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Samstag, 16.06.2018: Viel Bike, wenig Hike

Donnerstag, Juni 28, 2018

Der große Neffe hatte angefragt, ob er am Sonntag mit uns in die Berge kommen könnte. Natürlich :-)
Da das aber vermutlich viel Laufen bedeutete, nahmen wir uns für den Samstag eine Tour mit viel Radeln und eher wenig Laufen vor.

Wir parkten in Rieden und radelten über den Rotlechstausee zur Raazalpe hinauf. Auch hier waren wir - von einem einzigen Selbsttreter abgesehen - die einzigen echten Biker. Was da schon einigermaßen erstaunlich ist, ist dass unter den E-Bikern auch total junge Menschen sind, von denen man annehmen würde, dass sie sportlich und kräftig genug sind, auch selber zu fahren. Man wundert sich ...

Eigentlich mag mein Knie Biken ja ganz gern, aber auf den letzten Metern zickte es blöd rum. Saublöd, wo doch am nächsten Tag die Neffentour anstand. Na, erst mal sehen.

Weil das am letzten Wochenende so schön gewesen war, kehrten wir an der Raazalpe erst mal ein. Die war aber noch nicht so richtig aktionsbereit, Kuchen gab es nämlich keinen. Wir nahmen stattdessen Radler und Würstel, was wirklich ausgezeichnet schmeckte, aber das Radler setzte sich geradezu bösartig in die schon etwas angestrengten Beine, so dass das Weitergehen erst mal fürchterlich anstrengend wurde.

Der beste Allgäuer von Allen ging natürlich wieder barfuß. Als wir den Sattel zwischen Galtjoch und Abendspitze erreichten, wo es dann wirklich grasig und angenehm wird, schlug er vor, ich solle das doch auch machen. Gute Idee, Einlagen hin oder her. Und das war wirklich angenehm (auch wenn das Knie ein wenig zwickte, das war aber vorher mit Schuhen auch schon so). Der Weg vom Sattel zum Galtjoch ist einfach nur super zum Barfuß-Gehen :-)

Nicht ganz so super war der eisige Wind, der uns ab dem Sattel begleitete. Am Gipfel suchten wir uns ein windgeschützes Plätzchen und legten uns in die Sonne, wo wir prompt einschliefen (das Radler?). Wir erwachten fröstelnd, weil sich eine kleine Wolke genau über uns vor die Sonne geschoben hatte. Da die keine Anstalten machte, sich zu verziehen, gingen wir halt. Der beste Allgäuer von Allen barfuß, ich wieder mit Schuhen. Das Knie jammerte weiter blöd rum.

Wir gingen auch noch kurz auf die Abendspitze und stiegen dann zu den Rädern ab. Die Abfahrt zum Rotlechstausee, immerhin gut 700 Höhenmeter am Stück, ist ziemlich fordernd für die Räder, aber trotz aller Bedenken haben die Bremsen da noch nie aufgegeben. Meine Hinterradbremse quäkt am Ende dann allerdings ziemlich erbärmlich. Das legt sich glücklicherweise dann wieder, wenn sie abgekühlt ist :-)


Start am Riedener See


Das sieht nicht nur angestrengt aus!


Vor der Raazalpe


Auf dem Weg zum Galtjoch


Auch ich gehe barfuß :-)


Am Galtjoch


An der Abendspitze


Abfahrt

Von engel am 28.06.2018 23:38 • outdoorbergmtb

Samstag, 09.06.2018: Eissee-Eisbaden

Donnerstag, Juni 28, 2018

Nach den Figl/Mini-Touren des letzten Wochenendes, wollten wir nochmal eine solche Tour machen. Auch um Abstieg zu sparen, ehklar. Wir verwarfen ein paar der extremeren Möglichkeiten, weil uns dazu die Figln zu mistig und die Minis zu schmal waren. An manchen Stellen sollte man nicht stürzen (und für den nächsten Winter haben wir schon eine kleine Einkaufsliste, aber aktuell ist alles, was in der Hinsicht interessant wäre, ausverkauft). Schließlich entschieden wir uns für ein Ziel und weil wir nicht mehr so Recht an Schnee glauben konnten, packten wir doch lieber die Figln ein (mit denen kann man ‘normale’ Schuhe anziehen).

Wir parkten an der Nebelhornbahn und radelten ins Oytal hinter. Je weiter hinter wir kamen, umso schneefreier sah die Gegend aus. Die Wildenfeldscharte sah beim Näherkommen dann nahezu vollständig blank aus, damit war auch die letzte Möglichkeit zum Abfahren weg und wir fragten uns woher dieser Schnee-Optimismus gekommen war. Ich vermute, ich bin da nicht unschuldig ;-)

Wir radelten mit den schweren Figl-bepackten Rucksäcken zur Käseralpe hinauf und parkten dort sowohl die Räder als auch die Figln. 2 Kilo weniger merkt man übrigens gleich :-) Weil wir annahmen, dass es später nichts mehr geben würde, kehrten wir direkt ein. Dann konnten wir zum ‘zu-Fuß’-Teil der Tour starten.

Der Weg hinauf in den Älpele-Sattel war trotz der eher gemäßigten Temperaturen ziemlich heiß und schwitzig, was aber vor allem an der feuchten Luft lag. Im Sattel, wo uns der Wind erwischte, war es dann deutlich kühler. So war es auch auf dem weiteren Aufstieg auf dem Rücken zum Rauheck. Das Rauheck ist eh ein Saubuckel, weil man da andauernd was sieht, was wie der Gipfel aussieht und dann kommt danach doch wieder ein Buckel. Aber es liegt toll und man hat Super-Aussicht in alle Richtungen.

Wir bekamen im Aufstieg hin und wieder Sonne ab, aber bei der Gipfelpause wurden wir bald eingenebelt. Immerhin war es aber nur moderat kühl. Als es dann auch noch zu nieseln begann, rafften wir uns wieder auf und stiegen ab.

Am Abzweig zu den Eisseen gingen wir lieber den langen Weg um die Wechte herum, als drüber zu klettern. Dann stiegen wir im steilen Gras und über ein Schneefeld zum Weg ab und gingen zum größten Eissee.

Der verdiente seinen Namen durchaus, denn auf der einen Seite hatte es eine sicherlich 3 Meter hohe Eiswand. Die andere Seite war gerade so frei. Zum Eisbaden reichte das und des beste Allgäuer von Allen hatte das Vergnügen, vor einer richtig hohen Eiswand zu schwimmen. Das hat man ja auch nicht alle Tage :-)

Der Rückweg über die anderen Eisseen zum Wildenfeldhüttle war dann doch länger als wir dachten und unsere schöne Vorstellung von Kaffee und Kuchen auf der Käseralpe löste sich langsam in Wunschdenken auf. Gerade als wir die Alpe wieder sehen konnten, fuhr da das letzte Auto weg ;-)

Immerhin hätte es noch was zu Trinken gegeben (Selbstbedienung), aber das brauchten wir gar nicht und packten stattdessen die Figln wieder an den Rucksack und fuhren an.

Auch an der Gutenalpe und im Oytalhaus war schon Schluß, wir waren einfach zu spät dran. Wir kehrten stattdessen auf dem Heimweg im Haxenwirt ein und nahmen dort ‘Spareribs satt’. Und danach waren wir auch wirklich satt und konnten nach dem Heimkommen und Duschen zufrieden aufs Sofa fallen. Schöner Tag! Und viel tragen trainiert bestimmt ;-)


Hindernisse auf dem Weg ins Oytal


Wir nähern uns dem Stuibenfall


Das Rauheck im Blick


Aufstieg zum Älpelesattel unter der Höfats


Der Grat ist steil und krautig


Gelber Enzian vorm Rauheck


Die letzten Meter zum Gipfel


Frühlings-Stillleben


Umweg um die Wechte


‘Abstieg’ zu den Eisseen


Eissee-Eisbaden


Murmel schauen verwundert


Der Gems schaut misstrauisch


Der Rückweg ist lang


Kurz vor der Käseralpe


Fast zurück in Oberstdorf

Von engel am 28.06.2018 21:40 • outdoorbergmtb

Freitag, 08.06.2018: Kein Regen :-)

Donnerstag, Juni 28, 2018

Den Donnerstag forderte ich für Einkaufen, Waschen und Haushaltsdinge. Außerdem war es sehr nötig, bei meinem Ghost die Bremsbeläge zu wechseln und ich wollte einen neuen Hinterreifen, weil das Hinterrad inzwischen andauernd durchrutschte. Der beste Allgäuer von Allen wollte eigentlich keinen Urlaubstag ‘verschwenden’, aber auch er sah ein, dass man hin und wieder halt auch im Urlaub was tun muss. Wir waren uns ein wenig uneinig, ob wir eher den Donnerstag oder den Freitag dafür nehmen sollten. Am Ende wurde es der Donnerstag, weil wir ganz einfach in der Früh zu lang drüber diskutierten. Das Wetter war (in Kempten zumindest) ganz OK: wolkig aber trocken und wir belohnten uns für unseren Fleiß mit Pfannkuchen auf der Terrasse :-)

Am Freitag sah es in der Früh nicht allzu gut aus und der Wetterbericht machte nicht viel Hoffnung auf eine trockene Tour, aber wir starteten trotzdem ins Tannheimer Tal, ausgerüstet mit allem Regenzeug, das man auf einer Bike&Hike-Tour brauchen könnte. Als wir in Nesselwängle parkten, sah das Wetter schon deutlich besser aus :-) Und während wir zur Gräner Ödenalpe hinaufradelten, wurde es sogar beinahe schön, Sonne und Wolken und so.

Natürlich ist man auf so einer vielbefahrenen Mountainbikeroute nicht allein, aber abgesehen von einem einzelnen Selbsttreter waren wir die einzigen echten Biker.

An der Gräner Ödenalpe stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Im Weidegebiet unter dem Litnisschrofen hat es auch dieses Jahr Pferde. Schöne blonde Haflinger und es sind mehr geworden. Das freut mich sehr. Pferde finde ich schön, auch wenn ich nicht das leiseste Bedürfnis habe, mich auf eines draufzusetzen ;-)

Wir waren wie erwartet fast allein unterwegs und hatten auch den Gipfel eine gute Weile für uns allein. So dicht unter den Wolken sah das Wetter zwar bedrohlich aus, aber es war trocken und hatte sogar gelegentlich einen Sonnenstrahl :-)

Nachdem dann doch 2 Leute zum Gipfel aufgestiegen waren, stiegen wir zu den Rädern ab und fuhren zur Nesselwanger Edenalpe, wo es guten Kaffee und Kuchen gibt. Leider stört da der Abgasgeruch des Aggregats öfters mal. Sonst war es nett und es hatte sogar etwas Sonne.

Für die Abfahrt nahmen wir den schönen Alpenrosensteig (weniger wegen der Alpenrosen, sondern weil man da so einen super-genialen Blick auf die Tannheimer Berge hat). Da war leider einiges los und wir erschreckten ein paar Fußgänger. Das war aber gar nicht so gedacht, wir fuhren wirklich langsam.


Start in Nesselwängle


Vorbei am Aggenstein


Nach dem Abstellen der Räder


Bergpferde


Aufstieg durch die Bröselrinne


Am Gipfel


Zurück zu den Rädern


Belohnung :-)

Von engel am 28.06.2018 07:48 • outdoorbergmtb

Dienstag, 05.06.2018: Gratwandern

Freitag, Juni 22, 2018

Nach dem Erholungstag konnte es wieder mit ‘richtigen’ Touren losgehen. Das Wetter war - wie überhaupt die ganze Zeit schon - eher gemischt angesagt und vor allem sollte es - wie auch die ganze Zeit schon - am Nachmittag Gewitter geben.

Wir radelten das Retterschwanger Tal hinauf (das ist echt gemütlich) und stellten die Räder am Anfang des hässlichen Quad-Tracks ab. Das Radelverbot-Schild ist nun zwar weg (versehentlich nehme ich an), aber da hinauf radeln wäre mehr als schwierig und überaus stressig. Runter wäre natürlich fein ;-)

Der Quad-Track ist zwar nicht schön, aber man kommt immerhin schnell voran. Es war schwül, wir schwitzen Bäche, obwohl es nur moderat warm war. Nach einer kurzen Pause kamen wir in den Häbelesgund und ab da ist der Weg zur Rotspitze echt schön. Irgendwo im Aufstieg zwischen Gund und Sattel fing mein linkes Knie (das Gute!) an zu zwicken, deswegen nahm ich Stöcke.

Als wir den Gipfel erreichten, hatte sich das schöne Wetter vom Morgen schon aufgelöst und der Himmel war bedeckt. Dazu wehte ein empfindlich kühler Wind. Wegen Knieweh war ich nicht sicher, ob die Hohen Gänge, die wir geplant hatten, machbar wären und wir beschlossen, erst mal in die Scharte zur Heubatspitze runter zu gehen. Und - Wunder! - bergab war alles OK.

Wir gingen erst mal weiter bis zur Heubatspitze und meinten dann, das Wetter würde die nächste Stunde halten und starteten in die Hohen Gänge. Die nächste Stunde über hatten wir Wolken (Nebel), leichten Regen, kühlen Wind, Sonne und viel Freude am Steiglein. Als wir den Breitenberg erreichten, hatten sich die dicksten Wolken verzogen und wir konnten eine gemütliche sonnige Pause am Gipfel geniessen.

Der Abstieg war dann doch ein wenig anstrengend für mich, weil mir - warum auch immer - die Füße weh taten. Da waren die Räder, die unten auf uns warteten, schon wirklich willkommen :-)


Auf dem Weg ins Retterschwanger Tal


Aufstieg auf dem Quad-Track


Das Wetter wettert rum


Noch mal ein wenig Sonne auf dem Weg zum Sattel


Kurz vorm Gipfel


Rotspitze, mit Aussicht auf den Großen Daumen


Heubatspitze


Vor der langen Leiter


In den Hohen Gängen


Klettereinlage


Am Breitenberg (Sonne!)


Abstieg mit Blick auf den Aufstieg zur Rotspitze


Abfahrt :-)

Von engel am 22.06.2018 20:17 • outdoorbergmtb

Sonntag, 03.06.2018: Nochmal Minis

Donnerstag, Juni 21, 2018

Der Neffe hatte mit seinen Kumpels ausgemacht, dass die ihn um halb 8 holen würden. Das klappte natürlich nicht, deswegen gingen wir schon mal und ließen einen Hausschlüssel mit der Anweisung, den danach durch den Briefschlitz zu werfen, zurück. Klappte alles prima.

Wir parkten (mal wieder) an der Brücke und radelten hinter zum Giebelhaus. Diesmal wandten wir uns danach nach links um Richtung Point-Hütte hoch zu radeln. Am Abzweig zum Prinz-Luitpold-Haus parkten wir die Räder und zogen uns um.

Auf dem Weg zum Prinz-Luitpold-Haus war so viel los (rauf wie runter waren mehrere Leute unterwegs), dass wir kurz dachten, die Hütte sei schon auf. Die hatte aber wie erwartet nur Notbetrieb.

Ich merkte meine Fersen in den harten Hochtourenstiefeln von Anfang an. Die Daumentour hatte wohl eine Druckstelle hinterlassen :-( Ich nahm bald Stöcke zur Entlastung, aber vor allem die rechte Ferse schmerzte bald sehr.

Der See unterhalb der Hütte war noch ordentlich eisbedeckt, so wie sich das professionelle Eisbader so wünschen ;-) Wir brauchten eine Weile, um einen vernünftigen Platz zum Einsteigen zu finden, denn hinten im Flachen schwamm haufenweise Blütenstaub. Das sah gar nicht hübsch aus. Dann ging der Eisbader eisbaden und war höchst zufrieden.

Es hatte inzwischen schon ziemlich zugezogen, aber beim Baden war noch ein wenig Sonne rausgekommen und hatte den Eisbader erwärmt. Als wir weiter gingen, war die Sonne weg.

Wir stiegen zurück zur Hütte hinauf und gingen dann in etwa in Höhe des Sommerwegs auf Schneefeldern um den See herum. An einer Stelle hatte der Bach den Schnee schon so sehr unterhöhlt, dass wir beide zusammen mit einem lauten Geräusch und einer großen Schneeplatte einen halben Meter in den Bach absackten. Glücklicherweise hielt die Platte.

Der Anstieg danach über die steilen Schneefelder war ziemlich anstrengend, aber da man dort schön waagerecht treten konnte, tat das meinen Fersen sehr gut. Der weniger anstrengende Weg über dem Wasserfall, wo kein Schnee lag, war dann schon wieder arg schmerzhaft.

Bevor wir in das lange Schneefeld zur Kreuzspitze einstiegen, zogen wir lange Hosen und Pullis an. Der lange Anstieg war dann - obwohl inzwischen wieder die Sonne rausgekommen war - nicht ganz so anstrengend und heiß wie befürchtet, denn der Schnee war gut zu gehen und hielt auch gut und es hatte zwischendurch ein kühlendes Lüftchen. Ich fand den Anstieg allerdings auch deswegen anstrengend, weil der beste Allgäuer von Allen mit dem rechten Bein immer die höheren Stufen trat und bei mir das rechte Bein das schwächere ist. Tja. Selber treten wäre aber natürlich noch anstrengender gewesen.

Die Fersen nahmen das Schneefeld nur halb übel, aber das änderte sich schlagartig, als wir in dem kleinen Klettersteig zur Kreuzspitze ankamen und beim Klettern wieder ordentlich Druck drauf kam. Ich schlug deswegen vor, an der Kreuzspitze zu warten, damit der Allgäuer auch noch den Hochvogel besteigen konnte. Darauf wollte der sich aber absolut nicht einlassen und so ging ich weiter.

Hinab in den kalten Winkel ging schnell, drüben rauf war dann eine Tortur. Das sind geneigte Platten, die man mehr oder weniger geradeaus hinauf laufen muss. Da ist der Druck auf die Fersen maximal. Der Allgäuer sah ein, dass das so keinen Sinn machte und ließ sich doch auf das Projekt ‘Hochvogel allein’ ein. Er ließ die Ski bei mir und ging los.

Ich suchte mir ein bequemes (was auf Steinen und Geröll relativ ist) Plätzchen, zog die Schuhe aus (Wohltat!) und schlief erst mal eine halbe Stunde. Das Wetter war nett und schickte erst mal ein wenig Sonne. Irgendwann hörte ich einen leisen Jodler und dachte, das müsse der Gipfel-Triumphschrei sein (war er, ‘unglaublich laut’, bei mir unten kam aber nur wenig an).

Ich rechnete aus, wann der Gipfelstürmer wieder da sein würde und lag nur knapp daneben. 5 Minuten, nachdem ich mich in Position gestellt hatte, tauchte der beste Allgäuer von Allen auf und war kurz darauf bei mir. Inzwischen hatte es angefangen zu tröpfeln und es grummelte irgendwo. Wir packten schnell zusammen und stiegen in aller Eile über die Kreuzspitze zurück ins Kar. In den 20 Minuten, die das dauerte, hatte es Regen, Sonne, Hagel und wieder Regen und es grummelte ständig irgendwo.

Wir kramten das Regenzeug raus und stiegen in die Ski. Das Kar ist oben echt steil und der beste Allgäuer von Allen hatte Probleme mit seinen doch etwas breiteren Schuhen, die sich in den Schnee gruben. Ich rutsche eine Spur ins flachere Gelände in der Mitte des Kars und dann konnten wir abfahren. So richtig fahren! Wenn auch, zugegeben, nicht übermäßig elegant ;-)

Wir kamen bis kurz vor den Wasserfall, schnallten dort kurz für die Querung ab und konnten dann noch bis zum See abfahren. Perfekt :-)

Im Abstieg spielte das Wetter noch ein bisserl mit uns, leichter Regen, Sonne, mehr Regen, Sonne und schließlich tatsächlich wieder schönes Wetter. So soll das sein!

Die Abfahrt bis zum Auto ging gewohnt fix, man muss da ja kaum noch treten. Wir waren so spät dran, dass wir direkt noch in Sonthofen zum Essen gingen. Dann heim, duschen, Bett.


Kühe schauen uns verwundert an


Der letzte Anstieg


Passend gekleidet zum Skifahren geht es los


Anstieg zum Prinz-Luitpold-Haus


Schwimmen zwischen Eisplatten


Schneefeldstapfen


Auf dem Weg zur Kreuzspitze


Im Klettersteiglein


Im kalten Winkel


Hochvogelgipfelkreuz


Der Gipfelstürmer kommt zurück


Abstieg zum Skifahren


Kritischer Blick das Schneefeld runter


Spurrutschen


Abfahrt


Abfahrt


Das Wetter wird besser


Manche Stellen sind etwas schwierig


Abschnallen vorm Wasserfall


Abfahrt zum See


Im Abstieg wird das Wetter langsam wieder schön


Wieder unten

Von engel am 21.06.2018 07:22 • outdoorbergskimtb

Freitag war das Wetter nur solala angesagt und wir brauchten ein wenig Zeit für Haushalt, Einkaufen und - ganz wichtig! - um das München-Bike city-tauglich umzurüsten. Für Samstag hatte sich dann der Neffe angesagt, der am Abend auch bei uns übernachten wollte. Wir planten eine Neffen-taugliche Tour (also etwas Interessantes ohne Radeln) und ich kaufte viel Essen für Samstag Abend ein.

Samstag in der Früh holten wir den Neffen vom Bahnhof ab und fuhren ins Tannheimer Tal. Der Parkplatz vom Gimpelhaus war proppenvoll. Naja, das war zu erwarten, schließlich waren Pfingstferien und ein langes Wochenende mit Brückentag und noch dazu relativ gutes Wetter.

Wir sausten zum Gimpelhaus hinauf, die beiden Herren mit der guten Kondition und den langen Beinen vorne weg, ich schnaufend hinterher. Am Gimpelhaus gab es eine kurze Pause, um etwas zu trinken. Es war wie zu erwarten ziemlich viel los, haufenweise Kletterer und ein paar Wanderer.

Im Gamskar und auf dem Weg zur Roten Flüh wurde das noch deutlicher. Überall hingen bunte Flecken in den Wänden, man hörte Seil-Kommandos und zur Judenscharte zog sich eine Schlange bunter Punkte hinauf. Uff! Es war doch ein wenig voller, als wir angenommen hatten.

An der Roten Flüh war es zu voll zum Pause machen, also gingen wir weiter. Der Neffe hatte sich eh schon im Gehen 2 Brezeln hinter die Kiemen geschoben, um nicht in Unterzucker zu fallen, und wir sind nix essen ja schon gewöhnt.

Der Abstieg hinten runter zum Schartschrofen ist nicht ganz einfach und der Neffe schlug sich da - trotz angeblicher Höhenangst - echt gut. Er ist allerdings immer furchtbar hektisch, das macht mich dann doch immer wieder mal nervös, aber er fiel nicht den Klammernsteig runter und stolperte nicht am glatten Grat :-)

Hier war viel weniger los, das war angenehm. Es hatte vor uns Leute und es kamen uns gelegentlich welche entgegen, aber ‘voll’ konnte man das nicht nennen. Umso erstaunter waren wir, als wir nach der Pause in die Gelbe Scharte vorm Schartschrofen kamen und da Stau vorfanden. Stau!

Da standen 8 Leute und warteten geduldig, bis sich 4 Leute den Einstieg des Friedberger Klettersteigs runter gehangelt hatten (Runter? Wieso runter?). Der Steig selbst war auch voll, aber gerade der Einstieg ist ja so, dass man da nicht gut aneinander vorbei kommt.

Wir überlegten kurz, ob wir ins Geröllfeld absteigen und um den Schartschrofen herum gehen sollten, aber der kleine Klettersteig sollte ja das Highlight der Tour sein, deswegen reihten wir uns dann doch in die Schlange ein. Schließlich waren die Absteiger unten und die Familie mit den beiden Kindern konnte einsteigen. Dann kamen nochmal 3 runter und die 4 vor uns stiegen ein. Wir hängten uns direkt dran.

Nach dem Einstieg, der mit dem großen Schritt so ziemlich die schwerste Stelle ist (was dem jungen Mann mit den langen Beinen vermutlich gar nicht auffiel, mir Zwerg aber schon), wird der Steig deutlich leichter und man kann immer wieder mal abseits des Seils überholen. Das taten wir auch.

Der Neffe kletterte souverän auch abseits des Drahtseils. An den ausgesetzten Stellen bestand ich allerdings vehement auf Einhängen (und lasse mal unerwähnt, dass der beste Allgäuer von Allen und ich gar kein Klettersteigset dabei hatten, nur Helme). Er kletterte auch ‘richtig’, also ohne Drahtseil, was ich ganz prima fand. Nur eben diese Hektik, alles schnell, schnell, an der muss er noch arbeiten.

Wir kamen schnell an den ursprünglichen 8 Leuten vorbei und konnten den Absteigern auch gut ausweichen. Damit machte der Steig wie immer echt Spaß. Der Gipfel war auch hier voll, deswegen stiegen wir zu einer kleinen Wiese etwas unterhalb ab und machten da Pause.

Gerade als wir es uns so richtig im Gras gemütlich gemacht hatten, fing es an zu regnen. Naja, dann halt nicht. Wir stiegen ab und kehrten noch im Adlerhorst über Grän ein. Dort gibt es unerwartet guten Kaffee und Kuchen :-)
Und das ganze Haus ist überhaupt sehenswert, weil da ein ‘Bäschtlar’ wohnt, der allerlei lustige Dinge zusammengebastelt hat. Zum Auto war es dann nicht mehr weit.

Abends machte ich Gulasch aus 1 Kilo Fleisch und es gab 1 1/2 Kilo Spätzle dazu. Das ist etwa doppelt so viel, wie wir zwei beiden üblicherweise essen und da bleibt dann immer noch was übrig. Diesmal war am Ende alles ratzeputz leer. Hui!


Start in Nesselwängle


Auf dem Weg ins Gamskar


Unerschrockener Gems im Anstieg zur Roten Flüh


Derselbe Gems, einhornig, hat vielleicht etwas zu viel gekämpft?


Am Gipfel der Roten Flüh


Abstieg Richtung Schartschrofen


Die Klammernleiter am ersten Turm


Der Neffe in der Klammernleiter


Gratweg mit Weitblick ins Tannheimer Tal


Stau am Einstieg!


Stau an der nächsten Engstelle hinterm Einstieg


Ich war auch dabei


Der Neffe in einer der Schlüsselstellen (auf Anweisung eingehängt)


Nachdem wir den Stau überwunden hatten, war der Rest nettes Klettern


Gipfelbild


Gipfelpause


Rückblick auf Schartschrofen und Rote Flüh


Wasserspiele im Adlerhorst

Von engel am 18.06.2018 18:29 • outdoorberg

Am ersten Urlaubstag (jaja, Feiertag) wollte ich die Daumentour wiederholen und diesmal Minis mitnehmen, um die mal richtig mit den Figln vergleichen zu können. Die Bedingungen würden nach so kurzer Zeit ja wohl noch vergleichbar sein. Der beste Allgäuer von Allen war einverstanden.

Allerdings braucht man für die Minis harte Schuhe und deswegen waren wir mit den Hochtourenstiefeln unterwegs. Beim Radeln bis zum Käser-Alpe war das natürlich kein Problem. Der beste Allgäuer von Allen ging dann erst mal wie vor ein paar Tagen barfuß weiter. Ich soll aber immer und überall Einlagen tragen und stapfte mit den harten Stiefeln los.

Die sind eigentlich recht bequem diese Stiefel und ich kann mich eigentlich nicht dran erinnern, damit jemals größere Probleme gehabt zu haben. Nicht mal bei dem endlosen Abstieg vom Ortler. Aber ich merkte meine Fersen, besonders die Rechte, schon beim halben Aufstieg zum Engeratsgundsee. Und das obwohl gerade die rechte Ferse wegen der lästigen Blase gut verpflastert war. Beim Nachschauen: Nix. Also war’s nur Druck. Ich nahm Stöcke zur Entlastung und versuchte den Druck zu ignorieren.

Der Engeratsgundsee war fast genauso eisbedeckt wie vor ein paar Tagen, aber die Schwimm-Öffnung war kleiner geworden, weil Eis hinein getrieben war. Dafür hatte es jetzt eine Art Kanal, in den der beste Allgäuer von Allen auch hinein schwamm. Da war es aber wohl noch viel kälter und er kam sehr prustend und pustend wieder aus dem Wasser. Immerhin hatte es Sonne zum Aufwärmen :-)

Wir stiegen zum Kleinen Daumen auf, machten eine kurze Pause um das Wetter zu betrachten (es waren heftige Gewitter vorhergesagt) und gingen dann zum Großen Daumen weiter. Dort gab es eine kurze Pause, in der der Himmel sich merklich verdunkelte und dann ging es los: Minis fahren!

Der Schnee war in den paar Tagen merklich weniger geworden, deswegen konnten wir die bequemen Sitzplätze zum Anschnallen nicht mehr nutzen. In die Minis kann man aber eh viel besser einsteigen, deswegen war das egal.

Und schon auf den ersten Metern merkten wir: Ja, so geht fahren! Die Minis sind halt Ski, die haben Kanten, halten die Spur und lassen sich quer rutschen. Sie sind allerdings auch verdammt kurz und das Gleichgewicht halten ist nicht immer einfach.

Ich merkte das auch gleich und legte mich bei der erste Kurve erst mal in den Schnee. Kurz drauf nochmal, da war aber eine Eisplatte dran schuld, auf die ich dann auch mit ordentlich Schwung mit dem linken Oberschenkel drauf knallte. Das tat wirklich und echt brutal weh!

Auch der beste Allgäuer von Allen freute sich daran, wie toll die Minis fahren können, bis er sich dann im steileren Gelände vor der Wechte ebenfalls hinlegte. Die Minis sind halt auch sehr, sehr schmal und da bremsen dann schon mal die Schuhe im Schnee, das ist ziemlich unangenehm.

Natürlich hatten auch die Minis mit dem buckligen Sommerschnee Probleme, aber wir kamen recht schnell und deutlich unverkrampfter unten am See an als mit den Figln. Wir marschierten auch mit den Minis übers Gras, mussten weiter unten aber einmal abschnallen, weil eine Schnee-Verbindung schon weg war. Dafür fuhren wir ein Stück weiter ab, weil das Fahren nicht so stressig war.

Als wir am See ankamen, grummelte es irgendwo hinter den beiden Daumen und der Himmel war schwarz. Wir packten schnell zusammen und stiegen schnell ab. Auf dem Weg zu den Rädern regnete es immer wieder mal leicht und einmal gab es sogar kurz Hagel, aber so richtig kam uns das Gewitter nicht hinterher.

Auf der Abfahrt war es trocken, aber je näher wir dem Auto kamen, umso nasser wurde die Umgebung. Da war wohl das Gewitter gewesen, als wir noch unterwegs waren. So soll das sein :-)

Mein linker Oberschenkel tat dabei die ganze Zeit weh und mir war schon klar, dass ich da einen blauen Fleck bekommen würde. Am nächsten Morgen war der Oberschenkel von der Hüfte bis fast zum Knie schwarzblau! Da hatte ich mir wohl eine größere Ader verletzt. Erst da fiel mir dann wieder ein, dass wir im Erste-Hilfe-Kurs gelernt hatten, dass man bis zu 4 Liter Blut im Oberschenkel verlieren kann (OK, da ging es um Brüche). Da hatte ich wohl doch ziemlich Glück!


Morgens dampfen die Wiesen


Ein Gast auf der Straße, den wir schnell ins Gras retteten


Aufstieg


Vorm Engeratsgundsee


Im Engeratsgundsee


Schneefeldquerung


Murmel betrachten uns misstrauisch


Am Daumengrat


Am Großen Daumen


Erst mal gepflegt in den Schnee werfen ...


Minis fahren ist echt Action


Gemsen betrachten verwundert, was die Zweibeiner da anstellen


Wegen Gras muss man nicht unbedingt abschnallen


Abfahrt zum See


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 14.06.2018 21:02 • outdoorbergskimtb

Samstag, 26.05.2018: Jetzt aber: Figln!

Dienstag, Juni 12, 2018

Den Feiertags-Donnerstag wollten wir dazu nutzen, doch nochmal die Figln zu testen. Wenn man das Zeug halt schon hat ...

Wir radelten gemütlich das Ostrachtal hinter und dann - nicht mehr so gemütlich - hinauf zur Schwarzenberghütte und Käser-Alpe, wo wir die Räder parkten. Der beste Allgäuer von Allen überlegte kurz und ging dann barfuß weiter. Bis kurz vorm Engeratsgundsee war auch alles trocken, dann kam ein kleines Schneefeld, dass er problemlos queren konnte.

Wir hatten schon überlegt, wie weit der See wohl schon eisfrei sei, und ob baden dort die Bezeichnung ‘eisbaden’ überhaupt verdienen würde. Als wir über den kleinen Rücken traten, staunten wir daher nicht schlecht: der Engeratsgundsee war fast noch vollständig zugefroren. Nur hinten an dem kleinen Hügelchen könnte man eventuell reingehen.

Es waren wieder Gewitter angesagt und der Himmel war inzwischen gut über die Hälfte bewölkt. Der beste Allgäuer von Allen beschloss daher, direkt eisbaden zu gehen, so lange es noch war und sonnig war, und wir gingen zum Hügelchen rüber.

Der Weg in das kleine offene Löchlein im See war nicht ganz einfach, denn da musste man erst ein wenig Eis queren und dann davon in den See steigen. Das Wasser danach war etwa oberschenkeltief, aussteigen müsste also möglich sein. Und für den Fall das das nicht klappte, gab es links noch eine schmale Rinne, wo das Wasser noch flacher wurde. Wieder rauskommen war also gesichert.

Der beste Allgäuer von Allen zog die Badehose an und ging vorsichtig übers Eis zum offenen Wasser. Ohne einzubrechen konnte er am Ende des Eises ins Wasser steigen. Dann schwamm er kurz, wobei das Wasser wirklich sehr kalt sein musste, denn er pustete wie eine Dampflok: ‘Puuuh! Puuuh! Puuuh!’

Das Austeigen aus dem See klappte wie erwartet gut und er kam glücklich zum Hügelchen zurück, wo ich die Sonne genoss. Nach kurzem Aufwärmen konnte es weiter gehen. Wir stiegen zunächst zum Kleinen Daumen hoch, weil der direkte Anstieg zum Großen Daumen nicht begehbar aussah.

Da wir ja nicht wussten, ob man vom Großen Daumen direkt abfahren können würde, schaute ich mir schon mal an, wo und wie man auf dieser Seite mit den Figln fahren könnte. Da bot sich eigentlich nur die Direkt-Abfahrt vom kleinen Daumen mit mehrfachem Abschnallen an, alles andere war zu steil und man kam auch nicht gut (oder überhaupt) an den Schnee. Und abfahren wollte ich, das Knie zickte ein wenig rum.

Am Kleinen Daumen brachte ich also vorsichtig den Vorschlag vor, den Großen Daumen auszulassen, aber das kam nicht gut an. Wir gingen also auch noch zum Großen Daumen rüber, wobei der Weg über den Grat ja echt nett ist, der restliche Anstieg dann eher nicht so.

Schon auf der langen Querung zum Gipfel war dann klar: das war eine Super-Idee, denn wir würden direkt vom Gipfel abfahren können :-)

Nach der Gipfelpause stiegen wir also ein paar Meter zum Schneefeld ab und schnallten die Figln an. Das Schneefeld ist freundlich und fängt moderat steil an. Man steht also nicht unvermutet in nahezu senkrechtem Gelände, sondern kann sich erst mal ein wenig eingewöhnen. Das war auch nötig, denn der grob-buckelige Sommerschnee war mit den breiten kanten-losen Figln echt schwer zu fahren.

Das Schneefeld wird dann kurz sehr steil und man muss direkt neben ein beeindruckenden Wechte runter. Wir querten zittrig bis drunter und kurvten dann auf das danach wieder moderat steile Schneefeld. Danach wird es wieder steiler. Am schwierigsten war, mit den kurzen breiten Figln die vielen Buckel und Löcher des Sommerschnees zu bewältigen. Immerhin war der aber so weich, dass man meistens tatsächlich annähernd ‘fahren’ konnte.

Es war sehr anstrengend, wir kamen aber immerhin recht schnell bis zum See runter (was auch gut war, denn inzwischen hatten sich haufenweise dunkle Wolken aufgebaut) und mussten nicht mal abschnallen. Allerdings liefen wir mit den Figln an den Füßen ein kurzes Stück über Gras, was in etwa so gut geht, wie mit Flossen rumlaufen.

Die letzten Meter Schnee schenkten wir uns (woran man sehen kann, wie stressig das Figln ist ;-)) und liefen zu Fuß zurück zum See. Danach kam noch der Abstieg zu den Rädern (bei dem das Knie wieder ein wenig rumzickte) und die lange gemütliche Abfahrt bis zum Auto, wo man oben viel bremsen und dann vielleicht noch 3 Mal treten muss :-)


Radeln im Ostrachtal


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Der Engeratsgundsee


Eisbaden


Schneefeldquerung auf dem Weg zum Kleinen Daumen


Am Kleinen Daumen


Am Grat zum Großen Daumen


Der lange Weg zum Großen Daumen


Anschnallen der Figln


Figln


Figln vorm Engeratgundsee


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 12.06.2018 19:13 • outdoorbergmtb

Montag, 21.05.2018: Völkerwanderung

Dienstag, Juni 12, 2018

An diesem Tag war das Wetter in der Früh tatsächlich so schön wie der Wetterbericht versprochen hatte. Wir stellten den Kangoo in Tannheim ab und radelten zum Vilsalpsee hinter. Unten im Dorf kamen uns ein paar Leute entgegen, die 5 frisch geschorene Alpakas dabei hatten. Alle Alpakas hatten die totale Punk-Frisur, das sah super aus :-)

Wir radelten bis zum Wasserwerkhäuschen unterm Traualpsee und stellten dort die Räder ab. Uns war schon klar gewesen, dass es rund um den Vilsalpsee doch einige Leute haben würde, aber die Schlange zum Traualpsee hinauf war nahezu eine Völkerwanderung. Ein Wunder ist das nicht, die Gegend ist echt traumhaft schön. Der beste Allgäuer von Allen hatt zwar Fivefingers dabei, beschloss dann aber, barfuß zu gehen.

Wir reihten uns ein und stiegen mit den vielen Leuten zum See hinauf. Wider Erwarten war das gar nicht so lästig wie befürchtet. Als wir die Räder abstellten, war wohl gerade eine Busladung vorbei gelaufen, inzwischen verteilten sich die Leute aber gut auf dem Weg.

Am Traualpsee machten wir eine kurze Pause, damit der beste Allgäuer von Allen seine Stiefel anlegen konnte. Ab hier würde es Schneefelder geben, das war schon abzusehen. Am Traualpsee selbst war kaum noch Schnee, deswegen waren wir nicht sicher, ob es oben an der Lache noch Schnee und Eis haben würde.

Als wir nach dem Felsriegel den ersten Blick auf die Lache warfen, staunten wir nicht schlecht: Der See war noch zu 99% zu, nur ganz vorn am Auslauf war ein kleines Stück freies Wasser. Praktischerweise direkt neben einem trockenen Hügel. Nach einem Blick auf den Himmel - die Wolken mehrten sich - ging der beste Allgäuer von Allen eisbaden, begleitet von vielen staunenden und bewunderten Ausrufen der Wanderer, die vorbei kamen. Aber es wagte sich sonst keiner rein :-)

Wir gingen weiter und bogen bald zur Lachenspitze ab, weil wir dachten, die Überschreitung müsse eigentlich möglich sein (es gab auch Leute im Klettersteig). Der Aufstieg ist steil und bröselig und ist auch im Sommer anspruchsvoll, um diese Jahreszeit kam glatt sowas wie Nordwandfeeling auf, so steil war das Schneefeld, über das wir aufstiegen. Ich war durchaus froh, da nicht wieder runter zu müssen.

Der Gipfel war proppenvoll. Laute Klettersteigbezwinger, die entweder froh drüber waren, den Klettersteig hinter sich zu haben oder sich vor dem Abstieg graulten. Wir gingen ein paar Meter weiter und machten auf einem Absatz unterhalb des Gipfels Pause.

Der Abstieg von der Lachenspitze ist auch recht steil (allerdings nicht so sehr wie die Nordseite) und auch eine sehr bröselige Abgelegenheit. Das war aber ganz gut zu gehen, wie auch die beiden Schneefelder da drin. Ich war trotzdem sehr langsam, denn meine Sorge ist ja immer, irgendwo durchzubrechen und mir dabei das Knie zu verbiegen. Es ging aber alles gut.

Aus der Joch zwischen Lachen- und Steinkarspitze stiegen wir direkt über den Schnee ab. Der war leider ein bisserl sehr weich, um auf Schuhen abzufahren. Das klappte nur sehr mäßig. Wir wurden trotzdem belohnt, denn auf einem grasigen Hügel im Kar tollten einige Murmel umher, die noch nicht ganz wach schienen, denn es gab keinen Wächter und wir wurden kaum beachtet :-)

Es grummelte die ganze Zeit leise um uns herum, aber in der Nähe befand sich kein Gewitter. Der Himmel wurde allerdings immer dunkler. Als wir im Abstieg gerade am Traualpsee waren, gab es unvermutet einen einzelnen Donnerschlag, der derart laut war, dass wir beide zusammen zuckten und einen kleinen Sprung hinlegten. Puh, sowas treibt das Adrenalin ganz schön in die Höhe!

Kurz drauf fing es an zu tröpfeln. Wir machten uns regenbereit (Rucksack einpacken, Regenzeug greifbar packen) und der beste Allgäuer von Allen legte sogar die Regenjacke an, aber außer den paar Tropfen am Traualpsee passiert nichts.

Am Vilsalpsee schien die Sonne, aber das Auto und der Parkplatz bei Tannheim waren nass. Da hatten wir ganz schön Glück gehabt, mit dem Wetter :-)


Auf dem Weg um Tannheim herum


Am Vilsalpsee


am Traualpsee auf dem Weg zur Landsberger Hütte


Direkt vor der Eisbadestelle


Eisbaden


Auf dem Weg zur Lachenspitze


Die Schneefelder sind schon ordentlich steil!


3-Seenblick: Lache - Traualpsee - Vilsalpsee


Abstieg von der Lachenspitze


Murmel


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 12.06.2018 18:29 • outdoorbergmtb

Samstag, 19.05.2018: Gratwanderung

Dienstag, Mai 29, 2018

Schon wieder hielt sich das Wetter nicht so Recht an die Vorhersage und es war trüb in der Früh. Da hätte eigentlich noch Sonne sein sollen, bevor Nachmittags die Gewitter zuschlagen sollten.

Als wir den Kangoo an der Säge abstellten, kam dann auch etwas Sonne :-) Nicht viel, aber zusammen mit der feuchten Luft wurde es warm genug, um kurze Sachen anzuziehen. Wir gingen den üblichen Weg übers Wiesach zum Steineberg-Stuiben-Grat hinauf. Oben nahmen wir den Grat statt des Wanderwegs, so wird die eh schon schöne Tour noch schöner :-)

Am Grat war es aber ganz schön kühl, denn inzwischen war von Sonne nichts mehr zu sehen und es wehte ein kalter Wind. Bis wir den Stuiben erreichten, war der Gipfel in Wolken. Wir machten trotzdem eine kurze Pause, bevor wir in den Kessel unterm Stuiben hinab stiegen.

Unter dem Kessel (der eher unschön abzusteigen ist), kommt ein netter Spitzkehrenweg in einer steilen Rinne. Mir war schon klar, dass es da im Winter immer wieder Lawinen hat, aber bislang war da im Frühjahr halt ein wenig Dreck und Steine rumgelegen, sonst nichts. Diesmal aber lag ein Mords-Baumverhau über dem Weg und wir mussten uns auf schmierigem Untergrund durch die steilen Büsche schlagen.

Auf dem Rückweg zum Auto regnete es leicht, aber wir wären dennoch in der Alpe Gerstenbrändle eingekehrt (die mit dem guten Kuchen :-)), wenn es da nicht gar so voll gewesen wäre. So gab es halt Kaffee, Brezeln und Kekse daheim.


Anfangs scheint noch die Sonne


Am Grat dann schon Wolken (und Wind)


Gratbegehung


Nebelstimmung am Grat


Die letzten Meter


Am Gipfel


Bäumeverhau


Rückweg im Nieselregen

Von engel am 29.05.2018 20:41 • outdoorberg
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