Die Verwaltungsratssitzung der SAN fand mal wieder auf/in der Innsbrucker Nordkette in unserer Patenhütte statt (hat bestimmt auch einen ‘richtigen’ Namen, den ich nicht kenne). Deswegen wollte auch der beste Allgäuer mit, weil man da am Sonntag schöne Dinge machen kann.
Nach schwierigem Start kamen wir um 8 los und waren kurz nach 10 mit nur minimaler Verzögerung am Fernpass in Zirl. Am Parkplatz kurz vor Hochzirl bekamen wir den allerletzten Platz :-)
Beim Losradeln war es noch reichlich kühl, weil sich der Nebel noch nicht recht hatte lichten wollen, aber als es sonniger wurde (was im lichten Wald der Forststraße nicht sehr viel hieß), wurde es angenehmer.
Nach dem Talschluss geht es kurz runter (schattig und entsprechend kühl) und dann beginnt der eigentliche Anstieg zur Hütte. Da liegt dann so gut wie alles im Schatten, aber es anstrengend, deswegen spielt das kaum eine Rolle ;-)
Die Forststraße ist erst mal sehr steil bis zur ersten Kehre, lässt bis zur nächsten langen Kehre etwas nach, und wird am Ende, kurz bevor man zur Hütte kommt, noch mal so richtig steil. Da ist man dann natürlich schon etwas angestrengt, was das alles noch intensiver macht ;-)
Dann aber kommt endlich die Hütte und liegt nach dem vielen Schatten wunderbar und einladend in der Sonne :-)
Der W. war schon da und wir setzen uns dazu und teilten uns einen Kaiserschmarrn und tranken ein Bier. Nach und nach trudelten der J. und der K. ein, die G. war eh schon seit Freitag da. Lediglich die N. ließ auf sich warten, deswegen legten wir uns eine Weile in die Sonne, bis man uns zur VR-Sitzung holte.
Der beste Allgäuer ging dann noch eine Runde übers Kirchbergköpfl, während wier die Belange der SAN besprachen. Das dauert recht lang, deswegen zogen wir irgendwann in die Hütte um (ohne Sonne war es arg kalt). Wir wurden aber bis zum Abendessen (es gab ‘Alpenschwein’, über den Sommer aufgezogenes Schwein der Hütte) fertig.
Unser Abend wurde nicht sehr lang, auf der Hütte wurde aber bis mindestens 3 Uhr gefeiert, denn es war Hüttenschluss. In unseren netten, nigelnagelneuen Zimmern unter dem Dach merkten wir davon aber nichts :-)

Letzter freier Platz (noch im Nebel)

Fast schon Sonne im Talschluss

Endlich an der Hütte!

Kirchbergköpfl
Das Wetter am Feiertag war eher mäßig angesagt and sah beim Frühstück auch erst mal so aus. Weil aber das Wochenende recht mau werden sollte, fuhren wir dennoch los und parkten bei unerwartet schönem Wetter und Wärme in Rauth.
Wir stiegen auf dem Normalweg zum Gipfel, wo es recht voll und windig war, und über den Winterrücken zurück zu den Hüttchen, wo wir eine schöne sonnige und windgeschützte Mulde für eine ausgedehnte Pause fanden.
Nett wie immer, die Tour.

Sonne in Rauth

Waldanstieg

Anstieg auf dem Normalweg zum Sattel

Voller Gipfel

Winterabstieg

Im Steilgras

In der letzten Sonne
Kurz vor dem Urlaubsende sollte das Wetter noch mal großartig werden, allerdings auch ziemlich kühl. Ich hatte schon vor dem Urlaub eine ganze Liste bisher unbekannter Ziele zusammengestellt und das war die Gelegenheit, einen Punkt der Liste abzuhaken. Wir fuhren zum Plansee und noch ein Stück weiter und parkten dann bei der Ammerwald-Alm.
Zunächst marschierten wir, warm eingepackt und im Schatten, ein Stück die Straße weiter und bogen dann auf eine Forststraße ab, auf der wir bald in die Sonne kamen. Es wurde ein wenig wärmer und wir konnten die erste Schicht ablegen.
An der ersten Kehre zweigte ein schmaler Pfad ab, der uns in weiten Kehren durch lichten Wald nach oben führte. Das war sehr nett und sehr schön und je höher wir kamen, umso besser wurde die Aussicht. Noch weiter oben wurde der Wald noch lichter und wir konnten in der Sonne weiter aufsteigen, nun in T-Shirts :-)
Nach einer kleinen Hütte ging es durch Latschen weiter und wir trafen auf den ersten Schnee im Schatten, hart gefroren. Der Gipfel tauchte dann ziemlich unerwartet aus den Latschen auf und hatte eine nette kleine sonnige Wiese unterhalb, wo wir uns zu einer lange Pause mit Blick auf angezuckerte Nordwände (Geierköpfe?) in die Sonne legten.
Nach der gemütlichen Pause überschritten wir den Gipfel und stiegen auf der schattigen Nordseite (mit etwas Schnee) zum Sattel zur Hochplatte ab und von dort auf einem unerwartet alpinen Steig durch eine schmale steile Rinne in den Talschluss des Roggentals hinab.
Der Weg das Tal hinaus bis zur Ammerwald-Alm war dann irgendwie länger als erwartet und als er aussah, aber das war eine schöne Runde. Wir kehrten am Ende in der letzten Sonne (im Tal) an der Ammerwald-Alm auf Bier und Kuchen ein.

Plansee

Start an der Ammerwald-Alm

Schöner Wald-Anstieg

Sonne mit Nordwänden

Kurz vor dem Gipfel

Gipfel

Weiterweg mit Hochplatte

Nordseitenabstieg

Abstieg ins Tal

B&K :-)
Das Wetter war nicht allzu schön, aber immerhin trocken angesagt, deswegen wollten wir noch mal unser Glück mit Pilzen probieren. Allerdings diesmal auch mit Fokus auf einer Tour, was beim Fernsehturmhügel ja eher nicht der Fall ist.
Trotz des Wetters waren alle Parkplätze an der Sonnenklause schon voll (naja, wir waren auch wegen eines Einkaufstrips in Sonthofen nicht allzu früh dran), deswegen wichen wir auf den Parkplatz am Weidegatter aus.
Nachdem wir auf dem Weg bis zur Sonnenklause gegangen waren, gingen wir weglos weiter und es wurde anstrengend ;-) Pilze waren selten und neben vielen und schönen Fliegenpilzen gab es wenig andere Pilze. Aber Weg bis zum Gipfel ist lang (und weglos noch länger), deswegen hatten wir am Gipfel dann doch einiges in den Beuteln :-)
Oben war es nicht allzu gemütlich, da war der erste Tee der Saison so ganz falsch nicht. Wir stiegen seitlich und über die steile Straße ab. Zwar hielten wir weiter Ausschau, fanden aber keine weiteren Pilze. Alles in Allem war die Ausbeute aber gar nicht so schlecht :-)

Im Wald

Anstieg

Fliegenpilz

Nebel am Wegkreuz

Am Gipfel

Ausbeute: Semmelstoppelpilze, Perlpilze, Maronen, Schusterpilze, Steinpilze
Für den halbwegs schön angesagten Sonntag hatten wir uns den Aggenstein ausgesucht und hofften auf moderaten Betrieb. Als wir den Kangoo am Parkplatz abstellten, war auch noch nicht allzu viel los, dafür war es aber ziemlich kühl und windig.
Der Anstieg zur Kissinger Hütte ist freundlicherweise windgeschützt, deswegen konnten wir dort problemlos im T-Shirt aufsteigen. Am Sattel war es dann wieder windig und kalt.
Das Wetter war halb sonnig und halb wolkig und die Wolken hingen sehr tief. Das sah großartig aus und wir konnten viele tolle Bilder machen.
Am Gipfel blieben wir nicht lang, weil es so kühl und windig und voll war. Wir stiegen bald wieder ab und kehrten in der Kissinger Hütte ein. Mein Apfelstrudel war gut, aber es war leider nicht so gemütlich, wie man sich das üblicherweise so vorstellt :-/
War trotz der Kühle und des Windes eine nette Tour mit toller Aussicht :-)

Start mit Ziel im Blick

Anstieg im Wald

Anstieg mit wüsten Wolken

Kletterpassage

Gipfelbild

Am Nebengipfel

Abstieg

Vor der Hütte

Rückblick
Es sollte halbwegs trocken bleiben, deswegen gingen wir eine Runde über den Illertalhügel. Auf der Nordseite rauf und wieder runter und wir hatten natürlich Beutel und Messer dabei.
Essbare Pilze gab es keine, aber dafür nette Rinder und ganz unerwartet viel Sonne :-)




Wir brauchten Pilze für’s Abendessen, weil wir SV+LG eingeladen hatten, deswegen drehten wir eine Runde über den Blender. Es war kühl und neblig und die Pilze hatten wenig Lust, sich zu zeigen (gut, dass wir das Abendessen auf jeden Fall auch aus dem TK hätten bestreiten können).
Nach lange keinem Fund, gab es dann an der üblichen Stelle doch noch ein paar Maronen und Steinpilze. Das Abendessen war gerettet :-)




Nach der anstrengenden Lechtal-Tour hatten wir uns für den schönen Samstag eine etwas gemäßigtere Tour rausgesucht, um die armen Beine nicht allzu arg zu überfordern. Dazu wollten wir ins Kleine Walsertal, aber kurz vor Sonthofen zeigte das Navi Stau und es fiel uns ein, dass ja überall Viehscheid war und entsprechend viel los und auch gesperrt war.
Nach kurzer Diskussion waren wir uns über die Alternative einig und bogen nach Hinterstein ab, um an der Brücke zu parken. Es sollten die Hohen Gänge werden, auch wenn ich dafür nicht unbedingt die neuen Schuhe genommen hätte. Naja, würde schon passen.
Wir radelten bis zur Abzweigung des Quad-Tracks zum Häbelesgund und gingen von dort zu Fuß weiter. Inzwischen ist der Quad-Track einigermaßen eingewachsen und deswegen nicht mehr ganz so blöd zu gehen. Langweilig ist er nach wie vor (rauf wie runter natürlich) :/
Kurz vorm Häbelesgrund kam die erste Sonne und alles sah wunderbar herbstlich und bunt und schön aus. Ab da war alles gut :-) An Getränkehütte machten wir Pause, und weil wir ja eigentlich mit einer viel kürzeren Tour und einer Hütte am Ende geplant hatten, tranken wir da gleich mal etwas. Es würde warm werden.
Nach der Pause ging es weiter zur Rotspitze. Auf der Hälfte des Anstiegs zum Sattel merkte ich meine rechte Ferse (tja, neue Schuhe halt :/) und verpflasterte die Ferse erst mal. Außerdem nahm ich Stöcke, um die Ferse entlasten zu können. So kamen wir gut bis zur Rotspitze, aber es war schon arg anstrengend (keine Übung mehr :-().
Nach der Pause wäre ich dann eigentlich gern direkt wieder runtergegangen, ließ mich dann aber doch überzeugen, über die Hohen Gänge zu gehen: nun waren wir ja schon mal fast da.
Bei der Heubatspitze ist man relativ schnell (aber der kurze Gegenanstieg war echt heiß und anstrengend) und danach beginnt der nette Teil: Kraxeln über die Hohen Gänge. Es waren ein paar Leute in Gegenrichtung unterwegs, aber nicht allzu viele. Der Grat war nett wie immer und auch wie immer hatten wir tolle Aussicht und viel Freude :-)
Allerdings war ich dann echt froh, als wir die Wegkreuzung zum Breitenbereg erreicht hatten. Das war alles deutlich mehr, deutlich wärmer und deutlich anstrengender gewesen, als wir geplant hatten. Die neuen Schuhe hatten sich super geschlagen. Ausgesprochen bequem, super Halt auf Fels, Geröll und Allem und vor allem: noch kein Füsse-weh. Und der Druck an der rechten Ferse war auch nur moderat.
Im Abstieg machten wir in der letzten Sonne im Häbelesgund Pause und stiegen dann den langen nervigen Quad-Track ab. Unten war ich dann sehr, sehr froh, die Bikes zu sehen ;-) Bis zum Auto war es dann einfach.
Schöner Tag, schöne Tour, schöner Grat und tolle neue Schuhe!
Nach der Pause wäre ich dann eigentlich gern direkt wieder runtergegangen, ließ mich dann aber doch überzeugen, über die Hohen Gänge zu gehen: nun waren wir ja schon mal fast da.
Bei der Heubatspitze ist man relativ schnell (aber der kurze Gegenanstieg war echt heiß und anstrengend) und danach beginnt der nette Teil: Kraxeln über die Hohen Gänge. Es waren ein paar Leute in Gegenrichtung unterwegs, aber nicht allzu viele. Der Grat war nett wie immer und auch wie immer hatten wir tolle Aussicht und viel Freude :-)
Allerdings war ich dann echt froh, als wir die Wegkreuzung zum Breitenberg erreicht hatten. Das war alles deutlich mehr, deutlich wärmer und deutlich anstrengender gewesen, als wir geplant hatten. Die neuen Schuhe hatten sich aber super geschlagen. Ausgesprochen bequem, super Halt auf Fels, Geröll und Allem und vor allem: noch kein Füße-Weh. Und der Druck an der rechten Ferse war auch nur moderat.
Im Abstieg machten wir in der letzten Sonne im Häbelesgund Pause und stiegen dann den langen, nervigen Quad-Track ab. Unten war ich dann sehr, sehr froh, die Bikes zu sehen ;-) Bis zum Auto war es dann einfach.
Schöner Tag, schöne Tour, schöner Grat und tolle neue Schuhe!

Radeln isn Retterschwanger Tal

Das erste Ziel im Blick

Im Schatten auf dem Quad-Track

Sonne und Herbstfeeling

Im Anstieg zur Rotspitze

Auf dem Sattel vor der Rotspitze

Kurz vorm Gipfel

Rotspitze

Abstieg zu den Hohen Gängen

In den Hohen Gängen

In den Hohen Gängen

Hohe Gänge mit Rückblick zur Heubatspitze

Abstieg

Abfahrt
Der erste Tag des Herbsturlaubs war gar kein Urlaub, sondern spontan genommene Gleitzeit, weil das Wetter so großartig werden sollte (im eigentlichen Urlaub dann nicht mehr so sehr). Wir fuhren durch den Tunnel ins Lechtal und parkten in Bach vor der Brücke.
Es war noch recht frisch, als wir auf der Straße nach Madau im Schatten den ersten Anstieg hinaufradelten, aber mit der Anstrengung wurde es uns natürlich schnell warm. Die Teerstraße ist schmal, oft geflickt, und wenn man aus dem Wald rauskommt, eröffnet sich ein großartiges Panorama. Ab hier ging es dann erst mal eine Weile ohne Steigung ins Tal hinein.
Nachdem wir ‘unseren’ Berg weitgehend umrundet hatten, bog nach rechts eine Piste ab, der wir, nun wieder steigend, folgten. Die Piste war einigermaßen gut zu radeln, nur selten sehr steil, und bot immer wieder Erholungsstücke. Es dauert aber eine gute Weile, bis wir nochmal ein gutes Stück um den Berg herum ins offene Almgelände kamen.
Hier begrüßten uns viele Rinder, die sich alle hinter dem Gatter auf der Piste gesammelt hatten, weil es da schön flach war (was man vom restlichen Almgelände nicht unbedingt sagen kann). Wir wurschtelten uns langsam durch, dabei war Fladen-Kontakt aber nicht zu vermeiden. Naja, das würde bei der Abfahrt dann schon wieder abfallen ;-)
Hier überholten uns ein paar E-Biker, die aber geradeaus weiter ins Tal hineinradelten. Wir bogen nach rechts auf eine schmalere Piste ab, die uns weiter hinauf und zurück um den Berg führte. Inzwischen war das Radeln doch ganz schön anstrengend, weil die Piste jetzt natürlich auch schlechter war.
Nach der ersten Kehre nach einem sehr langen Schlag machten wir eine Pause. Und waren zwei kurze Kehren später an der Stelle, wo unser Pfad den Berg hinauf abzweigte. Wir hätten den Pfad beinahe übersehen, so schmal war er.
Nachdem wir die Radelklamotten gegen die Wanderausrüstung getauscht hatten (eine andere Hose im Wesentlichen), stiegen wir den Pfad in den steilen Wald hinauf. Nicht weit allerdings, denn ein Mordsverhau an altem Windbruch versperrte den Weg. Mithilfe des Navis und den Pfadfinderfähigkeiten des besten Allgäuers wurschtelten wir uns durch den Verhau und ein steiles Krautfeld hinauf und fanden den Pfad oberhalb wieder.
Aber auch diesmal verloren wir den Pfad bald wieder, weil sich im nächsten steilen Waldstück keine Spur gehalten hatte. Wir stiegen den Wald etwa entlang des Weges bis zum Ende des Walstücks hinauf, wo uns eine noch steilere Wiese mit felsigem Abschluss oberhalb erwartete.
Sollten wir hier keinen Pfad finden, würden wir umdrehen, denn so langsam war uns das alles viel zu steil und wild, und wir würden irgendwann ja auch wieder absteigen müssen. Wir fanden den Pfad aber tatsächlich wieder und hier war er tatsächlich auch ohne guten Willen als solcher zu erkennen (wenn auch nach wie vor schmal) :-)
Das Steiglein führte uns in Kehren durch vereinzelte Bäume am Felsabschluss vorbei und danach über eine weitere, natürlich steile, Wiese zu einem Felsriegel, durch den (erst kurz vorher erkennbar) ein ‘gesicherter Steig’ (alte, fast verrottete Balken, ein altes Kletterseil) führte. Der Steig war steil (was sonst) und gut zu gehen.
Auf der endlich mal etwas flacheren Wiese oberhalb schauten wir uns ein paar Mal um, um den Einstieg zum Felsriegel auch bestimmt wiederzufinden. Kurz drauf kamen wir an eine noch flachere Stelle mit wildem Abbruch auf der rechten Seite und es eröffnete sich ein großartiger Ausblick nach allen Seiten.
Wir machten kurz Pause und folgten dann weiter dem Pfad, der nun keine Kehren mehr machte, sondern einfach nur geradeaus nach oben führte. Das Gelände war nun wieder sehr steil und fiel, weil wir uns auf einer Art Geländerippe befanden, auch nach allen Seiten steil ab.
Der Anstieg war ausgesprochen anstrengend und deswegen schaute ich vermutlich zu spät aufs Navi: Der Weg hätte ein Stück unter uns nach rechts abbiegen sollen. Den super-steilen geradeaus-nach-oben-Weg, dem wir folgten, gab es auf der Karte gar nicht. Das war nun echt doof.
Der beste Allgäuer war dafür, einfach weiterzugehen, aber ich wollte wissen, wo wir die Abzweigung übersehen hatten. Unser aktueller Pfad war kaum mehr zu sehen und es war nicht absehbar, wo der hinführen würde. Ich bot an, alleine zurückzugehen und zu gucken, aber der Allgäuer kam doch mit. Was auch gut war, denn wir waren schon ein gutes Stück über die Abzweigung hinausgestiegen. Die war nämlich an dem kleinen Flachstück, wo wir Pause und Fotos gemacht hatten.
Dort zweigte ein Weglein nach rechts in eine supersteile, mit Büschen bewachsene Rinne ab und auf der anderen Seite der Rinne schien der Weg weiterzugehen. Die Rinne kann getrost als Abbruch bezeichnet werden, aber es hatte Wegspuren. Ich ging 10 Meter rein und drehte dann wieder um, denn nach den ersten ganz okayen Metern war dort eine bröselige, erdige Stelle, unter der die Büsche schon abgerutscht waren, und die man hätte einen Meter senkrecht hinauf (und später wieder hinunter!) steigen müssen. Oh, nein, das war nichts für mich!
Der beste Allgäuer, der schon die ganze Zeit gemeint hatte, da rechts habe es nur den Abbruch, ging ein Stück weiter in die Büsche hinein. Er rief zurück, den Weg gäbe es nicht und er würde umdrehen. Und dann polterten plötzlich ein Haufen Steine zwischen den Büschen die Rinne runter und mir fiel kurz das Herz in die Hose, weil auf mein Rufen nun keine Antwort mehr kam. Aber dann kam der beste Allgäuer aus den Büschen raus und hatte nichts gehört. Weder das Gepolter, noch mein Rufen. Puh!
Wir machten erst mal Pause.
Und beschlossen dann, es hier gut sein zu lassen. Nochmal die 100 Höhenmeter zur Umdrehstelle hinauf und dann nochmal 300-400 Höhenmeter genauso steil weiter, ohne zu wissen, ob wir überhaupt oben ankommen würden, schien uns dann ganz einfach zu mühsam. Und dann war dann ja noch der Abstieg.
An den machten wir uns nach einer Weile. Erst mal ging es einigermaßen bequem bis zum Einstieg des Felsriegels (den wir problemlos fanden), wo wir vorsichtig die Stufen hinabstiegen und dann auf dem Steig mit den guten Kehren bis zum obersten Waldstück abstiegen. Hier verschwand der Pfad natürlich, aber wir wussten ja, wo wir ihn unterhalb des Waldes verloren hatten. So konnten wir bis zum Windbruch absteigen.
Weil es ein wenig doof gewesen war, unterhalb des steilen Krautfelds durch den Rand des Windbruch-Verhaus zu klettern, stiegen wir auf der rechten Seite ab, wo wir die Piste bereits sehen konnten. Weglos, supersteil und mit Kraut, Stauden und Gräsern zugewachsen. Wir hatten schon bessere Ideen :/
Der Abstieg bis zur Piste war dann einigermaßen herausfordernd. Man sah den Untergrund nicht immer und wusste dann auch nicht, ob man vernünftig stehen würde (besonders herausfordernd für mich). Ging alles und Rutschen wäre bei dem vielen Gewächs auch nicht allzu schlimm gewesen, aber das will man ja nicht.
Wir machten uns an die Abfahrt. Der obere Teil bis zu der großen Weidefläche, wo wir vom Talweg abgebogen waren, war etwas holprig (kein Wunder, dass das anstrengend zu radeln gewesen war), dafür mussten wir kein einziges Mal treten :-) Unten trafen wir wieder auf die Kuhherde, die sich auf dem Platz vor dem Gatter versammelt hatte.
Die Rinder lagen und standen recht dicht beieinander und ich fand es ein wenig abenteuerlich, mein Bike da zwischendurch zu schieben. Dass man vielen (sehr frischen) Fladen ausweichen musste, machte die Sache auch nicht einfacher. Dem besten Allgäuer hinter mir ging es auch nicht besser und so kam es, dass unsere Räder hinter dem Gatter etwas verdreckt waren. Wir machten die Reifen so gut es ging an einem kleinen Bach sauber und hofften, der Rest der Fladen würde bei der restlichen (noch recht langen) Abfahrt abfallen.
Diese Abfahrt verlief dann ereignislos, allerdings mussten wir auf der Teerstraße dann doch noch ein paarmal treten ;-) In Bach kehren wir im Grünen Baum auf Bier und Kuchen ein. Die Käsesahne war leider aus und wir suchten uns aus den verbliebenen Angeboten eine ‘Weiße-Schokolade-Birnen-Torte’ aus. Großartige Wahl!
Das war eine Super-Tour und zumindest für mich war es völlig egal, dass es dabei keinen Gipfel gegeben hatte. Das war so schön und es hatte so viele coole Sachen gegeben, das war einfach nur perfekt :-) Und anstrengend genug war es auch ohne den Gipfel gewesen ;-)

Start in Bach

Auf der Piste ins Griessltal hinein

Die Rinder schauen etwas vorsichtig

Die letzten flachen Meter im Griessltal

Radlparkplatz

Windbruchverhau

Steilanstieg zum Windbruchverhau

Anstieg durch Krautverhau

Pfad mit Aussicht

Anstieg über den gesicherten Steig

Anstieg oberhalb des Steigs

Abbruch

Rückweg über den gesicherten Steig

Aussicht ins Griessltal

Der letzte Krautabstieg zur Piste

Abfahrt mit Aussicht

Kuhherdenquerung

Bier und Kuchen in Bach
Nach einem arbeitsreichen Samstag, beschlossen wir am regnerischen Sonntag, eine Runde über den Fernsehturmhügel zu gehen. Mit Messern und Tüten bewaffnet für alle Fälle, auch wenn wir nicht viel Hoffnung hatten.
Wir starteten vom Tennisplatz und gingen gleich mal direkt im Wald hoch. Gähnende Leere, von ein paar Hörnlingen abgesehen. Im oberen Wald war es noch leerer, dafür fing es an zu regnen.
Wir gingen zum Kreuz und dann über den üblichen Suchweg hinten runter. Erst war es auch gähnend leer, aber dann fielen wir och über ein paar Steinpilze. (‘Drüber fallen’ ist übrigens durchaus wörtlich zu nehmen. Wegen des Wetters und des Lichts sahen wir die Pilze erst, als wir direkt davor standen.) Endlich!
Die restliche Runde führte zu nichts, aber es gab ein feines Abendessen und Pilze für die Tiefkühltruhe :-)

Start mit viel Holz

Es regnet

Am Gipfel vorbei

Prachtexemplar :-)