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Mittwoch, 06.04.2022: Feierabendrunde

Dienstag, April 12, 2022

Vor dem neuerlichen Schlechtwetter- und Wintereinbruch wollte ich nochmal raus. Der beste Allgäuer kam mit, obwohl er an seinem freien Mittwoch eh schon unterwegs gewesen war. Schöne Runde mit vielen Frühlingsboten.


Frühlingsbotin: Schlüsselblümchen


Frühlingsbotin: Sumpfdotterblume


Frühlingsbotin: Löwenzahn


Gipfelsonne


Fernsehturmsonne

Von engel am 12.04.2022 19:37 • outdoorberg

Montag, 04.04.2022: Nix Sonnenaufgang

Dienstag, April 12, 2022

Nach dem untätigen Schlechtwetter-Wochenende sollte es am Montag kurz mal schön werden. Mit schwebte ein traumhafter Sonnenaufgang mit Schnee (!) am Blender vor und so bereitete ich alles vor. Recherche nach der Sonnenaufgangzeit (6:54h in Kempten, Blender selbst war nichr rauszukriegen, ich nahm an, 10 Minuten früher), alles rauslegen, damit der beste Allgäuer nicht gestört wird und den Wecker eine Stunde früher stellen. Zum Blender rauf würde ich eine gute halbe Stunde brauchen.

Ich stand also sehr früh auf, trank Kaffee (was sein muss, muss sein), schaute kurz nach, ob irgendwelche schrecklichen Fehler übers Wochenende aufgetreten waren (Nein.) und sauste dann gut eingepackt raus zum Auto. Es hatte -10 Grad. Der Schneefall übers Wochenende war leider sehr nass gewesen, deswegen dauert es ganz schön lang, bis ich den Clio ausgegraben hatte. Der nasse Schnee war wie eine Eisschicht auf die Frontscheibe gefroren. Irgendwann hatte ich den Clio dann aber doch frei und fuhr zum Tennisplatz.

Der Aufstieg war dann total schön, allerdings war da schon klar, dass das mit dem Sonnenaufgang wohl schwierig werden würde, denn von dem versprochenen klaren Himmel war kaum etwas zu sehen. Vor allem im Westen und Süden war eine geschlossene Wolkendecke, im Osten war allerdings tatsächlich ein bisserl freier Himmel zu sehen. Ich sauste mit Gary Moore’s ‘Ballads & Blues’ im Ohr (passend, weil der an diesem Montag 70 Jahre alt geworden wäre) den Weg zum Gipfel hinauf. Ganz allein mit immer mehr Licht, kackig kalten Schnee unter den Schuhen, es war großartig :-)

Ich brauchte wie veranschlagt eine gute halbe Stunde bis zum Kreuz, aber da käme Morgensonne ja auch nicht hin, wenn der Himmel klar gewesen wäre. Und als ich vorn am Fernsehturm war, war ich zu spät, die Sonne war schon aufgegangen. Ich sah sie gerade noch in voller roter Schönheit, bevor sie hinter Wolken verschwand. Es war trotzdem super da oben :-)

Ich ging über den Waldweg wieder runter, um möglichst schnell zurück zu kommen, da wartete ja noch ein voller Arbeitstag auf mich. Ha, prima Idee! Das war echt super!


Start bei wenig Licht


Viele Wolken, aber nahezu freier Himmel im Osten


Oben. Mit Wolken.


DOch noch Sonne :-)


Sehr rot, bevor sie verschwindet


Abstieg


Sonne weg

Von engel am 12.04.2022 19:36 • outdoorberg

Samstag, 26.03.2022: Gegenüberberg

Samstag, April 09, 2022

Ein weiteres schönes Wochenende nach einer schönen Woche (März 2022 hatte keinen einzigen Tag Regen), inzwischen war auf den Webcams der Schnee deutlich zurückgegangen. Wir nahmen uns die Winterbesteigung vor, die uns am letzten Wochenende schon angelacht hatte: den Berg gegenüber.

Am Parkplatz hatte es diesmal schon ein paar mehr Autos (5 oder 6). Der Wind war netterweise nicht ganz so kalt wie die Woche davor, deswegen brauchte es nicht lang, bis wir die Hosen hochkrempeln und in T-Shirts aufsteigen konnten. Der beste Allgäuer rüstete dann sogar auf kurze Hosen um.

Der Schnee hatte sich deutlich gesetzt, wir nahmen nach dem Gimpelhaus aber trotzdem Stöcke. Mit denen geht man einfach leichter. Der beste Allgäuer nahm wieder Gamaschen, ich machte nur die Hose um die Schuhe fest. Dann gingen wir auf dem Sommerweg ins Kar (die Woche davor waren wir noch über die schneebedeckten Latschen aufgestiegen, da war aber inzwischen der Schnee fast weg) und stiegen zum Einstieg zum Gimpel auf.

Dort, voll südseitig, lag inzwischen schon so gut wie gar kein Schnee mehr bis zum Grat hinauf. Die Stöcke waren in den Kletterstücken hinderlich, deswegen packten wir sie bald wieder weg. Am Grat sahen wir, dass der Anstieg zum Gipfel bis auf ein kurzes Stück auch so gut wie schneefrei war. Super Bedingungen!

Wir stiegen fast immer direkt am Grat zum Gipfel auf. Das steile Schneefeld in der Mitte ließ sich nicht gut umgehen, da war aber eine gute Spur (eisig gefroren allerdings) drin. In den nordseitigen Kletterstellen musste man ein wenig auf Blankeis aufpassen, das da teilweise fast unsichtbar auf die Felsen gefroren war, aber sonst war alles trocken und super zu gehen.

Am Gipfel machten wir Pause, allerdings nicht allzu lang, denn es war eher so mittelgemütlich, weil es (natürlich) Wind hatte. Wir machten uns bald an den Abstieg, um hoffentlich unten in der Wiese noch ein schönes sonniges Plätzchen zu finden. Der Abstieg war problemlos, wir mussten lediglich auf das nordseitige Blankeis aufpassen. Ich nahm einen Stock, um meinem Knie helfen zu können, wo es nötig war. Das war zwar beim Klettern etwas hinderlich, half aber sonst sehr gut.

Am Ausstieg nahmen wir wieder Stöcke und stiegen direkt durch den inzwischen wirklich sehr aufgeweichten Schnee ins Kar ab. Auf dem wiesigen Hügel in der Mitte war es tatsächlich fast windstill, voll sonnig und gemütlich :-)

Der restliche Abstieg ins Tal ging wieder sehr gut. Ich bin immer noch jedes Mal ein bisserl erstaunt, wenn ich unten dann noch immer fast schmerzfrei laufen kann und genieße da dann quasi jeden Schritt (die OP war schon eine gute Entscheidung).


Start


Umstellen auf Sommer


Sommerlicher Anstieg


Gamskar mit Ziel


Anstieg auf dem Sommerweg


Karbewohner


In der Südflanke


Anstieg am Grat


Beste Bedingungen


Gipfel :-)


Bereit zum Abstieg


Abklettern


Das steile Schneefeld


Abklettern zum Ausstieg


Direktabstieg


Rückweg

Von engel am 09.04.2022 14:05 • outdoorberg

Donnerstag, 24.03.2022: Sonne suchen

Samstag, April 09, 2022

Abendspaziergang, weil das viele schöne Wetter immer nur von drinnen anzuschauen ist ja auch nix. Die noch nicht erfolgte Zeitumstellung machte es ein bisserl schwierig, die Sonne tatsächlich noch zu erwischen, aber wir kamen doch rechtzeitig oben an. Schön :-)


Noch ist sie da, die Sonne


Natürlich keine Sonne am Kreuz


Letztes Licht

Von engel am 09.04.2022 14:04 • outdoorberg

Sonntag, 20.03.2022: Hindernisse

Freitag, April 08, 2022

Die viele Schneestapferei war dann doch ganz schön stressig gewesen, deswegen hatten wir uns schon auf dem Heimweg einen Sonnenberg ausgesucht, der ein bisserl mehr und vor allem anders als der Illertalhügel ist.

Wir schliefen aus und fuhren nach einem gemütlichen Frühstück nach Unterjoch, wo das Parken tatsächlich unglaubliche 10€ kostet! Wäre mir auf die Schnelle etwas anderes eingefallen (abgesehen vom Illertalhügel), wären wir woanders hingefahren, aber mir fiel nichts ein, deswegen schluckte ich die Unverschämtheit und zahlte. Dem besten Allgäuer erzählte ich nichts, sonst wären wir nämlich tatsächlich am Illertalhügel gelandet.

Wir marschierten also los, erst mal durch die ‘Fallanlage’ (natürlich gesperrt, aber nett wie immer) und dann den langen Bogen der Straße entlang. Das ist zwar langweilig, die gute Nachricht ist aber, sowas geht jetzt (selbst mit gestressten Knien) viel besser als die letzten Jahre, wo so gleichförmiges Gehatsche immer zu Schmerzen führte. Am letzten Hof amüsierten uns 2 Schafe, die das juckende Winterfell an ihrem Häuschen loswerden wollten und sich energisch dran rieben.

Danach war die Straße aus und der beste Allgäuer stellte auf barfuß um, wenn schon denn schon. Wir gingen direkt die sonnige Wiese anstelle des Weges, der im Schatten lag, hoch und gingen oben auf der Querung weiter. Da wurde es dann etwas abenteuerlich, denn die Stürme der letzten Monate hatten da Mikado gespielt und wir mussten über allerlei Bäume klettern. Es hatte auch immer wieder Schnee, über den der beste Allgäuer aber stoisch drüber marschierte.

An der steilen Wiese gibt es inzwischen einen neuen Weg, der statt nahezu gerade hoch in vielen Kehren auf der anderen Seite des Waldes entlang führt. Das ist im Sommer bestimmt prima, weil es da dann nicht so heiß ist, jetzt war es kalt, matschig und schneeig, das war nicht so schön.

Am Grat/Rücken machten wir eine kurze Pause in der Sonne und stiegen dann zum Zinken auf. Da hatte es weniger Schnee und Eis als befürchtet und außerdem ein neues Drahtseil. Wir kamen problemlos zum Gipfel, der beste Allgäuer natürlich barfuß. Der einzige andere Gipfelbesucher bat darum, ein Beweisfoto für seine Frau machen zu dürfen, ‘sonst glaubt die das ja nicht!’

Am Gipfel hatte es etwas Wind und es war eh nicht allzu bequem, deswegen stiegen wir bald ab und gingen zurück zu der Mulde, in der wir im Aufstieg schon Pause gemacht hatten, und legten uns da eine lange bequeme Weile in die Sonne.

Den Abstieg nahmen wir direkt. Geradeaus vom Ende des Gratrückens auf dem ‘alten’ Weg zum Wald, geradeaus vom Wald über die Wiese und dann, den langen Straßenbogen abschneidend, geradeaus runter zur Teerstraße. Muss man ausnützen, wenn man noch über die Wiesen laufen darf :-)


Auf dem Weg durch die ‘Fallanlage’


Schaf mit juckendem Fell


Frühlingsbote am Berg


Kleiner Fuchs


Baumstammklettern


Mikado


Anstieg zum Durchlass


Nachstieg


Gipfel mit Aussicht


Aussicht in die andere Richtung


Abstieg


Abstieg


Auf dem alten Weg


Wiesenabstieg

Von engel am 08.04.2022 15:52 • outdoorberg

Samstag, 19.03.2022: Winterbesteigung

Freitag, April 08, 2022

Die Woche nach dem Urlaub war so schön und trocken wie die Wochen im Urlaub und noch dazu war es wärmer geworden. Dem Schnee hatte das sicherlich nicht gut getan, deswegen planten wir erneut eine Zu-Fuß-Tour. Um diese Jahreszeit kann man ja auch Gipfel machen, die im Sommer zu überlaufen sind.

Als wir am Parkplatz der Gimpelhütte parkten, standen da zwei Autos, es war also vertretbar voll ;-) Es war mal wieder windig und zunächst auch ziemlich kalt. Unten war es deswegen frostig genug, dass man die Finger in den Ärmeln vergraben musste. Im Aufstieg im Wald war dann der Wind weg und es wurde angenehmer und als wir in die Sonne kamen, war es warm genug für T-Shirts :-)

Im Anstieg zur Gimpelhütte hatte es gelegentlich Schnee, danach dann mehr oder weniger durchgehend. Wir nahmen bald Gamaschen und Stöcke. Wo es alte Spuren hatte und die Sonne noch nicht allzu lang drauf gewesen war, trug der Schnee ausgezeichnet, überall anders brach man immer wieder überraschend durch (Meh.), insgesamt ging der Anstieg durchs Kar hinauf ins Joch aber echt gut. War halt anstrengend ;-) Und mein operiertes Bein war am Ende mit den vielen hohen Schritten ziemlich überfordert, das hat man nicht so oft.

Das kurze Felsstück am Gipfelaufbau hatte teilweise blankes Eis (und Matsch direkt nebendran), aber mit dem Drahtseil war das kein Problem. Ich nahm mir aber Grödel für den Abstieg vor, wozu hat man das Zeug. Der weitere Aufstieg war dann eine lustige Mischung zwischen relativ weichem Schnee, in dem man gern mal sehr tief einbrach und eishart geblasenen Wechten, in denen es kaum Tritte hatte. Noch ein Grund für Grödel im Abstieg.

Als wir am Gipfel ankamen, war gerade niemand da und wir hatten die tolle Aussicht und das bisserl Sonne (es waren leider inzwischen Wolken aufgezogen) ganz für uns allein. Nicht lang allerdings, bald kamen mehrere Nachsteiger hinauf. Oben war es aber eh inzwischen ungemütlich, denn die Wolken begannen, den Gipfel einzuhüllen. Das sah toll aus, war zusammen mit dem Wind aber entschieden ungemütlich.

Wir legten die Grödel ab und machten uns an den Abstieg. Das ging dank der Zacken super und wir konnten im Felsaufschwung anstelle des Matsches ins Eis treten. Wir versuchten im Kar den direkten Abstieg zu nehmen, aber der Schnee war derart weich und bodenlos, dass wir dann doch lieber zurück zur Spur gingen.

Wir machten 2 Versuche, Pause in der Sonne zu machen, aber die scheiterten beide daran, dass sie Sonne grade wieder weg war, als wir einen gemütlichen Platz gefunden hatten. Und windig war es überall. Am Gimpelhaus fand sich dann endlich Windschatten und sogar eine Bank mit einer Weile Sonne.

Feine Winterbesteigung, dank des Nebels fast mit Westalpen-Feeling.


Kühler Start mit Ziel im Blick


Anstieg im Wald


Am Gamskarkreuz


Auf dem Weg zur Scharte


Der Anstieg ist mühsam


Felsaufschwung mit Drahtseil


Der obere Teil ist steil


Der Allgäuer am Gipfel


Die letzten Meter vor großartiger Kulisse


Oben :-)


Abstieg im Nebel


Grödel sind sehr nützlich hier


Vorsichtes Abstiegen übers Eis


Auf dem Weg ins Kar


Leider wenig Sonne im Abstieg

Von engel am 08.04.2022 13:25 • outdoorberg

Sonntag, 13.03.2022: Frühling

Freitag, April 08, 2022

Nach der langen Tour vom Samstag wollten wir zum Urlaubsende noch etwas Erholung und gingen (Überraschung!) über den Illertalhügel.

Es war angenehm warm, wir konnten von Anfang in kurzen Klamotten laufen. Am Grat gab es eine gemütliche Pause in der Sonne und der beste Allgäuer stieg barfuß ab. Voll Frühling :-)


Start mit T-Shirt und (fast) kurzer Hose


Abstieg


Frühling: Gänseblümchen


Frühling: Buschwindröschen


Frühling: Scharbockskraut

Von engel am 08.04.2022 13:24 • outdoorberg

Um am schönen Wochenende am Urlaubsende halbwegs allein unterwegs zu sein, hatten wir uns eine Tour mit Minis überlegt. Steigeisen wanderten vorsichtshalber auch in den Rucksack, es war ein Tobel zu bezwingen.

Wir waren früh dran, aber am Parkplatz über Reichenbach standen doch schon einige Autos. Eiskletterer und Nordwand-Besteiger, nahmen wir an. Schwer bepackt stapften wir los und übersahen dann mit Überzeugung die Sperrung des Tobels. Anfangs hatte es lediglich ein bisserl glatt getretenen Schnee, bald wurde aber deutlich, dass die Sperrung schon Gründe hatte: Das von der Seite langsam rein laufende Wasser war in spiegelnden Eisbächen über den Weg gefroren.

Den ersten Eisbach umgingen wir noch, dann holten wir die Steigeisen raus und spazierten direkt auf dem Eis herum. Ich fand das ja schon ein bisserl unheimlich ;-) Die Zacken der Steigeisen hielten natürlich super auf dem Eis und es war überhaupt kein Problem, damit herumzulaufen. Würde man aber stolpern und hinfallen, würde man direkt und komplett haltlos in den Bach rutschen. Passierte natürlich nicht, der Weg ist nicht mal besonders steil, aber ich fühlte mich trotzdem seltsam. Wir hatten viel Spaß im Tobel :-)

Oben hat es das kleine Kraftwerk und von überall kommt Wasser. Das sah natürlich total super aus :-)

Nach dem Tobel legten wir die Steigeisen wieder ab und gingen auf dem Sommerweg weiter. Wo immer die Sonne gar nicht oder nur flach hin schien, hatte es Schnee, im tiefen Schatten war er sogar pulvrig. Wo immer die Sonne hin kam (nicht grad jetzt, aber generell), war alles hart gefroren, ging schon etwas auf oder war sogar matschig. Weiter oben wurde der Schnee mehr und der Matsch weniger. Steigeisen wären vielleicht nicht nötig gewesen, aber wenn man schon welche dabei hat ...

Am Unteren Gaisalpsee machten wir erst mal Pause in der Sonne und stellten dann auf Minis um. Der Schnee war stark unterschiedlich, im Schatten eiskalt und in der Sonne bald sulzig und tief. Meine Mini-Felle kamen mit dem Sulzschnee nicht gut zurecht. Weil sie vorne zu schmal sind und weil es natürlich alte, zusammengeschnittene Felle sind, die nicht mehr allzu gut halten, drückte jeder Schritt vorn Schnee unters Fell und irgendwann fielen die Felle einfach ab. Weil das Adhäsionsfelle sind, musste ich den Schnee nur abwischen und die Felle wieder auf die Ski kleben, aber nervig war das trotzdem.

Bis zum ‘Buckel’ vor dem dem Steilhang zur Scharte war gut zu gehen, dann wurde es anstrengend. Der Schnee wurde mit zunehmender Höhe und Steilheit (und Zeit) immer sulziger und die kurzen Ski hielten immer schlechter. Neben uns stieg eine sehr fitte Lady geradeaus zur Scharte hinauf (sah auch mühsam aus) und von oben kamen ein paar Nordwandbesteiger aus dem rechten Teil der Scharte runter.

Nachdem mir zum 4. Mal beide Felle abgegangen waren, beschloss ich, ebenfalls zu Fuß zu gehen. Das war dann genauso anstrengend wie befürchtet, aber ich brach deutlich seltener unerwartet durch (vor allem, weil es Stufen hatte). Der beste Allgäuer stellte auch bald um und wühlte sich vor mir in die Scharte hinauf. Der Wechten-Durchstieg oben sah nicht einfach aus.

Das war dann auch ganz schön schwierig, weil man den letzten Meter in einem Zug hinauf musste (Stufen hielten einfach nicht). Ich legte die Stöcke oben quer in den weichen Schnee, zog mich daran hoch und rollte mich dann einfach über den Rand. Walross-style. Nicht elegant, aber oben ist oben ;-)

Wir ließen die Minis an der rechten Scharte zurück (dort war die Abstiegsspur) und gingen zum Gipfel rüber. Das war nicht schwer, aber man musste ein echt steiles Schneefeld, das ins Bodenlose abfiel, queren und die Sonne schien schon auf den Schnee. Der war aber netterweise noch hart.

Am Gipfel war die fitte Lady und machte Selfies :-) Als wir ankamen, packte sie gerade zusammen und ging. Wir blieben eine Weile oben, aber es war nicht allzu bequem und noch dazu etwas windig, deswegen gingen wir auch bald. Ich schaute noch nach der Aufstiegsspur der Nordwand und entdeckte auch 2 Abfahrtspuren. Direkt rein in die Nordwand! Holla!

Die Querung des Schneefelds war noch immer problemlos. Wir machten die Minis wieder fest und stiegen in die nicht-ganz-so-steile rechte Rinne ab. Vom ersten Schritt abgesehen (für mich viel zu hoch ich krabbelte rückwärts runter), ging das sehr gut, die Stufen hielten noch. Weiter unten war der Schnee noch mehr aufgeweicht und wir brachen mit jedem Schritt durch. Sowas mag ich eigentlich nicht, aber wenn ich mich drauf einstellen kann, dann geht’s.

Sobald es möglich war, nahmen wir die Minis. Der obere Teil der Abfahrt war nicht schön, weil man immer wieder auch mit den Skiern durchbrach und höllisch aufpassen musste, dass die Spitzen der kurzen Ski nicht einstachen. Ich warf mich diverse Male lieber nach hinten, als Einstechen, einen Salto und einen unkalkulierbaren Sturz zu riskieren. Egal, lieber schlecht gefahren, als schlecht gelaufen ;-) Der beste Allgäuer kam besser zurecht und fuhr sogar einige echt schöne Bogen.

Unten kamen wir in den kalten Schnee und fanden da noch richtig tollen Pulver mit sehr wenigen Spuren vor, in den wir beide super Kurven ziehen konnten. Und wenn wir uns weiter oben nicht so gründlich missverstanden hätten, hätten wir sogar noch mehr davon haben können!

Am See machten wir nochmal Pause und stiegen dann weiter ab. Über die unteren Wiesen könnten wir nochmal ein Stück fahren (schöner Firn), dann war der Schnee aus. Am Tobel schauten wir wieder angestrengt an der Sperrung vorbei und stiegen dann - mit Steigeisen natürlich - durch und über das Eis im Tobel zum Auto ab. Das war nochmal sehr toll :-)


Im Tobel mit Minis am Rucksack


Den ersten Eisbach queren wir ohne Steigeisen


Mit Steigeisen ist dann alles leichter


Eis am Kraftwerk


Eisstufen


Anstieg zum Gaisalpsee


Gaisalpsee mit Ziel


Anstieg mit Minis


Toller Schnee


Es geht zu Fuß weiter


Dort oben müssen wir durch


Durchstieg durch die Wechte


Ich habe die Wechte noch vor mir


Auf dem Weg zum Gipfel


Oben :-)


Abstieg


Der obere Teil der Scharte ist auch rechts sehr steil


Die Spur ist aber gut


Elegante Skifahrerin


Andere machen das besser


Rückblick


Restabstieg erst mal zu Fuß


Unten nochmal ein paar Kurven ...


... das geht schon deutlich besser :-)


Eis im Tobel


Abstieg direkt übers Eis, wenn schon, denn schon

Von engel am 03.04.2022 07:14 • outdoorbergskieis

Freitag, 11.03.2022: Rinnen-Gekraxel

Freitag, April 01, 2022

Für die nächste Winterbesteigung parkten wir in Grän. Diesmal war der Kangoo nicht das erste Auto, es stand schon ein einsamer Wagen auf dem Parkplatz ;-)

Am Parkplatz war es (mal wieder) windig, aber als wir die Straße überquert hatten, kam Windschatten und es wurde schnell warm. Der Anstieg ist zwar südseitig, es hat aber viel Wald, deswegen war es abwechselnd kühl und warm und wir hatten entweder Eis oder Matsch oder alles dazwischen unter den Füßen. Aber es war auch windgeschützt. Vor dem oberen Bänkle machten wir eine angenehme Pause im Gras.

Auf der Querung konnten wir zwei Leute in der Gipfelrinne sehen, die da eben hochkraxelten. Wir brauchten nicht lang, um zum Einstieg zu kommen und packten da unsere Geheimwaffen aus: die Luckys ;-) Der Schnee war super. Kalt und trittfest und es hatte prima Stufen. Man wäre sicherlich auch ohne kleines Eisbeil hochgekommen, aber was man hat, hat man :-)

Oben waren nur die beiden Vorsteiger. Wir machten eine Weile Pause, aber weil es doch etwas windig war, beschlossen wir zu der sonnigen Mulde vor der Bad Kissinger Hütte zu gehen, die wir uns im Aufstieg aufgefallen war. Vor dem Abstieg mussten wir allerdings kurz warten, weil gerade zwei weitere Leute hochkamen. Dann stiegen wir ab und gingen zu der Mulde, wo es in der Sonne tatsächlich angenehm warm war. Hinter uns war ein Skitourer die steile Nordrinne (Blick von oben: Hui, ordentlich!) vor der Hütte hochgekommen.

Der Abstieg ging gut und schnell. Wir tranken den letzten Tee wie üblich am Seilbahnmast und gingen dann zum Auto runter. Immer wieder cool, so eine winterliche Gipfelrinne :-)


Start, das Ziel im Hintergrund


Im Schatten hat es noch ganz schön viel Schnee


Am Joch mit Blick auf den Forggensee


Bergbewohner


Nicht mehr weit


In der Rinne


Steiler anstieg


Gipfelblick


Gipfelbesucher


Gipfelpause


Abstieg


Wild hämmernder Specht im Wald


Die letzten Meter

Von engel am 01.04.2022 16:17 • outdoorberg

Donnerstag, 10.03.2022: Leiterberg

Mittwoch, März 30, 2022

Da der Schnee für Skitouren dann halt doch nicht so toll gewesen war, verlegten wir uns auf Zu-Fuß-Touren. Um diese Jahreszeit kann man gut auf Berge steigen, die sonst arg voll sind. Wir wollten Sonne, deswegen nahmen wir uns mal wieder den Berg mit Leiter vor.

Der Kangoo war das erste Auto in Gunzesried, obwohl wir gar nicht so besonders früh dran waren. Anfangs war es noch recht kühl und natürlich windig, nach dem letzten Haus konnten wir aber bald auf T-Shirt umstellen und die Hosenbeine hochkrempeln. Wir gingen bis zur Alpe Krumbach und machten da erst mal Pause mit Tee, Schoki, Sonne und Aussicht. Während der Pause ging ein Leut an uns vorbei, es war also noch immer nicht voll ;-)

Der Anstieg Richtung Steineberg war gut zu gehen, man kaum ein (darum mache ich mir ja immer Sorgen). Der Anstieg zur Leiter war dann besser, als wir ihn bei winterlichen Bedingungen je vorgefunden hatten, mit gutem Trittschnee und festen breiten Stufen. Der Anstieg war fast einfach ;-)

Oben war wieder Wind, deswegen stiegen wir bald auf der Südseite bis an die flache Stelle ab, wo wir im trockenen Gras lang und gemütlich Pause machten. Wenn man sich flach machte, dann merkte man den Wind kaum und es war schön warm. Wir blieben lang.

Der Abstieg war trotz aller Befürchtungen und trotz des inzwischen sehr aufgeweichten Schnees (Südseite halt) relativ OK. Ich brach oben zwei Mal durch (einmal mit jedem Bein), verbog mir aber weder das Operierte noch das motzige andere Bein :-) Weiter unten war dann Schatten und der Schnee war berechenbarer.

Sehr nett und schön einsam :-)


WIr können bald im T-Shirt gehen


Das übliche Bild weil es halt gar so schön ist da :-)


Vordere Krumbach und Steineberg


Auf dem Weg


Super Bedingungen


Steil ist es natürlich trotzdem


Auf der Leiter


Am Ausstieg


Gipfel


Abstieg

Von engel am 30.03.2022 19:35 • outdoorberg
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