Die Markierungen führten uns immer weiter nach links. Immer wenn wir dachten, jetzt geht es dann aber mal gerade aus nach oben (klettrig), fand sich links eine neue Markierung am oben Ende des nächsten Bröselfeldes. Im allerletzten Bröselfeld (steiles feines Geröll) war ich knapp davor umzudrehen, weil mir so davor graute, das wieder runterzumüssen. All diese Bröselfelder endeten natürlich über einer Felswand.

Als wir auf dem Grat angekommen waren, konnten wir das Kreuz sehen und es ging endlich nach rechts direkt drauf zu. Das war dann nett: kein Geröll, sondern fester Fels mit einer (sogar seilversicherten) Kletterstelle.

Weil es wegen des Windes nicht allzu warm und der geröllige, sandige, steile Abstieg einer entspannten Pause (für mich jedenfalls) nicht zuträglich war, blieben wir trotz der tollen Aussicht nicht lang. Der Weg zurück zum Grat war noch ganz nett, dann erwartete ich einen anstrengenden und gruseligen Abstieg.

Netterweise sahen wir von oben die Trittspuren, der zumindest mir im Aufstieg nicht aufgefallen waren. Sicherlich auch, weil sie nicht so sehr an den Felsen entlang führten, wie wir aufgestiegen waren. Mit Trittspuren war der Abstieg bis zur Einstiegsrinne deswegen nahezu einfach :-)

Die Einstiegsrinne war dann so bröselig wie erwartet. Im weiteren Abstieg hielten wir uns an die grasigen Seiten, wo es nahezu immer Tritte hatte und waren dann bald im Grund des Kars. Die Sonne hatte uns inzwischen verlassen, dafür war der Wind mehr geworden. Am kleinen See im Kar machten wir Pause, aber es war bis auf einen ganz kurzen sonnigen Abschnitt reichlich frisch und ungemütlich.

Der Abstieg ging natürlich schnell, war aber gegen Ende ganz schön fordernd. Meine Füße und das Knie waren sehr froh, als wir endlich die Räder erreichten. Dann mussten wir nur noch quer rüber zur Straße und zum Hotel runter rollen.

Am Hotel luden wir als Erstes die Räder ins Auto und hatten dabei tatkräftige Hilfe einer relativ jungen schwarzen Katze. Die schlich erst um den Kangoo herum, dann schaute sie in jede offene Tür und schließlich inspizierte sie den Kangoo auch von innen. Sie nach dem Einladen wieder aus dem Auto zu bringen war gar nicht so einfach und beim Klappe-Schließen wäre sie beinahe wieder reingehüpft ;-)

Danach war es noch relativ früh, deswegen gönnten wir uns noch Kaffee und Kuchen und setzten uns dazu auf die Terrasse. K&K waren prima und die Katze fand das auch gut, denn sie schlich um uns und auf und herum und forderte Streicheleinheiten. Nur auf den Tisch ließen wir sie nicht :-)

Das war insgesamt eine echt lässige Tour und wenn wir nicht mit den falschen Erwartungen an den Berg gegangen wären (ein Weg zum Beispiel), wären wir vermutlich anfangs nicht so irritiert gewesen. Ich bin sehr froh, dass wir nicht umgedreht sind, das wäre echt schade gewesen.


Frischer Start am Hotel


Querung zum Hager mit Sonne


In der Sonne vor dem Pimig


Start zu Fuß


Langer Grasanstieg ...


... nahezu immer ganz schön steil


Das Ziel (links) in Sicht


Nach der Abzweigung wird es erst mal weglos


Im Kar mit Blick auf das Geröllfeld


Am oberen Ende des Geröllfeld mit Blick auf den Weiter’weg’


Bröseliger Anstieg durch eine Rinne


Rückblick auf steiles Bröselzeug


Im oberen Bereich fast ein Weg


Kurz vorm Grat wird es nochmal extra steil und weglos


Endlich Felsen :-) Und ein Kreuz!


An der kleinen Kletterstelle


Gipfelbild


Fröstelnd (wegen des Windes) vorm Abstieg


Abklettern


Absteigen


Mittendrin an einer Felswand


Abstieg zum Weg


Abstieg auf dem Weg (unten Steeg)


Herbstradeln


Kurz vor der Straße zum Hotel

Von engel am 25.10.2023 18:42 • outdoorbergmtb

Freitag, 06.10.2023: Weglos und einsam

Freitag, Oktober 20, 2023

Für unseren 3-tägigen Lechtal-Kurzurlaub hatten wir schon am Vortag gepackt, die Räder luden wir aber erst in der Früh ins Auto. Dann sausten wir ins Lechtal, bis ganz hinter nach Steeg und noch ein Stückchen weiter den Arlberg hinauf zur Abzweigung zur Vorderbockbachalpe. Dort ist ein größerer Platz, der halb voll Holz lag, aber noch ausreichend Raum für ein paar Autos hatte.

Wir waren bei 5 Grad daheim gestartet, im Lechtal hatte das Thermometer kurz mal 1 Grad und in Steeg in der Sonne sogar 5 Grad gezeigt, nun standen wir bei 3 Grad Schatten in einem schmalen Tal mit Wind und luden die Räder aus. Es war entschieden frostig.

Der beste Allgäuer zog Pulli und Jacke an, ich hoffte, die lange Hose und die dünne Jacke würden reichen, wir würden ja demnächst irgendwann in die Sonne kommen. Dann radelten wir los. Das Ziel, das ich vor allem wegen Lage (weit hinten, da kommen wir nie hin) und Namen (Höllenspitze, was soll da schon schief gehen) ausgesucht hatte, lag weit weg vor uns in der Sonne.

Die kleine Straße führte zunächst mit nur wenig Steigung in den Wald und dann in die tief eingeschnittene Klamm des Krabachtals mit einer steinernen Brücke hinein. Von Wärme und Sonne war wenig zu sehen, aber der Start sah schon mal sehr hübsch aus. Nach der Brücke wurde die Straße steiler und nach 2 Kehren kamen wir dann auch endlich in die Sonne, wo die Temperaturen gleich viel verträglicher wurden. Der beste Allgäuer legte als erstes die Jacke ab.

Dann radelten wir auf einer grasigen Terrasse (Birchetsgump auf der Karte) im steilen Hang des Hörlemannskopfs, auf der idyllisch verteilt einzelne Häuschen standen und Laubbäume in Herbstfarben leuchteten, auf der nun wieder sanft ansteigenden Straße auf unser Ziel zu, das hinter einem weiteren schmalen Seitental, dem Bockbachtal, lag. Am oberen Ende der Terrasse führte der Weg in die steile Flanke des Bockbachtals und in den Schatten, dann ging es kurz bergab und wir erreichten die Vorderbockbachalpe, wo es im Sommer vermutlich ordentlich Tourismusbetrieb hat. Jetzt war alles geschlossen.

Die Teerstraße war hier zu Ende. Wir radelten noch ein Stück die Piste ins Bockbachtal hinein und parkten dann die Räder an der ersten Abzweigung. Im Schatten war es zu kalt zum Umziehen, deswegen gingen wir noch ein Stück den Weg, dann Pfad, hoch und stellten an einem sonnigen Fleck auf Wanderklamotten um: kurze Hosen, T-Shirts.

Der Pfad zum Älpele ist schmal und nett und windet sich in vielen Kehren zu einem Felsvorsprung hinauf, auf dem eine alte Alpe steht, die natürlich geschlossen war. Wir hätten gern Pause auf der Bank in der Sonne gemacht, aber da hatte es Wind und war kühl. Wir stiegen noch ein Stück den Hang hinauf und setzten uns dann in relativem Windschatten in die Sonne. Allzu warm war es auch da nicht.

Der Weiterweg war dann immer wieder mal schwierig zu finden, weil es nur sehr gelegentlich Markierungen an Felsen hatte und in den Wiesen irgendwann überhaupt keine Trittspuren mehr. Anhand des Tracks auf dem Navi (und weil das eigentlich die einzig sinnvolle Route war) fanden wir zum Einstieg der steilen grasigen Rinne, die durch und über die Felswand an der kleinen Rappenspitze zur Querung ins Höllenkar hinauf führt.

Da hat es eine kleine grasige Mulde, von der aus man den Gipfel der Höllenspitze sieht. Da schluckten wir beide, denn mit der ganzen Wegsuche und immer wieder aufs Navi schauen, waren wir viel weniger weit gekommen, als es sich angefühlt hatte und der Weg war noch deutlich weiter als erwartet.

Der Weg führt nahezu ohne Höhenverlust über und durch ein Geröllfeld ins Höllenkar und dann immer steiler werdend eine grasige Rinne hinauf zum tiefsten Punkt des Grates. Der letzte Abschnitt ist dann wirklich sehr steil. Danach ist man noch immer nicht am Gipfel, sondern hat noch ein ganzes Stück Auf-und-Ab auf der Gratschneide bis zum Gipfelkreuz vor sich. Die Gratschneide ist teilweise echt scharf und fällt nach beiden Seiten steil ab, der letzte Anstieg zum Kreuz ist dann einfacher.

Und dann waren wir auf dem Gipfel mit dem coolen Namen (und dem coolen Aufstieg) und hatten tolle Aussicht auf alle Seiten :-)

Nach einer gar nicht mal so besonders langen Pause, weil es oben doch windig und kühl war, machten wir uns an den Abstieg. Am meisten hatte mir vor dem Steilstück vom Grat ins Höllental gegraust, aber runterwärts sah ich die Tritte, die ich hochwärts nicht gefunden hatte. Viele waren es nicht, aber sie machten den Abstieg deutlich einfacher.

In der Grasmulde am Ausstieg des Höllenkars machten wir ein lange, sonnige und windgeschützte Pause. Das war sehr schön und warm und bequem. Der weitere Abstieg die Grasrinne durch die Felswand und dann den grasigen Buckel in der letzten Sonne zum Älpele runter ging dann schnell und einfach. Dort war netterweise inzwischen der Wind weg und wir konnten uns noch kurz auf die Bank setzen und etwas trinken. Danach verließ uns die Sonne und wir stiegen zu den Rädern ab.

Vor der Abfahrt zogen wir wieder lange Hosen und Jacken an. Das war auch gut so, denn die Luft war reichlich frisch in der Abfahrt. Der beste Allgäuer war schlau gewesen und hatte eine winddichte Jacke angezogen. Ich nicht, deswegen kam ich ziemlich durchgefroren am Auto an :/

Der Weg zum Hotel Bergmahd danach war nicht weit. Wir durften direkt beim Einchecken das Abendessen für die Halbpension aussuchen und bezogen dann unser nettes Zimmer. (Lang) Duschen, umziehen und schon war es Zeit für das 4-Gänge-Abendessen, das uns ausgezeichnet schmeckte.


Start am Holzlagerplatz, das Ziel weit hinten


Gemütlich Radeln über den/die/das Birchetsgump


An der Vorderbockbachalpe


Am Start des Wegs zum Älpele, hinten der Biberkopf


Herbstlicher Aufstieg zum Älpele


Kurz vorm Älpele mit Biberkopf


Über die Wiesen unterhalb der Rappenspitzen


Einstieg zur grasigen Rinne durch die Felswand


Aufstieg über die grasige Rinne


Rückblick die grasige Rinne runter


Die letzten Meter zur Mulde mit Blick zum weit entfernten Gipfel


Auf dem Weg ins Höllenkar


Anstieg im Höllenkar zum Grat


Auf dem Grat zur Höllenspitze


Gipfel!


Abstieg


Der steile Einstieg ins Höllenkar


Abstieg über die grasige Rinne


Abstieg über Wiesen zum Älpele


Herbstabstieg zu den Rädern


Abfahrt

Von engel am 20.10.2023 18:46 • outdoorbergmtb

Mittwoch, 04.10.2023: Herbstwanderung

Donnerstag, Oktober 19, 2023

Für den letzten halbwegs schönen Tag vor einem kurzen Schlechtwettereinbruch (alles relativ: es waren viele Wolken und gelegentliche Schauer vorhergesagt) fuhren wir mal wieder ins Kleine Walsertal. Da waren wirklich schon sehr lang nicht mehr.

Wir parkten am Mahdtalhaus (Kostet 10€, man darf aber 5€ davon verzehren. Da das Mahdtalhaus am Mittwoch Ruhetag hat, durften wir uns nach der Tour Getränke aus dem Kühlschrank holen.) und marschierten dann die Straße bis zum Abzweig zum Tal zum Hölloch.

Der Weg fängt als Teerstraße an, wird dann zu einer Piste und nach der Wildfütterungsstelle endlich zu einem netten Pfad. Der beste Allgäuer erspähte gleich am Anfang einen Pilz, der sich tatsächlich als Steinpilz entpuppte. Er sackte ihn ein und drehte abseits des Weges immer wieder kleine Runden. Aber mehr Pilze hüpften dann doch nicht in den Beutel.

Der Pfad zum Hölloch führt durch Mischwald und war wunderbar herbstlich bunt. Die Nebelschwaden im Tal und über uns unterstrichen das Herbstfeeling zusätzlich (warm war es auch nicht wirklich).

Das Hölloch mag ja eine spektakuläre Höhle sein, von oben ist es aber entschieden unspektakulär - halt ein feuchtes Loch. Einzig die Abseilvorrichtungen und Schilder und Zäune weisen darauf hin, dass das Loch nicht nach 3 Metern zu Ende ist. Wir schauten kurz rein und gingen dann weiter.

Kurz nach dem Hölloch kommt man aus dem Wald und der Blick öffnet sich zum Torkopf und Windecksattel. Um den Torkopf waberten noch letzte Nebelschwaden, aber das Hochtal lag in der Sonne und da es auch keinen Wind hatte, war es sehr angenehm. Oben am Windecksattel änderte sich das und es wurde den Namen entsprechend windig :/

Der Weg zur Gottesackerscharte führt vom Sattel aus direkt um ein Eck zu einer Senke. Da waren wir aus dem Wind raus und wir nutzten das zu einer Pause. Der Anstieg zur Scharte war dann anstrengender als der gesamte bisherige Weg, weil er so steil ist.

Die Scharte war unser ‘Gipfel’, deswegen suchten wir uns oben eine möglichst windgeschützte Stelle. Das klappte nur bedingt. Dafür hatten wir einen sehr schönen Blick übers Gottesackerplateau zum Ifen, der Nebel-umwabert im Gegenlicht sehr spektakulär aussah.

Als die Sonne hinter ein paar Wolken verschwand, wurde es kühl und wir gingen weiter. Der Weg über Gottesackerplateau ist wirklich gut gezeichnet, aber man muss trotzdem sehr aufpassen, weil er nirgendwo geradeaus verläuft und man ständig um irgendwelche Ecken muss. Wir verloren den Weg dann auch an einem solchen Eck, aber als nach dem Latschendurchschlupf keine Markierungen auf den Felsen zu finden waren, war schon klar, dass wir uns verlaufen hatten. Wir stiegen zurück und fanden die weiteren Markierungen wieder.

An der verfallenen Gottesackeralpe bogen wir auf den Weg nach Wäldele ab. Der führt lang mit nur wenig Steigung durch eine Art Spalte zwischen den beiden Hälften des Gottesackerplateaus bis zum steinzeitlichen Lagerplatz und danach mit nur wenig mehr Steigung durch Wald in den Talboden hinab. Der Weg ist nirgendwo ganz einfach zu gehen, weil man immer wieder wie auf dem Plateau selber auf Karstrippen balancieren muss und die werden unten wegen des Waldbodens immer rutschiger. Das war auf Dauer ganz schön anstrengend und als wir unten waren, taten mir die Füße weh (das ist insgesamt ganz schön viel Strecke, das sind wir nicht gewohnt).

Im Tal mussten wir dann noch zurück zum Mahdtalhaus, das sind noch mal gute 3 Kilometer. Ich hatte beim Trackbauen auch nicht aufgepasst, deswegen liefen wir noch dazu einen völlig unnötigen Bogen (wenigstens war der nicht groß, aber Teerstraße statt Weg). Kurz vor dem Mahdtalhaus hatte ich den Weg am Bach entlang statt des Bogens auf der Forststraße gewählt. Das war ganz nett, erst mal über eine ‘Naturbrücke’ vor einer Art Felsentopf, dann entlang einer kleinen Klamm und dann über eine moorige Senke (mit Weg) zum Mahdtalhaus. Das waren dann vermutlich die 50 steilsten Höhenmeter des Tages ;-)

Am Mahdtalhaus nahmen wir uns jeder ein Getränk aus dem Kühlschrank und tranken es dort. Allerdings war das relativ ungemütlich, weil die Sonne schon weg war und doch ein kühles Lüftchen wehte, deswegen blieben wir nicht lang.


Start am Mahdtalhaus


Nebelstimmung im Tal


Herbstfarben


Hölloch-Warnung


Abseilanlage am Hölloch


Auf dem Weg zum Windecksattel (hinten der Torkopf)


Kurz nach dem Windecksattel (wieder ohne Wind)


Anstieg zur Gottesackerscharte


An der Scharte


Gottesacker


Gottesacker


Abstieg durch die lange Spalte


Unten wird die Spalte breiter


Der Lagerplatz


Bohlenweg im Wald


Rückweg über die Straße


An der Naturbrücke


Die letzten Meter zurück (oben links das Mahdtalhaus)

Von engel am 19.10.2023 19:28 • outdoorberg
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